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Wie hat der Weltgipfel von 2005 die UNO-Friedenssicherung bewertet?
 

Beim Weltgipfel im UNO-Hauptquartier in New York im September 2005 sprachen sich die Staats- und Regierungschefs der Welt dafür aus, den Herausforderungen der Friedenssicherung im 21. Jahrhundert zu begegnen. Sie betonten erneut, dass die Friedenssicherung der Vereinten Nationen eine zentrale Rolle dabei spielt, den Beteiligten zu helfen, Konflikte und Feindseligkeiten zu beenden. Außerdem haben sie festgestellt, dass Fortschritte in den vergangenen Jahren erzielt wurden, wie zum Beispiel der Einsatz von integrierten Missionen in komplexen Situationen.

Die Staats- und Regierungschefs betonten die Notwendigkeit, dass Einsätze mit angemessenen Mitteln ausgestattet werden müssen, um Kampfhandlungen begegnen und wirksam ihre Mandate erfüllen zu können. Sie drängten auch auf die Weiterentwicklung von Ansätzen, um die schnelle Truppenentsendung im Krisenfall zu verbessern, und billigten die Schaffung einer ersten Operationsgruppe für eine stehende Polizeieinheit.

Der Gipfel betonte den wichtigen Beitrag für Frieden und Sicherheit, den Regionalorganisationen leisten, die Bedeutung der Partnerschaft zwischen Vereinten Nationen und Regionalorganisationen sowie den besonderen Stellenwert einer starken Afrikanischen Union.

Der Weltgipfel unterstrich die Notwendigkeit einer koordinierten, einheitlichen und ganzheitlichen Herangehensweise an Aussöhnung und Friedenskonsolidierung nach Konflikten. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, eine Kommission für Friedenskonsolidierung als zwischenstaatliches beratendes Gremium einzurichten. Ihr Hauptziel besteht darin, alle wichtigen Akteure zusammen zu bringen, um Ressourcen zu bündeln und ganzheitliche Strategien für Friedenskonsolidierung nach Konflikten und zur Aussöhnung vorzuschlagen.