Freitag, 18 Oktober 2019
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Jemen: UN fordert Zugang zu Flughäfen

Jemen, SanaaUN-Hilfsorganisationen haben einen ''sicheren und verlässlichen'' Zugang zum Hauptstadtflughafen Sanaa gefordert, um Hilfsgüter zu transportieren. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Johannes van der Klaauw, nannte ihn eine ''essenzielle Lebenslinie''.

''Ohne Zugang zu den Flughäfen sind Hilfsorganisationen nicht imstande, Mitarbeiter und lebenswichtige Güter bereitzustellen'', erklärte der UN-Koordinator.

Laut Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) beschädigten Luftangriffe die Start- und Landebahnen am Hauptstadtflughafen schwer. Durch die Reparaturarbeiten seien keine Flüge möglich.

"Ich fordere ein Ende der Luftangriffe auf Flughäfen im Jemen. Hilfsorganisationen müssen die vom Konflikt betroffenen Menschen erreichen können", so Klaauw.

Mehr als 1000 Menschen sind in den Kämpfen im Jemen bereits getötet worden. Während der vergangenen Monate flüchteten ca. 300.000 Menschen. In Aden, der viertgrößten Stadt im Jemen, sind Bewohner von der Elektrizitäts- und Wasserversorgung abgeschnitten.

UN-Organisationen bemühen sich, wichtige Güter in das Land zu bringen. In der Golfnation erschweren die Sicherheitslage sowie ein Mangel an Treibstoff die Hilfsgütertransporte. Jemen importiert fast 90% der Nahrungsmittel aus dem Ausland.

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