Dienstag, 02 September 2014
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V-Day 2013: Ban fordert Ende der Gewalt gegen Frauen

ki-moonWeltweit gehen am heutigen Valentinstag Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen zu setzen. Statistisch betrachtet wird jede dritte Frau in ihrem Leben Opfer von Gewalt. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon macht als Ursache dieses Phänomens eine „Kultur der Diskriminierung und Straflosigkeit“ aus, die es zu durchbrechen gelte. Er unterstütze die Aktion “One Billion Rising” am V-Day ausdrücklich, so Ban. Gleichzeitig machte er deutlich, dass man sich auch über das heutige Datum hinaus engagieren müsse. „Dies muss ein Tag sein, auf den Handlungen folgen.”

In diesem Zusammenhang verwies Ban auf seine Kampagne UNiTE to End Violence against Women, die COMMIT-Initiative von UN Women sowie auf die UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau. Der Generalsekretär forderte alle Regierungen der Welt auf, an diesem besonderen Tag eine “besondere Valentins-Nachricht“ zu schicken, und zwar eine Verpflichtung, mit Maßnahmen entschieden gegen Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen vorzugehen. Gemeinsam könne man eine Welt aufbauen, in der jeder Mensch frei von Furcht leben könne.

UN-Vertreter kritisieren Administrativhaft in Israel

pillay2Der Gesundheitszustand palästinensischer Gefangener erfüllt hochrangige Mitarbeiter der Vereinten Nationen mit Sorge. Tarek Qa’adan und Jafar Azzidine befinden sich seit 79 Tagen im Hungerstreik, um gegen ihre Administrativhaft zu protestieren. Ein weiterer Häftling steht seit über 200 Tagen in teilweisem Hungerstreik. „Ich bin besorgt über den Gesundheitszustand der Gefangenen“, so Navi Pillay, Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Die beiden Häftlinge sollen dem Tode nahe sein.

Erneut kritisierte Pillay außerdem die israelische Praxis der Administrativhaft. „Menschen müssen angeklagt werden und einen Prozess nach internationalen Standards erhalten“, so Pillay. Andernfalls seien sie unmittelbar zu entlassen. Ähnlich äußerte sich Richard Falk, UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtssituation in Palästina. Es sei „unmenschlich“, die Gefangenen unter diesen Bedingungen festzuhalten.

Israel soll derzeit mindestens 178 Palästinenser in Administrativhaft festhalten. Die internationale Gemeinschaft müsse, so Falk, schnell reagieren und „alle Hebel in Bewegung setzen“, um dieser Praxis ein Ende zu setzen.  

V-DAY 2013: Tanzen gegen Gewalt

vdayStatistisch wird jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt. Das entspricht einer Milliarde Frauen und Mädchen weltweit. Für alle, die sich mit diesem Zustand nicht abfinden wollen, bietet der V-Day die Möglichkeit, sich zu erheben. Unter dem Motto „One Billion Rising“ werden 2013 am Valentinstag (14. Februar) weltweit Menschen auf die Straße gehen, tanzen und ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen fordern.

Der V-Day wurde 1998 von der Theaterregiesseurin und Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen und findet in diesem Jahr bereits zum 15. Mal statt . Die Aktionen werden weltweit von hunderten Organisationen unterstützt, darunter auch das Enwticklungsprogramm der UN (UNDP). 2012 gab es bereits über 5800 Veranstaltungen, in diesem Jahr soll diese Zahl übertroffen werden. Dazu ist insbesondere das Engagement von Freiwilligen notwendig. Weitere Informationen zum V-Day und wie auch Sie sich engagieren können, finden sie unter: www.onebillionrising.org

Vereinte Nationen verurteilen nordkoreanischen Atomtest

koreaforeignministerDer UN-Sicherheitsrat und hochrangige UN-Offizielle haben den erneuten Nukleartest der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) verurteilt. Der Vorfall stelle eine internationale Gefahr für Frieden und Sicherheit dar und verletze entsprechende UN-Resolutionen, erklärte der Sicherheitsrat nach einer Dringlichkeitssitzung. „Die Mitglieder des Sicherheitsrates werden unmittelbar beginnen, an einer Resolution zu arbeiten, um die angemessenen Maßnahmen festzustellen“, sagte der aktuelle Präsident des Sicherheitsrates und Außenminister Südkoreas, Kim Sung-hwan.

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte „dieses rücksichtslose Vorgehen“ scharf. Der Test zeige, dass „die wiederholten Aufforderungen der internationalen Gemeinschaft, von provokativen Gesten abzusehen, vollständig ignoriert werden“. Er habe, so Ban, mehrfach persönlich versucht, auf die Führung in Pjöngjang Einfluss zu nehmen und diese gebeten, das Atomprogramm fallen zu lassen. „Leider sind meine Versuche auf taube Ohren gestoßen.“

Die nordkoranische Nachrichtenagentur KCNA hatte am Dienstag von dem "erfolgreichen" unterirdischen Test berichtet. Der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Yukiya Amano, nannte das Vorgehen „bedauerlich“. Nordkorea müsse nun alle Resolutionen der UN umgehend implementieren.

 

(UNRIC, 13.2.2013)

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