Donnerstag, 20 September 2018
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Neue Präsidentin der UN-Generalversammlung fordert, die Vereinten Nationen den Menschen näher zu bringen

Inaugural Speech UNGA19. September 2018 - Die diesjährige Sitzung der UN-Generalversammlung (UNGA) wurde am Dienstag von ihrer Präsidentin eröffnet, die sich während ihrer Amtszeit besonders dafür einsetzen will, die Weltorganisation den Menschen näher zu bringen und ihre Teilhabe und Unterstützung für die Vereinten Nationen zu stärken.

In ihrer Eröffnungsrede zur 73. Sitzung der UNGA, die 193 Mitglieder umfasst, sagte Präsidentin María Fernanda Espinosa, dass der Bedarf an stärkerer globaler Führung im Dienste des Multilaterismus, für friedlichere, gerechtere und nachhaltigere Gesellschaften, ihre Arbeit antreiben. 

„Lasst uns zusammen eine Welt schaffen, die gleichberechtigter und freier, nachhaltiger und naturnaher sowie inklusiver und unterstützender ist“, betonte sie. 

Espinosa, die im Juni zur UNGA-Präsidentin gewählt wurde, folgt Miroslav Lajčák, dem Präsidenten der 72. Sitzungsperiode. Sie ist erst die vierte Frau in der Geschichte dieses UN-Organs, die diese Position innehat, und die erste Frau aus der Lateinamerika & Karibik - Region.

In ihrer Ansprache hat Espinosa ihre sieben Prioritäten skizziert, die sie in Absprache mit den Mitgliedsstaaten festgelegt hat und die die kommende Sitzungsperiode prägen werden: Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter; Umsetzung der neuen globalen Vereinbarung zu Migration und Flüchtlingen; Schaffung anständiger Arbeitsmöglichkeiten; Schutz der Umwelt; Stärkung der Rechte von Personen mit Beeinträchtigungen; Unterstützung des UN Reform-Prozesses; und die Erleichterung des Dialogs.

Mehr Informationen: https://bit.ly/2NZJzVG

Scheidender Präsident der UN-Generalversammlung: In einer komplexen Welt müssen wir „den richtigen Weg einschlagen“

scheidender Präsident der Generalversammlung18. September 2018 - Der scheidende Präsident der UN-Generalversammlung, Miroslav Lajčák, rief die globale Gemeinschaft am Montag dazu auf, für Multilaterismus einzustehen und betonte dabei, dass dies der einzige Weg sei, die komplexen und wachsenden Herausforderungen, denen die Welt gegenübersteht, anzugehen. 

„Es steht viel auf dem Spiel, wir müssen den richtigen Weg einschlagen“, sagte Herr Lajčák in seiner letzten Ansprache an die aus 193 Mitgliedsstaaten bestehende UN-Generalversammlung. 

Herr Lajčák hat von “sechs wesentlichen Trends” gesprochen, die er während seiner einjährigen Amtszeit als Präsident der UN-Generalversammlung beobachtet hat. Er war hoffnungsvoll, dass diese Beobachtungen zu Beginn der 73. hochrangigen Debatte nützlich sein werden.

Bezüglich des ersten Trends – Frieden – erkannte er den sich wandelnden globalen Diskurs an, von einem reaktiven Konzept hin zu einem Ansatz des „nachhaltigen Friedens“.

„Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns. Nachhaltiger Frieden kann nicht einfach nur ein Konzept oder ein Bestreben sein. Es sollte vielmehr als eine Bedienungsanleitung gesehen werden. Etwas, das die echte Arbeit, die wir jeden Tag vor Ort leisten, leitet“, betont er. 

Mr. Lajčák hob außerdem die Herausforderungen durch den Klimawandel hervor und forderte mehr Führung und Förderung, um sicherzustellen, dass ausreichend Mittel vorhanden sind, um das Pariser Klimaabkommen sowie die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erfüllen.

Der Präsident der 72. ordentlichen Sitzung der UN-Generalversammlung hob außerdem die Notwendigkeit hervor, dass die Weltorganisation sich an globale Veränderungen anpasst und betonte besonders die Arbeit rund um den Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration, welche im Dezember diesen Jahres in Marokko verabschiedet werden soll.

Mehr Informationen: https://bit.ly/2QEqKpl

UN-Generalsekretär: Angesichts der Stärkung der Ozonschicht ist jetzt ein „entscheidender Zeitpunkt für Klimaschutz“

pivotal time for climate change 17. September 2018 - Angesichts der erneuten Rekordhitze, die dieses Jahr die Erde umhüllt hat, sei es laut Generalsekretär António Guterres auch ein „entscheidender Zeitpunkt für den Klimaschutz“. Damit machte er zudem auf den gestrigen internationalen Tag für die Erhaltung der Ozonschicht aufmerksam. 

  Als Wissenschaftler zeigten, dass Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die meist in Kältemitteln und Spraydosen vorkommen, ein Loch in die Ozonschicht reißen, reagierte die Welt mit dem Montreal-Protokoll, welches die allmähliche Abschaffung der Produktion von ozon-abbauenden Substanzen einläutete. 

  Dies hat nicht nur zur Erhaltung der Ozonschicht und den globalen Bemühungen sich mit Klimaschutz zu beschäftigen, beigetragen, sondern auch zum Schutz der menschlichen Gesundheit und Ökosysteme.

  Guterres erklärte darüber hinaus, dass die richtungsweisende Kigali-Änderung, welche ab dem 1. Januar, 2019, in Kraft tritt, ihren Fokus auf Fluorkohlenwasserstoffe legt. Dabei handelt es sich um klimaerwärmende Gase, die immer noch häufig in Kühlsystemen verwendet werden. 

  Das Thema für den diesjährigen Ozon-Tag, der jährlich am 16. September gefeiert wird, soll ein „aufrüttelnder Aufruf“, um jeden dazu aufzufordern, die Ozonschicht und das Klima im Rahmen des Montreal Protocol zu beschützen. 

 Mehr Informationen: https://bit.ly/2pfpv3e

UN-Cinema: Dokumentarfilm „The Last Animals“ in der Deutschen Welle

UN Cinema TLA Bonn 3 Copy14. September 2018 – In Zusammenarbeit mit der DGVN NRW hat UNRIC Deutschland gestern zur UN-Cinema Filmvorführung in den Gremiensaal der Deutschen Welle in Bonn geladen. Rund 150 Gäste nahmen teil. Gezeigt wurde der preisgekrönte Dokumentarfilm „The Last Animals“, in dem die Regisseurin Kate Brooks die Arbeit von Naturschützern, Aktivisten und Wissenschaftlern zum Schutz der letzten Tiere Ihrer Art begleitet.

UN Cinema TLA Bonn CopyAuf beeindruckende Weise und streckenweise mit verdeckter Kamera gefilmt, berichtet der Film über den Kampf gegen Wilderer und kriminelle Netzwerke zum Schutz von Elefanten und Nashörnern. Von Afrika bis hinter die Kulissen asiatischer Märkte und in die USA beleuchtet der Film die globale Reaktion auf die Tierschlachtung und berichtet über den verzweifelten Versuch das Nördliche Breitmaulnashorn (Northern White Rhino) vor dem Aussterben zu bewahren.

UN Cinema TLA Bonn 2 CopyIn der anschließenden Diskussion beantworteten Experten zweier in Bonn ansässiger Organisationen Fragen rund um ihre Arbeit für Artenschutz und gegen Wilderei. Joseph Mutua arbeitet in Bonn in der Abteilung für Umweltrecht der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN). Der Fokus seiner Arbeit liegt im Bereich illegaler Wildtierhandel und laut Joseph ist Korruption eine der größten Herausforderungen. So werden zum Beispiel in Tanzania laut Joseph rund 70% der Fälle, die vor Gericht gebracht werden, im Berufungsverfahren zurückgewiesen.

Auch Melanie Virtue arbeitet in Bonn für die Konvention zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (UN Environment Convention on Migratory Species, CMS, Bonn Convention). Sie blickt auf über 20 Jahre Arbeitserfahrung mit den Vereinten Nationen zurück, unter anderem am Hauptsitz des UN-Umweltprogramms (UNEP) in Nairobi. Auf die Frage, warum der Schutz wilder Tiere in Afrika uns alle eigentlich betrifft, sagte Melanie: „Wir müssen uns fragen, wieviele Arten wir in unserer Lebenszeit aussterben lassen, bis nur noch der Mensch und Plastik übrig bleiben. Ist das die Welt, in der wir leben möchten? Ich denke nicht und deswegen ist es so wichtig, dass wir unsere Aufmerksamkeit jetzt dieser Krise widmen.“

UN-Cinema ist eine europaweite Initiative, die ursprünglich 2007 vom Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNRIC) in Brüssel ins Leben gerufen wurde. Dabei werden Filme zu UNO-relevanten Themen gezeigt, gefolgt von Podiumsdiskussionen mit geladenen Gästen, die entweder zur Entstehung des Filmes beigetragen haben oder Experten für das im Film behandelte Thema sind. Der Eintritt ist frei.

Weitere Fotos können Sie hier sehen.

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Die UN trauern um Kofi Annan, 18. August 2018

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