Frage des Alterns


 

“Die steigende Lebenserwartung stellt für die Menschheit die Erweiterung ihrer Grenzen dar - die Ausweitung unserer mentalen und physischen Möglichkeiten. Die älteren Menschen sind heute in vielerlei Hinsicht Pioniere. In diesem Sinn haben sie viele Initiativen erfunden, ermöglicht und in Gang gesetzt. Sie haben damit geholfen, den Weg für ein sicheres, gesünderes und reicheres Leben für viele Generationen älterer Menschen zu bahnen, die ihnen folgen werden.“

UNO-Generalsekretär Kofi A. Annan


Der Bevölkerungsanteil der über 60-jährigen wächst schneller als jeder andere: Zwischen 1950 und 2050 soll er von 200 Millionen auf zwei Milliarden Menschen steigen. Wie die Anzahl der älteren Menschen, so wächst auch die Notwendigkeit ihre gesellschaftliche Integration durch ein durch angemessene Arbeit erworbenes Einkommen bzw. Rente zu gewährleisten und ihnen die Möglichkeit zu bieten, am gemeinschaftlichen Leben durch Arbeit, ehrenamtliches Engagement oder anderen Aktivitäten teilhaben zu können. Der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge ist „angemessene Arbeit“ solche Arbeit, die mit dem grundlegenden Wunsch der Menschen nach einem sicheren Arbeitsumfeld übereinstimmt, nicht nur dem Wunsch nach finanzieller Absicherung Rechnung trägt, sondern auch nach Sicherheit für sie selbst und ihre Familien. Angemessene Arbeit sorgt für die Gleichbehandlung von Mann und Frau ohne Diskriminierung oder Einschüchterung. Letztendlich sorgt sie für soziale Sicherheit und wird unter Bedingungen menschlicher Würde und Freiheit verwirklicht.

Auf der Welt gibt es über 1,2 Milliarden Menschen, die mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen; einer weiteren Milliarde Menschen steht für das tägliche Überleben ein Einkommen von weniger als zwei Dollar pro Tag zur Verfügung. Diese Menschen leben Tag für Tag von der Hand in den Mund. Weder stehen ihnen ausreichend finanzielle Mittel zur Sicherung ihres täglichen Überlebens zur Verfügung, noch besitzen sie genügend Einkommen, um für ihre finanzielle Absicherung im Alter etwas zur Seite legen zu können. In vielen Entwicklungsländern ist der Rückzug aus dem Arbeitsleben ein Luxus, der nur für wenige ältere Menschen erschwinglich ist. Selbst in den Industrieländern gibt es Menschen, die trotz hoher Arbeitsbelastung nicht genügend verdienen, um sich eine Rente sichern zu können. Viele Frauen - die weniger als Männer verdienen und häufiger im Haushalt oder im informellen Sektor tätig sind - werden sich auch nach Erreichen ihres 65. Lebensjahres nicht zur Ruhe setzen können.

Zumindest in den Industrieländern ergibt sich traditionell ein Rollenwechsel beim Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben in den angenehmen Ruhestand. Bisher wurde dieser Wechsel von der Öffentlichkeit, der Regierung und der Wirtschaft als Übergang von einer produktiven Lebensphase in eine abhängige und unproduktive wahrgenommen. Heute trifft diese Einstellung noch weniger zu denn je zuvor. Der überwiegende Anteil älterer Menschen zieht sich nicht aus der Gesellschaft zurück. Vielmehr leisten sie auch weiterhin ihren Beitrag: Sie kümmern sich um ihre Familien oder engagieren sich in ihrer Gemeinschaft - obwohl ihr Beitrag finanziell nicht entlohnt wird.

Statt traditionelle wirtschaftliche „Produkte“ wie Waren oder Dienstleistungen zu erwirtschaften, können ältere Menschen ein Produkt von gesellschaftlichem Wert einbringen, das sich in den unterschiedlichsten Tätigkeiten findet: sei es die Beaufsichtigung von Kindern oder anderer älterer Menschen, die Übernahme von Führungspositionen innerhalb einer Gemeinschaft oder die Anleitung anderer Menschen als Vorbild. Obwohl diese Leistungen erheblichen menschlichen und ökonomischen Nutzen erbringen, sind sie in keinem staatlichen Bruttoinlandsprodukt enthalten - eine diesen Leistungen entsprechende Wertschätzung fehlt.

In vielen Industrieländern ist in den letzten Jahren das durchschnittliche Rentenalter gesunken. Höhere Lebenserwartung und bessere Gesundheit führen nicht zu einem längeren Arbeitsleben. Als Folge dieser Entwicklung stehen die betroffenen Länder vor hohen Herausforderungen an die Funktionsfähigkeit ihrer sozialen Sicherungssysteme. Für sie wird die entscheidende Herausforderung darin bestehen, die durch das Absinken des Rentenalters verursachten Auswirkungen durch längere Teilnahme älterer Menschen am Arbeitsleben abzufedern.


Sozialer Schutz

Sozialer Schutz gehört wesentlich zur angemessenen Arbeit. Ziel sozialer Sicherungssysteme ist es, den Zugang zu Gesundheitsvorsorge und Einkommenssicherung zu gewährleisten. Heute ist jedoch mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung von jeder Art sozialen Schutzes ausgeschlossen.

In afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in Südasien sind 5 - 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in einen gesetzlich garantierten Versicherungsschutz eingebunden. In einigen Fällen sinkt jedoch die Zahl der Anspruchsberechtigten. In Lateinamerika ist der Grad des Versicherungsschutzes von Land zu Land unterschiedlich und schwankt zwischen 10 und 80 Prozent. In Südost- und Ostasien variiert er zwischen 10 und fast 100 Prozent.

In den meisten Entwicklungsländern können nicht mehr als 20 Prozent - manchmal sind es auch nicht mehr als 5 Prozent - der älteren Menschen darauf hoffen, eine Rente zu erhalten oder eine adäquate Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen zu können. Den im informellen Sektor arbeitenden Menschen, in der Mehrzahl Frauen, wird im Alter ein nur sehr niedriges oder gar kein Einkommen zur Verfügung stehen.

 

„Die Vitalität unserer Gesellschaft ist in steigendem Maße davon abhängig, dass Menschen aller Altersgruppen, ältere Menschen einbegriffen, vollständig in die Gesellschaft integriert bleiben. Für ältere Berufstätige bedeutet soziale Integration als erstes die durch Arbeit oder Rente angemessene Versorgung und zweitens die Möglichkeit, am Gemeinschaftsleben durch Arbeit, freiwilliges Engagement oder weitere Aktivitäten teilnehmen zu können“.

Generaldirektor Juan Somavia,
Internationale Arbeitsorganisation

 

Gesundheit und Fürsorge

Für ältere Menschen liegt die höchste finanzielle Belastung in der Erhaltung ihrer Gesundheit. Gesundheitsfürsorge ist wichtigster Bestandteil des sozialen Schutzes jeder Gesellschaft. Durch den weltweiten Alterungsprozess der Bevölkerung ist die Anpassung der Gesundheitsdienste an die neuen Ansprüche dringend erforderlich. Die weltweite Entwicklung weist darauf hin, dass auch in Ländern, in denen die Familie für die Versorgung schwacher und alter Menschen Verantwortung übernimmt, jüngere Menschen aus wirtschaftlichen Gründen ländliche Gegenden verlassen, um in die Stadt zu ziehen und dadurch ältere Menschen zunehmend sich selbst überlassen bleiben.

Ein wachsender Teil der Bevölkerung, der mit Gewissheit Betreuung benötigt, sind die über 80-jährigen. Einige haben Wege und Möglichkeiten gefunden, sich um sich und andere zu kümmern. Sie geben und erhalten Hilfe und Unterstützung, bleiben unabhängig und erhalten ihre Eigenständigkeit. Der Prozentsatz der Ältesten wächst jedoch sehr schnell. Daher muss vor allem in den Entwicklungsländern für den Ausbau der Gesunheits- und Versicherungssysteme gesorgt werden.

Der Alterungsprozess der Bevölkerung wird Schätzungen zufolge die Gesamtkosten für die Gesundheitsversorgung in den Jahren 2000 bis 2050 um 41 Prozent steigen lassen. Davon entfallen 36 Prozent der Kosten auf die Industrienationen und 48 Prozent auf die weniger entwickelten Länder. Eine der wichtigsten Herausforderungen aller Länder wird damit in der Finanzierung von Gesundheitssystemen liegen, die alterungsbedingte Kosten berücksichtigen.


Ältere Frauen

Besonders gefährdet unter den älteren Menschen sind Frauen, weil es ihnen eher an grundlegender Bildung mangelt, weil sie weniger Chancen auf bezahlte Arbeit und Rentenanspruch haben, falls es diese überhaupt gibt. Sind Frauen rentenberechtigt, erhalten sie wegen geringerer Löhne oder durch unterbrochene Arbeitszeiträume niedrigere Pensionen. Ältere Frauen haben häufiger ihren Partner verloren als Männer. In einigen Ländern wird Witwen jedoch der Zugang zu finanziellen Mitteln verwehrt und ihr Erbrecht ist in einigen Gesellschaften nur schwach gesichert. Diese und weitere Gründe führen dazu, dass Frauen, besonders aus Entwicklungsländern, an Altersarmut leiden. Sozialsysteme, die altersbedingte Armut mindern wollen, müssen berücksichtigen, dass vor allem Frauen mit geringer Arbeitserfahrung von Altersarmut betroffen sind.


Kompetenzförderung

Der Bedarf an neuen Fähigkeiten und Kenntnissen benachteiligt ältere Berufstätige, weil ihre in früheren Jahren erworbene Ausbildung und Fertigkeiten nicht mehr gebraucht werden. Diskriminierung im Alter verschärft noch die vielen Schwierigkeiten, denen ältere Berufstätige auf dem Arbeitsmarkt gegenüberstehen. Vorurteile machen es den Betroffenen schwer, eine neue Arbeit zu finden, und halten Arbeitgeber davon ab, auch älteren Arbeitnehmern Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. Die Voreingenommenheit gegenüber den Fähigkeiten älterer Berufstätiger ist aber nachweislich unbegründet. Die durchschnittliche Differenz in der Arbeitsleistung zwischen unterschiedlichen Altersgruppen ist deutlich geringer, als jene zwischen gleichaltrigen Arbeitnehmern.

Wird dem Wunsch nach einer längeren Berufstätigkeit entsprochen, hat dies deutliche Vorteile für die Wirtschaft: so kann durch den Erhalt erfahrener Mitarbeiter oft ein Vakuum verhindert werden.

Für ältere Berufstätige sind Weiterbildungsmöglichkeiten besonders wichtig, um sich den wechselnden Anforderungen und Angeboten des Arbeitsmarktes anpassen zu können. Lebenslanges Lernen, das zunehmend von sozialpolitischen Experten empfohlen wird, stellt einen wichtigen kulturellen und wirtschaftlichen Wert dar. Das Konzept des lebenslangen Lernens kennt keine in unterschiedliche Altersgruppen gegliederte Gesellschaft, in der Bildung und Ausbildung nur in einem einmaligen, frühen Lebensabschnitt erfolgen.


Informations- und Kommunikationstechnologien

Informations- und Kommunikationstechnologien können eine wichtige Rolle bei der Verlängerung des Arbeitslebens spielen. Sie können die Verbindung älterer Berufstätiger zum Arbeitsmarkt aufrechterhalten und ihnen eine höhere Lebensqualität ermöglichen. Telearbeit ist ein vielversprechendes Instrument, das bei der weiteren Integration älterer Erwerbstätiger in Wirtschaft und Gesellschaft helfen könnte. Die Einsparung von Transportkosten ist nur einer von vielen Vorteilen. Für ältere Berufstätige mit Behinderungen kann die Telearbeit eine Alternative zum vorzeitigen Ruhestand oder einem durch ihre Behinderung notwendig gewordenen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben bieten. Deutliche Vorteile gibt es auch auf Arbeitgeberseite: Unternehmen können Zugang zu entscheidenden Kompetenzen und Wissen erhalten, Büroräume können eingespart werden. Bevor diese Möglichkeiten Anwendung finden können, müssen sich aber erst die Einstellungen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ändern.


Angemessene und sichere Arbeitsbedingungen

Die Fähigkeit und Bereitschaft älterer Berufstätiger, auch weiterhin im Berufsleben zu verbleiben, hängt auch von ihrem persönlichen Gesundheitszustand, den Arbeitsbedingungen und ihrer Motivation ab. Ältere Berufstätige sind mit besonderen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz konfrontiert, wie zum Beispiel mit einer erhöhten Anfälligkeit für Belastungen innerhalb ihrer Arbeitsumgebung, mit Anpassungsproblemen bei der Umstellung auf neue Arbeitsmethoden und Techniken und mit den Belastungen, die sich aus dem Übergang in den Ruhestand ergeben. Es ist besonders wichtig, älteren Personen geeignete Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.


Reaktionen der Politik

Die Vitalität unserer Gesellschaft wird in steigendem Maße von der aktiven Teilnahme älterer Menschen abhängen. Es ist deshalb unbedingt notwendig, wirtschaftliche und soziale Bedingungen zu schaffen, die die dauerhafte Integration der Menschen aller Altersgruppen in die Gesellschaft ermöglichen. Eine zentrale Herausforderung ist es, eine Einstellung zu fördern, die die mit dem Alter erworbene Erfahrung und das Wissen würdigt. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die sich mit Fragen der Arbeitswelt beschäftigt, befürwortet die Einführung politischer Strategien, die sich an der Beteiligung älterer Arbeitnehmer am wirtschaftlichen und sozialen Leben orientieren. Zu diesem Zweck empfiehlt die ILO:

  • Maßnahmen, die ein angemessenes Mindesteinkommen für alle ältere Personen garantieren. Es sollten Sozialversicherungspläne entwickelt werden, die auf dem Prinzip des umfassenden Sozialversicherungsschutzes für ältere Personen basieren. Männer wie Frauen sollten ihre eigenen Rechte und Unabhängigkeit erwerben.

  • politische Richtlinien zur Beseitigung altersbedingter Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und zur Förderung eines flexiblen Renteneintrittsalters;

  • Maßnahmen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zur Gewährleistung der weiteren Teilnahme älterer Menschen am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben, sowie von Aus - und Weiterbildungsmaßnahmen;

 

Die ILO und die Erwerbstätigen im fortgeschrittenen Alter

Die Internationale Arbeitsorganisation setzt sich dafür ein, älteren Beschäftigten eine angemessene Arbeit oder Rente zu gewährleisten. Die Empfehlung Nr. 162 für ältere Arbeitnehmer aus dem Jahr 1980 appelliert an die Staaten, nationale Strategien zu entwickeln, um unabhängig vom Alter die Chancengleichheit und Behandlung der Beschäftigten zu fördern, sowie Maßnahmen zu treffen, die eine Diskriminierung älterer Angestellter verhindern. Besonders wichtig ist dabei:

  • Der Zugang zu beruflicher Beratung und Stellenvermittlung;
  • Der Zugang zu einer Arbeitsstelle ihrer Wahl, bei der die persönlichen Fähigkeiten, Qualifikationen und Erfahrung berücksichtigt werden;
  • Der Zugang zu beruflicher Ausbildung, im besonderen Weiterbildung und Umschulung;
  • Die Beschäftigungssicherheit

Für die Zeit bis zur Erreichung des Pensionsalters empfiehlt die ILO Maßnahmen, die den allmählichen Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand erlauben und es Arbeitnehmern ermöglichen freiwillig aus dem Berufsleben auszuscheiden. Außerdem sollte über das für die Rentenberechtigung entscheidende Alter flexibel entschieden werden.

 

  • Förderung zwangloser Gemeinschaftsprogramme, die älteren Menschen helfen, das Bewusstsein für Selbständigkeit und gemeinschaftliche Verantwortung zu entwickeln;

  • Einbeziehung jüngerer Menschen in die Pflege älterer Menschen und ihre Beteiligung an Aktivitäten für und mit älteren Menschen;

  • Maßnahmen, die einen allmählichen Übergang in den Ruhestand sicherstellen, wie Vorbereitungskurse für den Ruhestand, eine schrittweise Verringerung der Arbeitsbelastung in den letzten Berufsjahren und die flexible Handhabung des Pensionsanspruchsalters;

  • zufriedenstellende Arbeitsverhältnisse und eine annehmbare Arbeitsumgebung, die, wenn notwendig, die besonderen Bedürfnisse älterer Berufstätiger berücksichtigen.

Das Altern der Bevölkerung ist keine „Katastrophe“, sondern vielmehr eine politische Herausforderung. Da Altern eine langfristige Erscheinung ist, ist ausreichend Zeit für die Entwicklung entsprechender Strategien für die Arbeitswelt und soziale Ausgleichssysteme vorhanden. Die Vereinten Nationen und die Internationale Arbeitsorganisation müssen bei der Entwicklung von Lösungen mit entsprechendem Weitblick sowie deren praktische Umsetzung eine entscheidende Rolle übernehmen.

Dieser Hintergrundartikel basiert auf Informationen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
Genf, Schweiz
Mariangels Fortuny
Tel.. (+41-22) 799-8761
e-mail: fortuny@ilo.org

UNO-Hauptabteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten
Tel.. (+1-212) 963-0500
E-mail: sidorenko@un.org

UNO-Hauptabteilung Presse und Information,
Tel.: (+1-212) 963-0499,
E-Mail: mediainfo@un.org.

 

Herausgegeben von der Hauptabteilung Presse und Information, Vereinte Nationen, DPI/2264 - März 2002.
Deutsche Übersetzung: Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNIC) Bonn.

 

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