Samstag, 17 November 2018
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

„Lasst die Kinder leben“: Jemen droht Hungersnot, UN müssen Lebensmittelhilfe ausweiten

Jemen UN WFP16. November 2018 - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bereitet sich angesichts der drohenden Hungersnot im Jemen darauf vor, die Lebensmittelhilfe für das Land weiter aufzustocken. WFP versorgt bereits jetzt jeden Monat sieben bis acht Millionen Menschen im Jemen mit Nahrungsmitteln, in Zukunft könnten es bis zu zwölf Millionen werden. David Beasley, Exekutivdirektor von WFP, forderte alle Parteien dazu auf, „diesen schrecklichen Krieg“ zu beenden.

Die Hilfslieferungen der UN werden durch die Kämpfe rund um die Hafenstadt Hudaydah, welche kritisch für die Einfuhr von 70 Prozent der Nahrungsmittel-, Medizin- und Benzinimporte ist, massiv erschwert. Bei seinem dreitägigen Besuch im Jemen sagte Beasley in einer Videobotschaft: „Wir müssen diesen Hafen mit aller Kraft schützen und sicherstellen, dass er funktional bleibt. Wenn wir das nicht tun, werden Menschen sterben.“

Er habe mit eigenen Augen die schrecklichen Auswirkungen des Krieges auf die Jemeniten gesehen, als er ein Krankenhaus in Hudaydah besuchte. Dort lägen „kleine Kinder, so unterernährt, dass sie kaum mehr als Haut und Knochen sind, fast zu schwach um zu atmen.“ Er forderte: „Lasst die Kinder leben und die Menschen ihre Leben neu aufbauen.“ Die Wirtschaft des Landes, die aufgrund des Krieges zum Erliegen gekommen sei, müsse sich erholen, damit die Menschen das nötige Geld hätten, um Lebensmittel und andere essentielle Güter zu kaufen. Das sei jedoch nur möglich, wenn Frieden einkehre, so Beasley.

UN-Konferenz zu Biodiversität: Korallenriffe sind massiv bedroht

Korallenriff, Rotes Meer15. November 2018 - Die globale Gemeinschaft muss dringend aktiv werden, wenn sie das Aussterben von Korallenriffen in den nächsten Jahrzehnten verhindern will. Unter diesem Ziel haben sich bei der UN-Konferenz zu Biodiversität in Ägypten am Mittwoch acht internationale Organisationen zusammengeschlossen: das Umweltprogramm der UN (UNEP), die International Coral Reef Initiative, der World Wildlife Fund, die Wildlife Conservation Society, The Nature Conservancy, Vulcan Inc., die Ocean Agency, sowie das Sekretariat der UN-Konvention zu Biodiversität (CBD).

„Jedem, der einmal unter die Wasseroberfläche geschaut hat, ist sofort klar, dass die Zukunft der Korallenriffe massiv bedroht ist“, sagte UNEP-Chef Erik Solheim. „Diese Explosion von Farben und Leben sieht momentan einer sehr bleichen Zukunft entgegen.“

Korallenriffe versorgen hunderte Millionen von Menschen mit Nahrung und Lebensgrundlagen, ernähren über ein Viertel der Meereslebewesen und schützen Menschen und Küstenlinien vor Naturkatastrophen. Wenn jetzt keine Maßnahmen ergriffen würden, könnten sie für immer verloren sein, so Solheim. Neben der Klimaerwärmung stellen auch Überfischung, Verschmutzung und Küstenbebauung große Gefahren für die Riffe dar.

UN bemühen sich um Deeskalation im Gazastreifen

gaza strip14. November 2018 - UN-Generalsekretär António Guterres verfolgt aufmerksam die angespannte Situation im Gazastreifen. Er forderte alle Parteien zu „maximaler Zurückhaltung“ auf und wies darauf hin, dass die palästinensische Hamas und die israelische Regierung mithilfe Ägyptens als Vermittler Verhandlungen über einen Waffenstillstand führten. Der UN-Sonderbeauftragte für die Region, Nickolay Mladenov, arbeite mit allen Beteiligten daran, die Lage zu deeskalieren.

Laut Medienberichten brach der jüngste Konflikt am Sonntagabend aus, nachdem bekannt geworden war, dass eine israelische Sondereinheit tief im Gazastreifen mindestens sechs Palästinenser getötet hatte. Die Hamas reagierte darauf mit mehreren hundert Raketenabschüssen Richtung Israel. Daraufhin bombardierten israelische Truppen mehrere Ziele im Gazastreifen, unter anderem die Station des Hamas-geführten Fernsehsenders Al-Aqsa TV.

Die Hamas drohte damit, die Raketenangriffe weiter zu verstärken, sollte Israel sein aggressives Verhalten fortsetzen. Die seit Monaten andauernden Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien, angeleitet von den UN und Ägypten, drohen damit zu scheitern.
Die Situation im Gazastreifen ist extrem heikel, seit im März dieses Jahres 150 Palästinenser bei Demonstrationen am Grenzzaun zu Israel von israelischen Sicherheitskräften getötet und über 10.000 verletzt wurden.

Guterres beim Internet Governance Forum: „Stimmen von Randgruppen müssen einbezogen und gestärkt werden“

Paris, IGF, Guterres13.November 2018 UN-Generalsekretär António Guterres hat die Delegierten beim Internet Governance Forum (IGF) dazu gedrängt, Randgruppen in die Diskussion miteinzubeziehen: „Ich fordere Sie auf, in Ihren digitalen Diskussionen über die ‚üblichen Verdächtigen‘ hinauszugehen. Digitales Wachstum betrifft jeden und diejenigen, die oft ausgeschlossen oder überhört werden, sollten stärker in die Arbeit des IGF involviert werden.“
Eine neue Denkweise sei nötig, um Männern und Frauen den gleichen Zugang zu digitalen Technologien zu ermöglichen, und sowohl die ältere als auch die jüngere Bevölkerung anzusprechen. Über die Hälfte der Weltbevölkerung habe keinen Zugang zum Internet, sagte Guterres, und forderte das IGF dazu auf, sich gerade mit den Regierungen von Entwicklungsländern auszutauschen, um deren Bedürfnisse mit dem Forum zu bedienen. „Wenn es um Regierungsführung geht, müssen wir genauso kreativ und kühn sein wie die Erfinder des Internets selbst.“
Das IGF wird jährlich von den UN abgehalten und bringt über 3.000 Teilnehmer aus Regierungen, Zivilgesellschaft, dem Privatsektor, sowie Internetexperten zusammen, um Themen wie Fake News, Cybersicherheit und Privatsphäre, Big Data und das Internet der Dinge und deren gesellschaftliche Auswirkungen zu diskutieren.

Seite 1 von 393

Start
Zurück
1

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front