Samstag, 24 August 2019
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Libyen-Gesandter Léon hofft auf ersten Durchbruch

Der LDer UN-Sondergesandte für Libyen, Bernadino Léon, beim Press-Briefingibyen-Sondergesandte der Vereinten Nationen, Bernardino Léon, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass es bald Fortschritte in den Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien in dem nordafrikanischen Land geben wird. Es gebe die Chance, dass die beiden rivalisierenden libyschen Parlamente "diese Woche die ersten Namen für eine Regierung der nationalen Einheit" vorstellen würden, so Léon.

Bereits am Sonntag (22. März) hatte er mitgeteilt, dass die Verhandlungen unter UN-Vermittlung mit Blick auf ein "Schlussabkommen" nochmals verlängert wurden.

Es stünden weitere "schwierige Gespräche" bevor. Er wolle daher nicht, "dass die Erwartungen angesichts der Lage vor Ort zu hoch sind". Er verwies darauf, dass es um die Hauptstadt Tripolis in den vergangenen Tagen Kämpfe gab. Der politische Prozess komme aber gut voran, weshalb er auf ein Ergebnis "vor Ende der Woche" hoffe, sagte Leon.

In Libyen herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 Chaos und Gewalt. Im Sommer vergangenen Jahres eroberten islamistische Milizen die Hauptstadt Tripolis und bildeten dort ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Die international anerkannte Regierung und das Parlament flohen nach Tobruk im Osten des Landes. Beide Seiten verhandeln nun unter UN-Vermittlung in Marokko über eine Regierung der nationalen Einheit. Die chaotische Lage im Land hat sich nochmals verschärft, seitdem sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) dort ausbreitet.

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