Mittwoch, 23 August 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Mission in Kolumbien beendet Waffenrückgabe der FARC-EP

08 15 colombia weapons 0217. August 2017 – Mehr als 8.000 Waffen und über eine Millionen verbrannte Patronen wurden in ein zentrales Lager in Kolumbien transportiert, nachdem die politische Mission der Vereinten Nationen den Prozess der Verlegung einzelner Waffen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) beendet hatte. „Am 15. August haben die UN das Entfernen aller Rüstung und Schrotmunition aus 26 Lagern der FARC-EP sowie den bis jetzt gefundenen Waffenlagern beendet“, sagte Jean Arnault, Sondergesandter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und Leiter der UN-Mission in Kolumbien. „Neben dem Einsatz, der in Pondores stattfindet, werden weitere Einsätze in vier Regionen durchgeführt: La Reforma, Yari, La Guajira und La Variante. Der Materialtransport in den Containern besteht aus 8.112 Pistolen und nahezu 1.300.000 verbrannten Patronen.“ Alle unsicheren Materialien, die in den 26 Lagern gefunden wurden, darunter Antipersonenminen, Granaten, selbst hergestellter Sprengstoff und Schießpulver, sind vernichtet worden. „Ich halte dies für einen wichtigen Schritt, der zeigt, dass es nicht nur die Abgabe einzelner Waffen, sondern eine vollständige Waffenabgabe der FARC-EP gegeben hat und das dies, wie Präsident Juan Manuel Santos sagte, das Land in eine neue Phase führt.“

IOM unterstützt die Bevölkerung in Sierra Leone nach verheerenden Überschwemmungen

SIerra Leone Floods UNICEF16. August 2017 – Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat im Zuge der verheerenden Flut und Schlammlawinen, die am Montag mehrere hundert Menschen in Sierra Leone getötet haben, 150.000 Dollar für Notfälle und Erste Hilfe in dem westafrikanischen Land freigegeben. „Die IOM ist bereit der Regierung in Sierra Leone in jeder möglichen Form zu helfen und auf diese schrecklichen Ereignisse zu reagieren“, sagte IOM Generaldirektor William Lacy Swing im UN-Hauptsitz in Genf. Hunderte Bewohner sind bei dem Unglück in Sierra Leone ums Leben gekommen, Zahlreiche werden weiterhin vermisst, nachdem sich die Schlammlawine und Fluten durch mehrere Kommunen gezogen hatte. Suchtrupps erwarten mehr Leichen und Opfer in den kommenden Tagen und Wochen zu finden.

IOM: Überlebende und Opfer am Strand im Jemen gefunden

Yemen IOM migrants16. August 2017 – In den letzten drei Tagen hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) weitere Überlebende und Opfer der Tragödie aus der vergangenen Woche gefunden. In zwei Fällen hatten Schlepper hunderte Migranten gezwungen ihre Booten zu verlassen und in das Meer vor der Küste Jemens zu springen. Insgesamt 280 Migranten waren auf dem Weg in Richtung Golfstaaten als sie vor der Provinz Schabwa im Jemen von ihren Booten gedrängt wurden. Die IOM fand nach dem Unglück vom 9. August die Überreste von 29 Menschen, darunter 12 Männer und 12 Frauen aus Äthiopien und 5 Männer aus Somalia. „Die Anzahl der Menschen, die noch vermisst werden, konnte von 22 auf sechs reduziert werden, davon sind alle Männer aus Äthiopien“, hieß es in einer Pressemitteilung der IOM. „Das bedeutet, dass 35 Menschen bei dem Unglück ums Leben gekommen sind.“ Die IOM stellte den Überlebenden medizinische Versorgung, Nahrung und Wasser zur Verfügung. Weitere Überlende des Unglücks hatten den Strand bereits verlassen, bevor die IOM ankam. Am Donnerstag, den 10. August, wurden weitere 160 Menschen von einem zweiten Boot gedrängt, ebenfalls vor der Küste Jemens.

WHO: Eine halbe Millionen Verdachtsfälle bei Choleraepidemie im Jemen

Yemen hosp UN06651015. August 2017 – Mehr als 500.000 Menschen im Jemen stehen im Verdacht, sich mit Cholera infiziert zu haben, sagte die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) und warnte vor der schnellen Ausbreitung der Krankheit aufgrund von fehlendem sauberem Trinkwasser und Zugang zu Gesundheitsversorgung. „Die Choleraepidemie im Jemen – aktuell die größte weltweit – breitet sich durch verschlechterte Hygienezustände und Störungen in der Wasserversorgung im ganzen Land aus“, sagte die WHO in einer Stellungnahme. Fast 2.000 Menschen sind seit Ausbruch der Krankheit Ende April bereits gestorben. Die Knappheit an Medikamenten und medizinischer Versorgung „hält an und ist weit verbreitet“ hieß es in dem Statement. Außerdem habe das medizinische Personal seit fast einem Jahr keine Bezahlung erhalten. „Die Fachkräfte im Gesundheitswesen im Jemen arbeiten unter unmöglichen Bedingungen“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO. „Ärzte und Krankenschwestern sind das Rückgrat des Gesundheitswesens – ohne sie können wir im Jemen nichts ausrichten. Ihre Löhne müssen bezahlt werden, damit sie weitere Leben retten können.“ Tedros rief dazu auf, eine politische Lösung für den Konflikt im Jemen zu finden.

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