Freitag, 29 Juli 2016
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Frühere Bonner Klima-Diplomatin Figueres will UN-Generalsekretärin werden

563587Costa Rica schickt die frühere UN-Klimachefin Christiana Figueres ins Rennen um die Nachfolge von Ban Ki-moon an der Spitze der Vereinten Nationen. „Die UN und die Welt brauchen eine Generalsekretärin, die Brücken bauen und zuhören kann“, sagte Präsident Luis Guillermo Solis am Donnerstag. „Christina Figueres hat bewiesen, dass sie diese Person ist.“ Die 59-Jährige ist die zwölfte Kandidatin für den UN-Chefsessel. Die Entscheidung über die Ban-Nachfolge fällt Ende des Jahres. Die Tochter des früheren costa-ricanischen Präsidenten Jose Figueres Ferrer leitete bis vor kurzem das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC).

Deutschland vergibt 2.500 zusätzliche Hochschulstipendien an Flüchtlinge weltweit

unhcrDas Auswärtige Amt unterstützt die Deutsche Akademische Flüchtlingshilfe Albert Einstein (DAFI) beim UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) mit 2.500 zusätzlichen Stipendien. Das DAFI-Programm des UNHCR ermöglicht anerkannten Flüchtlingen in ihren Erstaufnahmeländern den Zugang zu einem Hochschulstudium.

Von den neuen Studienbeihilfen werden vor allem syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens profitieren: bis zu 1.000 Stipendien werden in der Türkei vergeben, weitere 700 stehen für Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Ägypten und im Nordirak zur Verfügung. Im 6. Jahr des Syrienkonflikts hat sich die Situation vor allem für junge Syrer verschärft, die im Exil kaum Bildungsmöglichkeiten haben. Während vor dem Krieg 20 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Syrer studierten, liegt dieser Anteil unter syrischen Flüchtlingen dieser Altersgruppe bei nur vier Prozent. Universitäre Bildung ermöglicht das Aneignen von Wissen und Qualifikationen, vor allem bietet sie jungen Menschen aber eine so dringend benötigte Zukunftsperspektive.

Subsahara-Afrika steht schon lange im Fokus des DAFI-Programms, da die hohe Zahl der Absolventen von weiterführenden Schulen die Nachfrage nach universitärer Bildung ansteigen ließ. So werden rund 500 Flüchtlinge aus Somalia, dem Kongo und aus dem Sudan in zwölf ost- und südafrikanischen Ländern ein Studium zum Wintersemester 2016/17 aufnehmen können, die meisten davon in Äthiopien, Kenia und Uganda. Während die globale Aufmerksamkeit sich vermehrt auf neue humanitäre Krisen richtet, wird die schon viele Jahre andauernde Notlage dieser Flüchtlingsgruppen oft vergessen.

Seit vielen Jahren unterstützt DAFI auch afghanische Flüchtlinge – die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe weltweit –, die kaum Zugang zu höherer Bildung und Ausbildung haben. Insgesamt werden 300 Stipendien an Afghanen vergeben, die in Iran, Pakistan und Indien leben.

Akademische Bildung und ein Universitätsabschluss erweitern die Chancen junger Flüchtlinge und ihrer Familien, ein selbstständiges Erwerbsleben ohne zusätzliche Hilfe zu führen und sind damit wichtiger Bestandteil nachhaltiger Lösungen für Flüchtlingssituationen. Die Aussicht, ein Hochschulstudium aufnehmen zu können, trägt zudem dazu bei, dass mehr Familien ihre Kinder auch auf Grund- und Sekundarschulen schicken.

Deutschland nimmt mit seinem Engagement für die Hochschulbildung von Flüchtlingen international eine Vorreiterrolle ein. Seit 1992 konnte UNHCR mithilfe des Auswärtigen Amtes über das DAFI-Programm mehr als 8.000 Flüchtlingen weltweit ein Hochschulstudium oder eine Ausbildung an einer äquivalenten Institution ermöglichen. Jedes Jahr studieren so rund 2.300 junge Menschen, die durchschnittlich drei bis vier Jahre gefördert werden, an Hochschulen in 42 Ländern.

Mehr zu DAFI unter: http://www.unhcr.de/unhcr/dafi.html

UN begrüßt Kanada-Mexiko-US Partnerschaft zur Bekämpfung des Klimawandels

Forest borders fjord Alaska WB4. Juli 2016 – Das Büro der Vereinten Nationen für die Verringerung des Katastrophenrisikos (UNISDR) hat die jüngste Ankündigung über eine Partnerschaft zwischen Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika als “großen Durchbruch“ bezeichnet. Alle drei Staaten haben sich auf gemeinsame Aktionen geeinigt, um bis zum Jahr 2025 bis zu 50 Prozent saubere Energie zu erzeugen und das Katastrophenrisiko durch Kooperationen zu reduzieren. “Diese Zusammenarbeit gibt Hoffnung, den weltweiten Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen“, erklärte der Leiter von UNISDR Robert Glasser. Außerdem planen die drei Partner ineffiziente Subventionen für fossile Brennstoffe bis zum Jahr 2020 auslaufen zu lassen, Industrieruß zu reduzieren und die Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffen zu verbieten. “Durch dieses politische Engagement kann das Risiko zukünftiger extremer Wetterbedingungen reduziert werden“, so Glasser weiter. UNISDR ist eine wichtige Komponente des 2015 in Sendai beschlossenen Rahmenkonzepts für Katastrophenvorsorge – einem globalen Plan zur Reduzierung der weltweiten Folgen von Naturkatastrophen.

Irak: UN verurteilen Terroranschlag in Baghdad und warnen vor “Rache“ des ISIL

irak3. Juli 2016 – UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Terroranschlag in einer belebten Einkaufsstraße der irakischen Hauptstadt Baghdad, bei dem mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen waren, aufs Schärfste verurteilt. Man verstehe den Anschlag als Antwort auf die Niederlagen, die der ISIL zuletzt einstecken musste. Ban sei “entsetzt, angesichts dieser menschenverachtenden Tat“, so sein Sprecher. Er appelliere an die iraktische Bevölkerung, nicht zuzulassen, dass Angst überhand nehme sondern als Einheit stärker zusammenzuwachsen. Auch der Leiter der Hilfsmission der Vereinten Nationen für den Irak, Ján Kubiš, äußerte sich zu der Tat: “Unschuldige Zivilisten, insbesondere während des heiligen Monats des Ramadans zu töten, ist eine feige und abscheuliche Tat unvergleichlichen Ausmaßes.“ Er fügte hinzu, dass das irakische Volk trotz seines Leidens nicht kapitulieren, sondern dem Terror durch nationalen Zusammenhalt Widerstand leisten werde.“

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