Mittwoch, 14 November 2018
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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag gegen die Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten. 2. November 2018

BONN (UNRIC, 29. Oktober 2018) - In gerade einmal einem Jahrzehnt wurden mehr als tausend Journalisten getötet, während sie ihre unverzichtbare Arbeit austrugen. Neun von zehn Fällen sind nicht aufgeklärt und Niemand wurde zur Verantwortung gezogen. 

Journalistinnen sind häufig einem größeren Risiko ausgesetzt, da sie nicht nur wegen ihrer Berichte sondern auch wegen ihres Geschlechts und der Bedrohung durch sexuelle Gewalt zur Zielschreibe werden.

Allein in diesem Jahr wurden mindestens 88 Journalisten getötet.

Viele tausende mehr wurden attackiert, belästigt, festgenommen oder inhaftiert, und das auf Grund falschen Verdachts und ohne einen ordnungsgemäßen Prozess.

Das ist empörend. Und sollte nicht der neue Normalzustand werden. 

Wenn Journalisten zum Ziel werden, bezahlen Gesellschaften als Ganzes den Preis. 

Ich bin zutiefst beunruhigt über die steigende Anzahl an Attacken und die Kultur der Straflosigkeit. 

Ich rufe alle Regierungen und die internationale Gemeinschaft dazu auf, Journalisten zu schützen und die Bedinungen zu schaffen, die sie brauchen, um ihrer Arbeit nachzugehen. 

An diesem Tag zolle ich meine Anerkennung den Journalisten, die täglich ihre Jobs machen trotz Einschüchterung und Gefahren. Ihre Arbeit – und die ihrer gefallenen Kollegen – erinnert uns daran, dass die Wahrheit niemals stirbt. Genauo darf unser Engagement für das fundamentale Recht der freien Meinungsäußerung niemals sterben. 

Berichten ist kein Verbrechen.

Lasst uns zusammen aufstehen für Journalisten, für Wahrheit und für Gerechtigkeit. 

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