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Das Problem Nachhaltige Entwicklung ist ohne eine gesunde Gesellschaft nicht möglich - aber noch immer wirken sich die meisten Entwicklungsaktivitäten auf die Umwelt aus, die ihrerseits Gesundheitsprobleme verursachen oder verschlimmern kann. Schlechte Gesundheit und Krankheiten sind teuer. HIV/Aids hat Millionen Menschen in ihren produktivsten Jahren umgebracht, während die Wasser- und Luftverschmutzung weiterhin Millionen Menschen das Leben kostet, besonders in den Entwicklungsländern. Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Gro Harlem Brundtland, macht darauf aufmerksam, dass eine Verbreitung des HI-Virus unter zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung keine Seltenheit mehr ist und zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um fast ein Prozent pro Jahr führen kann. Tuberkulose, die durch eine HIV-Infektion verschlimmert wird, sorgt in armen Gesellschaften für Mindereinnahmen von 12 Milliarden US-Dollar, betont Brundtland. Afrikas Bruttoinlandsprodukt könnte um mehr als 100 Milliarden US-Dollar höher liegen, wäre Malaria bereits vor 30 Jahren besiegt worden. Wichtige
Daten
Was
getan werden muss Auf dem Millenniumsgipfel
der Vereinten Nationen im September 2000 stimmten die Mitgliedsstaaten
überein, zahlreiche Probleme anzugehen, von denen viele direkt
mit dem Thema Gesundheit zu tun haben. Die Regierungen einigten sich
darauf, bis zum Jahr 2015 folgende Maßnahmen zu ergreifen:
Nach Angaben des Ausschusses für Makroökonomie und Gesundheit, der von der WHO gegründet wurde und die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und wirtschaftlicher Entwicklung untersucht, retten Investitionen in die Gesundheitsvorsorge nicht nur Leben, sondern führen auch zu klaren und messbaren finanziellen Gewinnen. Gezielte Ausgaben von 66 Milliarden US-Dollar pro Jahr bis 2015 könnten bis zu acht Millionen Menschen das Leben retten und für einen sechsfachen wirtschaftlichen Gewinn sorgen. Das wären mehr als 360 Milliarden US-Dollar pro Jahr bis zum Jahr 2020. So stehen folgende
Gesundheitsvorschläge auf dem Johannesburg-Gipfel zur Diskussion:
die Integration von Gesundheitsfragen in die Politik und Programme
zur nachhaltigen Entwicklung, die Förderung der grundlegenden
Gesundheitsfürsorge; weitere Bemühungen zur Ausrottung von
Malaria, Tuberkulose, Denguefieber und andere Leiden auf umweltfreundliche
Art; die Verringerung der Gesundheitsauswirkungen traditioneller Koch-
und Heizmethoden, die Verwendung sauberer Brennstoffe, die Verbesserung
des Zugangs zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen, die Unterstützung
des Kampfes gegen HIV/Aids und die Sicherstellung des Rechts auf geistiges
Eigentum für Kenntnisse der traditionellen Medizin. Herausgegeben
von der Hauptabteilung Presse und Information der Vereinten Nationen.
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