Montag, 18 November 2019
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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Welttag für Tsunami-Aufklärung, 5. November

In diesem Jahr jährt sich der Tsunami im Indischen Ozean zum 15. Mal, als 230.000 Menschen in 14 Ländern auf tragische Weise ums Leben kamen. Seitdem haben sich die Frühwarnsysteme nicht nur für den Pazifik, sondern auch für den Indischen Ozean, die Karibik, den Nordostatlantik, das Mittelmeer und andere Länder erheblich verbessert. Infolgedessen wurden viele Leben gerettet.

Aus den wachsenden wirtschaftlichen Verlusten in den letzten zwanzig Jahren geht jedoch hervor, dass wir die Bedeutung des Schutzes kritischer Infrastrukturen vor Katastrophen noch nicht vollständig erkannt haben. Dieses ist wichtig, um die Beeinträchtung wichtiger öffentlicher Dienste zu vermeiden, die bei Tsunamis, Erdbeben und extremen Wetterereignissen auftreten kann.

Die Risiken bleiben immens. Schätzungsweise 680 Millionen Menschen leben in tief gelegenen Küstengebieten, bis 2050 könnte diese Zahl 1 Milliarde überschreiten. Gleichzeitig kann der durch die Klimakrise verursachte Anstieg des Meeresspiegels die zerstörerische Kraft des Tsunamis weiter verschärfen.

Risikominderung wird für unsere Bemühungen zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein. Am Welttag für Tsunami-Aufklärung ermutige ich Regierungen, lokale Behörden und die Bauindustrie, eine risikoinformierte Entwicklung zu verfolgen und in Resilienz zu investieren.

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