Freitag, 29 August 2014
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Generalversammlung bestimmt Jordanier zum Menschenrechtskommissar

592182Der jordanische Prinz Seid al Hussein wird neuer UN-Hochkommissar für Menschenrechte. Die UN-Generalversammlung bestimmte den 50-Jährigen einstimmig zum Nachfolger von Navi Pillay. Hussein soll das Amt zum 1. September von der Südafrikanerin übernehmen. Der langjährige Diplomat wird damit der erste UN-Menschenrechtskommissar aus der arabischen und islamischen Welt - eine Besonderheit, die er selbst in seiner Rede hervorhob: "Das spiegelt die Verbundenheit der Internationalen Gemeinschaft mit dieser Region wider und ihre Verpflichtung, die Menschenrechte auf diesem Kontinent, wie auch in anderen Regionen der Welt, voranzubringen." Hussein hat im Bereich der Friedensbildung und der internationalen Justiz langjährige Erfahrung vorweisen. Unter anderem war er wesentlich am Aufbau des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag beteiligt. Hussein war von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon für das Amt vorgeschlagen worden. Zur Zeit ist er Botschafter Jordaniens bei den Vereinten Nationen.

Hungertod bedroht 50.000 Kinder im Südsudan

170636Im von einem blutigen Machtkampf erschütterten Südsudan sind etwa 50.000 Kinder akut vom Hungertod bedroht. Bei den Kämpfen in dem nordostafrikanischen Land seien tausende Menschen getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen worden, erklärte der UN-Verantwortliche für den Südsudan, Toby Lanzer. „Die Konsequenzen könnten schrecklich sein - 50.000 Kinder drohen bis zum Jahresende an Hunger zu sterben, wenn sie keine Hilfe bekommen." Lanzer rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe auf und bezifferte den ausstehenden Finanzbedarf auf gut eine Milliarde Dollar (knapp 740 Millionen Euro). Diese Summe sei notwendig, um den insgesamt 3,8 Millionen Menschen im Südsudan zu helfen, „die von Hunger, Gewalt und Krankheit betroffen sind".

"Extrem dramatische Situation im Irak"

591576Der UN-Sicherheitsrat hat sich zur Lage im Irak beraten. Der UN-Gesandte Nickolay Mladenov unterrichtete die Mitglieder am Donnerstag in New York in einer nicht öffentlichen Sitzung über die jüngsten Entwicklungen seit dem Einfall der Extremistengruppe Isis in den Städten Mossul und Tikrit. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin, der dem Sicherheitsrat derzeit vorsitzt, sprach von einer "extrem dramatischen" Situation. Doch wisse er nicht, was der Rat tun könne. Der Ursprung des Konflikts liege im Irakkrieg und im gescheiterten Aufbau irakischer Sicherheitsorgane. Am Mittwoch hatte der Sicherheitsrat Terroranschläge im Irak verurteilt.

Ban fordert türkische Geiseln im Irak freizualssen

577691UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die sofortige Freilassung der von Extremisten im Irak festgenommenen Geiseln gefordert. Eine solche Attacke könne unter keinen Umständen gerechtfertigt werden, sagte Ban in New York. Er mahnte die Regierung des Irak und die internationale Gemeinschaft an, sich zusammenzutun, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sich für die Freilassung der türkischen Diplomaten einzusetzen. Die US-Regierung schloss sich der Forderung an und kündigte zusätzliche militärische Unterstützung an.

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