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Wie hoch sind die Kosten und wer trägt sie?
 

Die Friedenssicherungseinsätze sind sehr kosteneffizient. Die UNO gibt für die weltweiten Einsätze jährlich weniger aus, als die Stadt New York für ihre Polizei. Im Jahr 1993 betrugen die Kosten für Friedenssicherungseinsätze der UNO 3,6 Milliarden US-Dollar, was u.a. an den groß angelegten Einsätzen im ehemaligen Jugoslawien und in Somalia lag. Bis zum Jahr 1998 sanken die Kosten auf unter eine Milliarde US-Dollar. Durch neue, größere Einsätze stiegen sie wieder, so dass der im März 2006 bewilligte Etat für Friedenssicherung für das Jahr vom 1. Juli 2005 bis 30. Juni 2006 ungefähr fünf Milliarden US-Dollar betrug. Dies entspricht 0,5% der weltweiten Militärausgaben. Friedenssicherung ist immer günstiger als Krieg.

Alle Mitgliedsstaaten der UNO sind rechtlich verpflichtet, ihren Anteil für Friedenssicherungseinsätze zu bezahlen. Dies geschieht anhand eines Verteilungsschlüssels, den sie selbst eingeführt haben. Trotz dieser rechtlichen Verpflichtung blieben die Mitgliedsstaaten bis zum 31. Januar 2006 2,66 Milliarden Dollar für bestehende oder frühere Einsätze schuldig.

Die zehn größten Beitragszahler für UNO-Friedenssicherungsmissionen sind die USA, Japan, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien, Kanada, Spanien, China und die Niederlande (Stand: 1. Januar 2006).