Mittwoch, 22 Mai 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

Schlagzeilen

Libyen am Rande des Bürgerkriegs

SDFGHJK22. Mai 2019 - „Es wird Jahre dauern den Schaden zu beheben der Libyen zugefügt worden ist und wenn die Kämpfe rundum die Hauptstadt Tripolis nicht aufhören, riskiert das Land „in einen Bürgerkrieg zu geraten, der zur dauerhaften Teilung des Landes führen könnte.”

Das ist die Einschätzung des UN-Sonderbeauftragten für Libyen, Ghassan Salamé, der auch die UNSMIL-Support Mission leitet. Er informierte den Sicherheitsrat am Dienstag, nachdem sich die Konflikte in und um den Stadtrand von Tripolis wochenlang verschärft hatten.

UN zu Lage im Jemen: 10 Millionen Menschen „eine Mahlzeit vom Verhungern entfernt"

Yemen21. Mai 2019 - Der verheerende Bürgerkrieg im Jemen hat das bitterarme Land auf der arabischen Halbinsel nach Einschätzung der Vereinten Nationen Jahrzehnte in die Vergangenheit katapultiert. Der Jemen sei nach vier Jahren Krieg „in seiner Entwicklung fast um ein Vierteljahrhundert zurückgeworfen worden", sagte der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, Achim Steiner, am Montagabend in New York bei einer Veranstaltung des „Council on Foreign Relations". 80 Prozent der etwa 28 Millionen Jemeniten seien auf Hilfe angewiesen. „Zehn Millionen Menschen sind wortwörtlich eine Mahlzeit vom Verhungern entfernt."

UN-Generalsekretär ruft die Staats- und Regierungschefs zu „aufgeklärtem Selbstinteresse“ auf, um den ganzen Planeten vor dem Klimawandel zu retten

Guterres Fjii18. Mai 2019 – Zum Ende seines einwöchigen Besuchs im Südpazifik hat UN-Generalsekretär António Guterres, die Entscheidungsträger der Welt aufgefordert, „aufgeklärte“ Entscheidungen in Bezug auf Klimaschutzmaßnahmen zu treffen.


"In der vergangenen Woche habe ich die Auswirkungen des Klimawandels in den pazifischen Inselstaaten hautnah miterlebt", sagte der UN-Chef in einer Erklärung zum Abschluss seines Besuchs in der Region. „Sie tragen sehr wenig zur globalen Klimakrise bei und sind doch diejenigen, die am stärksten betroffen sind.“ Weiter fügte er hinzu, dass der Klimawandel nicht nur für einige von ihnen eine existenzielle Bedrohung darstellt, sondern auch der „ganze Planet“ auf dem Spiel steht.

Hungersnot jetzt Realität für vertriebene Syrer

asd17. Mai 2019 – In einem Lager für Vertriebene in Südostsyrien hat die Hungersnot ‚schon begonnen‘, sagte ein hoher UN-Beamter. Er verurteilte die anhaltenden Luftangriffe und Vergeltungsbomben in den von der Opposition besetzten Gebieten im Nordwesten.

Nach nunmehr neun Jahren hat der Konflikt Hunderttausende Menschenleben gefordert und Millionen zur Flucht gezwungen. Syrische Regierungstruppen und Verbündete gewinnen momentan Gebiete zurück, die zuvor von oppositionellen Kräften besetzt waren.

Im Lager Rukban, das sich in der Nähe der jordanischen Grenze befindet, haben humanitäre Hilfskräfte der Vereinten Nationen wiederholt einen besseren Zugang gefordert, denn der letzte Hilfskonvoi hatte den Ort im Februar erreicht.

Najat Rochdi, humanitäre Beraterin des UN-Sonderbeauftragten für Syrien sagte, dass mehr als 12.000 Menschen das Lager auf Grund sich verschlechternder Bedingungen und dem Mangel an Grundversorgung verlassen hätten.

„Die UN setzten sich weiterhin für einen dritten humanitären Konvoi und für die Anlieferung von Lebensmittel und Treibstoff über Handelsrouten nach Rukban ein", sagte sie und fügte hinzu, dass 29.000 Menschen noch dort sind. „Diese Menschen werden das Lager ebenfalls verlassen wollen, wenn sie keine humanitäre Hilfe und keinen dritten Konvoi erhalten“, ergänzte sie.

Länder müssen mehr tun, um Geburtenrate mit geringem Geburtsgewicht zu senken

Geburtsgewicht16. Mai 2019 - Am Mittwoch wurde ein von den Vereinten Nationen unterstützter Bericht veröffentlicht, in dem Länder dazu aufgerufen werden, größere Anstrengung zur Steigerung der Geburtsraten zu unternehmen. Auch müsse von vielen Länder mehr investiert werden, um die Anzahl an Babys mit einem niedrigem Geburtsgewicht zu verringern.

Jedes siebte Baby weltweit ist laut der Studie des Londoner Instituts für Hygiene und Tropenmedizin, des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation bei der Geburt zu leicht. Mehr als 20 Millionen Neugeborene wurden 2015 mit einem niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 2.500 Gramm geboren.

Die Studie zeigt nicht nur, dass in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Babys mit niedrigem Geburtsgewicht geboren wurden, sondern auch, dass 80 Prozent der 2,5 Millionen Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht jedes Jahr sterben, weil sie entweder vorzeitig geboren wurden und / oder zu klein waren. Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht leiden auch unter einem höheren Risiko für Entwicklungsbeeinträchtigungen sowie Krankheiten im späteren Leben - darunter chronische Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Drei Viertel dieser Kinder kamen der Studie zufolge in Südasien und in afrikanischen Ländern südlich der Sahara zur Welt. Aber auch in wohlhabenden Ländern Europas, in Nordamerika, Australien und Neuseeland hat es demnach seit dem Jahr 2000 kaum Fortschritte bei der Verringerung des Anteils von Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht gegeben.

„Wir haben in den letzten 15 Jahren kaum Veränderungen erlebt“, sagte die Hauptautorin, Hannah Blencowe. Sie fügte weiter hinzu, „dass die nationalen Regierungen zu wenig tun, um geringes Geburtsgewicht zu senken.“

Im Jahr 2012 hatten die 195 WHO-Mitgliedstaaten beschlossen, den Anteil der Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht bis 2025 um 30 Prozent zu verringern. Die neuen Schätzungen dokumentieren laut UNICEF aber einen leichten Rückgang der weltweiten Häufigkeit von niedrigem Geburtsgewicht.

Die Studienautoren riefen dazu auf, weltweit jedes Baby sofort nach der Geburt zu wiegen und besser zu versorgen. Mit Gesundheitsmaßnahmen wie Aufklärungskampagnen sollten die Ursachen für niedriges Geburtsgewicht bekämpft werden.

Jemen: UN-Monitoring-Team überprüft Abzug der Streitkräfte aus wichtigen Hafengebieten

foto un news 215.05.2019 - Das zur Überwachung der Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Kriegsparteien im Jemen eingesetzte UN-Team hat den Abzug der Ansar Allah und Houthi-Truppen aus den wichtigen Hafengebieten des Landes formell überprüft und die bisherige Zusammenarbeit als „sehr gut" bezeichnet.

Der Vorsitzende der UN-Unterstützungsmission (UNMHA), Generalleutnant Michael Lollesgaard, gab am Dienstag eine Erklärung ab. Er bestätigte, dass der Abzug der Streitkräfte aus den Häfen Hudaydah, Salif und Ras Issa, der Teil des Abkommens zwischen den Houthi-Führern und der jemenitischen Regierung gewesen war, wie vereinbart vonstatten gegangen sei.

Der Generalleutnant bekräftigte, dass die Handlungen der Houthi-Truppen erste Schritte in Richtung der Umsetzung des Abkommens seien, das beide Parteien im Dezember 2018 unterzeichnet hatten und welches von den Vereinten Nationen unterstützt wird.

Die nächsten Schritte bei der Umsetzung des Abkommens von Hudaydah durch die Vereinten Nationen werden voraussichtlich eine verstärkte Präsenz der Vereinten Nationen umfassen, um die Verwaltung von Hudaydah, Salif und Ras Issa zu gewährleisten. Zudem wird UNVIM, das UN-Büro zur Überwachung von Schiffen, die versuchen in den Häfen anzulegen, in diesen Aufgaben verstärkt Unterstützung erhalten.

Die vollständige Umsetzung des Abkommens sei laut Generalleutnant Lollesgaard entscheidend für die Rückkehr zu Frieden und Stabilität im Jemen. Zudem betonte er, dass „die Gewährleistung eines effektiven humanitären Zugangs zu dem Land, in dem Millionen von Menschen weiterhin lebensnotwendige Hilfe benötigen" eine Priorität sein muss.

Am Dienstag trat Martin Griffiths, der UN-Sondergesandte für den Jemen, mit den Kriegsparteien in der jordanischen Hauptstadt Amman zusammen, um mit den Verhandlungen über die Umsetzung der wirtschaftlichen Bestimmungen des Abkommens von Hudaydah zu beginnen. Diskutierte Themen umfassen die Verwaltung der Einnahmen aus den Häfen Hudaydah, Ras Issa und Salif sowie deren Verwendung für die Zahlung von Gehältern des öffentlichen Dienstes im ganzen Land.

Hass im Internet: In Christchurch ruft Guterres zu Toleranz und Solidarität auf

guterres newzeeland14. Mai 2019 - Bei seinem dreitägigen Besuch in Neuseeland sprach UN-Generalsektretär António Guterres den Opfern des Moscheeangriffs in Christchurch seine Anteilnahme aus. Bei zwei Anschlägen auf Moscheen wurden am 15. März während der Freitagsgebete 51 Muslime erschossen. Per Livestream übertrug der Täter die Anschläge im Internet.

In der Al Noor Moschee am Dienstag sagte Guterres der muslimischen Gemeinde, dass es keine Worte gebe, um ihre Schmerzen und Kummer zu lindern. Er wollte daher an den Ort des Geschehens kommen, „um Liebe, Unterstützung und völlige Bewunderung zu verbreiten.“

Bei dem Treffen mit Überlebenden des Anschlags prangerte der UN-Generalsekretär besonders die Ausbreitung von Hassbotschaften im Internet an. Diese verbreiten sich wie ein „Lauffeuer in den sozialen Medien“. Der UN-Generalsekretär fügte hinzu, dass dieses Feuer gelöscht werden müsse, denn „es gibt keinen Raum für Hassrede – weder online noch offline“.

Guterres bekräftigte im Zuge dessen seine Pläne für die globale UN-Initiative zur Bekämpfung von Hass im Internet und zum Schutz von heiligen Stätten.

Dazu hat er den Hohen Vertreter der Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen, Miguel Moratinos gebeten, einen Aktionsplan zu entwickeln, der es den Vereinten Nationen ermöglicht, sich voll und ganz für den Schutz religiöser Stätten einsetzen zu können. Auch der Sonderbeauftragte für die Völkermord-Prävention, Adama Dieng, wurde damit beauftragt, ein UN-Team zusammenzubringen, um die Reaktion auf Hassreden zu verstärken und ebenfalls einen Aktionsplan vorzulegen.

Der Besuch des Generalsekretärs in Neuseeland ist Teil einer Reise durch die pazifischen Inselstaaten, bei der das dringende Problem des Klimawandels eine wichtige Rolle spielt. Am Mittwoch wird er bei Pacific Islands Forum sprechen, das dieses Jahr in Fidschi stattfindet, bevor er in Tuvalu und Vanuatu Halt macht.

Guterres beruft für September einen großen UN-Klimagipfel ein, der im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York stattfinden soll.

UN-Generalsekretär: Neuseeländische Jugendliche an vorderster Front im Kampf gegen den Klimawandel

New Zealnd13. Mai 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am Montag vor jungen Māoris und den Einheimischen der Pazifischen Inseln in Neuseeland gesprochen. Er drückte der Jugend seinen Dank für ihre Führungsposition im Kampf gegen den Klimawandel aus. 

Guterres würdigte auch die wichtige Rolle der Generation Zero, einer neuseeländischen Jugend-Organisation. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Lösungen für das Land zur Verringerung der Kohlenstoffbelastung durch intelligente Verkehrsmittel, lebenswerte Städte und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Der UN-Generalsekretär erinnerte daran, dass er auf der COP24, der UN-Klimakonferenz 2018, auf Widerstand gestoßen sei. Regierungen weltweit haben nach wie vor Angst vor dem Fortschritt und vergessen, dass die Kosten der Untätigkeit viel höher sind als die Kosten des Klimaschutzes. 

Seite 1 von 212

Start
Zurück
1

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front