Dienstag, 31 März 2015
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Sonderberichterstatter Shaheed besorgt über Todesstrafe im Iran

UN-Sonderberichterstatter für den Iran Ahmed Shaheed UN-Sonderberichterstatter Ahmed Shaheed ist beunruhigt über die Menschenrechtslage im Iran. Auch seit der Wahl des reformorientierten Präsidenten Hassan Ruhani vor zwei Jahren habe sich die Situation weiter verschlechtert, so Shaheed.

Insbesondere die häufige Vollstreckung der Todesstrafe gebe Anlass zur Sorge. In diesem Jahr wurden bereits 252 Menschen hingerichtet, im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 753 - darunter 25 Frauen und 13 Minderjährige. Dies sei die höchste Hinrichtungszahl seit 13 Jahren gewesen. Der Iran bleibe damit das Land mit den meisten Exekutionen pro Einwohner.

Dies sei umso besorgniserregender, als die meisten Todesurteile für Drogendelikte oder Vergehen wie Ehebruch, Sodomie und "vage formulierte Verstöße gegen die nationale Sicherheit" verhängt würden, sagte Shaheed. Er rief Teheran zu einem Moratorium für die Todesstrafe auf.

Eine UN-Playlist, die glücklich macht

Ban Ki-moon mit David Guetta (li.) im Jahr 2013Musik hat die Macht, Glück zu verbreiten und die Hoffnung auf ein besseres Morgen zu nähren.

Sonderbotschafter der Vereinten Nationen haben jetzt gemeinsam mit internationalen Künstlern - darunter David Guetta (auf dem Foto li. im Jahr 2013), Ed Sheeran, John Legend und James Blunt - eine Playlist erstellt, die am dem Internationalen Tag des Glücks (20. März) vorgestellt werden soll. Unter dem Hashtag #‎HappySoundsLike‬ kann auf Twitter und Facebook der persönliche "Glücks-Soundtrack" gewählt werden.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, erklärte: "Die Vereinten Nationen freuen sich, das Bewusstsein für den Internationalen Tag des Glücks zu steigern. An diesem Tag werden wir die internationale Sprache der Musik verwenden, um unsere Solidarität mit den Millionen Menschen auf der Welt zu zeigen, die unter Armut, Menschenrechtsverletzungen, humanitären Krisen, den Auswirkungen der Umweltzerstörung sowie dem Klimawandel leiden."

Der Internationale Tag des Glücks wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2012 eingeführt.

Ban Ki-moon: Frieden in Syrien ist eine "gemeinsame Pflicht"

ban Ki-moon verabschiedet sich von UN-Mitarbeitern in SyrienBan Ki-moon hat die Arbeit der UNO in der Syrienkrise gegen die Kritik von internationalen Hilfsorganisationen verteidigt.

"Die Vereinten Nationen liefern den Menschen in Syrien weiterhin jeden Tag lebensrettende Unterstützung", so der UN-Generalsekretär.

Noch im März werde er eine Geldgeber-Konferenz in Kuwait leiten. Der Syrien-Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Staffan de Mistura, arbeite zudem unermüdlich an einer Einstellung des Gebrauchs schwerer Waffen.

Auch der Sicherheitsrat habe "in der Vergangenheit bewiesen, dass er in der Lage ist, gegen den Einsatz chemischer Waffen vorzugehen und Nothilfe-Lieferungen an die sehr gefährdeten Syrer zu erzwingen."

Der UN-Chef mahnte aber auch, die gemeinsamen Anstrengungen fortzusetzen und noch auszuweiten. "Die Menschen in Syrien fühlen sich von der Welt immer mehr allein gelassen - jetzt, wenn sie das fünfte Jahr eines Krieges erreichen, der ihr Land in Stücke gerissen hat."

Ban Ki-moon appellierte erneut an den Sicherheitsrat und die Weltgemeinschaft, sich verstärkt für den Frieden in Syrien einzusetzen. "Wir können dieser gemeinsamen Pflicht nicht ausweichen."

Ban Ki-moon unterstützt Friedensvertrag von Bamako

Seit 2012 herrscht Chaos in MaliUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte am Wochenende verschiedene Rebellengruppen in Mali gedrängt, sich einem von Algerien vermittelten Friedensabkommen anzuschließen.

Am Mittwoch (11.3.2015) sind Hunderte Rebellenvertreter aus verschiedenen Landesteilen zusammengekommen und beraten über den möglichen Friedensvertrag mit der malischen Regierung.

Das Abkommen könnte einen Meilenstein in dem jahrelangen Konflikt darstellen. Nach einem Militärputsch im März 2012 war Mali ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden des Landes zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die Blauhelm-Mission Minusma.

Der nach monatelangen Verhandlungen von Algerien vermittelte Friedensvertrag soll jetzt einen Ausgleich zwischen den widerstreitenden Interessen der Regierung in Bamako und den Autonomiebestrebungen der Gruppen schaffen.

Aus Mauretanien, Niger, Libyen und Algerien reisten rund 200 Rebellen in die Stadt Kidal, die meisten von ihnen waren Tuareg, wie deutsche Nachrichtenagenturen melden. Die Gespräche dauern an – es wird erwartet, dass sie sich über mehrere Tage hinziehen. Gruppen, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet sind, waren von den Verhandlungen ausgeschlossen.

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