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Nicolas Lucas, ein Maya-Priester, ist ein bemerkenswerter
Mann. Nicolas hat seine Familie während des verheerenden 36-jährigen
Konfliktes in Guatemala verloren, bei dem mehr als 200.000 Menschen
getötet wurden oder verschwunden sind. Aber trotz dieser
persönlichen Tragödie und der Tatsache, dass Maya-Priester
verfolgt wurden, hat Nicolas niemals aufgehört, seine Religion
auszuüben.
Auch jetzt, in seinen 60ern, steht Nicolas
jeden Tag um fünf Uhr früh auf, um zu beten, bevor er zur
Arbeit geht. Und um zwei Uhr morgens steigt er manchmal auf einen Berg
zu einer Höhle, in der Maya-Zeremonien durchgeführt werden.
1994 setzte die UN-Überprüfungsmission
in Guatemala (MINUGUA)
Menschenrechtsbeobachter, Rechtsexperten, Eingeborenenexperten und Polizei
im ganzen Land ein - auch in den abgelegensten Gegenden - um dazu beizutragen,
die politische Gewalt, die Guatemala quälte, zu beenden. Der längste
Konflikt in Lateinamerika endete schließlich im Dezember 1996,
als die Regierung und die Unidad Revolucionara Nacional Guatemalteca
(URNG) ein Friedensabkommen unterzeichneten.
Die UNO arbeitet heutzutage immer noch daran,
die Rechte aller Gualtemateken zu schützen, einschließlich
der Indigenen wie Nicolas. MINUGUA beobachtet die Einhaltung des Friedensabkommens
und brachte Maya-Organisationen und die Regierung zusammen, um die Verwaltung
von heiligen Orten zu diskutieren und sich mit dem Recht der Mayas zur
Religionsausübung und der Rolle der Regierung bei der Beendigung
der Diskriminierung auseinander zu setzen.
Eingeborene in der ganzen Welt haben bereits
früher darum gekämpft, dass ihre Anliegen von der Regierung
und der internationalen Gemeinschaft beachtet werden. Nun können
Vertreter indigener Völker erstmals im Namen ihrer Leute auf einem
neuen Ständigen Forum der Vereinten Nationen für die Interessen
indigener Völker sprechen.
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Francis Leute erholen sich
Foto:
UN
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