Am wenigsten entwickelte Länder
 
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Dritte Konferenz der Vereinten Nationen über die
am wenigsten entwickelten Länder (LDCs)

14.-20. Mai 2001
Brüssel, Belgien

bar


Die 49 am wenigsten entwickelten Länder der Welt (LDCs)

Afghanistan, Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Bhutan, Burkina Faso, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Dschibuti, Eritrea, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Haiti, Jemen, Kambodscha, Kap Verde, Kiribati, Komoren, Laotische Volksdemokratische Republik, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Malediven, Mali, Mauretanien, Mosambik, Myanmar, Nepal, Niger, Ruanda, Salomonen, Sambia, Samoa, Sao Tomé und Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Togo, Tschad, Tuvalu, Uganda, Vanuatu, Vereinigte Republik Tansania, Zentralafrikanische Republik.

 

Kriterien

Die Zahl der LDCs hat sich seit der Einführung dieser Kategorie durch die Vereinten Nationen im Jahr 1971 von 25 auf 49 fast verdoppelt. Länder, die diesen Status beantragen und gewisse Kriterien erfüllen, werden in die Kategorie aufgenommen. Zu den Kriterien zählen: ein geringes Volkseinkommen (ein Bruttosozialprodukt pro Kopf von weniger als US$ 900 für Länder, die neu aufgenommen werden), ein geringer Entwicklungsstand des Humankapitals (nach einem Index aus Gesundheits-, Ernährungs- und Bildungsdaten) und wirtschaftliche Anfälligkeit (gemessen an Indikatoren der wirtschaftlichen Instabilität, der unzureichenden Diversifikation und dem Nachteil der geringen Landesgröße). Außerdem darf die Bevölkerungszahl der Länder, die alle Kriterien erfüllen, 75 Millionen Einwohner nicht übersteigen.

 

Statistische Angaben über LDCs

  • Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug 1997 in diesen Ländern US$ 235, im Vergleich zu den Industriestaaten mit US$ 24.522.
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung in den LDCs liegt bei nur 51 Jahren, in den Entwicklungsländern insgesamt sind es 65 Jahre, in den Industriestaaten 78 Jahre.
  • Nur bei jeder vierten Geburt sind in den LDCs ausgebildete Hebammen oder Ärzte anwesend.
  • Jedes zehnte Kind in den LDCs stirbt, bevor es das erste Lebensjahr vollendet hat, und fast 40% aller Kinder unter fünf Jahren haben Untergewicht oder leiden an Wachstumsstörungen.
  • Die Hälfte aller Erwachsenen in den LDCs kann weder lesen noch schreiben.
  • Fast zwei Drittel der LDCs werden von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zu den hochverschuldeten armen Ländern gerechnet.
  • Ein großer Teil der Bevölkerung in den LDCs ist von der Landwirtschaft zur Sicherung des Lebensunterhalts abhängig.
  • In den vergangenen 30 Jahren ist die Zahl der am wenigsten entwickelten Länder von 25 auf 49 gestiegen. Die meisten dieser Länder (34) liegen in Afrika.
  • Die Bevölkerung aller LDCs beträgt zusammen über 630 Millionen, dies entspricht ungefähr 10% der Weltbevölkerung. Sie nehmen aber weniger als 1% des Gesamteinkommens der Welt ein.
  • Seit 1990 sind die Finanzflüsse in LDCs um 39% pro Kopf zurückgegangen.
  • Die öffentliche Entwicklungshilfe für LDCs sank seit 1990 um 45%.
  • Der Anteil der LDCs an allen ausländischen Netto-Direktinvestitionen weltweit ist in den 90er Jahren auf 1,4% gesunken.
  • Der Anteil der LDCs an den Weltexporten liegt bei gerade einmal 0,4%.

Quelle: Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD)

 

Weitere Informationen

Für Medienanfragen:

UNCTAD
Erica Meltzer
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Tel.:+41-22-907-5828/5365
erica.meltzer@unctad.org
Alessandra Vellucci
E-Mail:
Tel.:+41-22-907-5828/4641
alessandra.vellucci@unctad.org
Fax: +41-22-907-0043
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Tim Wall
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Laufey Löve
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Ketchum Communications
Gavin Power
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gavin.power@ketchum.com
Michele Markel
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michele.markel@ketchum.com
Fax: +1-646-935-4486

 

Herausgegeben von der UNO-Hauptabteilung Presse und Information - DPI/2190B.
Deutsche Übersetzung: Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNIC) Bonn. Mai 2001


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