Dienstag, 22 Mai 2018
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Schlagzeilen

UN-Generalsekretär Guterres: Reiche Artenvielfalt auf der Erde ist unentbehrlich

meer22. Mai 2018 – Heute und in der Zukunft hängen Wohlergehen und Wohlstand der Menschen von einer „reichen Vielfalt des Lebens auf der Erde" ab, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Erklärung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am Dienstag.

Im Dezember 1993 war das Übereinkommen über die biologische Vielfalt in Kraft getreten. Seither haben seine Vertragsparteien auf nachhaltige und faire Weise gehandelt, um die Flora und Fauna der Erde zu schützen, sagte der UN-Generalsekretär.

„Das Erreichen dieser Ziele ist wesentlich, um unsere Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen", betonte Guterres und unterstrich dabei die Bedeutung des Schutzes, der Wiederherstellung und des Zugangs zu Ökosystemen bei der Beseitigung von extremer Armut und Hunger (Ziel 1 und 2 der nachhaltigen Entwicklungsziele).

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, müssen Abholzung und Bodendegradation reduziert werden, während die Kohlenstoffvorräte in Wäldern, Trockengebieten, Weideland und Ackerland erhöht werden, so der Generalsekretär. Außerdem sei es wichtig, die Artenvielfalt von Wäldern und Wassereinzugsgebieten zu schützen, um genügend saubere Wasservorräte zu bewahren.

Guterres erklärte, dass die Vertragsparteien des Übereinkommens noch in diesem Jahr mit der Ausarbeitung eines neuen Aktionsplans beginnen würden, um sicherzustellen, dass die biologische Vielfalt bis zum Jahr 2050 nach besten Kräften erhalten bleibt.

Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO beruft Notfalltreffen ein

photo18. Mai 2018 – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Notfalltreffen angesetzt, um über „die internationalen Risiken" des jüngsten Ebola-Ausbruchs zu beraten. Die tödliche Krankheit hat sich inzwischen auch in städtischen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ausgebreitet.

In Mbandaka, einer Stadt mit rund 1,2 Millionen Einwohnern, wurde ein neuer Ebola-Fall bestätigt. Die WHO teilte am Donnerstag mit, dass trotz einer schnellen Reaktion der Behörden der Ausbruch nicht eingedämmt werden konnte.

Berichten zufolge sind bisher 23 Menschen gestorben. Am Donnerstag gab es mehr als 40 Verdachtsfälle oder bestätigte Fälle in der Gegend um Bikoro – nahe dem Congo River und rund 150 Kilometer von der Provinzhauptstadt Mbandaka entfernt. Es ist der neunte Ausbruch des Ebola-Virus in dem Land seit Entdeckung der Krankheit im Jahr 1976.

„Dies ist eine beunruhigende Entwicklung, aber wir haben bessere Instrumente als je zuvor, um Ebola zu bekämpfen", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Die WHO und unsere Partner unternehmen entschlossen Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen."

UN-Bericht: Bis 2050 werden rund 2,5 Milliarden Menschen mehr in Städten leben

city17. Mai 2018 – Laut einem neuen Bericht der Vereinten Nationen sollen bis 2050 zwei von drei Menschen in Städten oder städtischen Zentren leben, was die Notwendigkeit einer nachhaltigeren Stadtplanung und öffentlicher Dienstleistungen unterstreicht.

Aufgrund des demografischen Wandels und des Bevölkerungswachstums könnte es bis Mitte des Jahrhunderts rund 2,5 Milliarden Menschen in städtischen Gebieten geben, prognostiziert die UN-Hauptabteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten (DESA).

„Indien, China und Nigeria werden zwischen 2018 und 2050 zusammen für 35 Prozent des prognostizierten Wachstums der städtischen Bevölkerung der Welt verantwortlich sein“, gab DESA am Mittwoch bekannt.

Außerdem, so wird in dem Bericht geschätzt, könnte es bis zum Jahr 2030 weltweit 43 sogenannter Megastädte geben, sprich Städten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern – die meisten davon in Entwicklungsländern. Aktuell gibt es 31 solcher Megastädte.

„Viele Länder werden mit Herausforderungen konfrontiert sein, um die Bedürfnisse ihrer wachsenden städtischen Bevölkerung zu decken, unter anderem in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Energiesysteme und weiterer Infrastruktur“, so DESA.

UN-Sicherheitsrat ruft nach tödlichen Auseinandersetzungen in Gaza zu Ruhe auf

Foto16. Mai 2018 – Nach den tödlichen Zusammenstößen am Montag hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Dienstag eine Krisensitzung einberufen und fordert zu Ruhe an der Grenze des Gazastreifens auf. Außerdem protestierte er gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA und die offizielle Eröffnung ihrer Botschaft dort.

„Für die Menschen in Gaza war gestern ein tragischer Tag", sagte der UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Nickolay Mladenow in einer Unterrichtung des Sicherheitsrats.

Berichten zufolge sind am Montag in der von Israel besetzten palästinensischen Enklave mindestens 60 Menschen – darunter sechs Kinder – ums Leben gekommen und mehr als 1.300 verletzt worden, als israelische Truppen scharfe Munition, Gummigeschosse und Tränengas auf Demonstranten am Grenzzaun abfeuerten.

„Israel ist dafür verantwortlich, seinen Einsatz von Gewalt zu bestimmen und keine tödliche Gewalt anzuwenden, außer als letzten Ausweg bei unmittelbarer Bedrohung durch Tod oder schwere Verletzungen", sagte Mladenow.

Er forderte auch die Hamas auf, die Proteste nicht als Ablenkung für gewaltsame Angriffe an der Grenze zu nutzen und israelische Kräfte zu provozieren. „Dieser Kreislauf an Gewalt in Gaza muss beendet werden", sagte der UN-Sonderkoordinator weiter, „denn wenn nicht, wird es zu einer Explosion kommen und jeden in der Region in eine weitere tödliche Konfrontation treiben."

Gazastreifen: UN-Generalsekretär mahnt, weiteres Blutvergießen zu vermeiden

gaza115. Mai 2018 – Nach Berichten am Montag über dutzende getötete Palästinenser, die an der Grenze des Gazastreifens demonstriert hatten, hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Seiten des israelisch-palästinensischen Konflikts zur Zurückhaltung aufgefordert.

„Der Generalsekretär ist zutiefst beunruhigt über die Gewalteskalation in den besetzten palästinensischen Gebieten und über die hohe Zahl an Palästinensern, die bei den Gaza-Protesten getötet und verletzt wurden", sagte der stellvertretende UN-Sprecher Farhan Haq in einem Statement.

„Die israelischen Sicherheitskräfte müssen im Einsatz höchste Zurückhaltung üben die Hamas und die Anführer der Demonstrationen haben die Verantwortung, sämtliche gewaltsame Aktionen und Provokationen zu verhindern", hieß es in der Erklärung.

Medienberichten zufolge wurden mehr als 50 Palästinenser in Gaza – der von Israel besetzten palästinensischen Enklave – getötet und mehr als 2.000 verletzt, als die israelische Armee scharfe Munition und Tränengas gegen Demonstranten einsetzte, die sich am Grenzzaun zu Israel versammelt hatten.

Am Montag protestierten viele Palästinenser gegen den offiziellen Umzug der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Das UN Committee on the Exercise of the Inalienable Rights of the Palestinian People (CEIRPP) erkennt Israels Anspruch auf ganz Jerusalem als Hauptstadt nicht an.

Außerdem ist das UN-Komitee der Auffassung, dass der Status Jerusalems durch Verhandlungen geklärt werden muss, die den politischen und religiösen Anliegen aller Seiten Rechnung tragen. „Angesichts der hohen Spannungen und weiterer erwarteten Demonstrationen in den kommenden Tagen ist es unbedingt notwendig, dass alle größte Zurückhaltung zeigen, um weiteren Verlust von Menschenleben zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Zivilisten, insbesondere Kinder, nicht in Gefahr geraten", sagte der stellvertretende Sprecher.

Wahlen im Irak: UN-Generalsekretär sieht Fortschritt auf dem Weg zu stärkerer Demokratie

Wahlen Irak14. Mai 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat dem irakischen Volk zur gestrigen Durchführung der ersten nationalen Parlamentswahlen gratuliert, seit das Land Ende letzten Jahres den Sieg über den Islamischen Staat im Irak und die Terrorgruppe Islamischer Staat (ISIS) erklärt hat.

„Nach der militärischen Niederlage von ISIS sind die Wahlen ein weiterer Fortschritt beim Aufbau einer stärkeren irakischen Demokratie“, sagte Guterres in einer Erklärung am Sonntag.

Medienberichten zufolge bewarben sich bei den Wahlen fast 7.000 Kandidaten von 87 Parteien. Die Vereinten Nationen haben der unabhängigen Wahlkommission im Irak (IHEC) technische Hilfe geleistet. UN-Generalsekretär Guterres begrüßte den unermüdlichen Einsatz von Wahlhelfern, Parteivertretern und Sicherheitskräften, um die Wahlen weitgehend friedlich und geordnet abzuhalten.

Weiter lobte Guterres „alle beteiligten Iraker und besonders die Binnenflüchtlinge, die trotz widriger Bedingungen ihre Stimme abgegeben haben“. Aber er appellierte auch an alle politischen Akteure im Irak und ihre Unterstützer, bei der Bearbeitung der Ergebnisse für Frieden zu sorgen. Zudem forderte der UN-Generalsekretär nachdrücklich dazu auf, etwaige Wahlrechtsstreitigkeiten über etablierte legale Kanäle beizulegen und den Wahlprozess frühstmöglich abzuschließen.

„Die Vereinten Nationen sind weiterhin entschlossen, die Regierung und das irakische Volk bei diesen Bemühungen zu unterstützen“, so Guterres weiter. Schon im Vorfeld der Wahlen hatte Ján Kubiš, Leiter der UN-Unterstützungsmission für den Irak (UNAMI), alle Iraker – einschließlich der Region Kurdistan – dazu aufgerufen, zusammenzukommen, um den souveränen, geeinten, demokratischen und föderalen Irak zu stärken.

„Seit den letzten Wahlen vor vier Jahren stand der Irak dem schlimmsten Angriff der ISIS-Terroristen gegenüber, die unzählige Gräuel begangen haben. Heute, mit den besiegten Strukturen des IS und dem befreiten Land, ist es ihre Gelegenheit, diesen historischen Sieg, der mit Blut von Märtyrern sowie Einheit und Beharrlichkeit der Menschen errungen wurde, zu festigen und einen neuen Anfang zu beginnen“, sagte der UN-Missionsleiter vergangenen Donnerstag.

Am Samstag besuchte Kubiš mehrere Wahllokale in Falludscha, westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad. Er beschrieb den Ablauf als sehr ordentlich und sagte, dass er wirklich beeindruckt sei, dass die Menschen, insbesondere Frauen, so zahlreich zur Wahl gehen.

UNICEF fordert wohlhabende Länder auf, das Stillen zu fördern

image1170x530cropped11. Mai 2018 – Babies in wohlhabenden Ländern werden mit fünfmal höherer Wahrscheinlichkeit nicht gestillt, als Babies aus unterentwickelten Ländern, sagte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) am Donnerstag und erklärte, dass diese Lücke durch bessere Unterstützung für berufstätige Frauen und die Regulierung des Verkaufs von Säuglingsanfangsnahrung geschlossen werden könnte.

Jedes Jahr werden ungefähr 7,6 Millionen Babies weltweit nicht gestillt, trotz eindeutiger Beweise dafür, dass dies Leben rettet und Babies und Mütter vor tötlichen Krankheiten schützen kann.

Es ist auch bewiesen, dass Stillen sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt und die Bildung verbessert, sagte UNICEF in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. In einkommensstarken Ländern werden 21 Prozent der Babies garnicht gestillt, während diese Zahl in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen bei vier Prozent liegt.

Müttern in reicheren Ländern fehlt es oft an Unterstützung um zu Hause oder am Arbeitsplatz stillen zu können.

„Stillen ist das beste Geschenk welches eine Mutter, ob reich oder arm, ihrem Kind und sich selbst geben kann“, sagte Shahida Azfar, UNICEF’s stellvertretende Exekutivdirektorin. „Zum Muttertag müssen wir allen Müttern der Welt die Unterstützung geben, die sie brauchen, um ihr Kind stillen zu können.“

Nach der neuen Studie werden 99 Prozent der Babies aus Bhutan, Madagascar und Peru wenigstens einmal gestillt. Aber nur 55 Prozent in Irland, 74 Prozent in den USA und 77 Prozent in Spanien.

UN-Generalsekretär "zutiefst besorgt" über US-Austritt aus Nuklear-Deal mit Iran

image1170x530cropped 1 19. Mai 2018 - Nachdem die Vereinigten Staaten am Dienstag beschlossen hatten, aus dem 2015 geschlossenen Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen, sagte der UN-Generalsekretär, er sei über diesen Schritt "zutiefst besorgt" und forderte alle Parteien auf, den Deal aufrechtzuerhalten.

Kurz nach seiner Ankündigung im Weißen Haus unterschrieb US-Präsident Donald Trump ein Memorandum zur Wiedereinführung von Wirtschaftssanktionen gegen den Iran auf "auf höchster Ebene".

Kurz darauf lies UN-Generalsekretär António Guterres erklären: "Ich bin zutiefst besorgt über die heutige Ankündigung, dass die Vereinigten Staaten sich aus dem gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA) zurückziehen und die US-Sanktionen wieder aufnehmen werden."

"Ich habe wiederholt darauf hingewiesen, dass der JCPOA eine wichtige Errungenschaft für die Nichtverbreitung von Atomwaffen und die Diplomatie darstellt sowie regional und international zu Frieden und Sicherheit beigetragen hat“, fügte er hinzu.

Der JCPOA – verfasst von Iran, China, Frankreich, Deutschland, Russland, dem Vereinigten Königreich, den USA und der Europäischen Union - legt strenge Mechanismen für die Überwachung der Beschränkungen des iranischen Atomprogramms fest. Gleichzeitig ebnete der Aktionsplan den Weg für die Aufhebung der UN-Sanktionen gegen den Iran.

"Es ist wichtig, dass alle Bedenken hinsichtlich der Umsetzung des Plans durch die im JCPOA festgelegten Mechanismen angegangen werden", betonte Guterres und fügte hinzu, dass Fragen, die nicht direkt mit dem JCPOA zusammenhingen getrennt behandelt werden sollten.

Der UN-Generalsekretär appellierte an die anderen JCPOA-Parteien sich an ihre jeweiligen Verpflichtungen zu halten, und an alle anderen Mitgliedstaaten, das Abkommen zu unterstützen.

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