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HIV/Aids
ist ein weltweites Problem von katastrophalen Ausmaßen.
Die Herausforderung ist enorm, aber wir sind ihr gegenüber
nicht machtlos. Deshalb habe ich es zu meiner persönlichen
Priorität gemacht, eine weltweite Allianz zu bilden, die
der Herausforderung angemessen ist.
UNO-Generalsekretär
Kofi A. Annan
Zwanzig Jahre nachdem erstmals das erworbene Immunschwäche-Syndrom
klinisch nachgewiesen wurde, hat sich Aids zu einer der verheerendsten
Epidemien der Menschheit entwickelt. Ihre Opfer sind zwar meist
jüngere Leute, doch hatte die Pandemie auch massive Folgen
für ältere Menschen. Und die Belastungen für
ältere Betreuer sind enorm, vor allem in Afrika. HIV/Aids
ist eines der großen Probleme, die auf der Zweiten Weltversammlung
zur Frage des Alterns in Madrid zur Sprache kommen werden.
Fakten und Zahlen
Ende 2001
lebten geschätzte 40 Millionen Menschen weltweit mit HIV/Aids.
Doch leider sagen die vorhandenen Daten oft wenig darüber
aus, welche Auswirkungen die Pandemie auf die ältere Bevölkerung
hat. Zum Beispiel weiß man, dass 83 Prozent aller Aids-Toten
auf der ganzen Welt in Afrika südlich der Sahara zu beklagen
sind, doch über die Epidemiologie von HIV/Aids unter den
älteren Menschen in der Region ist wenig bekannt.
In den Industriestaaten
sind genauere Informationen vorhanden. In den USA betreffen
10 Prozent aller gemeldeten Aids-Fälle Personen über
50 Jahre, ein Viertel von ihnen ist über 60.
Über
die Hälfte der Infizierten aus der Altersgruppe der über
50-jährigen sind Afro-Amerikaner oder hispanischer Abstammung,
was auf eine erhöhte Ansteckungsgefahr unter Minderheiten
schließen lässt. In Westeuropa betrafen 10 Prozent
der zwischen Januar 1997 und Mitte Juni 2000 gemeldeten neuen
HIV-Infektionen die Gruppe der über 50-jährigen, in
Mitteleuropa und Osteuropa waren es 4,3 bzw. 0,7 Prozent.
Ältere
Frauen scheinen häufiger betroffen zu sein als ältere
Männer: Im letzten Fünfjahres-Zeitraum stieg die Zahl
der Neuerkrankungen bei älteren Frauen um 40 Prozent.
Diese Informationen
geben jedoch keinen Aufschluss darüber, in welchem Alter
diese Bevölkerungsgruppe infiziert wurde. Viele von ihnen
trugen den Erreger möglicherweise schon jahrelang in sich,
bevor der Test durchgeführt wurde. Wenn die Diagnose gestellt
wird, kann die Infektion schon ein fortgeschrittenes Stadium
erreicht haben.
Ältere Menschen, die mit HIV/Aids leben
Risikofaktoren
- Der
größte Risikofaktor bei den über 50-jährigen
ist derselbe wie für alle anderen Altersgruppen, nämlich
heterosexueller Geschlechtsverkehr. Konkretes Risikoverhalten
wie ungeschützter Geschlechtsverkehr, häufiger Wechsel
der Geschlechtspartner, Infektionen, die durch Geschlechtsverkehr
übertragen werden, und Drogenmissbrauch liegen auch in
dieser Altersgruppe vor.
Altersbedingte
Konsequenzen
- Laut
den Erkenntnissen der Centers for Disease Control and Prevention
(CDC) in den USA verkürzt ein höheres Lebensalter
den Zeitraum zwischen der Ansteckung mit HIV und dem Ausbruch
von Aids und hemmt die Reaktion der CD4-Zellen auf antiretrovirale
Therapien. Altersbedingte Beschwerden wie Osteoporose erhöhen
das Risiko schwerer Komplikationen.
Ungeschützter
Geschlechtsverkehr
- Ältere
Menschen neigen dazu, die Verwendung von Kondomen hauptsächlich
als Maßnahme der Empfängnisverhütung anzusehen,
und Frauen, die keine ungewollte Schwangerschaft mehr zu befürchten
haben, bestehen nicht immer auf ihre Verwendung. Aus einer
US-Studie geht hervor, dass im Vergleich zu jüngeren
Personen nur bei einem Sechstel der über 50-jährigen
davon auszugehen ist, dass sie Kondome verwenden. Frauen machen
mit fortschreitendem Alter auch körperliche Veränderungen
durch, die ihre Anfälligkeit für HIV erhöht.
Nach den Wechseljahren werden die Vaginawände dünner
und die Sekretion verringert sich. Viele Ärzte glauben,
dass es bei älteren Frauen im Zuge des Geschlechtsverkehrs
leichter zu Verletzungen der Vagina kommt und sie daher ein
erhöhtes HIV-Risiko haben.
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...
[Ältere Frauen] müssen in Safer-Sex-Praktiken
unterwiesen werden. Ich will nicht, dass sie den selben
Fehler machen wie ich und dann zur steigenden Zahl der
HIV-Infizierten zählen. Es ist nicht lustig, eine
Seniorin zu sein und mit dem Virus zu leben.
Aussage
einer Frau, bei der mit
50 HIV diagnostiziert wurde
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Zu späte
Diagnose
- Frühsymptome
der HIV-Infektion - Müdigkeit, Gedächtnisschwäche,
Kurzatmigkeit, Schlaflosigkeit und Gewichtsverlust - können
als Zeichen des Alterns missverstanden werden, weshalb Infizierte
nicht rechtzeitig ärztliche Hilfe suchen, die ihnen helfen
könnte, gesund zu bleiben, und die verhindern würde,
dass sie andere anstecken.
Prävention
- Medizinisches
Betreuungspersonal lässt sich oft durch Klischeevorstellungen
von älteren Menschen beeinflussen, die die Verhütung
und Diagnose erschweren. Bei älteren Patienten fragen
sie nicht automatisch nach den sexuellen Gewohnheiten und
sprechen nicht über Prävention, wie sie es routinemäßig
bei jüngeren Patienten tun würden. Auch Aufklärungsprogramme
über Prävention richten sich selten an ältere
Menschen.
- Mit dem
Alter nimmt das soziale Tabu zu, über Sexualität
zu sprechen, vielleicht weil sexuelle Bedürfnisse häufiger
geleugnet werden - weshalb es nur wenige wirksame Strategien
für diese Bevölkerungsgruppe gibt.
- Ältere
Menschen wissen wenig über HIV/Aids und Prävention.
In einer CDC-Analyse einer Aids-Helpline wurde erhoben, dass
nur 6 Prozent der Anrufer ältere Menschen waren, von
denen allerdings fast die Hälfte Näheres über
HIV/Aids-Risiken wissen wollte.
Ältere
Menschen haben mit Problemen zu kämpfen, die jüngere
nicht kennen. Zusätzlich zu ihrer schweren Krankheit müssen
sie mit den körperlichen und emotionalen Veränderungen
zurecht kommen, die mit dem Älterwerden einhergehen. Außerdem
sind die Bewältigungsmechanismen bei älteren Menschen
schwächer ausgeprägt, sie sind anfälliger für
Depressionen und weniger bereit, Selbsthilfegruppen aufzusuchen.
Maßnahmen
Es gibt
eine Reihe von Strategien und Verhaltensweisen, die mithelfen,
das HIV-Risiko für ältere Menschen zu verringern und
die Auswirkungen von HIV/Aids bei den bereits Infizierten zu
mildern.
- Beseitigung
des Tabus um die sexuellen Bedürfnisse älterer Menschen;
man sollte sie ermutigen, mit ihrem Arzt und ihrer Familie
über diese Dinge zu sprechen.
- Aufklärung
des medizinischen Personals über die Sexualität
und die sexuellen Praktiken älterer Menschen, um eine
bessere Kommunikation und eine genauere Risikoeinschätzung
zu ermöglichen.
- Einbeziehung
von HIV-Programmen in die Dienstleistungen für ältere
Menschen, einschließlich von Aufklärung über
Sekundärprävention (Verhütung unter HIV-Positiven),
und in die Fachmedizin.
- Aufklärung
der HIV-Betreuungsstellen über die Notwendigkeit alterspezifischer
Dienste und über die speziellen Probleme von HIV in einer
alternden Bevölkerung.
- Identifizierung
von Forschungsbereichen, die sich mit der Beziehung zwischen
Alter und HIV befassen.
- Einbeziehung
älterer Menschen in Untersuchungen über Verhütung
und Betreuung.
Ältere Menschen als Pfleger und Betreuer
Ein Kind
mit Aids zu betreuen, ist nicht das Todesurteil, das die Ansteckung
mit der Krankheit bedeuten kann, doch die Belastung für
ältere Menschen, die andere pflegen, ist enorm. Die zunehmende
Zahl der Todesopfer und Aids-Waisen weltweit hat weitreichende
gesundheitliche, wirtschaftliche und psychosoziale Konsequenzen
für die Gesellschaft, vor allem in Afrika, und ganz besonders
für Afrikaner fortgeschrittenen Alters.
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Ich
habe solche Angst, was die Zukunft für diese Kinder
bringt. Wer wird für sie sorgen, wenn ich sterbe
und sie verlasse?
Eine 62-jährige Großmutter, die
ihre drei verwaisten Enkelkinder betreut
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Im Jahr
2000 lebten von den 36,1 Millionen Aids-Kranken 70 Prozent in
Afrika südlich der Sahara. Und von den insgesamt 13,2 Millionen
Kindern unter 15 Jahren, die ihre Mutter oder beide Eltern durch
AIDS verloren haben, sind es sogar 90 Prozent. Die meisten dieser
HIV-Infizierten sind Menschen im erwerbsfähigen Alter (15-49).
Ihr Verdienstausfall erhöht die Belastung derer, die sie
versorgen müssen.
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Waisenkinder zu betreuen, ist, als würde man das
Leben noch einmal von vorne beginnen: Ich muss auf der
Farm arbeiten, das Haus sauber halten, den Kindern zu
essen geben, Schuluniformen kaufen. Ich dachte nicht,
dass ich all diese Dinge noch einmal tun würde. Ich
weiß nicht, ob ich noch die Energie habe, das alles
zu bewältigen.
Ein 65-jähriger Großvater
mit drei Enkelkindern
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In Afrika
und anderen Regionen mit unzureichendem Gesundheitswesen und
minimaler sozialen Absicherung ist es meist die Familie, die
die Belastung der Pflege chronisch und todkranker Patienten
zu tragen hat. Alles weist darauf hin, dass diese Last vor allem
ältere Frauen trifft, in einem von bewaffneten Konflikten,
Hungersnot und Massenflucht- oder Migrationsbewegungen geprägten
Umfeld, unter Bedingungen extremer Armut, der Stigmatisierung
und mangelnder Unterstützung. Die Belastung ist unbeschreiblich.
Und in den meisten Fällen erhalten sie bei der Pflege keine
oder nur wenig Unterstützung durch den Staat. Hinzu kommt,
dass sie auf die Unterstützung durch erwachsene Kinder
verzichten müssen, mit der sie im Alter gerechnet hatten,
denn diese erwachsenen Kinder sind diejenigen, die im Sterben
liegen.
Die Gesundheit
der älteren Betreuer selbst hat gelitten. Ältere
Menschen leiden unter großem körperlichem und seelischem
Stress, und in manchen Fällen sind sie auch körperlicher
Gewalt, Stigmatisierung und Misshandlung aufgrund von Beschuldigungen
durch Medizinmänner ausgesetzt.
Dieser Belastung
älterer Menschen wurde bisher paradoxerweise in den Diskussionen
über politische Konzepte und Programmentwicklung zur Unterstützung
von Aids-Waisen kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die entscheidende
Rolle, die ältere Menschen in der Betreuung von Aids-Waisen
spielen, findet selten Anerkennung oder Unterstützung,
und ihre gesundheitlichen, wirtschaftlichen und psychosozialen
Bedürfnisse werden oft ignoriert. Trotzdem versuchen sie
weiter, die Doppelbelastung der Pflege ihrer todkranken Kinder
und der Versorgung ihrer verwaisten Enkelkinder zu bewältigen,
wobei es ihnen oft am Grundlegendsten mangelt, um diese Pflichten
zu erfüllen.
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Ich
bin in einer verzweifelten Lage. Jetzt bin ich gezwungen,
illegale Drogen zu verkaufen, um die Waisen zu ernähren.
Ich fürchte mich nicht mehr davor, ins Gefängnis
zu gehen.
Eine 59-jährige Frau, die
sechs Waisen betreut
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Im Rahmen
des Programms der Weltgesundheitsorganisation über das
Altern und den Lebensverlauf wurde ein Projekt gestartet, das
die Auswirkungen von HIV/Aids auf ältere Betreuer in vier
afrikanischen Ländern (Simbabwe, Ghana, Südafrika
und Tansania) untersucht. Das Projekt will vor allem die Gründe
erforschen, die ältere Menschen daran hindern, ihren an
HIV/Aids dahinsiechenden Kindern - und in der Folge ihren verwaisten
Enkelkindern - eine angemessene Pflege angedeihen zu lassen
und darin eine erfüllende Aufgabe zu finden. Das Projekt
soll zur Entwicklung von politischen Konzepten und Programmen
führen, die ältere Menschen in ihrer Schlüsselrolle
als Betreuer todkranker Patienten und verwaister Kinder unterstützen.
Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht
Das Projekt
hat einige gravierende Problembereiche für ältere
Betreuer aufgezeigt:
- Verlust
von wirtschaftlicher Unterstützung, vor allem der finanziellen
Zuwendungen ihrer kranken/toten erwachsenen Kinder
- Fehlender
Zugang zu Grundversorgung wie Nahrung und Kleidung
- Begrenzter
Zugang zu Gesundheitsdiensten und geringe Inanspruchnahme
dieser Dienste wegen Transportproblemen und der hohen Kosten
der Dienste
- Geldmangel,
der die Bezahlung von medizinischer Betreuung wie auch jene
von Schulgebühren unmöglich macht
- Negative
Einstellung des Gesundheitspersonals gegenüber älteren
Betreuern, weil sie ältere Menschen sind, und weil sie
mit HIV/Aids leben
- Stigmatisierung
der Krankheit durch die Gemeinschaft und durch die Betreuungsdienste
- Körperlicher
und seelischer Stress durch erhöhte Gewalt und Misshandlung
(oft wegen Anschuldigungen, die Medizinmänner gegen sie
erheben)
Abhilfestrategien
Zu den Schlüsselbereichen,
in denen politische Konzepte und Programme ansetzen müssen,
zählt der Zugang und die Inanspruchnahme der Dienste sowie
die Bereitstellung von wirtschaftlicher Unterstützung oder
von Zuschüssen zum Einkommen älterer Menschen, die
von HIV/Aids betroffen sind.
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Erkenntnisse
aus Simbabwe
Aus
der Gruppe der 810 befragten Haushaltsvorstände,
die in Simbabwe Aids-bezogene Pflege leisten, waren 685
über 50 Jahre alt. Von diesen sorgten 84 Prozent
ausschließlich oder zum größten Teil
für die Betreuung von Aids-Kranken und von verwaisten
Kindern, deren Eltern an Aids gestorben sind. 71 Prozent
dieser Betreuer waren Frauen, 29 Prozent waren Männer.
In denselben Haushalten waren 40 Prozent der im Haushalt
lebenden Personen Aids-Waisen, und die meisten dieser
Waisen (80 Prozent) waren die Enkelkinder der älteren
Betreuer.
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Es gibt
eine Reihe von Strategien und Verhaltensweisen, die ältere
Menschen in ihrer allgemeinen Fähigkeit unterstützen,
die Kranken zu pflegen und die Aids-Waisen zu versorgen:
- Förderung,
Erhaltung und Verbesserung des Gesundheitszustandes der älteren
Menschen, insbesondere jener, die Betreuungspflichten haben
- Aufklärung
und Information älterer Menschen über HIV/Aids und
damit zusammenhängende Betreuungsfragen
- Psychologische
Unterstützung und Beratung für alle Betreuer - Gesundheitspersonal
und private Betreuer zu Hause
- Beseitigung
des zweifachen Stigmas (Aids und Alter) und anderer Vorurteile
unter dem Gesundheitspersonal - vor allem durch Schulung und
Aufklärung
- Entwicklung
politischer Konzepte und Initiativen, die ältere Betreuer
besser in die Lage versetzen, ihre Aufgabe zu erfüllen
- etwa durch wirtschaftliche Unterstützung in Form von
Beihilfen und Aufklärung
- Bereitstellung
zusätzlicher Ressourcen für Betreuer, Unterkunft,
medizinische Versorgung und Lebensmittel
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Die
Last für die älteren Menschen Afrikas
Durch
ein Leben geprägt von Härten, Mangelernährung,
Armut und - im höheren Alter - chronischen Erkrankungen
sind die älteren Menschen in den meisten afrikanischen
Gesellschaften eine ganz besonders verletzliche Gruppe.
Nun haben sie zusätzlich die Last der Aids-Pandemie
zu tragen, wodurch sie noch hilfsbedürftiger werden.
Als alternde Menschen, die vielleicht Unterstützung
brauchen und erwarten, dass man für sie sorgt, müssen
viele von ihnen für andere sorgen, meist ohne auch
nur die grundlegendsten Ressourcen. Ihre Gesundheit ist
somit nicht nur für sie, sondern auch für ihre
Familien und Gemeinschaften von größter Bedeutung.
Das Fehlen von wirtschaftlicher, sozialer und psychologischer
Unterstützung, verbunden mit mangelndem Zugang zu
Gesundheitsdiensten, gefährdet ihre Fähigkeit,
die von ihnen erwarteten Betreuungsdienste zu leisten.
Es muss alles unternommen werden, um diese verletzlichen
älteren Menschen zu unterstützen und sich mit
ihrer Lage zu befassen, nicht zuletzt deshalb, weil sie
es sind, die die zukünftige Generation der Erwachsenen
- das zukünftige Humankapital Afrikas - großziehen.
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Die Lebensqualität
verbessern
Die weltweite
HIV/Aids-Pandemie hat schwerwiegende Auswirkungen auf ältere
Menschen. Sowohl die infizierten als auch die pflegenden Personen
fortgeschrittenen Alters kämpfen mit begrenzten Ressourcen
und dem Stigma dieser Krankheit.
Es muss
das Ziel sein, die Lebensqualität beider Gruppen zu erhöhen.
Dieses Ziel kann am Besten dadurch erreicht werden, indem man
sich für sie einsetzt und sie unterstützt. Wesentlich
ist ferner eine verstärkte Aufklärung des medizinischen
Personals, der älteren Menschen selbst, ihrer Angehörigen
und der Gesellschaft insgesamt. Regierungen, NGOs, wissenschaftliche
Einrichtungen und andere Organisationen können mit ihren
Programmen, Projekten und politischen Konzepten wertvolle Hilfe
leisten.
Dieser Artikel
wurde anhand von Beiträgen des Gemeinsamen Aids-Programms
der Vereinten Nationen (UNAIDS) und der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) verfasst.
Für
nähere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Weltgesundheitsorganisation,
Genf (Schweiz)
Dr. Alexandre Kalache
Tel.: (+41 22) 791 34 04
E-Mail: kalachea@who.int
Robert de
Graft Agyarko
Tel.: (+41 22) 791 34 33
E-Mail: agyarkor@who.int
Project Webpage: http://www.who.int/hpr/ageing/hivimpact.htm
UNO-Hauptabteilung
für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten
Gruppe für Fragen des Alterns
Tel.: (+1-212) 963-0500
E-Mail: sidorenko@un.org
UNO-Hauptabteilung
Presse und Information
Abteilung Entwicklung und Menschenrechte
Tel.: (+1-212) 963-0499
E-Mail: mediainfo@un.org
Herausgegeben
von der Hauptabteilung Presse und Information, Vereinte Nationen,
DPI/2264 - März 2002.
Deutsche
Übersetzung: Informationsdienst der Vereinten Nationen
(UNIS) Wien.
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