Samstag, 29 August 2015
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Neue Flüchtlingswelle im Südsudan

WährSouth Sudanese refugees wait to be registered at a crossing into Ethiopia earlier in 2015. Photo: UNHCR/R. Riekend der letzten zwei Monate zwangen schwere Kämpfe in den südsudanesischen Provinzen Unity und Upper Nile mehr als 100.000 Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Die Gefechte machten humanitäre Hilfsleistungen unmöglich, wie ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen mitteilte.

Seit Beginn des Jahres sind bereits rund 60.000 Menschen geflohen, meist in die umliegenden Nachbarländer Sudan, Ätiopien und Uganda. Allein in der letzten Woche wurden etwa 6.000 Flüchtlinge in den Sudanesischen Provinzen White Nile und South Kordofan verzeichnet. Die angenommene Zahl Binnenvertriebener innerhalb des Südsudans liegt aktuell bei rund 1,5 Millionen. Mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung verfügt außerdem nicht über ausreichend Nahrungsmittel.

"Unser Büro in Uganda hat im letzten Monat einen Anstieg eintreffender Flüchtlinge von etwa 4.000 Personen gemeldet. Viele der Geflohenen sagten, sie seien aufgrund der Kämpfe in und um die Stadt Malakal geflohen, aber auch aufgrund wachsender Nahrungsmittelknappheit und steigender Warenpreise", gab Adrian Edwards, Sprecher des Büros des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) an.

Angesichts der verschärften Sicherheitslage und der prekären humanitären Situation auf der südsudanesischen Grenzseite bereiten sich der UNHCR und seine Partner auf weitere Flüchtlingswellen vor.

Edwards äußerte sich besorgt über unzureichende finanzielle Unterstützung: Der eigens für die Krisenbekämpfung entwickelte "2015 South Sudan Regional Refugee Response Plan" sei nur zu 10 Prozent gedeckt.
"Das führt dazu, dass für viele lebensrettende Maßnahmen nicht genügend Gelder da sind - etwa für die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, für Sanitäränlagen, für eine ausreichende medizinische Versorgung, für Nahrungsmittel und für Unterkünfte", so der UNHCR-Sprecher.

Syrien: UN Gesandter verurteilt Tod von mindestens 70 Zivilisten in Aleppo

01 06 2015Aleppo Syria Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, verurteilt den Tod von mindestens 70 Zivilisten bei der Bombardierung von Syriens nördlicher Provinz Aleppo.

"Die Nachricht der Luftangriffe durch syrische Helikopter auf einen Marktplatz in Aleppos Stadtbezirk Al Shaar verdient schärfste internationale Verurteilung", sagte der Sondergesandte kurz nach dem Angriff.

Berichten zufolge wurden durch den Angriff auf Al-Babs Markt am Samstag Morgen mindestens 70 Menschen getötet und zahlreiche verletzt, nachdem ein Helikopter der Regierung kurz hintereinander zwei Fassbomben abgeworfen hatte.

"Obwohl es leider stimmt, dass der von den Vereinten Nationen vorgeschlagene Stopp des schweren Bombardements in Aleppo nicht verwirklicht werden konnte, ist es völlig inakzeptabel, dass die syrische Luftwaffe willkürlich eigenes Staatsgebiet angreift und ihre eigenen Bürger tötet, wie es heute auf brutale Weise in Aleppo geschehen ist", sagte Herr de Mistura.

"Die Nutzung von Fassbomben muss aufhören", fuhr er fort. "Alle Belege zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der zivilen Opfer des Syrien-Konfliktes durch solche willkürlich eingesetzten Luftwaffen verursacht wurden."

De Mistura betonte, dass der Schutz von Zivilisten während bewaffneter Konflikte einen wesentlichen Grundpfeiler des internationalen humanitären Bevölkerungsrechtes darstelle und unter jeden Umständen und ohne Ausnahme gelten müsse.

Internationaler Tag der UN-Friedenssicherungseinsätze​ am 29. Mai

Internationaler Tag, UN PeacekeepingIn der Geschichte der UN-Friedensmissionen haben mehr als eine Million Menschen, als militärisches und ziviles Personal, den Vereinten Nationen gedient. Trotz der Sicherheitsrisiken in schwierigen Gebieten arbeiten weiterhin über 100.000 Männer und Frauen für den globalen Frieden.

"Es ist bemerkenswert, dass diese Menschen trotz all den Gefahren eine Bereitschaft zeigen, in diese Gebiete zu gehen und ihren Beitrag zu leisten. Deswegen zeigen wir am ​heutigen I​nternationalen Tag der UN-Friedenssicherung unseren Dank", betonte Edmond Mulet, Beigeordneter Generalsekretär für Friedenssicherungseinsätze.

Der ​I​nternationale Tag findet jährlich am 29. Mai statt. Bei dieser Gelegenheit ehrt die UN diejenigen, die weiterhin an Friedensmissionen beteiligt sind und gedenkt derjenigen, die für den Frieden ums Leben gekommen sind.

In den letzten 70 Jahren haben die Vereinten Nationen 71 Friedensmissionen geschaffen. Mehr als eine Million Menschen haben als Friedenssoldaten gedient und Ländern zu Unabhängigkeit verholfen, indem sie historische Wahlen unterstützt, Zivilisten geschützt, Hunderte und Tausende Kämpfer entwaffnet, Gesetze eingerichtet, Menschenrechte gefördert und Bedingungen geschaffen haben, damit Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren konnten.

Heute gibt es über 107.000 uniformierte Friedenssicherungskräften, die aus 122 Ländern kommen und in 16 Missionen eingesetzt sind. Doch die Friedenssicherungseinsätze fordern auch ihren Tribut. Mehr als 3.300 Friedenssicherer haben seit der ersten UN-Friedensmission 1948 ihr Leben verloren.

"Angesichts der neuen Herausforderungen, auf die wir in Krisengebieten stoßen, experimentieren wir mit neuen Mechanismen, um die Sicherheit unserer Leute zu erhöhen und um die Mandate besser erfüllen zu können", so Hervé Ladsous, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Friedenssicherung.

Die UN hat ihre Operationen modernisiert, neue Technologien eingeführt, Beiträge erhöht und die Kooperation mit regionalen Organisation verstärkt. Gleichzeitig seien stärkere finanzielle Unterstützung, besseres Training und Ausrüstung nötig.

Um herauszufinden, wie die UN in Zukunft diesen Ansprüchen gerecht werden kann, berief UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eine hochrangige Gruppe zur Überprüfung von Friedensmissionen ein.

UN-Resolution fordert Ende der Gewalt gegen Journalisten

Journalists, ResolutionIn Konfliktregionen geraten Journalisten immer häufiger ins Visier terroristischer Gruppen. Aus diesem Grund hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heute eine Resolution verabschiedet, die die Übergriffe verurteilt und eine bessere Strafverfolgung fordert.

Das Dokument bestätigt die zentrale Rolle der freien und unabhängigen Medien für eine demokratische Gesellschaft und den Schutz der Zivilisation. Die Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrats haben einstimmig für die Resolution votiert. Außerdem forderten die Staaten die sofortige Freilassung von Journalisten, die entführt und als Geiseln gehalten wurden.

Der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson wies auf die steigende Anzahl getöteter Journalisten hin. "Bewaffnete Konflikte bedrohen nicht nur die Sicherheit der Journalisten. Sie schränken den Informationsfluss ein und zerstören die Demokratie. Konflikte verschärfen sich besonders in Regionen, in denen die freie Meinungsäußerung unterdrückt wird", so Eliasson.

In eben diesen Gegenden sei man jedoch besonders auf die unabhängige Stimme des Journalismus angewiesen, betonte Eliasson.

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