Sonntag, 20 August 2017
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Erneuter Hilfeaufruf: Südsudan-Flüchtlinge in Uganda übersteigen eine Million

Uganda SouthSudan 726739 2018. August 2017 – Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat erneut zu verstärkter Unterstützung für Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda aufgerufen. Die Anzahl der Flüchtlinge in Uganda war vor kurzem auf über eine Million gestiegen. „In den letzten 12 Monaten sind im Schnitt täglich 1.800 Südsudanesen in Uganda angekommen“, hieß es in einer Stellungnahme des UNHCR. „Zusätzlich zu den Flüchtlingen dort sind eine weitere Millionen oder sogar mehr Flüchtlinge aus dem Südsudan im Sudan, in Äthiopien, in Kenia, in der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik untergekommen.“ Mehr als 85 Prozent der Flüchtlinge, die in Uganda angekommen sind, waren Frauen und Kinder unter 18 Jahren. UNHCR betonte, dass obwohl 674 Millionen Dollar für die Versorgung der Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda benötigt werden, lediglich ein Fünftel des Betrags – 21 Prozent – erhalten wurde. Der Rückstand in den Zuschüssen in Uganda macht sich nun deutlich bemerkbar und führt dazu, dass überlebenswichtige Hilfe und die Grundversorgung für die Flüchtlinge gefährdet ist. „Im Juni sah sich das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) gezwungen, die Essensrationen für Flüchtlinge zu kürzen. In den Unterkünften im Norden Ugandas sind medizinische Versorgungsstätten gezwungen medizinische Versorgung mit zu wenig Ärzten, Gesundheitsmitarbeitern und Medizinern durchzuführen“, hieß es in der Erklärung des UNHCR.

Guterres ernennt früheren Bundespräsidenten Köhler zum Sonderbeauftragten für Westsahara

121728 kohler17. August 2017 – Generalsekretär António Guterres hat Horst Köhler, Deutschlands ehemaligen Bundespräsidenten, zum UN-Sonderbeauftragten für den Westsahara-Konflikt ernannt. Der neue Sonderauftragte folgt auf den Amerikaner Christopher Ross, der seine Mission am 30. April 2017 beendete. Guterres ist Ross für seine unermüdlichen Bemühungen und sein Engagement sehr dankbar. Ross half die Verhandlungen zwischen den Parteien zu herzustellen, um eine gerechte, dauerhafte und für alle akzeptable Lösung zu finden, die den Menschen in Westsahara die Selbstbestimmung ermöglichen soll. Köhler bringt mehr als 35 Jahre an Erfahrung in der Regierung und internationalen Organisationen mit, darunter als Bundespräsident (2004-2010), als geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington, D.C. (2000-2004), und als Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in London (1998-2000). Außerdem diente er als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (1990-1993) bevor er zum Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands ernannt wurde (1993).

UN-Mission in Kolumbien beendet Waffenrückgabe der FARC-EP

08 15 colombia weapons 0217. August 2017 – Mehr als 8.000 Waffen und über eine Millionen verbrannte Patronen wurden in ein zentrales Lager in Kolumbien transportiert, nachdem die politische Mission der Vereinten Nationen den Prozess der Verlegung einzelner Waffen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) beendet hatte. „Am 15. August haben die UN das Entfernen aller Rüstung und Schrotmunition aus 26 Lagern der FARC-EP sowie den bis jetzt gefundenen Waffenlagern beendet“, sagte Jean Arnault, Sondergesandter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und Leiter der UN-Mission in Kolumbien. „Neben dem Einsatz, der in Pondores stattfindet, werden weitere Einsätze in vier Regionen durchgeführt: La Reforma, Yari, La Guajira und La Variante. Der Materialtransport in den Containern besteht aus 8.112 Pistolen und nahezu 1.300.000 verbrannten Patronen.“ Alle unsicheren Materialien, die in den 26 Lagern gefunden wurden, darunter Antipersonenminen, Granaten, selbst hergestellter Sprengstoff und Schießpulver, sind vernichtet worden. „Ich halte dies für einen wichtigen Schritt, der zeigt, dass es nicht nur die Abgabe einzelner Waffen, sondern eine vollständige Waffenabgabe der FARC-EP gegeben hat und das dies, wie Präsident Juan Manuel Santos sagte, das Land in eine neue Phase führt.“

IOM unterstützt die Bevölkerung in Sierra Leone nach verheerenden Überschwemmungen

SIerra Leone Floods UNICEF16. August 2017 – Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat im Zuge der verheerenden Flut und Schlammlawinen, die am Montag mehrere hundert Menschen in Sierra Leone getötet haben, 150.000 Dollar für Notfälle und Erste Hilfe in dem westafrikanischen Land freigegeben. „Die IOM ist bereit der Regierung in Sierra Leone in jeder möglichen Form zu helfen und auf diese schrecklichen Ereignisse zu reagieren“, sagte IOM Generaldirektor William Lacy Swing im UN-Hauptsitz in Genf. Hunderte Bewohner sind bei dem Unglück in Sierra Leone ums Leben gekommen, Zahlreiche werden weiterhin vermisst, nachdem sich die Schlammlawine und Fluten durch mehrere Kommunen gezogen hatte. Suchtrupps erwarten mehr Leichen und Opfer in den kommenden Tagen und Wochen zu finden.

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