Donnerstag, 30 März 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Südsudan: UN-Sicherheitsrat erwägt Sanktionen

SüdsudanDer UN-Sicherheitsrat hat die Gewalt im Südsudan scharf verurteilt. Im Bundesstaat Unity kam es zu einer regierungsgeführten Offensive. Die kriegszerrissene Stadt Malakal wurde von oppositionellen Kämpfern angegriffen. Die UN denkt über Sanktionen gegen diejenigen nach, die den Frieden und die Stabilität des Landes bedrohen.

Rund 80.000 Binnenvertriebene suchten in Camps der UN-Mission im Südsudan (UNMISS) Schutz. Vertreter der UN-Mission forderten alle Beteiligten dazu auf, eine politische Lösung aus der Krise zu finden.

Der UN-Koordinator für Humanitäre Hilfe im Südsudan, Toby Lanzer, warnte vor militärischen Operationen in der Region. Zeugen berichteten von Vergewaltigungen und Morden.

UN-Organisationen arbeiten weiter daran, die humanitäre Situation zu verbessern und auf die Konsequenzen der Gewalt zu reagieren. Mehr als 650.000 Zivilisten benötigen lebenswichtige Hilfsgüter.

Neue “Free and Equal”- Kampagne

Free EqualEine neue Kampagne der Vereinten Nationen soll die Vielfalt der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und intersexuellen (LGBTI) Gemeinschaft betonen. Zum Auftakt des internationalen Tages gegen Homophobie wurde der Film gestern am New York Times Square gezeigt.

Der internationale Tag am 17. Mai adressiert besonders die Schwierigkeiten junger Menschen in der LGBTI-Gemeinschaft und zeigt deren positiven Einfluss auf die Gesellschaft. Die Vereinten Nationen setzen sich mit der Kampagne für mehr Toleranz und Gleichberechtigung für die LGBTI-Gemeinschaft ein.

"Trotz des großen Fortschritts werden Mitglieder der LGBTI-Gemeinschaft noch immer Opfer von Diskriminierung und Gewalttaten. Wir dürfen uns das in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr erlauben. In dieser Gesellschaft, in der die Vielfalt gefeiert wird, sollte jeder Mensch, ganz gleich wo er lebt oder wen er liebt, in Sicherheit und Frieden leben können", erklärte UNAIDS-Exekutivdirektor Michel Sidibé. Er forderte die Menschen dazu auf, die soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu respektieren.

Ban Ki-Moon verurteilt Putschversuch in Burundi

Burundi, PutschversuchBan Ki-moon hat die politische Führung des ostafrikanischen Landes dazu aufgefordert, ''alle Formen von Gewalt und Rache klar und deutlich abzulehnen und das Militär zu zügeln''. Der UN-Generalsekretär verurteilte alle Versuche, die gewählte Regierung durch einen Militärputsch zu stürzen.

Das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) gab an, dass am 13. Mai ein Putschversuch in der burundischen Hauptstadt Bujumbura stattgefunden habe. Präsident Nkurunziza befand sich zu diesem Zeitpunkt bei einem Gipfel der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC), bei dem die Lösung des Konflikts besprochen werden sollte.

Präsident Nkurunziza wurde zum dritten Mal gewählt. Es folgten schwere Gefechte, vor denen zahlreiche Menschen in Nachbarländer flohen, berichtete die UN, die einen regionalen Maßnahmenplan entwickelte.

Ban Ki-moon erklärte, der UN-Sicherheitsrat werde sich mit der Situation befassen. Ban arbeite eng mit der EAC, der Afrikanischen Union und andere Parteien, um den Konflikt zu deeskalieren. Er appellierte an die Bevölkerung Burundis, schnellstmöglich freie Wahlen abzuhalten.

Neues Erdbeben erschüttert Nepal

UNICEF, NepalEin weiteres Erdbeben der Stärke 7,3 hat in Nepal gestern mindestens 40 Menschen das Leben gekostet. Die Katastrophe geschah nur zwei Wochen nach dem ersten Beben, bei dem 8000 Menschen starben.

Das Epizentrum des Bebens befand sich 76 Kilometer nordöstlich von Kathmandu - ein Gebiet, das bereits durch das Beben vom 25. April schwer beschädigt wurde.

"Unsere Mitarbeiter hatten sich gerade für den Hilfseinsatz gerüstet, als die Erde zu beben begann. Es hörte für eine längere Zeit nicht auf", berichtete die UNICEF- Spezialistin für Krisenkommunikation Rose Foley.

Nach Angaben des Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) gab es durch das Beben Erdrutsche im Himalaja. Zahlreiche Gebäude, die durch das erste Beben zerstört waren, stürzten ein. Den Menschen wird geraten, sich im Freien aufzuhalten. Das nepalesische Militär bietet zusätzliche Unterkünfte.

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