Montag, 29 Mai 2017
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Stellvertretende UN-Generalsekretärin Mohammed: Sexuelle Gewalt Bedrohung für Frieden und Sicherheit

05 15 2017Sexual16. Mai 2017 – Vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die stellvertretende UN-Generalsekretär Amina J. Mohammed auf die Bedrohung von Frieden und Sicherheit durch sexuelle Gewalt in Konflikten hingewiesen und Reaktionen gefordert.

„Sexuelle Gewalt in Konflikten kann nicht länger als 'Frauenfrage' oder 'kleineres Übel' in einer falschen Rangfolge von Menschenrechtsverletzungen angesehen werden“, sagte sie während der Eröffnungsdebatte zu dem Thema, zu dem sich mehr als 70 Sprecher äußerten. Extremistische Gruppen im Irak, Syrien, Yemen, Somalia, Nigeria und Mali setzen immer häufiger auf sexuelle Gewalt als Taktik des Terrorismus, um ihre militärischen, wirtschaftlichen und ideologischen Ziele zu verfolgen.

Mohammed sagte, dass ein Rechtsrahmen vorhanden sei, darunter auch eine Reihe spezieller Resolutionen des Sicherheitsrates, um Wandel und Fortschritt herbeizuführen. Auch auf internationaler und nationaler Ebene „ist eine graduelle Veränderung der Realität festzustellen. Blieb es bislang ungestraft, eine Frau, ein Kind oder einen Mann im Konflikt zu vergewaltigen, befinden wir uns nun in einer Welt, in der es Konsequenzen für jeden gibt, der solche Straftaten begeht, befiehlt oder duldet“, so die stellvertretende Generalsekretärin.

Trotzdem leben immer noch viele Frauen mit alltäglicher Gewalt in ihrem Umfeld, sei es im eigenen Haushalt oder in der Familie, fügte Mohammed hinzu. Es sei daher essentiell, dass sich der Schutz und die Stärkung von Frauen und Mädchen in dem Gerüst für die Bekämpfung von Terrorismus und extremer Gewalt der Vereinten Nationen wiederfinde, betonte sie.

„Alle unsere Worte, Gesetze und Resolutionen werden absolut gar nichts bedeuten, wenn wir die Gewalt ungestraft lassen und falls wir daran scheitern sollten, uns um die Überlebenden zu kümmern“, sagte die stellvertretende Generalsekretärin und fügte abschließend noch hinzu: „In Worten und Taten, lasst uns uns dazu verpflichten, gemeinsam in Solidarität mit den Überlebenden und verletzten Gemeinschaften zu stehen und die Gräuel durch Hoffnung zu ersetzen.“

Zentralafrikanische Republik: Mehrere Tote bei Angriffen auf Zivilisten und Friedenstruppen der UN

12 09 2014MINUSCA CentralAfrica15. Mai 2017 – In der süd-östlich gelegenen Stadt Bangassou haben bewaffnete Gruppierungen das Feuer gegen Zivilisten eröffnet und mehrere Menschen getötet, unter ihnen auch ein Friedenswächter der Vereinten Nationen.

„Die bewaffneten Gruppen hindern die Friedenstruppen der MINUSCA durch vorsätzliche Angriffe daran, ihre immens wichtigen Aufgaben, darunter der Schutz der Zivilbevölkerung und die Rettung von Menschenleben, zu erfüllen“, hieß es in einem Statement der UN-Mission, die auch unter dem französischen Namen MINUSCA bekannt ist.

Seitens der Mission ist zu vernehmen, dass Mitglieder einer großen Koalition, darunter auch Anti-Balaka Einheiten, die Zivilbevölkerung, insbesondere Muslime, in Tokoyo, einer Nachbarschaft von Bangassou, in der Nacht angriffen. Der Angriff ereignete sich wenige Stunden nachdem die Vereinten Nationen eine Gedenkfeier anlässlich des Todes von 5 Friedenswächtern, die am 8. Mai in dem nahegelengenden Dorf Yogofongo getötet wurden, abgehalten hatten.

„Auf den schweren Beschuss des Büros der MINUSCA versuchten Friedenswächter in Tokoyo zu antworten, um die Zivilisten zu beschützen. In dem Feuergefecht, welches bis zum Morgen des 13. Mai andauerte, erlag ein Friedenswächter der marokkanischen Einheiten seinen Schussverletzungen“, so Angaben seitens der Mission. „Zu diesem Zeitpunkt ist es schwer, die humanitäre Lage in Bangassou einzuschätzen. Glaubhafte Quellen haben eine unbestimmte Anzahl an zivilen Opfern bestätigt“, sagte MINUSCA.

Der Spezialbeauftragte des Generalsekretärs und Leiter von MINUSCA, Parfait Onanga-Anyanga, verurteilte die Angriffe scharf, und sagte, dass MINUSCA zusammen mit den Zentralafrikanischen Behörden alles in seiner Macht liegende tun werde, um die Täter dieser schrecklichen Ereignisse zu verhaften. „Unsere Aktionen werden unnachgiebig sein. Das Blut der Friedenswächter und der unschuldigen Zivilisten in diesem Land wird nicht umsonst geflossen sein“, fügte er hinzu.

Stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina J. Mohammed zu Besuch in Bonn

UN Amina 012 Mai 2017 – Die Vereinten Nationen in Bonn haben die stellvertretende Generalsekretärin Amina J. Mohammed auf dem UN-Campus in Bonn empfangen. Während ihres 2-tägigen Aufenthaltes wird sich Mohammed mit den verschiedenen in Bonn ansässigen UN-Organisationen, Vertretern der deutschen Bundesregierung und der Stadt Bonn treffen.
Während eines Meetings der Mitarbeiter der Vereinten Nationen in Bonn lobte Frau Mohammed den besonderen Fokus der Bonner Agenturen auf das Thema Nachhaltigkeit. „Die UN in Bonn zeichnen sich aus durch 19 Agenturen, die mit starker Unterstützung der Bundesregierung und der Stadt Bonn als Gastgeber, gemeinsam an der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass Bonn eine wichtige Rolle spielen wird auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft für alle.
Während eines anschließenden Treffens bedankten sich die 19 Abteilungschefs bei Mohammed für ihre unnachgiebige Arbeit für nachhaltige Entwicklung und ihre außergewöhnliche Unterstützung auf dem Weg zur Agenda 2030 und dem Pariser Klimaabkommen.
Im Anschluss empfing der Bonner Bürgermeister, Ashok Sridharan, die stellvertretende Generalsekretärin im Alten Rathaus der Stadt Bonn. Während eines Empfangs mit Vertretern der Vereinten Nationen und der Bundesregierung trug sich Frau Mohammed in das goldene Buch der Stadt Bonn ein. Im weiteren Verlauf ihres Aufenthalts wird Mohammed außerdem mit Delegierten der Bonner Klimakonferenz zusammentreffen.
Mohammed, die seit Februar dieses Jahres das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin innehat, war eine der Hauptinitiatoren der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und diente bereits als Spezialbeauftragte für Generalsekretär Ban Ki-moon bei den Post-2015 Entwicklungsplanungen. Zuletzt war sie die Entwicklungsministerin Nigerias.

UN-Generalsekretär Guterres fordert Unterstützung für Somalia

05 11 guterres london12. Mai 2017 – Bei der Eröffnung der Somalia-Konferenz in London hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Sicherheitsmaßnahmen in dem Land zu unterstützen und den mehr als 6 Millionen Somaliern, die von Gewalt und Dürreperioden bedroht werden, zu helfen.

„Wir sind hier zusammengekommen, um der somalischen Regierung zuzuhören und den Rahmen für weitere Kooperationen zu schaffen“, äußerte sich Generalsekretär Guterres gegenüber den ostafrikanischen Staats- und Regierungschefs und weiteren Partnern auf der London-Somalia-Konferenz 2017. Somalia sei an einem Zeitpunkt angelangt, der sowohl tragisch als auch hoffnungsvoll sei und in naher Zukunft die Art von positiven Nachrichten bringen könnte, die wir auf dieser Welt dringend benötigen, so Guterres.

Das Land sieht sich derzeit anhaltender Dürreperioden gegenüber, die mehr als die Hälfte der Landesbevölkerung von humanitären Hilfen abhängig gemacht hat. Die Situation verschlechtert sich immer weiter und eine Hungerkatastrophe wird, trotz erheblicher Aufstockung der Hilfsmittel seit Anfang des Jahres, immer wahrscheinlicher. Zudem verschärft der andauernde Konflikt mit den Al-Shabbah-Milizen die anhaltende Dürreperiode, was zu einer der größten humanitären Katastrophen seit dem zweiten Weltkrieg führen könnte. Rund 275 000 unterernährte somalische Kinder sind in Gefahr einem Hungertod zu erliegen, so Angaben der Vereinten Nationen.

„Falls es ein Bild gibt, das ich niemals in meinem Leben vergessen kann, ist es das eines sterbenden Kindes, dem nicht mehr geholfen werden konnte, weil sie einfach zu spät gekommen sind“, sagte Guterres. „Somalia schwebt derzeit zwischen Risiko und Potenzial. Hier in London können wir die Gefahr in Sicherheit umwandeln“, appellierte Guterres abschließend noch einmal an die internationale Gemeinschaft.

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