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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Welttoilettentag, 19. November 2014

Jede dritte Frau auf der Welt hat keinen Zugang zu sicheren Toiletten. In der Konsequenz müssen sie mit Krankheiten, Schamgefühlen und möglichen Übergriffen kämpfen, wenn sie einen Platz suchen, um ihre Notdurft zu verrichten.

Rund 1,25 Milliarden Mädchen und Frauen, könnten durch verbesserte sanitäre Anlagen von einer besseren Sicherheitslage und größerer Gesundheit profitieren. Es hat sich gezeigt, dass sichere und saubere Toiletten auch dazu führen, dass Mädchen ermuntert werden ,weiter die Schule zu besuchen.

Wir haben die moralische Verpflichtung, die öffentliche Defäkation zu beenden und sicher zu stellen, dass Mädchen und Frauen nicht dem Risiko von Übergriffen und Vergewaltigungen ausgesetzt sind, nur weil ihnen keine entsprechend sicheren sanitären Anlagen zur Verfügung stehen. Deshalb rückt das diesjährige Motto „Gleichberechtigung, Würde und die Verbindung zwischen geschlechterbasierter Gewalt und sanitären Einrichtungen" in den Fokus.

Eine globale Partnerschaft ist erforderlich, um die Herausforderung anzugehen. Dies ist besondert zentral, während die Staatengemeinschaft daran arbeitet, eine nachhaltige Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 zu entwickeln. Das Ziel, allen Menschen Zugang zu sanitären Anlagen zu ermöglichen, erfordert klare politische Maßnahmen, höhere finanzielle Mittel, eine systematische Planung und einen starken politischen Willen, um realisiert zu werden. Gemeinschaften müssen in ihrem Bemühen unterstützt werden, öffentliche Defäkation abzuschaffen. Die Bemühungen müssen verstärkt und Tabus gebrochen werden. Dies sind die Ziele des UN-Aktionsplanes zur sanitären Problematik, um globale, nationale und gemeinschaftliche Bemühungen zu fördern, Hygiene zu verbessern, soziale Normen zu verändern und öffentliche Defäkation bis 2025 zu beseitigen.

Lassen Sie uns am Welttoilettentag alle Anstrengungen unternehmen, Gleichberechtigung, Würde und Sicherheit für Frauen und Mädchen weltweit zu schaffen.

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