Bei einem Angriff in der Demokratischen Republik Kongo ist ein UN-Blauhelmsoldat getötet worden. Der pakistanische Soldat starb nach Angaben der Vereinten Nationen am Dienstag bei einem Hinterhalt in der Provinz Südkiwu. Unbekannte hätten einen Militärkonvoi der UN-Mission für den Kongo (Monusco) angegriffen. UN-Sprecher Martin Nesirky sagte in New York, der Zwischenfall habe in Südkiwu stattgefunden. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Angriff. Die Tötung von Blauhelmsoldaten sei ein Kriegsverbrechen und werde vom Internationalen Straftgerichtshof in Den Haag verfolgt. Ban forderte die Regierung des Kongo auf, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Die UN-Friedensmission im Kongo habe eigene Ermittlungen aufgenommen, fügte Nesirky hinzu.

Der Vorsitzende der Internationalen Untersuchungskommission zu Menschenrechtsverletzungen in Syrien, Paulo Sergio Pinheiro, hat klargestellt, dass seine Kommission bisher „keine abschließenden Erkenntnisse“ bezüglich eines möglichen Einsatzes von Chemiewaffen seitens einer der Konfliktparteien in Syrien habe. Man sei daher derzeit auch nicht in der Lage, etwaige Anschuldigungen weiter zu kommentieren. Am 3. Juni wird die Kommission dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf ihren Bericht vorlegen.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat tief besorgt auf Berichte über israelische Luftangriffe auf Ziele in Syrien reagiert. Er rief alle Seiten zu höchstmöglicher Ruhe und Zurückhaltung auf, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Gleichzeitig betonte Ban in dem von seinem Sprecher verbreiteten Statement, dass den Vereinten Nationen keine näheren Einzelheiten zu den berichteten Ereignissen zur Verfügung stehen und man daher nicht unabhängig überprüfen könne, was genau passiert sei. Eine Reihe von Bombardements hatten am Sonntagmorgen Randbezirke von Damaskus erschüttert. Medienberichten zufolge hatten israelische Kampfflugzeuge ein militärisches Entwicklungszentrum in der syrischen Hauptstadt angegriffen.
Das Ausmaß der Hungersnöte in Somalia in den vergangenen beiden Jahren ist weitaus größer, als bislang vermutet wurde. Zwischen Oktober 2010 und April 2012 seien in dem Land am Horn von Afrika fast 260.000 Menschen gestorben, mehr als die Hälfte davon waren Kinder, heißt es in einem Bericht der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und der US-Organisation FEWS NET. In dem Bericht heißt es, 133.000 der insgesamt 258.000 Opfer seien Kinder unter fünf Jahren gewesen. Zwischen Mai und August 2011 habe es jeden Monat etwa 30.000 Hungertote gegeben. Im Süden und im Zentrum Somalias seien zwischen Oktober 2010 und April 2012 geschätzte 4,6 Prozent der Bevölkerung und zehn Prozent der Kinder unter fünf Jahren an den Folgen von Unterernährung gestorben. Die FAO veröffentlichte den Bericht gemeinsam mit dem Hunger-Frühwarnsystem-Netzwerk (FEWS NET), einer von der US-Entwicklungshilfebehörde USAID finanzierten Organisation. Es handle sich um die "erste wissenschaftliche Schätzung" der Opferzahl dieser Katastrophe. Ein Vertreter der Vereinten Nationen räumte Versäumnisse seiner Organisation ein. "Der Bericht bestätigt, dass wir mehr hätten tun sollen, bevor die Hungersnot ausgerufen wurde", teilte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe für Somalia, Philippe Lazzarini, mit. "Die Warnungen, die bereits während der Dürre von 2010 vorlagen, haben nicht zu ausreichend frühem Handeln geführt."

