Montag, 25 September 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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​Demokratische Volksrepublik Korea​ : Sicherheitsrat verabschiedet bisher strengste Resolution

731860 DPRK12. September 2017 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig beschlossen schärfere Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) zu verhängen. Dabei werden Einschränkungen im Ölexport durchgesetzt​, Textilimporte des Landes und der Zugang zu Flüssiggasen verboten und Frachtschiffe ​i​n Häfen strenger kontrolliert. In dem bewilligten Text strebt der 15-köpfige Rat an, ab Oktober raffinierte Erdölprodukte auf bis zu 500.000 Barrel zu begrenzen, ab Januar auf bis zu 2 Millionen Barrel pro Jahr . Die Beschränkung gilt für ein ​Jahr. Außerdem richtet sich die Resolution gegen Bürger der DVRK, die außerhalb des Landes arbeiten und die „ausländische Exporteinnahmen erzeugen, die die DVRK zur Unterstützung ihrer verbotenen nuklearen und ballistischen Raketenprogramme einsetzt." Die Resolution folgt auf den am 3. September durchgeführten Atomtest, den der Sicherheitsrat verurteilte und die damit verbundene Verletzung von acht Beschlüssen aus dem Jahr 2006, die "große regionale Sicherheitsimplikationen" haben könnten.

270.​000 Flüchtlinge von Myanmar nach Bangladesch: UN erhöht Notmaßnahmen

Myanmar CoxBazar Rohingya UDie UN-Migrationsagentur hat heute bestätigt, dass 270.​000 Menschen in den vergangenen zwei Wochen vor Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflohen sind. Die Zahl der Neuankömmlinge in Bangladesch steigt stetig.
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) erklärt, dass die Geflüchteten bei ihrer Ankunft nach einem Platz in den bestehenden Noteinrichtungen Ausschau halten, allerdings seien die Kapazitäten dieser Einrichtungen schon ausgeschöpft. Drei neue Camps wurden deshalb errichtet, die Ausstattung dieser Zentren ist allerdings noch mangelhaft.
Der Zentrale Fonds​ für die Reaktion auf Notsituationen CERF verkündete gestern, ​sieben​ Millionen Dollar für die Hilfe der ​t​ausenden mittelosen Menschen aus Myanmar in Bangladesch zur Verfügung zu stellen.

UN leistet Hilfe nach Wirbelstürmen

Die Organisationen der Vereinten Nationen unterstützen Hilfskräfte im Zuge des Hurrikans Irma, der bereits auf Antigua und Barbuda und anderen karibischen Inseln verheerend war und nun Kurs auf die Vereinigten Staaten nimmt.

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Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat Irma, ein Sturm der Kategorie 5, in den frühen Morgenstunden des 6. September die nordöstlichen karibischen Inseln erreicht; betroffen sind Antigua und Barbuda, Anguilla, die Britischen Jungferninseln, Saint-Barthélemy, St. Martin, die Amerikanischen Jungferninseln und weitere Inseln im östlichen Karibischen Meer.

Etwa 49 Millionen Menschen, darunter mehr als 10,5 Millionen Kinder, könnten direkt vom Kurs des Wirbelsturms betroffen sein. Der neue UN-Nothilfe-Koordinator Mark Lowcock betonte: "Schon bevor der Sturm die Karibikinseln erreichte haben die humanitären Organisationen Vorkehrungen getroffen, um nationale und regionale Hilfsmaßnahmen vor Ort zu unterstützen." Erste Schätzungen deuten darauf hin, dass schon 74.000 Menschen –  darunter 20.000 Kinder –  von den Schäden des Hurrikan betroffen sind.

Lokale Behörden erklärten, Kommunikationsnetze seien in vielen betroffenen Gebieten entweder ganz oder teilweise beschädigt. Straßen, Brücken, Krankenhäuser und Schulen sind ebenfalls unterschiedlich stark von den Sturmschäden betroffen.

Gestern bestätigte das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP), dass es mehrere Experten in die Krisengebiete schickt, um die Bevölkerung bei den Wiederaufbaumaßnahmen zu unterstützen."Der Hurrikan könnte die Lebensgrundlage der Menschen direkt beeinflussen und überlebenswichtige Aktivitäten der Menschen, Gemeinden und Länder stark beeinträchtigen; so z.B. die Landwirtschaft, das Fischereigewerbe sowie kleine und mittlere Unternehmen", sagte Jessica Faieta, UNDP Regionaldirektorin für Lateinamerika und die Karibik.

Vor ​Hurrikan Irma: ​UNICEF legt ​Vorräte ​an und schafft Kommunikationswege zu Jugendlichen

697656 hurricane7. September 2017 – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat davor gewarnt , dass Hurrikan Irma innerhalb weniger Stunden verheerende Schäden auf den karibischen Inseln anrichten und die Leben tausender Kinder bedrohen könne. „Obwohl sich die Ausmaße Irmas in der Region noch nicht vollständig abzeichnen, liegt die Sorge von UNICEF hauptsächlich auf der Wasser- und Nahrungsversorgung, sowie auf der gesundheitlichen Versorgung und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen“, hieß es in einer Stellungnahme von UNICEF. Die UNICEF​-Büros in der Region haben ​mit der Notfall​planung begonnen und arbeiten mit den Regierungen zahlreicher kar​i​bischer Inseln zusammen, darunter Antigua und Barbuda, der Dominikanischen Republik, Haiti und Kuba. Vorräte an Trinkwasser, unverderblichen Lebensmitteln und Medikamenten, sowie Notfallpakete stehen in den am stärksten betroffenen Gebieten zur Verteilung bereit. ​UNICEF hat auch seine "U-Report"-Plattform aktiviert, mit der dringende Mitteilungen über Facebook und andere soziale Kanäle ausgetauscht werden können.

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