Montag, 20 November 2017
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UNHCR: Weniger Flüchtlinge kommen nach Europa aber Überfahrt bleibt tödlich

11 11 2015Asylum Seekers25. August 2017 – Weniger Flüchtlinge und Migranten sind im letzten halben Jahr in Europa angekommen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf ihrem Weg nach Europa sterben ist weiterhin „alarmierend hoch“, berichtete das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und rief zu erneuten Maßnahmen auf, die Menschen zu beschützen. Laut dem Bericht Desperate Journeys sind 2.253 Menschen gestorben oder auf See verloren gegangen und mindestens 40 auf Landwegen nahe der Europäischen Grenze gestorben.
„Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der Flüchtlinge und Migranten, die in Europa ankommen, zu reduzieren, ohne gleichzeitig Friedensförderung, Entwicklung und sichere Wege zu verstärken, ist moralisch inakzeptabel", sagte Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. „Wir können es uns nicht leisten, solche Verstöße, die offensichtlich stattfinden, zu ignorieren, nur weil sie nicht direkt vor unseren Augen passieren.“
Im Hinblick auf die Überfahrt zeigt der Bericht, dass die Mittelmeer-Überquerungen im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zurückgingen, was vor allem auf einen Rückgang von 94 Prozent der Menschen, die den Seeweg von der Türkei nach Griechenland nutzen, zurückzuführen ist. Unterdessen sind die Überquerungen von Nordafrika nach Italien auf dem gleichen Niveau wie im vergangenen Jahr geblieben, sagte das UNHCR und fügte hinzu, dass Gewalt und Missbrauch auf der Reise weit verbreitet sind. Etwa 11.400 derjenigen, die in der ersten Jahreshälfte nach Italien kamen, waren nach den jüngsten Zahlen Kinder ohne Begleitung oder getrennt von ihren Familien. Der UNHCR-Bericht zeigt auch einen Anstieg der Ankünfte in Spanien, wobei in diesem Jahr 9.500 Menschen das Land erreichten, verglichen mit 4.936 in den ersten Monaten des Jahres 2016.

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