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Das
Problem 1,2 Milliarden Menschen leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung muss mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag auskommen. Mit wenig Wahlmöglichkeiten oder Chancen sind diese Menschen oft zu einem Leben in Hunger, Krankheit, Analphabetentum, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit verdammt. Nur allzu oft haben sie keinen Zugang zu Essen, sauberem Trinkwasser, Abwasserentsorgung, Bildung, Gesundheitsfürsorge oder zur modernen Energieversorgung. Auf dem Millenniumsgipfel im September 2000 haben 147 Staats- und Regierungschefs und 191 Staaten die Millenniumserklärung angenommen, die konkrete Ziele für die Entwicklung und die Beseitigung von Armut gesetzt hat. Bis 2015 soll:
Wichtige
Daten Während auch in den Industriestaaten eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Menschen in Armut lebt, finden sich die meisten in extremer Armut lebenden Menschen in den Entwicklungsländern. Von den 4,6 Milliarden Einwohnern der Entwicklungsländer
Was
getan werden muss Fortschritt ist möglich. Es ist bereits gelungen, die Lebenserwartung weltweit von 60 auf 70 Jahre anzuheben; die Kindersterblichkeit ist von 100 auf 50 je tausend Lebendgeburten gesunken; die Zahl unterernährter Menschen sank von etwa 900 Millionen auf etwa 800 Millionen; und die Alphabetisierungsrate bei Erwachsenen ist von etwas über 60 Prozent auf fast 80 Prozent gestiegen. Innerhalb der letzten 30 Jahre ist der Anteil ländlicher Familien in Entwicklungsländern mit Zugang zu sauberem Trinkwasser um mehr als das Fünffache gestiegen und die Verwendung von Verhütungsmitteln wird in den Entwicklungsländern zu fast 50 Prozent praktiziert. Durch Handel, Investitionen und Reformen in anderen Bereichen, wie Finanzwesen, Verwaltung, Infrastruktur und Rechtssystemen, haben Länder, die sich erfolgreich in die Weltwirtschaft integrieren konnten, in den 90er Jahren einen Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens um 5 Prozent pro Jahr ereicht. Das Wachstum in Ländern wie China, Indien, Uganda oder Vietnam hat zu einer generellen Verringerung der Armutsrate weltweit geführt. In den 90er Jahren konnte China die Zahl der Menschen in extremer Armut von 360 Millionen auf 210 Millionen senken. In Uganda ging die Armutsrate um 40 Prozent, in Vietnam um die Hälfte zurück. Viele Entwicklungsländer sorgen bereits für eine umfassende Grundbildung für Jungen und Mädchen, oder sind dabei, diese einzurichten. Mehr als 60 Prozent aller Menschen leben in 43 Ländern, die die Zahl hungernder Menschen bereits halbiert haben oder auf bestem Weg dazu sind. Trotz dieser Fortschritte nimmt die Armut in der Welt weiter zu. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Geberstaaten aufgerufen, ihre derzeitige Finanzhilfe fast zu verdoppeln, um die Ziele des Millenniumsgipfels zu erfüllen. In einem Bericht von Januar 2002 kam die Weltbank zu ähnlichen Ergebnissen, nämlich dass zusätzliche Entwicklungshilfe von 40 bis 60 Milliarden US-Dollar jährlich nötig sei, um diese Ziele zu erreichen. Weltbankpräsident James Wolfensohn sagte, dies sei fast eine Verdoppelung der derzeitigen Finanzhilfen auf etwa 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Industriestaaten - was allerdings noch immer unterhalb des 0,7 Prozent-Ziels liegt, das von den Staats- und Regierungschefs vor Jahren vereinbart wurde. Als Reaktion auf
diese Aufrufe der Vereinten Nationen und anderer Organisationen haben
die Staats- und Regierungschefs auf der Internationalen Konferenz
für Entwicklungsfinanzierung in Monterrey, Mexiko, im März
2002 zusätzlich 12 Milliarden US-Dollar Entwicklungshilfe pro
Jahr bis 2006 zugesagt. Obwohl die tatsächlichen Zusagen noch
nicht die erforderliche Höhe erreicht haben, konnten sie doch
den Trend der rückläufigen Entwicklungshilfe brechen. Wenn
die Forderungen nach Haftung und Verantwortlichkeit sowie nach guten
konkreten Ergebnissen erfüllt werden, könnten die Geberländer
durchaus zu höheren Beitragsleistungen motiviert werden. Wie
weitere Mittel aufgebracht werden können und wie die Entwicklungshilfe
am besten eingesetzt werden kann, um nachhaltige Entwicklung zu erreichen,
damit muss sich der Johannesburg-Gipfel besonders auseinandersetzen. Herausgegeben
von der Hauptabteilung Presse und Information der Vereinten Nationen.
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