Mittwoch, 07 Dezember 2016
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Welt-Aids-Tag: Europa beschleunigt Forschung an präventiven Impfstoffen

World AIDS Day 2016

01. Dezember 2016 – Am heutigen Tag wird weltweit zum 29. Mal der Welt-Aids-Tag begangen. Der Tag dient dazu, Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen und dazu aufzurufen, den Kampf gegen das HI-Virus fortzusetzen.

Europa hat im vergangenen Jahr die Forschung an therapeutischen und präventiven Impfstoffen verstärkt. Dabei stellte die Europäische Kommission im Januar 2016 der „Europäischen HIV Allianz“ (EHVA) mehr als 22 Millionen Euro zur Verfügung. Nichtsdestotrotz werden mehr Gelder für den Kampf gegen die Krankheit benötigt. Bisher kommen die Geldmittel vor allem von Regierungen und US-amerikanischen Stiftungen. Schätzungen von UNAIDS zufolge werden bis zum Jahr 2020 für den Kampf gegen AIDS 26,2 Milliarden Dollar benötigt.

Da sich die Anzahl der HIV-positiv getesteten Menschen, die eine Antiviralbehandlung erhalten, während der letzten fünf Jahre verdoppelt hat, ist die Zahl der HIV-bedingten Todesfälle seit 2005 um 45% gesunken. In diesem Jahr haben bereits mehr als 18 Millionen Menschen eine antiretrovirale Behandlung erhalten und so die Zahl der Todesfälle sowie das Risiko vor Neu-Infektionen gesenkt.

Europäische Länder wie Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien befinden sich dabei unter den zehn Ländern mit der höchsten Anzahl durchgeführter Antiviralbehandlungen. Im Gegensatz dazu haben in der Zentralafrikanischen Republik lediglich 28 Prozent der Menschen mit HIV Zugang zu solchen Medikamenten. „Wir können nicht erwarten die Krankheit zu besiegen, wenn sich täglich beinah 6000 Menschen neu mit HIV infizieren“, so Dr. Babatunde Osotimehin, Exekutivdirektor des UN-Bevölkerungsfonds. Trotz des stagnierenden Fortschritts im Bereich der Neuinfektionen hat sich die internationale Gemeinschaft im Rahmen der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele dazu verpflichtet, die Krankheit bis 2030 zu beenden. „Dieses Ziel können wir nur mit einem gemeinsamen und verstärkten Fokus auf Prävention erreichen“, so Osotimehin.

Mehr Informationen:

Welt-Aids-Tag

UNAIDS

European HIV Vaccination Alliance (EHVA)

 

Mossul: Knapp die Hälfte aller Kinder haben keinen Zugang zu sauberem Wasser

11 30 2016Mosul01. Dezember 2016 – Nach der Zerstörung einer wichtigen Wasserleitung in Mossul sind dem Kinderhelfwerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zufolge 300,000 Kinder und ihre Familien von der Wasserversorgung abgeschnitten. Die beschädigte Wasserleitung liegt teilweise in Gebieten, die von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrolliert werden, wodurch eine schnelle Reparatur der Anlage erschwert wird.
„Die Kinder und ihre Familien befinden sich in einer schrecklichen Situation in Mossul. Sie laufen nicht nur Gefahr im Kreuzfeuer der Gefechte verletzt oder getötet zu werden, sondern haben jetzt auch keinen Zugang mehr zu sicherem Trinkwasser“, sagte Peter Hawkins, UNICEF-Vertreter im Irak, in einer Pressemitteilung.
Zurzeit reichen die Wasservorräte nicht aus um die Bewohner Mossuls zu versorgen. Falls die Versorgung mit fließend Wasser nicht schnell wieder hergestellt wird, werden die Menschen gezwungen sein, ihr Trinkwasser aus unsicheren Quellen zu beziehen. UNICEF zufolge sind insbesondere Kinder, die verunreinigtem Wasser ausgesetzt sind, anfällig für Wasserkrankheiten wie schwere Diarrhöe oder Mangelernährung.

Vereinte Nationen: Der IS bringt die Zivilbevölkerung bewusst in Gefahr

Iraq Mosul UNHCR 201630. November 2016 – Dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) zufolge gibt es weiterhin Berichte über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen des Islamischen Staates in der umkämpften irakischen Stadt Mossul.
„Wir sind zutiefst besorgt über das Schicksal hunderter Menschen, die Berichten zufolge vom IS entführt und an unbekannte Orte verschleppt wurden. Der IS zwingt Zivilisten weiterhin zur Umsiedlung und ermordet Menschen, die unter Verdacht stehen, Informationen an die irakischen Sicherheitskräfte weitergegeben zu haben“, sagte OHCHR-Pressesprecherin Ravina Shamdasani während einer Pressekonferenz in Genf.
Sie fügte hinzu, dass der IS, unter der Drohung nicht kooperierende Zivilisten umzubringen, Raketenwerfer und Scharfschützen auf den Dächern ziviler Häuser platziert hat. „Diese Familien werden als menschliche Schutzschilder benutzt und bewusst in Gefahrt gebracht“, so Shamdasani.
Vor zwei Wochen hatte der IS in Bakir 12 Zivilisten hingerichtet, die sich angeblich geweigert hatten, Raketen von ihren Hausdächern starten zu lassen. Des Weiteren sei ein 7-jähriges Kind erschossen worden, nachdem es in Richtung der irakischen Sicherheitskräfte gelaufen war.

Dramatische Situation in Aleppo

62802329. November 2016 - Die Lage im syrischen Aleppo ist nach Angaben der Vereinten Nationen angesichts verschärfter Kämpfe höchst besorgniserregend. Willkürliche Bombardements aus der Luft im östlichen Teil der Stadt hätten viele Zivilisten getötet und verletzt und Tausende vertrieben, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Im östlichen Aleppo lebten 275.000 Menschen in "entsetzlichen Zuständen" und benötigten dringend Unterstützung, da humanitäre Helfer die Gegend seit Juli nicht mehr hätten betreten können. Die letzten Lebensmittelrationen des Welternährungsprogramms seien den Betroffenen vor gut zwei Wochen ausgegangen. Auch Vorräte von Partner-Organisationen neigten sich dem Ende. Die UN stünden bereit, die Betroffenen umgehend zu versorgen, sagte Dujarric in New York.

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