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Das
Problem In so gut wie jeder Hinsicht sind die Entwicklungsbemühungen in Afrika hinter denen in allen anderen Regionen zurückgeblieben. Beim Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen kamen die Regierungen überein, der Armutsbekämpfung und Förderung nachhaltiger Entwicklung in Afrika besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Obwohl in absoluten Zahlen mehr arme Menschen in Südasien leben, ist der Anteil der Menschen, die in Armut leben, in Afrika südlich der Sahara weltweit am höchsten - fast die Hälfte aller Afrikaner lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Die Probleme Afrikas sind nicht wirksam angegangen worden und haben in den letzten zwei Jahrzehnten sogar noch zugenommen. In den 90er Jahren konnten die meisten Regionen der Welt ein Wirtschaftswachstum verzeichnen, die afrikanischen Länder - mit einigen Ausnahmen - allerdings nicht. Afrikas Anteil am Welthandel blieb von der Globalisierung unberührt und ist unbedeutend und rückläufig. In vielen afrikanischen Ländern herrschen nach wie vor schwere Konflikte, HIV/Aids hat verheerende Auswirkungen, die Verödung landwirtschaftlicher Nutzflächen und die Abholzung schreiten weiter voran. Zur gleichen Zeit geht auch die internationale Hilfe für Afrika zurück. Neue afrikanische Initiativen wollen diese Tendenzen umkehren und einen neuen Kurs der Entwicklung einschlagen. Dafür ist die Hilfe der internationalen Gemeinschaft unerlässlich. Nachhaltige Entwicklung bedeutet auch die Einsicht, dass Armut und Umweltzerstörung in einer Region der Welt auch Probleme für den Rest der Welt mit sich bringen. Bei den Verhandlungen für den Johannesburg-Gipfel drängten die afrikanischen Regierungen daher darauf, dass sich die Beschlüsse des Gipfels direkt mit den Belangen des Kontinents befassen sollen. Wichtige
Daten
Was
getan werden muss In den vergangenen drei Jahren ist eine neue afrikanische Initiative entstanden, die von den Präsidenten Südafrikas, Nigerias, Algeriens, Senegals und Ägyptens angeführt wird. Diese Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD) zielt auf die Minderung der Armut ab und soll die Länder, einzeln und kollektiv, auf den Weg des nachhaltigen Wachstums und der Entwicklung bringen. Sie soll die Marginalisierung Afrikas im Globalisierungsprozess beseitigen, Frieden, Sicherheit und Stabilität wiederherstellen und die Rolle der Frauen in allen Aktivitäten fördern. Die afrikanischen Regierungen haben ihre Hoffnung geäußert, dass der Gipfel in Johannesburg, vor allem da er in Afrika stattfindet, die Unterstützung für NEPAD maßgeblich beschleunigen kann, vor allem durch Anreize für finanzielle Ressourcen und technologische Partnerschaften und Hilfen für die Bildung von Humankapital und die Stärkung von Institutionen. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat in seinem Bericht über die Umsetzung der Agenda 21, ebenso wie der Vorsitzende der Vorbereitungskommission für die Konferenz, Dr. Emil Salim, folgende wesentliche Bereiche der nachhaltigen Entwicklung in Afrika genannt, auf die die Beschlüsse des Gipfels ausgerichtet sein sollen:
Im Oktober 2001 stimmten die afrikanischen Minister auf einem regionalen Vorbereitungstreffen für Johannesburg überein, dass für die Erreichung der Ziele im Bereich Entwicklung und Armutsminderung gute Regierungsführung auf nationaler und internationaler Ebene, sowie Transparenz der Finanz-, Währungs- und Handelssysteme erforderlich sind. Außerdem betonten die Minister die entscheidende Rolle eines offenen und nicht diskriminierenden multilateralen Handels- und Finanzsystem, das auf gerechten Regeln beruht und berechenbar ist. Herausgegeben
von der Hauptabteilung Presse und Information der Vereinten Nationen.
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