Mittwoch, 18 Januar 2017
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António Guterres zur Zukunft der UN: Diplomatie und friedliche Beziehungen stärken

465887 Guterres10. Januar 2017 – In einem Gastkommentar für das US-Magazin Newsweek hat UN-Generalsekretär António Guterres zur die Zukunft der Vereinten Nationen Stellung genommen. Die internationale Gemeinschaft stehe vor vielen herausfordernden Aufgaben. Nur gemeinsam könne man für Frieden und Sicherheit sorgen, die wirtschaftliche Entwicklung fördern und den Klimawandel bekämpfen.

„Noch immer mangelt es an probaten Mitteln, um Konflikte zu verhindern und weltweit für Sicherheit zu sorgen“, erklärte Guterres zu Beginn seiner fünfjährigen Amtszeit. Seit dem 1. Januar ist der Portugiese neuer UN-Generalsekretär.

Die internationale Gemeinschaft stehe in der Pflicht, auf die jüngsten Krisen zu reagieren. Ein Mehr an Diplomatie und friedliche Beziehungen im neuen Jahr könnten der Schlüssel dafür sein. Dafür müsse man vor allem Institutionen stärken und Gesellschaften widerstandsfähiger machen, so Guterres.

National und international sollten sich Staaten außerdem besonders auf Menschenrechte und den Schutz von Frauen vor Gewalt und Diskriminierung konzentrieren. „Das ist für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich“, unterstrich der Portugiese.

Wo Präventionsmaßnahmen in der Vergangenheit versagt haben, müsse man stärker vermitteln, schlichten und eine „kreative Diplomatie“ entwickeln, die von Staaten mit großem Einfluss getragen werde. Differenzen zwischen Staaten könnten mit friedlichen Mitteln aus der Welt geschafft werden.

“Es ist an der Zeit, sich der Werte unserer geteilten Menschlichkeit bewusst zu werden. Sie gelten für alle Religionen und bilden die Grundlage der UN-Charta: Frieden, Gerechtigkeit, Respekt, Menschenrechte, Toleranz und Solidarität“, so der neue UN-Generalsekretär.

Trauer um Mário Soares

708188Guterres9. Januar 2017 – Der ehemalige portugiesische Ministerpräsident, Mário Soares, ist am vergangenen Samstag in Lissabon gestorben. Tief berührt vom Tod des 92-Jährigen würdigte UN-Generalsekretär António Guterres Soares Engagement für Freiheit und Demokratie. Mit dem Portugiesen gehe einer der wenigen politischen Führer von wahrem europäischen und weltweiten Format verloren, so Guterres.

"Ich möchte seiner Familie – besonders seiner Tochter, seinem Sohn und den Enkelkindern – mein tiefes und herzliches Beileid aussprechen. Ich hatte bereits Kontakt zu seiner Tochter Isabel und Sohn João. In diesem schmerzlichen Moment bin ich der Familie in tiefem Mitgefühl verbunden“, erklärte der UN-Generalsekretär.

Guterres, der selbst Portugiese ist, zeigte sich vom Tod des ehemaligen portugiesischen Ministerpräsidenten ergriffen. Soares habe den politischen Alltag in Portugal für die Ewigkeit geprägt. Sein Vermächtnis sei das Ergebnis seines unerschütterlichen politischen Engagements und der Prinzipien und Werte, die Mário Soares sein ganzes Leben lang konsequent verfolgt hat.

„Wir danken Mário Soares, der Teil unserer Erinnerung und Teil der Geschichte unseres Vaterlandes bleiben wird. Er war ein Mensch der Freiheit, der sich Zeit seines Lebens für die Freiheit aller Menschen eingesetzt hat. Sein Vermächtnis geht weit über Portugal hinaus“, huldigte António Guterres den Verstorbenen.

UN schätzt unterbrochene Wasserversorgung in Damaskus als Kriegsverbrechen ein

6620716. Januar 2017 (UNRIC) - Die Vereinten Nationen stufen die Unterbrechung der Wasserversorgung für die syrische Hauptstadt Damaskus als Kriegsverbrechen ein. Der UN-Hilfskoordinator für Syrien, Jan Egeland, sagte am Donnerstag in Genf, allein in Damaskus seien fünfeinhalb Millionen Menschen völlig oder teilweise vom Wasser abgeschnitten.

Grund dafür seien "Kämpfe oder Sabotageakte oder beides" in der Region Wadi Barada nahe Damaskus.

"Die Leidtragenden dieses Kriegsverbrechens seien Zivilisten, denn diese sind auf das Trinkwasser angewiesen, sagte Egeland. Die Zivilisten seien auch von Krankheiten betroffen, falls die Wasserversorgung nicht wieder hergestellt werde. "Da spielen sich gewaltige Dramen ab, und uns wird trotzdem der Zugang verwehrt", monierte Egeland nach einem Treffen mit dem UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura.

Durch das von islamistischen Rebellen kontrollierte Barada-Tal (Wadi Barada) fließt der Barada-Fluss in die syrische Hauptstadt. Er ist eine der wichtigsten Quellen für die Wasserversorgung. Die syrische Regierung wirft den Rebellen vor, der Hauptstadt das Wasser abzudrehen. Die Aufständischen argumentieren, dass die Beeinträchtigung der Wasserzufuhr den Bombardements der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten geschuldet ist.

Egeland zufolge ist schwer zu sagen, welches Lager für die derzeitige Situation verantwortlich ist. "Wir wollen hingehen, wir wollen ermitteln, was geschehen ist, aber vor allem wollen wir die Wasserzufuhr wiederherstellen", sagte er.

Aleppo: "Schweigen der Waffen gibt Anlass zu Hoffnung"

12 13 16 2 OCHA Aleppo5. Januar 2017 – Obwohl es in der syrischen Stadt Aleppo enorme Schäden gibt, sind die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen von Zeichen des Optimisums und der Hoffnung ermutigt. Zu dieser Einschätzung kommt der amtierende UN-Koordinator vor Ort, Sajjad Malik. "Das Schweigen der Waffen gibt Anlass zur Hoffnung", sagte er. Noch immer können die UN keine exakte Zahlen benennen, wieviele Menschen sich noch in Aleppo befinden. Malik schätzte, dass es ungefähr 1,5 Millionen sein müssen, einschließlich 400.000 Binnenvertriebenen. Rund 100 UN-Mitarbeiter versuchen, humanitäre Hilfe zu leisten. Mehr als 1.000 verwundete Kinder müssen versorgt werden. 20.000 Menschen erhalten jeden Tag warmes Essen. "Die unmittelbaren Bedürfnisse sind riesig", sagte Malik.

 

 

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