Donnerstag, 27 November 2014
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Syrien: UN-Sonderbeauftragter wirbt für politische Lösung des Konflikts

Staffan DamisturaDer UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, hat vor dem Sicherheitsrat für eine politische Lösung des Syrienkonflikts geworben. Der Krieg müsse lokal und schrittweise eingefroren werden, um der zunehmenden Bedrohung durch ISIL begegnen zu können. Sein neuer Plan sehe vor eine Umgebung zu schaffen, in der humanitäre Hilfe die Menschen erreichen könne. Wenn das in der Stadt Aleppo umsetzbar sei, könne so gezeigt werden, dass eine politische Lösung möglich sei. Die Kämpfe zwischen der Opposition und den Regierungstruppen seien dort, angesichts des Vorrückens der ISIL-Truppen, fast zum Stillstand gekommen.

„Wenn dies wiederholt werden kann, dann haben wir vielleicht die Formel, um den Konflikt in Syrien zumindest soweit abzukühlen, dass ein politischer Prozess in Gang gesetzt werden kann, wie ihn alle fordern", so der Sonderbeauftragte.

Staffan de Mistura wird bald nach Damaskus zurückkehren um weitere Gespräche mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu führen und um zu diskutieren, wie der Plan in die Tat umgesetzt werden kann.

Der Konflikt in Syrien hat im März 2011 begonnen und zählt bisher 150.000 Tote und mehr als 680.000 Verletzte. Mindestens 10,8 Millionen Menschen in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Schätzungsweise 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge sind innerhalb des Landes auf der Flucht.

WHO beklagt mangelnde Forschung nach einem Ebola-Impfstoff

610328Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Magaret Chan, hat die mangelnde Initiative bei der Forschung an Ebola-Impfstoffen und Medikamenten beklagt. „Ebola ist in der Vergangenheit nur in armen, afrikanischen Ländern aufgetreten. Deshalb sind die Forschungs- und Entwicklungsinitiativen quasi nicht existent. Eine Industrie, die von Profit getrieben wird, investiert nicht in Produkte, für die der Markt nicht zahlen kann. Die WHO versucht schon seit Jahrzehnten auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Jetzt können es die Menschen selbst sehen.", beklagt WHO Generaldirektorin Chan. Es sei zentral, lang vernachlässigte Gesundheitssysteme zu stärken. Die WHO hat außerdem darüber berichtet, dass der Senegal Ebola eindämmen konnte, indem das Gesundheitsministerium auf Informationen per SMS setzte. Über vier  Millionen Textnachrichten verschickte das Gesundheitsministerium und informierte die Bevölkerung so über Schutzmaßnahmen und Ansteckungsgefahren.

Südsudan: Generalsekretär Ban verurteilt erneuten Gewaltausbruch

Bentiu IDPGeneralsekretär Ban Ki-moon hat angesichts erneuter Gewaltausbrüche im Norden des Landes ein sofortiges Ende der Gewalt im Südsudan gefordert. Im Südsudan kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Ausschreitungen und Gewalteskalationen.


„Diese Wiederaufnahme der Feindseligkeiten ist ein erneuter Bruch der Vereinbarung über die Einstellung der feindseligen Handlungen und unterminiert die laufenden Bemühungen eine politische Lösung im Südsudan zu erreichen.", so Generalsekretär Ban.


Die politischen Kämpfe zwischen Präsident Salva Kiir und dem früheren Vizepräsidenten, Riek Machar, begannen im Dezember 2013 und entwickelten sich zu einem internen Konflikt, der fast 100.000 Zivilisten veranlasste in UNMISS-Camps Schutz zu suchen. Als Folge der Krise sind 1,5 Millionen Menschen entwurzelt und mehr als 7 Millionen sind von Hunger und Krankheiten bedroht.

Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai spendet 50.000 Dollar für Schulen im Gazastreifen

Malala_donation_UN_GazaDie Preisträgerin des Nobel-Friedenspreises, Malala Yousafzai, hat angekündigt 50.000 Dollar für den Wiederaufbau zerstörter UN-Schulen im Gazastreifen zu spenden.

„Wir müssen alle zusammenarbeiten, um Jungen und Mädchen in Palästina, so wie Kindern überall in der Welt, eine qualitativ hochwertige Bildung in einem sicheren Umfeld zu ermöglichen.", so Malala Yousafzai.

Die Spende soll dabei helfen, 65 Schulen aufzubauen, die bei dem Konflikt im Gazastreifen zerstört wurden. 2.100 Palästinenser, darunter über 500 Kinder, und über 79 Israelis verloren durch die Gewalt ihr Leben.

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), zeigte sich tief gerührt von der Geste und lobte Malala Yousafzai für ihre Courage und ihre Rolle als Symbolfigur für das endlose Potenzial, das in jedem Kind der Erde stecke.

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