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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung, 6. Februar 2018

6. Februar 2018 (UNRIC) – Weibliche Genitalverstümmelung ist eine widerwärtige Menschenrechtsverletzung gegenüber allen Frauen und Mädchen.

Mehr als 200 Millionen Frauen und Mädchen in über 30 Ländern auf drei Kontinenten haben bis heute weibliche Genitalverstümmelung erleiden müssen.
Ohne schnelles, zielgerichtetes Handeln werden weitere 68 Millionen Mädchen bis zum Jahr 2030 Opfer dieser grausamen Praxis werden.

Durch beherztes politisches Engagement lassen sich Fortschritte in einigen Ländern konstatieren. Allerdings ist dieser Fortschritt im Verhältnis zum Bevölkerungswachstum nicht ausreichend. Sollten wir jetzt nicht handeln, werden die Opferzahlen unweigerlich weiter steigen.

Nachhaltige Entwicklung kann nicht erreicht werden, ohne den Rechten von Frauen und Mädchen vollen Respekt zu zollen. Das fünfte Nachhaltigkeitsziel bezieht sich auf die Gleichheit der Geschlechter, dabei wird die vollständige Abschaffung von Genitalverstümmelung bis 2030 gefordert.

Zusammen mit der Europäischen Union haben die Vereinten Nationen eine Initiative gestartet: ein mehrjähriges globales Vorhaben, das auf eine starke Partnerschaft abzielt und gegen jede Form der Gewalt an Frauen und Mädchen, insbesondere gegen Genitalverstümmelung, eintritt.

Die Würde und die Gesundheit von Millionen von Mädchen und Frauen stehen auf dem Spiel. Daher gilt es, keine Zeit mehr zu verschwenden. Zusammen können und müssen wir diese schädliche Praxis unterbinden.

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