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Juli 2000

Der Wirtschafts- und Sozialrat setzt ein Ständiges Forum für Fragen der authochtonen Bevölkerungen ein.

6. - 8. September 2000

Vor der 55. Jahrestagung der Generalversammlung tritt ein Millenniumsgipfel zusammen, zu dem 150 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt kommen und sich zur Stärkung der Vereinten Nationen im kommenden Jahrhundert verpflichten. U.a. legen sie weitreichende Millenniums-Entwicklungsziele mit konkreten Fristen und Aufgaben fest.

 

Blick auf das UNO-Gebäude vom East River aus. Mit Sonderbeleuchtung wird das neue Jahrtausend begrüßt. (UN/DPI Photo #202747C von Eskinder Debebe)

September 2000

Einsatz der Mission der Vereinten Nationen in Äthiopien und Eritrea (UNMEE).

15. Dezember 2000

In Palermo wird die Konvention der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende, organisierte Kriminalität angenommen (in Kraft seit 29. September 2003). Drei Zusatzprotokolle befassen sich mit dem Menschenhandel, (in Kraft seit 25. Dezember 2003), mit dem Schmuggel von Wanderarbeitern (in Kraft seit 28. Januar 2004) und mit der unerlaubten Herstellung und dem illegalen Handel mit Feuerwaffen (in Kraft seit 3. Juli 2005).

Mai 2001

In Brüssel findet die Dritte Konferenz der Vereinten Nationen über die am wenigsten entwickelten Länder statt. Die beiden ersten LDC-Konferenzen hatten im September 1981 und im September 1990 in Paris stattgefunden.

Juni 2001

Die Generalversammlung befasst sich in einer Sondertagung mit dem Problem von HIV/Aids.

Juli 2001

In New York findet die Konferenz der Vereinten Nationen über den unerlaubten Handel mit Kleinwaffen und leichten Waffen statt.

August/September 2001

In Durban, Südafrika findet eine Weltkonferenz über Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenhass und damit zusammenhängender Intoleranz statt. Davor gab es solche Konferenzen 1978 und 1983 in Genf.

Oktober 2001

Nach den Terroranschlägen vom 11. September in New York und Washington erklärt die Staatengemeinschaft in einer Sondertagung der Generalversammlung über den internationalen Terrorismus ihre Bereitschaft zu einem energischen Vorgehen gegen den Terrorismus.

10. Dezember 2001

Für „ihre Arbeit für eine besser organisierte und friedlichere Welt“ erhalten die Vereinten Nationen und Generalsekretär Annan den Friedensnobelpreis, der in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert.

20. Dezember 2001

Der Sicherheitsrat billigt die Einsetzung der Internationalen Sicherheitshilfstruppe (ISAF) in Afghanistan. Davor bringt am 5. Dezember eine Afghanistankonferenz in Bonn eine Einigung zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen des Landes zur Bildung einer Übergangsregierung in Kabul. Im März 2002 setzt der Sicherheitsrat eine Unterstützungsmission in Afghanistan (UNAMA) ein. Im Oktober 2004 finden Präsidentschaftswahlen und im September 2005 Parlamentswahlen statt.

Januar 2002

Einsetzung eines Sondergerichtshofes für Sierra Leone zur Aburteilung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen während des Bürgerkriegs seit November 1996.

März 2002

In Monterrey, Mexiko, empfiehlt eine Internationale Konferenz über Finanzierung und Entwicklung eine Aufstockung der rückläufigen öffentlichen Entwicklungshilfe, die stärkeres Augenmerk auf Projekte zur Senkung der Armut, sowie für Bildung und Gesundheit richten soll.

April 2002

In Madrid findet die Zweite Weltversammlung über das Altern statt. Die erste Weltversammlung wurde im Juli/August 1982 in Wien abgehalten.

Mai 2002

Eine Sondertagung der Generalversammlung über Kinder verabschiedet konkrete Ziele zur Förderung eines gesunden Lebens und einer ausreichenden Grundschulbildung für alle sowie für den Schutz der Kinder vor Missbrauch, Ausbeutung und Gewalt.

August/September 2002

In Johannesburg findet der Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung statt, der sich zum Ziel setzt, Hindernisse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu beseitigen, und neue Initiativen ergreift, um die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.

23. September 2002

Generalsekretär Kofi Annan legt der Generalversammlung einen Plan für die weitere Stärkung der Vereinten Nationen vor. Seine „Agenda für weitere Veränderungen“ baut auf seiner ersten Reforminitiative von 1997 auf und sieht eine gründliche Durchforstung des Arbeitsprogramms der Organisation vor. Die Agenda enthält Vorschläge für Verbesserungen auf dem Gebiet der Menschenrechte und der Öffentlichkeitsarbeit, für die weitere Reduzierung der Anzahl von Sitzungen und Berichten des Sekretariats, zur besseren Koordinierung der Tätigkeit der UNO-Organisationen auf Landesebene, Veränderungen im Haushalts- und Planungsverfahren, eine Überprüfung der Beziehungen zwischen den Vereinten Nationen und der Zivilgesellschaft sowie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der UNO-Mitarbeiter.

19. März 2003

Eine Koalition von Mitgliedstaaten unter der Führung der Vereinigten Staaten marschiert nach schweren Bombenangriffen im Irak ein. Die vom Sicherheitsrat am 8. November 2002 angebotene Chance zur Umsetzung früherer Sicherheitsratsresolutionen und zur Wiederaufnahme der Rüstungsinspektionen lässt der Irak verstreichen. Der Militärschlag führt zu einer tiefen Spaltung zwischen den Mitgliedern des Rates. Nach dem Zusammenbruch des Regimes von Saddam Hussein übernehmen die Vereinten Nationen eine wichtige Rolle bei der humanitären Hilfe und dem Wiederaufbau des Irak. Dazu wird die Hilfsmission der Vereinten Nationen im Irak (UNAMI) eingesetzt. Am 19. August kommen der Leiter dieser Mission, Sergio Vieira de Mello, und 14 weitere UNO-Beamte bei einem Bombenanschlag in Bagdad ums Leben.

30. April 2003

Das Nahostquartett (USA, Vereinte Nationen, Europäische Union, Russische Föderation) legt eine Wegskizze (road map) für eine permanente Zwei-Staaten-Lösung (Israel/Palästina) vor.

September 2003

Einsatz der Mission der Vereinten Nationen in Liberia (UNMIL).

Dezember 2003

In Genf findet der erste Teil des Weltgipfels über die Informationsgesellschaft statt, der im November 2005 in Tunis fortgesetzt wird.

August 2003

In Almaty, Kasachstan findet die Internationale Ministerkonferenz über Binnen- und Transit-Entwicklungsländer statt.

Dezember 2003

In Merida, Mexiko, wird die Konvention der Vereinten Nationen gegen Korruption unterzeichnet (in Kraft seit 14. Dezember 2005).

April 2004

Einsatz der Operation der Vereinten Nationen in Côte d’Ivoire (UNOCI), ersetzt die seit Mai 2003 tätige Mission der Vereinten Nationen in Côte d’Ivoire (MINUCI).

April 2004

Nach anhaltenden Betrugs- und Korruptionsvorwürfen wird eine unabhängige, hochrangige Untersuchungskommission für das Öl-für-Lebensmittel-Programm im Irak eingesetzt. Nach Vorlage eines ersten Zwischenberichts der Kommission verfügt Generalsekretär Annan im Februar 2005 Disziplinarmaßnahmen gegen inkriminierte Bedienstete der Vereinten Nationen.

Mai 2004

Einsatz der Operation der Vereinten Nationen in Burundi (ONUB).

Juni 2004

Einsatz der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti (MINUSTAH), ersetzt die Multilaterale Interimstruppe (MIF).

2. Dezember 2004

Die hochrangige Gruppe für „Bedrohungen, Herausforderungen und Wandel“ legt in ihrem Bericht „ Eine sicherere Welt: Unsere gemeinsame Verantwortung" mehr als 100 Vorschläge zur Bekämpfung von Terrorismus, Armut und Gewalt, zur Abschaffung von Massenvernichtungswaffen und zur Reform der Vereinten Nationen vor.

Januar 2005

Ein Hilfsappell der Vereinten Nationen zur Unterstützung der Tsunami-Opfer in Südostasien erbringt eine Rekordsumme an internationalen Hilfszusagen. Humanitäre Organisationen der Vereinten Nationen waren binnen Stunden nach der Katastrophe im Dezember 2004 vor Ort, um Soforthilfe zu leisten.

21. März 2005

In seinem Bericht In größerer Freiheit: Auf dem Weg zu Entwicklung, Sicherheit und Menschenrechten für alle“ schlägt Generalsekretär Annan eine Agenda für den Weltgipfel (14. – 16. September 2005) vor, der zahlreiche Grundsatzentscheidungen und Reformen bringen soll, damit die Vereinten Nationen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts effizient entgegentreten können. Neben Maßnahmen für alle Menschen zur Sicherung der Freiheit von Not und Furcht und der Freiheit, in Würde zu leben, regt der Bericht auch institutionelle Reformen der Vereinten Nationen an, wie etwa die Erweiterung des Sicherheitsrats, die Schaffung eines Menschenrechtsrats oder die Schaffung einer Kommission für Friedenskonsolidierung.

13. April 2005

Die Generalversammlung verabschiedet die Internationale Konvention zur Bekämpfung von Nuklearterrorismus.

Juni 2005

Die Generalversammlung befasst sich auf einer hochrangigen Tagung mit dem HIV/Aids-Problem.

Juni 2005

Einsatz der Mission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMIS), die gemeinsam mit einer Mission der Afrikanischen Union Anstrengungen zur Förderung des Friedens in Dafur unternehmen soll.

16. September 2005

Der Weltgipfel 2005 bringt die neuerliche Verpflichtung aller Regierungen, die Millenniums-Entwicklungsziele bis 2015 zu erreichen. Weiters sollen bis 2010 jährlich weitere 50 Milliarden US-Dollar für die Armutsbekämpfung bereitgestellt werden. Der Terrorismus wird in „all seinen Arten und Erscheinungsformen“ von allen Regierungen erstmals klar und uneingeschränkt verurteilt. Die Schaffung einer Kommission für Friedenskonsolidierung wird beschlossen. 2006 soll ein Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eingesetzt werden. Weitere Beschlüsse befassen sich mit der Einrichtung eines Demokratiefonds, der Managementreform der Vereinten Nationen, der Einrichtung eines weltweiten Frühwarnsystems für Naturgefahren, mit Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria sowie mit der Verbesserung der humanitären Hilfe. Außerdem soll die Charta der Vereinten Nationen aktualisiert, der Treuhandrat aufgelöst und die „Feindstaatenklausel“ gestrichen werden.

Gruppenfoto zum Weltgipfel 2005 (UN Photo #88889 von Eskinder Debebe)

10. Dezember 2005

Der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien und ihrem Generaldirektor Mohamed ElBaradei wird der Friedensnobelpreis verliehen.

 

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