Mittwoch, 26 April 2017
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Syrien-Konflikt: Friedensgespräche werden fortgesetzt

02 22 2017DeMisturaNach zehnmonatiger Unterbrechung werden die Gespräche über mögliche Wege zu einem Frieden in Syrien heute fortgesetzt.

In Genf kommt UNO-Vermittler de Mistura zunächst getrennt mit den Konfliktparteien zusammen. Dabei soll über eine Übergangsregierung, eine neue Verfassung und freie Wahlen gesprochen werden. Unklar ist, ob es direkte Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition geben wird. De Mistura dämpfte im Vorfeld die Erwartungen. Er rechne nicht mit einem Durchbruch.

Seinen Angaben zufolge hat Russland von der verbündeten Führung in Damaskus ein Zeichen des guten Willens verlangt. Für die Dauer der Verhandlungen solle die syrische Luftwaffe keine Angriffe mehr fliegen.

Drohende Hungersnot in Afrika: "Für 1,4 Millionen Kinder läuft die Zeit ab“

02 21 2017 UNICEF UN02842322. Februar 2017 - Beinahe 1,4 Millionen Kinder schweben dieses Jahr aufgrund von akuter Unterernährung in unmittelbarer Lebensgefahr. In Nigeria und Somalia sowie im Südsudan und im Jemen zeichnen sich Hungersnotstände ab. Die UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF drängt daher zu schnellen Hilfsmaßnahmen.

“Wir können immer noch viele Leben retten“, betonte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake in einer Pressemitteilung. Die schwere Unterernährung und die drohende Hungersnot seien größtenteils von Menschen verursacht. „Unsere gemeinsame Menschlichkeit verlangt schnelleres Handeln“, fügte er hinzu.

In Reaktion auf die Krise arbeitet UNICEF mit seinen Partnern zusammen, um stark unterernährte Kinder mit therapeutischer Behandlung zu versorgen. Bislang erreicht die Hilfe 220.000 Kinder in Nigeria, über 200.000 im Südsudan und in Somalia sowie 320.000 betroffene Kinder im Jemen. Weitere Maßnahmen seien jedoch dringend notwendig.

„Die Zeit läuft ab“, unterstrich Lake. Die Tragödie der Hungersnot am Horn von Afrika im Jahr 2011 dürfe sich nicht wiederholen.

Südsudan: UN rufen Hungernotstand in Teilen des Landes aus

03 21 2014Upper Nile21. Februar 2017 – In Teilen des Südsudans ist offiziell eine Hungersnot ausgerufen worden. Die Vereinten Nationen warnen vor den katastrophalen Auswirkungen des Kriegs und der zusammenbrechenden Wirtschaft auf die Lebensmittelversorgung. Im Südsudan tobt bereits seit mehr als drei Jahren ein Bürgerkrieg.

Im Norden des Landes seien mehr als 100.000 Menschen akut gefährdet, teilten die UN Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und das UN-Welternährungsprogramm mit. Etwa eine Million Südsudanesen seien am Rande des Verhungerns, insgesamt 4,9 Millionen benötigen dringend Unterstützung.

“In Teilen des Südsudans ist der Hungernotstand eine tragische Realität geworden und unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet”, betonte Serge Tissot, Leiter der FAO im Südsudan.Von einer Hungersnot sprechen die Vereinten Nationen nur, wenn bereits Menschen an Unterernährung gestorben sind.

Laut den Vereinten Nationen sind dringende Maßnahmen notwendig, um den Hungertod weiterer Menschen zu verhindern. Laut Angaben von UNICEF sind Kinder besonders gefährdet, bereits eine Million seien akut unterernährt. Jedoch geben die UN zu bedenken, dass die Wirkung humanitärer Hilfe in Abwesenheit von Frieden und Sicherheit begrenzt ist.

António Guterres bei der Münchner Sicherheitskonferenz: „Der syrische Konflikt ist zu einer schrecklichen Bedrohung für viele Länder geworden“

02 17 2017GermanyIm Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz betonte der UN-Generalsekretär am vergangenen Wochenende, dass mehrere Voraussetzungen erfüllt werden müssten, um eine nachhaltige Lösung für den Konflikt in Syrien zu erreichen.

„Frieden in Syrien ist nur möglich, wenn alle Parteien verstehen, dass niemand gewinnen kann. Bezüglich einer kurzfristigen Lösung für die Krise bin ich nicht optimistisch. Der syrische Konflikt ist zu einer schrecklichen Bedrohung für viele Länder geworden. Es ist unumgänglich, einen politischen Prozess einzuleiten, aber es ist auch wichtig zu sagen, dass wir den IS nicht bekämpfen können, wenn wir keine umfassende politische Lösung für Syrien und den Irak finden“, machte Guterres am Samstag deutlich.

Während der UN-Generalsekretär die dringende Notwendigkeit effektiver multilateraler Institutionen wie der Europäischen Union betonte, forderte er in seiner Rede auch eine umfassende Reform der Vereinten Nationen.

„Wir alle empfinden einen Mangel an Vertrauen in internationale Organisationen. Die Strukturen in den UN sind dysfunktional“, stellte Guterres fest. Als Beispiel nannte er die Arbeit der UN im Bereich der Entwicklung: „Sie ist zu fragmentiert und bedarf besserer Koordination und stärkerer Rechenschaftspflicht“.

Am Freitagabend traf der UN-Generalsekretär Kanzlerin Angela Merkel in München. Beide unterstrichen die Wichtigkeit der Vereinten Nationen in Zeiten wachsender Unsicherheit. „Ich glaube an Multilateralismus, weil er notwendig ist, damit Staaten zusammenkommen und multilaterale Institutionen nutzen, die sich im Geiste der Solidarität besser den enormen Herausforderungen der heutigen Welt stellen können“, so Guterres bei einer gemeinsamen Pressekonferenz vor Medienvertretern.

Der Schwerpunkt der Agenda der 53. Münchner Sicherheitskonferenz lag auf der Zukunft der transatlantischen Beziehungen und der NATO nach der Wahl von Donald Trump, dem Status der Kooperation der Europäischen Union in Sicherheits- und Verteidigungsfragen, der Krise in der Ukraine und den Beziehungen zu Russland, und dem Krieg in Syrien. Die 500 Teilnehmer diskutierten auch über Terrorismus, Informationskriegsführung und über die großen Bedrohungen globaler Gesundheit und Klimasicherheit.

An den Beratungen nahmen neben 30 Staats- und Regierungschefs und insgesamt 80 Außen-und Verteidigungsministern, der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence teil.

Bereits Anfang der Woche hatte António Guterres im Rahmen des G20-Treffens in Bonn an einer Arbeitssitzung unter dem Thema „Frieden schaffen in einer komplexen Welt“ teilgenommen.

Bei dem G20-Treffen der Außenminister in Bonn bekräftigte die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer ihre Absicht, die Anstrengungen bei den globalen Themen Entwicklung, Friedensaufbau und Kooperation mit Afrika zu stärken. Die Minister tauschten sich außerdem darüber aus, wie die G20-Staaten einen besseren Beitrag zur Entwicklung Afrikas leisten und wie man die Armut auf dem Kontinent beseitigen kann.

Bevor der UN-Generalsekretär am Samstagabend nach seinem dreitägigen Deutschlandbesuch weiter nach Portugal flog, nahm er in München weitere bilaterale Treffen mit Staats-und Regierungschefs und Wirtschaftsvertretern wahr.

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