Montag, 18 November 2019
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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag der Landfrauen, 15. Oktober

Landfrauen sind das Rückgrat vieler Gemeinschaften, trotzdem werden sie daran gehindert, ihr volles Potential auszuschöpfen. Die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels vergrößern ihre Not.

Fast ein Drittel der Arbeitskraft von Frauen weltweit ist in der Landwirtschaft. Frauen kultivieren Land, ernten Nahrung, holen Wasser und wichtige Brennstoffe und erhalten ganze Haushalte, aber sie haben keinen gleichberechtigten Zugang zu Land, Finanzen, Ausstattung, Märkten und Entscheidungsgewalt.

Der Klimawandel verstärkt diese Ungleichheiten und führt so dazu, dass Frauen und Mädchen weiter zurückgelassen werden. Ein Viertel des Gesamtschadens in Folge von klimatisch-bedingten Naturkatastrophen zwischen 2006 und 2016 hat die Landwirtschaft in Entwicklungsländern getroffen, und Frauen werden unverhältnismäßig stärker getroffen.

Gleichzeitig sind Landfrauen eine Quelle für Wissen und Fähigkeiten, die Gemeinden und Gesellschaften helfen können, sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen und naturbasierte, kohlenstoffarme Lösungen zu finden. Als Landwirtinnen und Produzentinnen spielen sie eine zentrale Rolle in der Verwendung von traditionellen und modernen Praktiken, um auf Klimaveränderungen auf Grund von Dürren, Hitzewellen und extremen Regenfällen zu reagieren.

Ihnen zuzuhören und ihnen Gehör zu verschaffen ist wichtig, um Informationen über den Klimawandel zu verbreiten und Regierungen, den Privatsektor und lokale Führer zum Handeln zu bewegen. Landfrauen wenden neue landwirtschaftliche Techniken als Erstes an, sie leisten in Krisen erste Hilfe und sind grüne Unternehmerinnen. Als solche sind sie eine kraftvolle Ressource für globalen Fortschritt.

Lasst uns an diesem Internationalen Tag der Landfrauen konkrete Schritte in Richtung einer solchen Zukunft nehmen, indem wir Landfrauen und Mädchen weltweit unterstützen.

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