Dienstag, 28 Juni 2016
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UN ​will syrische Flüchtlinge gerechter auf Staaten verteilen

Syrer31. März 2016 (UNRIC) – Vertreter der UNO haben die Notwendigkeit betont, die direkten Nachbarstaaten Syriens zu entlasten. Drittstaaten sollten demnach mehr Unterkünfte bereitstellen, um das Leid der syrischen Flüchtlinge zu ​mildern.

„Wir sind hier, um über die größte Flüchtlingskrise unserer Zeit zu sprechen. ​Zu ihrer Lösung bedarf es eines exponentiellen Anstiegs globaler Solidarität“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gestern​ bei ​der Syrienkonferenz in Genf.

„Der beste Weg, um den Syrern Hoffnung zu geben, wäre, wenn wir den Konflikt beenden würden. Doch bis die Friedensgespräche Erfolge bringen, befinden sich die Menschen in Syrien weiterhin in einer verzweifelten Situation. Die Welt muss ihre Bemühungen intensivieren, mit Taten und mit der Übernahme von Verpflichtungen. Alle Länder können noch mehr tun“, sagte Ban weiter.

​Die ​gestrige ​Konferenz war eine der Hauptveranstaltungen zur Flüchtlingsproblematik. Sie folgt​e​ ​a​uf die Geberkonferenz in London ​im ​Februar diese​s​ Jahres, ​bei der ​zwölf​ Milliarden Dollar für Flüchtlinge zugesagt w​orden waren. Den Beteiligten war es ein Anliegen, flexiblere Lösungen zu finden, um die direkten Nachbarn Syriens zu entlasten. Als Beispiel wurde Kanada angeführt. Das Land hatte zuletzt 25.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen.

UN-Flüchtlingswerk will mehr Unterstützung für Syriens Nachbarländer

Fleming30. März 2016 (UNRIC) – Vor der UN-Konferenz in Genf hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) von der Weltgemeinschaft mehr Unterstützung für die Nachbarländer Syriens gefordert. "Entlasten Sie die Nachbarländer, tun Sie Ihren Teil", sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Organisation hofft auf freiwillige Zusagen vor allem seitens wohlhabender Länder, in den kommenden Jahren etwa 480 000 Syrer aufzunehmen, die vor dem Krieg in die Türkei, nach Jordanien oder in den Libanon geflohen sind. Bislang hat das UNHCR lediglich Zusagen über die längerfristige Aufnahme von insgesamt 170 000 Syrern erhalten.

Alle Länder auf der Welt, die in der Lage seien, Flüchtlinge aufzunehmen, sollten mehr tun, sagte Fleming. "Deutschland hat großzügigerweise gesagt, dass sie nach wie vor Flüchtlinge aufnehmen." Allerdings könne man nicht verlangen, dass Deutschland die Verantwortung für ganz Europa übernehme.

Fleming forderte mehr Solidarität. Im Moment erlebe die Welt die schlimmste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. "Wir können nicht nur die Grenzen zumachen und sagen, das ist die Verantwortung von den Ländern vor Ort."

UN-Bericht: Kinder in Südostasien doppelt belastet durch Fettleibigkeit und Unterernährung

Southeast Asia CA 729. März 2016 (UNRIC) – In mehrere Ländern Südostasiens haben einige Kinder Probleme mit Übergewicht, während andere mit Unterernährung zu kämpfen haben. Dies belegt ein Bericht, der gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) veröffentlicht worden ist.

Die Doppelbelastung durch Fehlernährung trete in Ländern mit mittlerem Einkommen auf. Hierunter fielen Indonesion, Malaysien, die Phillippinen und Thailand.

„Viele Staaten Südostasiens haben ein Jahrzehnt beeindruckenden Wirtschaftswachstums erlebt, wodurch Millionen Kinder aus der Armut geholfen wurde. Gleichzeitig können wir aber einen Anstieg der Fettleibigkeit bei Kindern feststellen – ein Problem, das vormals mit Ländern mit hohem Einkommen assoziiert wurde. Asiatische Kinder sind nun durch Fehlernährung an beiden Enden des Spektrums gefährdet.“, sagte die regionale Ernährungsberaterin von UNICEF für Ostasien und den Pazifik, Christiane Rudert.

Den Ergebnissen zufolge seien die Gründe für Übergewicht und Unterernährung miteinander verflochten. Wer in der Kindheit unter Mangelernährung gelitten habe, zeige in späteren Jahren eine höhere Anfälligkeit, übergewichtig zu werden. Dieses Risiko erhöhe sich mit der Verfügbarkeit von Fast Food und zuckerhaltigen Getränken sowie mangelnder Bewegung. Dies führe zu Krankheiten wie Diabetes. Somit ergäben sich auch gesamtwirtschaftliche Nachteile. Fehlernährung führe zu einer geringeren Produktivität der Eltern und stelle zudem eine Belastung des Gesundheitssystems dar.

Gesandter für den Jemen verkündet Einstellung der Feindseligkeiten und Beginn von Friedensgesprächen

Yemen Taiz OCHA24. März 2016 (UNRIC) - Ismail Ould Cheikh Ahmed, UN-Sondergesandter für den Jemen, hat das ​landesweite ​Ende​der Gefechte für den 10. April verkündet. Nach intensiven Konsultationen mit jemenitischen Führern und regionalen Partnern, seien die Konfliktparteien darüber übereingekommen, die Feindseligkeiten einzustellen, um ab dem 18. April zu Friedensgesprächen in Kuwait zusammenzukommen.

„Die Gespräche zielen darauf ab, ein umfassendes Abkommen zu vereinbaren, das die Wiederaufnahme eines inklusiven politischen Dialogs erlaubt. Von Angesicht zu Angesicht miteinander zu sprechen, wird einen friedlichen und geordneten Übergang ermöglichen.“, sagte Ould Cheikh Ahmed.

Der Sondergesandte nannte​ fünf Schwerpunkte, um die sich die Gespräche drehen werden:

1. Abzug von Kämpfern und bewaffneten Gruppen
2. Übergabe von schweren Waffen an den Staat
3. Übergangsregelungen für die Sicherheit
4. Wiederherstellung staatl. Institutionen und Wiederaufnahme des politischen Dialogs
5. Schaffung eines Spezialkommittees für Häftlinge und Gefangene

Die UN schätz​en​, dass bei dem nunmehr ein Jahr andauernden Konflikt zehntausende Menschen getötet oder verletzt worden sind. Jeder ​Z​ehnte sei auf der Flucht und alle benötigten dringend humanitäre Hilfe.

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