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Das
Problem Es gibt mehr als genug Nahrung für die gesamte Weltbevölkerung . Allerdings sind mehr als eine Milliarde Menschen für ihren Unterhalt und ihr Einkommen von der eigenen Ernte abhängig. Wenn diese ausfällt, dann ist kein Geld vorhanden, um andere Lebensmittel zu kaufen. In der Tat geht in vielen ländlichen Regionen, in denen 70 Prozent der ärmsten 1,2 Milliarden Menschen leben und arbeiten, die landwirtschaftliche Produktivität zurück. Schuld daran ist die abnehmende Bodenqualität, von der weltweit mehr als zwei Drittel des nutzbaren Landes, das bewirtschaftet werden kann, betroffen sind. In vielen Fällen zwingt die sinkende landwirtschaftliche Produktivität die Menschen dazu, auf Waldbestände, Grünland und Feuchtgebiete auszuweichen, was zur weiteren Verschlechterung der Umwelt und zu mehr Armut führt. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität zu einem unverzichtbaren Ziel der nachhaltigen Entwicklung erklärt, um die Armut zu reduzieren und mehr Gewicht auf die Umwelt zu legen. Er fordert die Teilnehmer des Johannesburg-Gipfels auf, sich verstärkt auf die anhaltende Verschlechterung der Bodenqualität zu konzentrieren, die er als einen von fünf wesentlichen Schlüsselbereichen ausmacht, in dem greifbare Resultate erzielt werden können und müssen. Zusätzlich zu den Problemen, die durch Klimawandel, anhaltende Dürre und Überflutung verursacht werden, tragen zahlreiche andere Faktoren, die zu einer nicht nachhaltigen Nutzung von Land und damit auch zur Armut bei. Die Ärmsten haben keinen Zugang zu Landbesitz und der Nutzung von Gemeinschaftseigentum an natürlichen Ressourcen wie Weiden, Flüssen und Wäldern. Die Probleme der Landwirtschaft werden auf nationaler Ebene in den Entwicklungsländern noch verschärft. Die Forderung nach Handelsliberalisierung hat viele Entwicklungsländer dazu veranlasst, ihre Zölle zu senken und damit ihren Markt für neue und billige Importe zu öffnen. Zur gleichen Zeit machen es hohe Zölle und Subventionen an Landwirte in den Industriestaaten den Entwicklungsländern unmöglich, mit ihren Produkten auf den Märkten der Industrieländer in Wettbewerb zu treten. Pflanzliche genetische Ressourcen sind erforderlich, um die Sicherheit der Landwirtschaft und Ernährung zu gewährleisten. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wurden im Lauf der Menschheitsgeschichte mehr als 7.000 Arten genutzt. Heute müssen 120 Pflanzenarten für 90 Prozent der Nahrung sorgen. Ein großer Teil der biologischen Vielfalt dieser Anbaupflanzen ging im 20. Jahrhundert verloren. Das Internationale Abkommen über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft wurde im November 2001 verabschiedet. Darin wird die Bewahrung pflanzengenetischer Ressourcen, ihr nachhaltiger Gebrauch und die faire und gerechte Aufteilung der daraus resultierenden Gewinne gefordert. Dieser verbindliche internationale Vertrag sichert die Rechte der Landwirte und schafft ein multilaterales System für den Austausch genetischer Ressourcen von 64 Nutz- und Futterpflanzen, die für die globale Ernährungssicherheit von besonderer Bedeutung sind. Wichtige
Daten
Was
getan werden muss Der finanzielle Nutzen, den eine Verringerung der Zahlder Hungernden und ihre höhere Produktivität bringen könnte, wird von der FAO auf 120 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt. Aber nur 24 Milliarden US-Dollar wären notwendig, um die Anzahl der Hungernden weltweit um die Hälfte zu reduzieren. Dieser Betrag müsste in Form von öffentlichen Investitionen für die integrierte Boden- und Wassernutzung, das Management der marinen und forstwirtschaftlichen Ökosysteme und den Schutz der Artenvielfalt eingesetzt werden. Die Konvention der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung - ein Ergebnis des Erdgipfels von 1992 - soll Maßnahmen zur Bekämpfung der Wüstenbildung koordinieren, hat aber bislang keine ausreichenden Mittel für die Umsetzung dieser Vorhaben erhalten. Nach einem Vorschlag, der auf dem Johannesburg-Gipfel zur Diskussion steht, soll die Globale Umweltfazilität die Durchführung dieser Konvention finanzieren. Herausgegeben
von der Hauptabteilung Presse und Information der Vereinten Nationen.
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