Globaler
Anstoß zur Finanzierung der Zukunft
Vom 18. - 22. März 2002 wird sich ein Gipfeltreffen in
Monterrey, Mexiko, mit dem Aufbau einer stabilen und wohlhabenderen
Weltgemeinschaft befassen und Wege zur Armutsminderung und
zur Umsetzung anderer Ziele der Millenniumserklärung
aufzeigen.
Die
Internationale Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FfD)
erhielt von der UNO-Generalversammlung das Mandat, die internationale
Zusammenarbeit in sechs Bereichen zu fördern, die für
die weitere Stärkung der Wirtschaft in den Entwicklungs-
und Schwellen-ländern von besonderer Bedeutung sind.
Dabei geht es um:
-
Die
Mobilisierung heimischer Finanzmittel;
-
Die
Erhöhung privater Direktinvestitionen;
-
Die
Öffnung des Zugangs zu den Märkten und die Sicherstellung
gerechter Handelsbedingungen;
-
die
Verstärkung der offiziellen Entwicklungshilfe;
-
die
Lösung der Schuldenproblematik der Entwicklungsländer
und
-
die
Verbesserung der Kohärenz der globalen und regionalen
Finanzstrukturen sowie die Förderung einer gerechten
Vertretung der Entwicklungsländer bei der internationalen
Entscheidungsfindung.
Ohne
Fortschritte auf dem Gebiet der Finanzmittel sind die von
den 147 Staats- und Regierungschefs und 191 Nationen auf dem
Millenniumsgipfel einstimmig angenommenen Ziele - wie die
Halbierung der extremen Armut - in Gefahr, sagte UNO-Generalsekretär
Kofi Annan.
Die
Konferenz in Monterrey führt die Vereinten Nationen,
den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank, die
Welthandelsorganisation und Vertreter der Privatwirtschaft
sowie der Zivilgesellschaft zu einem gemeinsamen Entwicklungsfinanzierungsgipfel
zusammen, auf dem die Mitgliedstaaten auf hoher politischer
Ebene durch Finanzminister, Außenminister und auch Staatschefs
vertreten sein werden.
Warum
ist Monterrey so wichtig?
In
seiner Rede vor dem Vorbereitungsausschuss im Januar 2002
hat UNO-Generalsekretär Annan die Schlüsselbereiche
aufgezeigt, in denen Fortschritte erreicht werden sollen:
-
Unterstützung
der Ziele der Millenniumserklärung durch eine Umkehrung
des langfristigen Rückgangs der offiziellen Entwicklungshilfe
- falls möglich durch eine Verdoppelung der jährlichen
offiziellen Entwicklungshilfe (ODA) von 50 auf 100 Milliarden
US-Dollar innerhalb der nächsten zwei oder drei Jahre,
um die extreme Armut bis 2015 zu halbieren;
-
Stärkung
des Konsenses über die in den Entwicklungsländern
notwendige Politik zur Mobilisierung von Ressourcen, zur
Verbesserung heimischer Finanzinstitutionen und zur Anziehung
von ausländischer Direktinvestitionen;
-
Einigung
über eine umfassende internationale Konvention gegen
Korruption;
-
Weiterführung
der Ergebnisse von Doha, wo eine neue Tagesordnung für
die Handesverhandlungen beschlossen wurde;
-
Engagement
zur Umsetzung und Ausweitung der Initiative für hochverschuldete
arme Länder (HIPC) und für den Umgang mit der
Schuldenkrise in Ländern mit mittlerem Einkommen, wobei
neue Wege zur Lösung der Schuldenkrisen souveräner
Staaten gefunden werden sollen; und
-
Erweiterung
der Vertretung der Entwicklungsländer im globalen Wirtschaftsmanagement.
Insgesamt
bietet Monterrey den Staats- und Regierungschefs die Gelegenheit,
Vereinbarungen über Entwicklungspolitik zu treffen, ihr
Engagement für Entwicklung zu zeigen und das Ziel der
Armutsminderung der Millenniumserklärung zu erreichen.
* * * * *
Weitere Informationen erhalten Sie bei der UNO-Hauptabteilung
Presse und Information:
Tim Wall - Tel. +1-212 963-5851, E-Mail: wallt@un.org
oder
Nick Snyder - Tel. +1-212 963-4382, E-Mail: snydern@un.org.
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