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UNESCO Liste der gefährdeten Weltkulturerbe-Stätten um Stadt in Mali erweitert

07 13 2016OldTowns13. Juli 2016 – Der UNESCO-Auschuss, der für die Auflistung des Weltkulturerbes zuständig ist, hat die Stadt Djenné in Mali auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbe-Stättenhinzugefügt. Aufgrund der instabilen Lage in der Region könnte die Stadt nicht ausreichend geschützt werden. "Zurrzeit können weder Maßnahmen gegen den Verfall der Baukonstruktionen, noch gegen die Erosion der archäologischen Grabungsstätten unternommen werden", teilte die UNESCO mit. Der Ausschuss appelierte zudem an die internationale Gemeinschaft, Mali bei der Aufrechterhaltung und dem Schutz der Stadt zu unterstützen. Die 250 v.Chr. erbaute Stadt Djenné galt als Marktzentrum und wichtiger Umschlagplatz im Trans-Sahara Goldhandel. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem Verbreitungszentrum des Islams. Die traditionellen Häuser, von denen bis zu 2.000 erhalten sind, wurden auf kleinen Hügeln zum Schutz vor saisonalen Überschwemmungen gebaut. Das Gebiet in der Niger-Delta Region in Zentral-Mali steht bereits seit 1988 auf der Liste des Weltkulturerbes der Vereinten Nationen.

Südsudan: Waffenstillstand hält an – UN fordert sichere Passage für geflohene Zivilisten

Tomping12. Juli 2016 – Die Mission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMISS) hat berichtet, dass der Waffenstillstand im Südsudan, abgesehen von gelegentlichen Schusswechseln, hält. Der Waffenstillstand wurde beschlossen, nachdem in der Hauptstadt Juba Kämpfe zwischen Soldaten der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) und deren Opposition tagelang angehalten hatten. Dem UN-Menschenrechtsbüro zufolge seien seit dem 7. Juli mindestens 272 Menschen getötet worden; unter ihnen 33 Zivilisten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat derweil die umliegenden Länder dazu aufgerufen, ihre Grenzen offen zu lassen, damit Menschen, die aus Juba geflüchtet sind, diese passieren können. Ersten Schätzungen zufolge sind mindestens 36.000 Menschen durch die Kämpfe vertrieben worden und suchen nun in UNMISS Unterkünften im In- und Ausland Schutz. Die Missionsleiterin Ellen Margrethe Løj appellierte an die verschiedenen Konfliktparteien, sich an die Waffenruhe zu halten und diesen Befehl an alle Sicherheitskräfte weiterzugeben, sodass alle Soldaten in ihre Kasernen zurückkehren. UNMISS berichtete zudem, dass der Flughafen wieder geöffnet sei. Kommerzielle Flüge gebe es aber noch nicht. Ebenso konnten Friedenstruppen in Juba patroullieren. Trotz allem sei man sich sicher, so die Vertreterin des Hohen Kommissars für Menschenrechte, Cécile Pouilly, “dass sich die menschenrechtliche Situation im Südsudan weiter verschlechtern wird.“

Syrien: UN-Luftbrücke bringt humanitäre Hilfe in den nordöstlichen Regierungsbezirk Al Hassakeh

syria11. Juli 2016 – Der erste Flug mit Hilfsgütern des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen hat die Region um Al Hassakeh im Nordosten Syriens am Wochenende erreicht. Das Gebiet, das von 275.000 Menschen bewohnt ist, war seit sechs Monaten von Nahrung und anderen Hilfsgütern abgeschnitten, da der Zugang am Boden seit mehr als zwei Jahren durch ISIL blockiert wird und die Grenzübergänge zu Nachbarsstaaten seit Angang 2016 geschlossen sind. “Die Luftversorgung bringt einen Schimmer der Hoffung für die Menschen in Al Hassakeh, die viel zu lange ohne das Nötigste auskommen mussten“, erklärte der Direktor des Welternährungsprogramms in Syrien, Jakob Kern. Eigentlich sei die Versorung durch die Luft nicht die erste Wahl, um Hilfe zu leisten, da sie sehr kostspielig sei. Doch da es keinen Zugang am Boden gebe, würden immer mehr dieser Luftoperationen geplant. So brachte das zuletzt geschickte Flugzeug rund 40 Tonnen Grundnahrungsmittel und ein spezielles Ernährungsprodukt für mangelernährte Kinder.

Sicherheitsrat fordert Ende der Kämpfe im Südsudan

media media 92817340 c154 44fd a0b7 f913d88d1446 normalized jpegDer Sicherheitsrat hat die Bürgerkriegsparteien im Südsudan zur sofortigen Einstellung der Kämpfe aufgefordert. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung stellten die 15 Ratsmitglieder außerdem die Aufstockung der Blauhelmmission in dem Land in Aussicht. Die anderen Länder in der Region müssten, wenn nötig, weitere Soldaten zur Verfügung zu stellen.Vor dem Ratstreffen hatte sich der britische UN-Botschafter Peter Wilson für ein Waffenembargo gegen den Südsudan eingesetzt, doch wurde das Thema nach Angaben von Diplomaten während der Beratungen nicht aufgegriffen. Auch der französische Botschafter François Delattre forderte, den Druck auf die Bürgerkriegsparteien zu erhöhen. Er warf ihnen "fehlenden politischen Willen" zur Lösung des Konflikts vor. Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit waren am Wochenende in der südsudanesischen Hauptstadt Juba erneut Kämpfe zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen, Vize-Präsident Riek Machar, ausgebrochen. Sie dauerten am Sonntag weiter an. Dabei geriet auch die UN-Mission unter Beschuss, ein chinesischer Blauhelmsoldat wurde getötet. Nach Angaben eines Rebellensprechers starben am Wochenende mehr als 150 Menschen.

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