Mittwoch, 26 Juli 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Mitarbeiter berichten von katastrophalen Zuständen im Gazastreifen

457981Im Krieg zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas leidet die Bevölkerung im Gazastreifen immer größere Not. Davon berichteten die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos und der Leiter des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA), Pierre Krähenbühl, bei einer Sondersitzung des Sicherheitsrates. Trotz steigender Opferzahlen auf beiden Seiten sowie massiver Zerstörung im Gazastreifen ist nach mehr als drei Wochen kriegerischer Auseinandersetzung keine Waffenruhe in Sicht. Amos forderte eine tägliche Feuerpause, um den Not leidenden Menschen zu helfen: "Wir brauchen jeden Tag eine Waffenruhe, die verlässlich ist. Dann können unsere Helfer die Menschen versorgen, Verwundeten kann geholfen und Tote können beerdigt werden", sagte sie. "Wir rufen beide Seiten auf, solch einen täglichen Waffenstillstand zu vereinbaren."

 

 

Gaza: Ban und Eliasson veruteilen Schul-Beschuss

Gaza3107UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den erneuten Beschuss einer als Zufluchtsstätte genutzten Schule in Gaza durch Israel scharf kritisiert. „Ich verurteile diesen Angriff aufs Schärfste. Er ist abscheulich. Er ist nicht zu rechtfertigen“, so Ban in Costa Rica. Die Verantwortlichen müssten zur Verantwortung gezogen werden. Auch Bans Stellvertreter Jan Eliasson reagierte schockiert: „Wir hatten die israelische Armee immer wieder auf die genau Position der Schule und die Flüchtlinge darin hingewiesen“, so der Schwede. "Wir müssen dieses Grauen stoppen. Wir sind an dem Punkt, an dem man sagen muss: Genug ist genug.“

Weitere Informationen finden Sie (in englischer Sprache) hier: http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=48369#.U9oCeMLwAy8

Granaten treffen Flüchtlinge in UN-Mädchenschule

485861Bei neuen israelischen Angriffen auf Ziele im Gazastreifen sind in der Nacht mindestens 27 Menschen getötet worden, viele davon in einer als Zufluchtsstätte genutzten Mädchenschule des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) in Dschabalija. Das UNRWA sprach nach dem dortigen Angriff mit Panzergranaten von 16 Toten, Ärzte gaben die Zahl der Toten mit 20 an. Zwei Klassenräume des Schulgebäudes im Lager Dschabalija wurden von Panzergranaten verwüstet. Das UNRWA verwaltet mehr als 80 Schulen. Angesichts israelischer Aufforderungen zum Verlassen bestimmter Angriffszonen suchen Tausende von Palästinensern in den Schulgebäuden Zuflucht. Am 24. Juli waren bei einem Angriff auf eine UNRWA-Schule bei Beit Hanun mindestens 15 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Am Dienstag hatten Mitarbeiter der Vereinten Nationen im Gazastreifen in einer von ihnen verwalteten Schule ein Waffenlager gefunden. Die Organisation beschuldigte militante Palästinenser, "die Neutralität einer unserer Einrichtungen verletzt" zu haben. Die Schule werde derzeit nicht genutzt. Das Hilfswerk UNRWA betreibt in Gaza 85 Notunterkünfte, zumeist in Schulgebäuden. Diese sind eigentlich für palästinensische Zivilisten, die vor den israelischen Bombenangriffen geflohen sind. Der Verdacht besteht allerdings, dass die radikal-islamische Hamas die Gebäude als Verstecke für Kämpfer und Waffen nutzt.

Ban fordert Verlängerung der Waffenruhe in Nahost

592435UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat eine Verlängerung der Waffenruhe im Nahost-Konflikt gefordert. Israelis und Palästinenser müssten die Feuerpause verlängern, die seit dem Morgen «weitestgehend» eingehalten werde, erklärte Ban in New York. Beide Seiten brauchten eine «Pause von der Gewalt, der so viele zum Opfer gefallen sind, die so viele Leben zerstört und so viel verwüstet hat». Alle Kräfte, die Einfluss auf die Kriegsparteien haben, müssten auf einen Waffenstillstand dringen

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