Mittwoch, 08 Juli 2015
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Eine Woche als europäischer Diplomat in die Tschechische Republik?

NMUN, Tschechische RepublikSie interessieren sich für internationale Beziehungen, die EU und die Vereinten Nationen?

Dann hat die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Nordrhein-Westfalen (DGVN NRW e.V.) ein sehr interessantes Angebot für Sie: Ende November 2015 können Sie für eine Woche "europäischer Diplomat bei den Vereinten Nationen" werden.

Wir werden eine Gruppe zum europäischen Zweig der größten Studentensimulation der Vereinten Nationen nach Olomouc, Tschechien, mitnehmen - zur europäischen National Model UN (NMUN).

Dort werden wir die politischen Positionen Litauens vertreten, auch im Sicherheitsrat - bei einer UN-Simulation mit rund 250 anderen Studenten aus der ganzen Welt. Eine Studienreise nach Prag vor der NMUN ist vorgesehen.

Im März nahm unsere Gruppe an der NMUN in New York teil, als Delegation der EU und Teil der polnischen Delegation.

Die Studenten hatten die Möglichkeit, den EU-Botschafter sowie polnische und deutsche UN-Vertreter zu treffen.

Zur Abschlussfeier empfing sie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im UN-Hauptquartier in New York.

Die Vorbereitung hat sich gelohnt: Unsere EU-Gruppe wurde als "Distinguished Delegation" ausgezeichnet und bekam eine "Honorable Mention" als Teil der polnischen Delegation. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, internationale Freundschaften zu schließen und sich in lebhaften Diskussionen zu verschiedenen Themen zu engagieren.

Finanzielle Unterstützung kann beantragt werden. Einen Überblick über Kosten und Termine finden Sie hier

Durch eine Simulation in NRW, ebenso wie bei Treffen in der UN-Stadt Bonn, werden Sie von erfahrenen NMUN-Experten vorbereitet.

Diese werden Sie außerdem in die Struktur und Arbeit der Vereinten Nationen, die Rolle der EU und der UN und das nötige Regelwerk einführen. Sie lernen Positionspapiere zu schreiben und trainieren ihre rhetorischen Fertigkeiten.

Die Teilnahme an dem Programm erfordert gute Englischkenntnisse, die Teilnahme an den Vorbereitungstreffen und der Simulation sowie eine anschließende Präsentation der Ergebnisse. Erfahrungen durch eine frühere Teilnahme an Model UN-Konferenzen ist hilfreich, aber nicht zwingend. Ein Treffen wird am Tag der Vereinten Nationen, Samstag, den 24. Oktober, in Bonn, stattfinden.

Weitere Informationen über das NMUN-Projekt finden Sie auf der Internetseite der National Model UN (www.nmun.org). Die Webseite der DGVN NRW erreichen Sie unter www.dgvn-nrw.de.

Zur Bewerbung: Bitte einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben auf Englisch bis zum 29. Juni 2015 an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. senden. Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich gerne an uns.

Jemen-Konflikt: UN-Friedensgespräche beginnen in Genf

628375Die Konfliktparteien im jemenitischen Bürgerkrieg treffen sich heute erstmals seit Monaten zu UN-Friedensgesprächen. Zu Beginn des Treffens in Genf wird UN-Generalsekretär Ban Ki-moon anwesend sein. Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen Anhänger des nach Saudi-Arabien geflüchteten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Huthi-Rebellen hatten gestern die Provinzhauptstadt Al-Hasm eingenommen. In dem Bürgerkrieg sind nach UN-Angaben seit Ende März etwa 2300 Menschen ums Leben gekommen.

UN verlängert Mission in Darfur

Die VereintenDarfur, Sudan, UN, Konflikt Nationen warnen vor den Auswirkungen der andauernden Gewalt in Darfur für die Zivilbevölkerung. "Die Sicherheitslage ist sehr ernst", so der beigeordnete Generalsekretär für Friedenssicherungseinsätze, Edmond Mulet, im UN-Sicherheitsrat. Zunehmende Angriffe auf Friedenssicherungskräfte und humanitäres Personal seien "äußerst besorgniserregend".

Die nur begrenzten Fortschritte im Friedensprozess behindern humanitäre Hilfsleistungen und den Schutz der zivilen Bevölkerung. Für sie seien die Auswirkungen der andauernden Konflikte "besonders verheerend".
Die zweite Phase der militärischen Offensive der Regierun habe allein in diesem Jahr zur Vertreibung von mindestens 78.000 Menschen aus ihren Heimatorten geführt. Es gebe außerdem Berichte von willkürlichen Angriffen auf Zivilisten sowie von anderen Menschenrechtsverletzungen und Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht, erklärte Mulet.

Kämpfe um Ressourcen und politische Spannungen führten regelmäßig zu Gewaltausbrüchen. Die große Anzahl paramilitärischer Gruppen und Milizarmeen, die weite Verbreitung von Kleinwaffen, hohe Kriminalitätsraten und die Passivität lokaler Autoritäten verschärften die Sicherheitslage zusätzlich.

Nach Berichten des gemeinsamen Sonderbeauftragten der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen für Darfur sei der Friedensprozess derzeit festgefahren. Die größte Herausforderung bestehe dabei im "Widerwillen der sudanesichen Regierung, in Verhandlungen mit den bewaffneten Bewegungen zu treten". Die Regierung sei davon überzeugt, den Krieg militärisch gewinnen zu können.

Die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen halten einen tiefgreifenden politischen Prozess für nötig, um den seit über einem Jahrzehnt andauernden Konflikt zu beenden.

Trotz der schwierigen Umstände und trotz der Blockadehaltung der Konfliktparteien bliebe die United Nations Mission in Darfur (UNAMID) "resolut in ihrem Vorgehen", versichterte Mulet.

Die größten Erfolge der Mission seien bisher die Einrichtung von Schutzgebieten und die Kontrollen betroffener Gegenden sowie Hilfseinsätze gewesen.
In Abstimmung mit dem Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union habe das Sekretariat der Vereinten Nationen daher beim Sicherheitsrat die Verlängerung des UNAMID-Mandates um ein weiteres Jahr, bis Juni 2016, beantragt.

Irak: UN ruft zu humanitärer Hilfe auf

"Millionen06 09 2015Erbil Iraq Menschen benötigen Hilfe" - so das Fazit von Stephen O'Brien, Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfe-Koordinator der Vereinten Nationen, nach einem zweitägigen Besuch im Irak. "In dieser kritischen Zeit ist es unerlässlich, dass wir mehr tun, um die Not der irakischen Bevölkerung zu mindern."

Die humanitäre Situation bleibe trotz der bereits unternommenen Anstrengungen der Weltgemeinschaft prekär. Seit Januar 2014 wurden mehr als drei Millionen Iraker aus ihren Wohnorten vertrieben.
Mehr als acht Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, die ihnen Hilfsorganisationen vor Ort wegen fehlender finanzieller Mittel nicht bieten können.

Das internationale Völkerrecht verpflichte alle Konfliktparteien zum Schutz der zivilen Bevölkerung, betonte O'Brien. In Bagdad traf er Regierungsvertreter, mit denen er die Fortschritte der internationalen Hilfslieferungen und andauernde Herausforderungen besprach. Dabei hob er die Bereitschaft der Vereinten Nationen und ihrer Partnerorganisationen hervor, eng mit den Behörden vor Ort zusammenzuarbeiten.
Mit Blick auf die andauernden Kämpfe äußerte er allerdings Sorge, dass sich die humanitäre Lage im Irak weiter verschlechtern könnte.

Trotz der schwierigen Sicherheitslage liefern die Vereinten Nationen und ihre Partner weiterhin essentielle Hilfsmittel an Menschen in Not. "Es ist meine Aufgabe, die internationale Gemeinschaft daran zu erinnern, dass hinter jeder statistischen Zahl ein Kind, eine Frau, oder ein Mann steht", drängte O'Brien zu weiterer Unterstützung.

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