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Was unternimmt die UNO, um Menschenhandel in Einsatzgebieten von Friedenssicherungsmissionen zu unterbinden?
 

Nach Ende eines Konflikts kann Menschenhandel zunehmen und Menschenhändler können die Stationierung von Tausenden von Soldaten sogar als potenziellen Markt ansehen. Menschenhandel ist illegal und kann entscheidende Elemente eines Friedensprozesses wie eine Polizeireform und die Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit untergraben.

Die Vereinten Nationen arbeiten präventiv, damit Friedenssoldaten nicht eine Quelle der Nachfrage werden. Die UNO muss eine entscheidende Rolle dabei spielen, dem Menschenhandel in Einsatzgebieten entgegenzutreten. Aus diesem Grund sind Ausbildungs- und Sensibilisierungsprogramme für militärisches und ziviles Personal eingeführt worden. Darin werden Friedenssoldaten angeleitet, Menschenhandel zu erkennen. Jeder Friedenssoldat, dem Beteiligung am Menschenhandel nachgewiesen werden kann, muss mit Disziplinarmaßnahmen und gegebenenfalls Strafverfolgung rechnen.

Die UNO-Polizei im Kosovo beispielsweise gründete im Jahr 2001 eine Einheit gegen Menschenhandel, richtete eine Zufluchtsstätte für Opfer ein und schickte UNO-Mitarbeiter nach Hause, die Lokale frequentierten, in denen vermutlich Menschenhandel betrieben wurde.