Samstag, 22 November 2014
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Stellvertretender UN-Generalsekretär Jan Eliasson besucht Deutschland

581335Der stellvertetende UN-Generalsekretär Jan Eliasson wird vom 10. November bis zum 12. November zu einem Deutschland-Besuch erwartet. In Berlin wird er Gespräche mit führenden Vertretern des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung führen. Auf Einladung der Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung wird Eliasson am 11. November an der Humboldt-Universität die Willy Brandt Vorlesung 2014 halten. Dabei wird er über die globalen Herausforderungen für die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten sprechen. Bei seinem Berlin-Besuch wird Eliasson auch mit Wissenschaftlern der Stiftung Wissenschaft und Politik zusammenkommen, um über aktuelle tagespolitische Fragen zu diskutieren. Auf dem UN-Campus in Bonn wird er sich am 12. November mit den Leitern der Bonner UN-Organisationen und UN-Mitarbeitern austauschen und dabei auch das Gebäude des UN-Klimasekretariats besuchen. Der UN-Campus in Bonn beherbergt 18 verschiedene Sekretariate und Organisationen, die vor allem im Bereich Umwelt, Klima- und Naturschutz sowie Freiwilligenarbeit tätig sind; für eine nachhaltige Entwicklung weltweit. Dort arbeiten inzwischen rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt. Den Abschluss seines Deutschland-Aufenthalts bildet ein Gespräch mit dem Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch im Alten Rathaus. Dort wird sich Eliasson auch in das Gästebuch der Bundesstadt eintragen.

UN-Entwicklungsprogramm: Ebola-Krise belastet die Entwicklungshaushalte

Ebola EconomyDer Ebola-Ausbruch in Westafrika beeinflusst einer Studie des UN-Entwicklungsprogramms UNDP zufolge die Möglichkeit der betroffenen Regierungen, ihre Staatseinnahmen zu erhöhen, zwingt sie dazu höhere Risiken einzugehen und Schulden zu machen und macht sie abhängiger von Hilfsleistungen.

„Wir müssen sicherstellen, dass Ebola nicht zu einem sozio-ökonomischen Kollaps führt. Diese Krise ist bereits mit hohen Kosten verbunden und schränkt Investitionsmöglichkeiten der Regierungen in wichtigen Bereichen wie Gesundheit und Bildung ein.", so der Direktor des afrikanischen UNDP Büros, Abdoulaye Mar Dieye.

Insgesamt fehlen den Regierungen von Guinea, Liberia und Sierra Leone 328 Millionen Dollar um die volle Funktionsfähigkeit der betroffenen Länder wiederherzustellen. Diese Lücke entsteht durch erhöhte Ausgaben für den Kampf gegen Ebola und haushaltspolitische Zwänge, die durch einen krisenbedingten Rückgang ökonomischer Aktivitäten im Tourismus-, Minen- und Handelssektor verursacht werden.

UNO-Flüchtlingshilfe ruft Kampagne gegen Staatenlosigkeit ins Leben

04-11-UNHCRDie Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die globale Kampagne „I belong" ins Leben gerufen, um gegen das Problem der Staatenlosigkeit vorzugehen. Bis 2024 will UNHCR das Problem der Staatenlosigkeit eliminieren.

Mehr als 10 Millionen Menschen weltweit sind staatenlos. Alle 10 Minuten wird ein staatenloses Kind geboren. Menschen, die keine Nationalität besitzen, haben auch keinen Anspruch auf die Rechte oder den Schutz, die Nationalstaaten ihren Staatsbürgern gewähren.

„Staatenlosigkeit vermittelt den Menschen das Gefühl, allein ihre Existenz sei ein Verbrechen."; so der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, António Guterres in einem Statement. So seien die meisten Fälle von Staatenlosigkeit auf Diskriminierung aufgrund von Ethnie, Religion oder Geschlecht zurückzuführen.

Das Jahr 2014 markiert den 60.Geburtstag der UN Konvention zum Status von staatenlosen Personen (19549), die gemeinsam mit der Konvention zur Reduzierung von Staatenlosigkeit von 1962, die legale Basis für den Kampf gegen Staatenlosigkeit bildet.

Syrien: UN-Sonderbeauftragter wirbt für politische Lösung des Konflikts

Staffan DamisturaDer UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, hat vor dem Sicherheitsrat für eine politische Lösung des Syrienkonflikts geworben. Der Krieg müsse lokal und schrittweise eingefroren werden, um der zunehmenden Bedrohung durch ISIL begegnen zu können. Sein neuer Plan sehe vor eine Umgebung zu schaffen, in der humanitäre Hilfe die Menschen erreichen könne. Wenn das in der Stadt Aleppo umsetzbar sei, könne so gezeigt werden, dass eine politische Lösung möglich sei. Die Kämpfe zwischen der Opposition und den Regierungstruppen seien dort, angesichts des Vorrückens der ISIL-Truppen, fast zum Stillstand gekommen.

„Wenn dies wiederholt werden kann, dann haben wir vielleicht die Formel, um den Konflikt in Syrien zumindest soweit abzukühlen, dass ein politischer Prozess in Gang gesetzt werden kann, wie ihn alle fordern", so der Sonderbeauftragte.

Staffan de Mistura wird bald nach Damaskus zurückkehren um weitere Gespräche mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu führen und um zu diskutieren, wie der Plan in die Tat umgesetzt werden kann.

Der Konflikt in Syrien hat im März 2011 begonnen und zählt bisher 150.000 Tote und mehr als 680.000 Verletzte. Mindestens 10,8 Millionen Menschen in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Schätzungsweise 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge sind innerhalb des Landes auf der Flucht.

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