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Wer stellt Personal?
 
Die Charta der Vereinten Nationen sieht vor, dass alle UNO-Mitgliedsstaaten an der Wahrung des weltweiten Friedens mitwirken, indem sie dem Sicherheitsrat die dafür notwendigen Truppen und Hilfsmittel zur Verfügung stellen. Seit der Einrichtung des ersten Friedenssicherungseinsatzes im Jahr 1948 leisteten etwa eine Million Soldaten, Polizisten und Zivilisten aus mehr als 130 Nationen unter der UNO-Flagge ihren Dienst. Mit Stand 28. Februar 2007 stellten 114 Staaten mehr als 82.000 uniformiertes Personal (Militär und Polizei) zur Verfügung. Außerdem waren fast 5.000 zivile internationale Mitarbeiter, 1.800 Mitarbeiter des Freiwilligenprogramms der UNO und mehr als 10.000 zivile Lokalkräfte in Friedenseinsätzen tätig.

Trotz der großen und stetig wachsenden Zahl von sich beteiligenden Staaten werden die meisten Blauhelmsoldaten noch immer von einem Kern von Entwicklungsländern gestellt. Die zehn größten Truppen stellenden Staaten für Friedenseinsätze sind mit Stand 28. Februar 2007: Pakistan, Bangladesch, Indien, Jordanien, Nepal, Ghana, Uruguay, Italien, Nigeria und Frankreich. Sie stellten zusammen fast 59 Prozent des Militär- und Polizeipersonals der UNO. Fast 14% kamen aus den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und 0,4% aus den Vereinigten Staaten.

Der Leiter der Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze, Untergeneralsekretär Jean-Marie Guéhenno, hat die Mitgliedsstaaten wiederholt daran erinnert, dass die Bereitstellung von gut ausgerüstetem und ausgebildetem militärischem und zivilem Personal für UNO-Friedenseinsätze eine gemeinsame Verantwortung der Mitgliedsstaaten ist: „Die Staaten des Südens dürfen und müssen diese Last nicht alleine tragen.“