Sonntag, 22 April 2018
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Angriff auf Flüchtlingslager in Nordsyrien: UN sprechen von möglichem Kriegsverbrechen

675496Die Vereinten Nationen haben den verheerenden Luftangriff auf ein Flüchtlingslager bei Samada in der Provinz Idlib mit rund 30 Toten scharf verurteilt. Falls das Camp bewusst als Ziel ausgesucht worden sei, könnte es sich um ein Kriegsverbrechen handeln, hieß es in einer Stellungnahme des UN-Nothilfekoordinators Stephen O'Brien. O'Brien forderte eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls. "Anhaltende Kämpfe und Luftangriffe bedeuten, dass wehrlose, verängstigte Kinder, Frauen und Männer keinen Zufluchtsort haben", mahnte der UN-Nothilfekoordinator. Insgesamt sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien vor mehr als fünf Jahren nach UN-Angaben rund 400.000 Menschen ums Leben gekommen. Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Zehntausende Flüchtlinge leben in Lagern im Norden Syriens an der Grenze zur Türkei, davon befinden sich mehrere Flüchtlingscamps in Idlib. Nach heftigen Kämpfen war diese Woche eine neue Waffenruhe auf die Stadt und gleichnamige Provinz Aleppo ausgeweitet worden, die zunächst weitgehend hielt. Aleppo ist zwischen Regime und Rebellen geteilt.

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