Montag, 25 März 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

4.500 Tuberkulosetote jedes Jahr

25. März 2019TB WHO – Tuberkulose (TB) ist nicht nur die weltweit tödlichste Infektion, sondern auch die häufigste Todesursache bei Menschen mit HIV und eine der Hauptursachen für Todesfälle durch antimikrobielle Resistenz. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am vergangenen Sonntag hingewiesen, dem Welttag der Tuberkulose.

TB ist nach wie vor der tödlichste Krankheitserreger der Welt, der jedes Jahr fast 4.500 Menschenleben fordert und von dem laut WHO fast 30.000 Menschen betroffen sind.

Seit 2000 haben die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung dieser vermeidbaren und heilbaren Krankheit schätzungsweise 54 Millionen Menschenleben gerettet und die TB-Mortalität um 42 Prozent gesenkt. "Das Motto des diesjährigen Welt-TB-Tages lautet: Es ist an der Zeit, die TB zu beenden", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor, der den globalen Aufruf “Find. Treat. All. #EndTB” leitet.

Letzte Woche veröffentlichte die WHO neue Leitlinien, um die Behandlung von multiresistenter TB zu verbessern. Zudem gab sie Empfehlungen ab, die sektorübergreifende Maßnahmen zur Überwachung und Überprüfung der Fortschritte, eine priorisierte Planung und Durchführung von TB-Interventionen und eine Task Force zur Gewährleistung eines sinnvollen Engagements der Zivilgesellschaft vorsahen.

"Dies sind eine Reihe pragmatischer Maßnahmen, die die Länder nutzen können, um die Fortschritte zu beschleunigen und die Verpflichtungen zu erfüllen, die auf dem ersten hochrangigen UN-TB-Treffen im vergangenen September eingegangen wurden", sagte Dr. Tereza Kasaeva, Direktorin des Globalen TB-Programms der WHO.

Jedes Jahr am 24. März begeht die Welt den Tag der Tuberkulose, um das Bewusstsein für die verheerenden gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krankheit zu schärfen und die Bemühungen zur Beendigung der weltweiten Epidemie zu verstärken. An diesem Tag im Jahr 1882 kündigte Dr. Robert Koch seine Entdeckung des TB verursachenden Bakteriums an und ebnete damit den Weg für die Diagnose und Heilung dieser Infektion.

Mehr Kinder sterben durch unsichere Wasserversorgung als durch Kugeln

22. März 2019 UNICEF water- Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat am Donnerstag einen Bericht anlässlich des heutigen Weltwassertages veröffentlicht. Demnach sei der Mangel an sauberem Wasser für Kinder weitaus tödlicher als bewaffnete Konflikte in den betroffenen Ländern.

UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sagte: "Die Realität ist, dass es mehr Kinder gibt, die an fehlendem Zugang zu sauberem Wasser sterben, als durch Kugeln."

Dem Bericht zufolge sterben jedes Jahr 85.700 Kinder unter 15 Jahren an Durchfallerkrankungen im Zusammenhang mit unsicheren Trinkwasserversorgungs-, Sanitär- und Hygieneeinrichtungen (WASH), verglichen mit 30.900 durch Konflikte.

Mädchen sind besonders betroffen, betont UNICEF und warnt davor, dass sie beim Wasserholen Opfer sexueller Gewalt werden können. Darüber hinaus haben sie Mühe, die Menstruationshygiene zu handhaben und verpassen den Unterricht während der Menstruation, wenn ihre Schulen keine geeigneten Wasser- und Sanitäranlagen haben.  

Eine weitere Folge der bewaffneten Konflikte, mit denen die Menschen konfrontiert sind, ist der begrenzte Zugang zu lebenswichtigen Ausrüstungen und Verbrauchsmaterialien wie Treibstoff oder Chlor. "Viel zu oft werden wesentliche Dienstleistungen absichtlich abgelehnt", so UNICEF.

Heute hilft UNICEF den Vertriebenen, indem Wasser per LKW in die Lager geliefert wird, darunter auch in die Nähe von Raqqa, der ehemaligen Bastion des IS-Terroristennetzwerks.

Im Jahr 2018 ermöglichte UNICEF 35,3 Millionen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zum Trinken, Kochen und zur Körperpflege.

UN-Tribunal: lebenslange Haft für Karadžić

GerichtEin Berufungsgericht der Vereinten Nationen hat die vorerst verhängte Strafe von 40 Jahren Haft für den ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadžić auf eine lebenslange Haftstrafe erweitert.

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hat den Serbenführer bereits 2016 wegen Völkermords und Kriegsverbrechen für schuldig erklärt. Karadžić wird verantwortlich für die Planung des Massakers von Srebrenica 1996 gemacht, bei dem an die 8000 bosnischen Serben ums Leben kamen.

Die Folgen des Massakers beschrieb das Tribunal damals als "Szenen aus der Hölle". Karadžić ist auch verantwortlich für die dreijährige Belagerung von Sarajevo, die zum Tode von schätzungsweise 10.000 Zivilisten führte.

Am Mittwoch hat die Berufungskammer des ICTY-Nachfolgers, der Haager Zweigstelle des Internationalen Residualmechanismus für UN-Strafgerichtshöfe, das Urteil von 2016 weitgehend bestätigt und dafür gesorgt, dass Herr Karadžić nun lebenslang für seine Verbrechen in Haft muss.

Laut Adama Dieng, UN-Sonderberater für die Verhütung von Völkermord, bestätigt das Urteil die Rechenschaftspflicht. Gleichzeitig warnte er aber davor, dass solche Gerichtsentscheidungen den gespaltenen Gemeinschaften keine echte Versöhnung bringen.

"Ein echter Wandel in der Gesellschaft", sagte er, "kann nur durch Selbstreflexion, Akzeptanz sowie konsequente und kollektive Bemühungen um Fortschritte erwachsen. Es erfordert harte Arbeit und Ausdauer. Und es bedarf auch eines nachhaltigen Beitrags zu Versöhnung und Vertrauensbildung sowie einen konstruktiven und sinnvollen Dialog zwischen politischen und sozialen Führungskräften und Bürgern."

UN-Weltwasserbericht: Sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen sind "grundlegende Menschenrechte"

20. Märzwater report 2019 - Am Dienstag ist der UN-Weltwasserentwicklungsbericht in Genf vorgestellt worden. Sichere Wasserversorgung und Zugang zu angemessener Abwasserentsorgung sind von wesentlicher Bedeutung, um Armut zu beseitigen, friedliche Gesellschaften aufzubauen und sicherzustellen, dass niemand auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zurückbleibt.

In Zusammenarbeit mit der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und dem Weltprogramm zur Bewertung der Wasserressourcen betont der Bericht „Leaving no one Behind“, dass Wasser für alle "uneingeschränkt verfügbar" sein muss.

"Es ist verrückt, dass die Menschen in Slumgebieten oft mehr für eine Wassermenge bezahlen müssen, als die Menschen, die in besseren Stadtteilen leben", sagte Stefan Uhlenbrook, Koordinator des UNESCO-Weltprogramm zur Bewertung der Wasserressourcen, bei der Vorstellung des Berichts.

Die UNECO-Sondergesandte für Wissenschaft für den Frieden, Prinzessin Sumaya bint El Hassan von Jordanien, sagte bei dem Treffen, dass "die Notlage von Vertriebenen deutlich macht, dass die Gewährleistung der Wasserversorgung eine kollektive Verantwortung für die gesamte internationale Gemeinschaft ist".

Während der Bericht den Bedürftigsten Vorrang einräumt, wird darin auch betont, dass die internationalen Menschenrechtsgesetze die Staaten verpflichten, unparteiisch für den Zugang aller zu Wasserressourcen zu arbeiten.

Schließlich weist der Bericht darauf hin, dass maßgeschneiderte, zielgruppenorientierte Maßnahmen dazu beitragen können, dass erschwingliche Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsdienste für alle verfügbar sind.

Seite 1 von 415

Start
Zurück
1

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front