Sonntag, 15 September 2019
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UN, Weltwirtschaftsforum und Partner kommen zusammen, um die Herausforderungen des Elektroschrotts anzugehen

Technologien der Vierten Industriellen Revolution weisen ein enormes Potenzial auf und könnten zu "Dematerialisierung", besserer Produktverfolgung, Rücknahme, Recycling und zu Produkten führen, die als Dienstleistungen verkauft werden.

62,5 Milliarden Dollar an Materialverlust bei rund 50 Millionen Tonnen Elektroschrott pro Jahr, der sich bis 2050 fast verdreifachen könnte.

● Sieben UN-Einheiten haben sich zusammengeschlossen, unterstützt vom Weltwirtschaftsforum und dem Weltwirtschaftsrat für nachhaltige Entwicklung, um die Herausforderungen des Elektroschrotts besser anzugehen.
● Ein neuer gemeinsamer Bericht zeigt, dass die Welt heute jährlich etwa 50 Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikschrott entsorgt, mehr als alle jemals gebauten Verkehrsflugzeuge oder genügend Eiffeltürme, um Manhattan zu füllen. Nur 20% werden offiziell recycelt. Die Universität der UN prognostiziert, dass sich der Elektroschrott bis 2050 auf 120 Millionen Tonnen fast verdreifachen könnte, wenn sich nichts ändert.
● Was den materiellen Wert betrifft, so bietet sich damit eine Chance von über 62,5 Milliarden Dollar pro Jahr, mehr als das BIP der meisten Länder und die dreifache Produktion der weltweiten Silberbergwerke. In einer Tonne E-Müll steckt 100 mal mehr Gold als in einer Tonne Golderz.
● Der Bericht fordert eine neue Vision für die Elektronik auf Grundlage der Kreislaufwirtschaft und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit großen Marken, kleinen und mittleren Unternehmen, Hochschulen, Gewerkschaften, der Zivilgesellschaft und Verbänden in einem Beratungsprozess, um das gegenwärtige System zu ändern.
● Der Bericht verweist auf die Bedeutung neuer Technologien; obwohl der Elektroschrott zunimmt, zeigen Technologien vom Internet der Dinge bis zum Cloud Computing ein enormes Potenzial und könnten zu einer "Dematerialisierung" und einer besseren Produktverfolgung, Rücknahme und Wiederverwertung führen.
● Große globale Marken, Regierungen und andere Organisationen unterstützen die Initiative mit Verpflichtungen und Projekten zur Bekämpfung von Elektroschrott und zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft.

Der neue Bericht unterstützt die Arbeit der E-Waste Coalition, zu der auch die folgenden Organisationen gehören:
● International Labour Organization (ILO);
● International Telecommunication Union (ITU);
● United Nations Environment Programme (UN Environment);
● United Nations Industrial Development Organization (UNIDO);
● United Nations Institute for Training and Research (UNITAR);
● United Nations University (UNU), and
● Secretariats of the Basel and Stockholm conventions.

Die Koalition wird vom World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem World Economic Forum unterstützt und vom Sekretariat der Environment Management Group (EMG) koordiniert.

Der gemeinsame Bericht "A New Circular Vision for Electronics - Time for a Global Reboot" ist hier verfügbar.

Das Presse Briefing findet am Donnerstag, 24. Januar 2019, 18:30 Uhr MEZ in der Schweiz statt und wird live übertragen.

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