Montag, 18 November 2019
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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Welttag der Städte, 31. Oktober

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in städtischen Gebieten. Bis 2050 werden es zwei Drittel sein. Viele der Infrastrukturen, die benötigt werden, um diese zunehmend städtische Welt zu versorgen, müssen erst noch gebaut werden und auch neue Städte müssen gebaut werden. Dieses bietet enorme Möglichkeiten, Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, die gleichzeitig die Klimakrise angehen und den Weg in eine nachhaltige Zukunft bahnen.

Städte verbrauchen mehr als zwei Drittel der weltweiten Energie und verursachen mehr als 70 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen. Die Entscheidungen, die in den kommenden Jahrzehnten in Bezug auf die städtische Infrastruktur getroffen werden - Stadtplanung, Energieeffizienz, Stromerzeugung und Verkehrsmittel - werden einen entscheidenden Einfluss auf die Emissionskurve haben. In der Tat sind es Städte, in denen der Kampf gegen den Klimawandel größtenteils gewonnen oder verloren wird.

Doch Städte haben nicht nur einen enormen Einfluss auf die Klimabilanz. Städte erwirtschaften mehr als 80 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts und sind als Zentren für Bildung und Unternehmertum Dreh- und Angelpunkt für Innovation und Kreativität, in denen junge Menschen häufig die Führung übernehmen.

Viele der Lösungen, die wir für den Übergang zu einer nachhaltigen, emissionsarmen Zukunft benötigen, gibt es bereits, von elektrischen öffentlichen Verkehrsmitteln über erneuerbare Energie bis hin zur besseren Abfallentsorgung. Städte auf der ganzen Welt verwirklichen sie. Es ist ermutigend, dies zu sehen, aber diese Vision muss zur neuen Norm werden. Jetzt ist der Zeitpunkt für ehrgeizige Maßnahmen.

Der Welttag der Städte findet am Ende des „urbanen Oktobers“ statt. In diesem Monat wird auf die städtischen Herausforderungen und Erfolge, sowie ihre Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht. Lasst uns am Ende diesen Monats eine Verpflichtung eingehen, Innovationsbereitschaft zu zeigen um zukünftigen Generationen ein besseres Leben zu ermöglichen und einen Weg zu einer nachhaltigen, integrativen Stadtentwicklung zu beschreiten, von der alle profitieren.

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