Dienstag, 02 September 2014
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Mehr Bundeswehrsoldaten für UN-Friedensmissionen

leyenBundesverteidigungsministerin von der Leyen hat den Vereinten Nationen ein stärkeres Engagement der Bundeswehr in Aussicht gestellt. Das gelte vor allem für technologische Fähigkeiten und die Leitung von Missionen, sagte sie nach einem Gespräch mit dem stellvertretenden UN-Generalsekretär Jan Eliasson in New York. Insgesamt gibt es derzeit 17 Friedenseinsätze der Vereinten Nationen mit rund 97.000 Soldaten, Polizisten und Militärexperten. Eliasson bat Deutschland um ein stärkeres Engagement - auch vor dem Hintergrund, dass durch den Abzug aus Afghanistan Kapazitäten frei würden. Der Nato-Kampfeinsatz endet in einem halben Jahr. Die UN-Bitte werde nun geprüft, um konkrete Missionen sei es aber noch nicht gegangen, sagte von der Leyen. Deutschland habe Schlüsselkapazitäten und Fähigkeiten, die andere Nationen so nicht hätten.

Ban warnt vor Flächenkrieg im Nahen Osten

587251Die Vereinten Nationen warnen davor, dass der Bürgerkrieg in Syrien und die Kämpfe im Irak rasch auf die Nachbarländer übergreifen könnten. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte, er sei "zutiefst besorgt über die sich rasch verschlechternde Sicherheitslage im Irak", darunter die Berichte über "Massenhinrichtungen" durch die Extremistengruppe ISIS. "Es gibt die echte Gefahr weiterer konfessioneller Gewalt in enormen Maßstab im Irak und jenseits seiner Grenzen", sagte Ban vor Journalisten in Genf.

Generalversammlung bestimmt Jordanier zum Menschenrechtskommissar

592182Der jordanische Prinz Seid al Hussein wird neuer UN-Hochkommissar für Menschenrechte. Die UN-Generalversammlung bestimmte den 50-Jährigen einstimmig zum Nachfolger von Navi Pillay. Hussein soll das Amt zum 1. September von der Südafrikanerin übernehmen. Der langjährige Diplomat wird damit der erste UN-Menschenrechtskommissar aus der arabischen und islamischen Welt - eine Besonderheit, die er selbst in seiner Rede hervorhob: "Das spiegelt die Verbundenheit der Internationalen Gemeinschaft mit dieser Region wider und ihre Verpflichtung, die Menschenrechte auf diesem Kontinent, wie auch in anderen Regionen der Welt, voranzubringen." Hussein hat im Bereich der Friedensbildung und der internationalen Justiz langjährige Erfahrung vorweisen. Unter anderem war er wesentlich am Aufbau des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag beteiligt. Hussein war von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon für das Amt vorgeschlagen worden. Zur Zeit ist er Botschafter Jordaniens bei den Vereinten Nationen.

Hungertod bedroht 50.000 Kinder im Südsudan

170636Im von einem blutigen Machtkampf erschütterten Südsudan sind etwa 50.000 Kinder akut vom Hungertod bedroht. Bei den Kämpfen in dem nordostafrikanischen Land seien tausende Menschen getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen worden, erklärte der UN-Verantwortliche für den Südsudan, Toby Lanzer. „Die Konsequenzen könnten schrecklich sein - 50.000 Kinder drohen bis zum Jahresende an Hunger zu sterben, wenn sie keine Hilfe bekommen." Lanzer rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe auf und bezifferte den ausstehenden Finanzbedarf auf gut eine Milliarde Dollar (knapp 740 Millionen Euro). Diese Summe sei notwendig, um den insgesamt 3,8 Millionen Menschen im Südsudan zu helfen, „die von Hunger, Gewalt und Krankheit betroffen sind".

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