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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN: Zahl der Flüchtlinge aus Mossul „überwältigend“

03 20 2017Iraq18. April 2017 – Eine Vertreterin des Amts für die Koordinierung Humanitärer Aufgaben (OCHA) hat angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen aus Mossul vor einer Überforderung der Hilfsorganisationen gewarnt. Seit dem Beginn der Militäroffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind knapp eine halbe Million Menschen aus der Stadt geflohen.
„Zu Beginn der Offensive sind wir davon ausgegangen, dass im schlimmsten Fall eine Million Menschen aus Mossul fliehen werden. Jetzt sind es bereits etwa 493.000 Menschen, die alles zurücklassen mussten“, so die OCHA-Koordinatorin für den Irak Lise Grande. „Die Zahl der Flüchtlinge aus Mossul ist schlicht überwältigend (...). Wir tun alles was wir können, aber die Kämpfe dauern schon länger an und die Rückeroberung der Altstadt hat noch nicht begonnen“, so Grande.
Schätzungen zufolge befinden sich immer noch rund 500.000 Menschen in IS-kontrollierten Gebieten im Westen der Stadt. Seit dem Beginn der Kämpfe im vergangenen Oktober haben Hilfsorganisationen etwa 1,9 Millionen Menschen durch Unterkünfte, Lebensmittelversorgung und ärztliche Hilfe unterstützt.

UN-Sicherheitsrat: Keine Resolution zu vermeintlichem Giftgasangriff in Syrien

719928Syria13. April 2017 – Eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Verurteilung des vermeintlichen Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien ist gestern am Veto Russlands gescheitert. Der von den USA, Großbritannien und Frankreich eingebrachte Entwurf hatte die syrische Regierung zur Kooperation bei der Aufklärung des Vorfalls aufgerufen.
10 der 15 Sicherheitsratmitglieder befürworteten die Resolution, Russland und Bolivien lehnten den Text ab und China sowie die nicht-ständigen Mitglieder Äthiopien und Kasachstan enthielten sich der Abstimmung. Eine „Nein“-Stimme von einem der fünf ständigen Sicherheitsratmitglieder reicht, um die Verabschiedung einer Resolution im Sicherheitsrat zu verhindern.
Neben einer Verurteilung des vermuteten Giftgasangriffs auf die Stadt Khan Scheikhoun vergangene Woche forderte der Entwurf, dass Empfehlungen der Erkundungsmission der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) eingehalten werden.
Bereits im Februar hatten Russland und China eine Maßnahme des Sicherheitsrats blockiert, die eine Verurteilung von Personen und Einrichtungen in Verbindung mit dem Einsatz von Chemiewaffen vorgesehen hatte. Damals handelte es sich um Fälle in denen der sogenannte „Gemeinsame Untersuchungsmechanismus“ (Joint Investigative Mechanism, JIM) der UN die Verantwortlichkeit für den Einsatz von Chemiewaffen geklärt hatte.

UN-Flüchtlingswerk: In Afrika und dem Jemen droht ein Massensterben

04 11 2017 South Sudan12. April 2017 – Angesichts der steigenden Gefahr einer Hungerkatastrophe in Nigeria, Somalia, Südsudan und dem Jemen, hat das UN-Flüchtlingswerk UNHCR vor einer Wiederholung der Situation aus dem Jahr 2011 gewarnt. Damals waren am Horn von Afrika mehr als 260,000 Menschen an den Folgen einer akuten Hungersnot gestorben.
„Eine vermeidbare humanitäre Krise, möglicherweise schlimmer als im Jahr 2011, wird immer wahrscheinlicher“, sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards gestern während einer Pressekonferenz in Genf. „Wir müssen eine Wiederholung unbedingt vermeiden“, so Edwards.
Schätzungen zufolge leben derzeit 20 Millionen Menschen in Gebieten, die von starker Dürre betroffen sind. Etwa 4,2 Millionen der Betroffenen sind Flüchtlinge und der fortlaufende Ernteausfall, sowie Hunger und Unsicherheit lässt die Zahl der Vertriebenen weiter steigen.
Nahezu alle Flüchtlinge sind auf Nahrungsmittelhilfe, wie beispielsweise vom World Food Programme (WFP) bereitgestellt, angewiesen. Aufgrund fehlender Gelder musste das UN-Programm zuletzt jedoch die Lebensmittelrationen in den angrenzenden Staaten kürzen. In Uganda wurden die Rationen dabei um 75 Prozent gekürzt, in Äthiopien, Tansania und Ruanda standen zwischen 20 und 50 Prozent weniger Lebensmittel zur Verfügung.

Malala Yousafzai ist die jüngste Friedensbotschafterin in der Geschichte der UN

719750Malala11. April 2017 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am gestrigen Abend die Kinderrechts-Aktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai zur UN-Friedensbotschafterin ernannt. Die 19-jährige Pakistanerin, die sich insbesondere für die Bildung von Mädchen einsetzen wird, ist damit die jüngste UN-Friedensbotschafterin in der Geschichte der Vereinten Nationen.
„Du bist ein Symbol für die vielleicht wichtigste Sache in der Welt: Bildung für alle“, sagte UN-Generalsekretär Guterres während einer Zeremonie im UN-Hauptquartier in New York. Yousafzai war im Jahr 2012 von einem Taliban-Kämpfer angeschossen worden, weil sie als Mädchen eine Schulklasse besuchte. Sie überlebte das Attentat und setzt sich mit ihrer Stiftung seitdem für bessere Bildungschancen für Mädchen ein. Sie die erste von Generalsekretär Guterres ernannte Friedensbotschafterin seit seinem Amtsantritt im Januar dieses Jahres.
In ihrer Rede unterstrich Yousafzai die Bedeutung von Bildung, insbesondere für Mädchen, für die Weiterentwicklung von Gemeinschaften und Gesellschaften.
„Veränderrung beginnt mit uns und beginnt jetzt“, sagte Yousafzai und fügte hinzu: „Wenn du eine bessere Zukunft haben möchtest, musst du jetzt anfangen und kannst nicht auf andere warten.“

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