Montag, 27 April 2015
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: UN fordert EU-Rettungsmissionen

Flüchtlingskatastrophe, LampedusaDas Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat angesichts des Schiffsunglücks im Mittelmeer verstärkte Maßnahmen gefordert, um weitere Katastrophen zu verhindern. „Wir brauchen dringend mehr Seenotrettungsmissionen und legale Routen, um nach Europa zu gelangen", teilte UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, mit. Die Europäische Union spiele eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Ursachen des Flüchtlingsproblems.

Am 18. April war ein Flüchtlingsboot mit mehr als 700 Menschen an Bord, zwischen der libyschen Küste und der italienischen Insel Lampedusa, gekentert. Nach UN-Informationen handelt es sich um das „schlimmste Massensterben, das es jemals im Mittelmeer gegeben hat."

Italiens und Maltas Marine suchen am Unglücksort nach Überlebenden. Dennoch konnten laut UN-Angaben bislang nur 50 der rund 700 vermissten Flüchtlinge gerettet werden. UN-Berichten zufolge sind 2015 bereits 31.500 Migranten nach Italien und Griechenland geflohen. 1600 Menschen sind allein in diesem Jahr bei dem Versuch gestorben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

„Globale Ziele werden globale Realität“: Ban Ki-moon wirbt für Klimaschutz

Earth Day concert, Ban Ki-moonUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat 2015 zum Jahr des weltweiten Klimaschutzes erklärt. Beim jährlichen Earth Day Konzert in Washington D.C., bei dem Musiker wie Usher, No Doubt und Mary J. Blige auftraten, forderte Ban die Zuschauer auf, sich für Diversität und Entwicklung einzusetzen. „Diese Generation hat die Kraft, etwas zu verändern", betonte Ban Ki-moon.

Der Appell des UN-Generalsekretärs läuft parallel zum Start der Post-2015-Entwicklungsagenda und der neuen Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs), mit denen Armut und Klimawandel bekämpft werden sollen.

Ban Ki-moon fordert sofortige Waffenruhe im Jemen

Jemen, Ban Ki-moonUN-Generalsekretär Ban hat auf die zunehmend ernste Lage im Jemen hingeweisen und eine führende Rolle der UN gefordert, um den Konflikt zu lösen. "Die Nahrungsmittelunsicherheit ist höher als in den ärmsten Teilen Afrikas. Der Krieg im Jemen bedroht die Stabilität der Region, unter UN-Leitung geführte Verhandlungen sind der Weg aus der Krise", betonte er in einer Rede in Washington.

Hunderte Menschen wurden in dem Konflikt bereits getötet. Ein Drittel der Kämpfer sind laut UNICEF-Angaben Kinder. Es gibt mindestens 150.000 Flüchtlinge. Das Flüchtlingscamp in Jarmuk, in dem die Menschen zwischen syrischen Regierungstruppen und Extremisten gefangen sind, ist besonders betroffen.

Bei Treffen mit US-Regierungsvertretern sprach der UN-Generalsekretär auch über die Arbeit der Vereinten Nationen in anderen Bereichen und lobte den Fortschritt im Kampf gegen Ebola, Armut und Klimawandel.

Mali: Anschlag auf UN-Basis

Mali, Ansongo, Gao, UN Stabilization Mission in Mali (MINUSMA)Bei einem Selbstmordanschlag auf UN-Truppen im Norden Malis sind drei Zivilisten getötet und neun UN-Soldaten verletzt worden.

Gestern war ein Kleintransporter am Eingang des Stützpunktes der UN-Militärmission (MINUSMA) in Ansongo, in der Gao-Region, explodiert. Die UN verurteilte die Attacke als "feige und abscheuliche" Tat.

„Der Anschlag wird die UN-Truppen nicht von ihrem Ziel abbringen, für Frieden und Sicherheit im Land zu sorgen", so der Leiter der UN-Militärmission Mongi Hamdi.

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