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Wer wird sich um Nakyeyune kümmern?
Ein Verwandter umarmt die bekümmerte Nakyeyune Sanyu, eines von fünf Kindern, das durch den Tod seiner Mutter an Aids verwaist ist, bei einem traurigen Treffen in dem Dorf Kalungi in Uganda.

Die Dorfältesten müssen in einer Routinesitzung, die mit unerbittlicher Regelmäßigkeit durchgeführt wird, entscheiden, wer sich um die sechsjährige Nakyeyune und ihre zwei Brüder und zwei Schwestern, die zwischen 12 Jahren und sech Monate alt sind, kümmern soll. An den Tagen gleich nach der Beerdigung hat sie eine Großmutter, Placseda Nabukalu, zu sich genommen.

Für Nakyeyune geht es um sehr viel. Obwohl Uganda einen Handlungsplan für Aids ausgearbeitet und eingeführt hat, zeigen Studien, dass nach dem Tod von einem oder beiden Elternteilen die Chance ihrer Kinder zur Schule zu gehen halbiert ist, und dass sie ein größeres Risiko der Unterernährung und Wachstumsstörungen aufweisen.

Die Epidemie wirkt sich in Afrika südlich der Sahara verheerend aus, wo 95 Prozent der 13,2 Millionen Aidswaisen der Welt leben. Uganda allein hat 1,9 Millionen solcher Waisen - 10 Prozent der Bevölkerung. Ein Viertel aller Familien kümmert sich um ein Kind, das durch Aids verwaist ist, eine erschreckende Herausforderung für die größtenteils arme ländliche Bevölkerung des Landes.


Eine Einrichtung der Vereinten Nationen - der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) - arbeitet mit Partnern zusammen, um diesen Adoptivfamilien beim Aufbau einer besseren Zukunft zu helfen. IFAD's Erfahrungen mit Kleinkrediten und Finanzmittel des Belgischen Überlebensfonds unterstützen den Ugandischen Frauendienst zur Rettung von Waisen (UWESSO), eine kleine, aber effektive Basis-Organisation.

Mit ihrem Spar- und Kreditprogramm gibt UWESO alleinstehenden und Adoptiv-Pflegeeltern die Möglichkeit, ihr Einkommen zu verbessern und für die verwaisten Kinder zur Verfügung zu stehen. Seit 1996 hat dieses Programm rund 11.500 Kleinkredite in der Höhe von 20 bis 500 US-Dollar vergeben, 97 Prozent davon an Frauen.

UNAIDS, eine Partnerschaft von UNO-Einrichtungen, führt den weltweiten Kampf zur Beendigung der Verbreitung von HIV und Aids an.

Die Vereinten Nationen hielten im Juni 2001 eine Sondertagung der UNO-Generalversammlung ab, um die Aufmerksamkeit der politischen Führung der Länder auf das Problem zu richten und Ressourcen für den Kampf gegen die Aids-Epidemie zu mobilisieren.


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Foto: UN