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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag gegen die Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten, 2. November 2017

Bonn/New York: Vor wenigen Wochen wurde eine renommierte investigative Journalistin durch eine Bombe, die neben ihrem Auto explodierte, getötet. Die Leiche einer anderen Journalistin wurde zerstückelt geborgen, nachdem sie auf einem U-Boot für ihre Geschichte recherchiert hatte. Ein Fotojournalist wurde tot aufgefunden, nachdem er mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen wurde, sein Haus zu verlassen.

 Von 2006 bis 2016 wurden 930 Journalisten und Medienschaffende getötet. Tausende sind regelmäßig sexueller Belästigung, Einschüchterung, Inhaftierung und Misshandlung ausgesetzt.

Zügellose Gewalt verschärft die Verbrechen und in neun von zehn Fällen kommen die Täter nicht vor Gericht.

Wenn Journalisten Opfer von Gewalt und Mord werden, zahlt die Gesellschaft als Ganzes den Preis dafür. Die Nachrichten, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen - Korruption, Interessenkonflikte, illegaler Handel - sind genau die Art von Informationen, die veröffentlicht werden müssen.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen, der Sicherheitsrat und der Menschenrechtsrat haben jegliche Angriffe gegen Journalisten verurteilt und ihre Sicherheit gefordert.

Die Vereinten Nationen haben außerdem einen Aktionsplan zur Sicherheit von Journalisten befürwortet.

Wir wollen ein sicheres Arbeitsumfeld schaffen, welches Journalisten für ihre wichtige Arbeit benötigen. Zur Zeit mobilisiere ich ein Netzwerk von Ansprechpartnern aus dem gesamten UN-System, um konkrete Schritte vorzuschlagen, die die Sicherheit von Journalisten und Medienschaffenden gewährleisten.
Am Internationalen Tag gegen die Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten, fordere ich Gerechtigkeit für alle Medienschaffende – Im Gedenken an alle getöteten Journalisten und an die wertvolle Arbeit freier und unabhängiger Medien, die ihren Beitrag zur Förderung von Entwicklung und Frieden leisten.


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