Donnerstag, 19 Januar 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Ban Ki-moon mahnt Israelis und Palästinenser zu neuen Verhandlungen

Palästinensische Farmer bei der Olivenernte vor israelischen Siedlungen. Foto: UNRWA Archives/Alaa GhoshehBan Ki-moon hat Israel nach der Parlamentswahl zu neuen Friedensverhandlungen mit den Palästinensern aufgerufen.

Der UN-Generalsekretär fordert von der zukünftigen israelischen Regierung, die Vorbedingungen für einen dauerhaften Frieden in Nahost und für einen palästinensischen Staat zu schaffen. Dazu gehöre auch, den illegalen Siedlungsbau in den besetzten Gebieten zu unterbinden.

Der UN-Generalsekretär wendet sich damit explizit gegen die Wahlkampfaussagen von Benjamin Netanjahu: Der Ministerpräsident hatte erklärt, dass es mit ihm als Regierungschef keinen Palästinenserstaat geben werde.

WHO verstärkt Hilfsappell für Syrien

Syrischer Flüchtling mit KindDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der medizinischen Bedingungungen in Syrien Alarm geschlagen: Die Situation der Zivilisten vor Ort hat sich in den letzten Monaten noch einmal dramatisch verschlechtert.

Große Teile der syrischen Bevölkerung sind laut WHO derzeit nicht erreichbar für eine medizinische Grundversorgung. Impfstoffe fehlen, und der Zugang zu ausreichend Trinkwasser ist nicht in allen Landesteilen gesichert. Zudem droht die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Auch chronische Erkrankungen nehmen zu.

Schon im Februar hatte die WHO einen dringenden Hilfsappell veröffentlicht: Über eine Milliarde US-Dollar würde benötigt, um die Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen in Konfliktgebieten zu sichern - mehr als die Hälfte des Geldes allein in Syrien.

In dem seit vier Jahre tobenden Bürgerkrieg sind über als 215.000 Menschen getötet worden, so die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, darunter mehr als 66.000 Zivilisten. Seit Anfang Februar seien in Syrien über 5000 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen.

Kritisch ist die Lage derzeit aber auch im Irak, in Zentralafrika und im Südsudan.

UN-Sonderberichterstatter Shaheed besorgt über Todesstrafe im Iran

UN-Sonderberichterstatter für den Iran Ahmed Shaheed UN-Sonderberichterstatter Ahmed Shaheed ist beunruhigt über die Menschenrechtslage im Iran. Auch seit der Wahl des reformorientierten Präsidenten Hassan Ruhani vor zwei Jahren habe sich die Situation weiter verschlechtert, so Shaheed.

Insbesondere die häufige Vollstreckung der Todesstrafe gebe Anlass zur Sorge. In diesem Jahr wurden bereits 252 Menschen hingerichtet, im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 753 - darunter 25 Frauen und 13 Minderjährige. Dies sei die höchste Hinrichtungszahl seit 13 Jahren gewesen. Der Iran bleibe damit das Land mit den meisten Exekutionen pro Einwohner.

Dies sei umso besorgniserregender, als die meisten Todesurteile für Drogendelikte oder Vergehen wie Ehebruch, Sodomie und "vage formulierte Verstöße gegen die nationale Sicherheit" verhängt würden, sagte Shaheed. Er rief Teheran zu einem Moratorium für die Todesstrafe auf.

Eine UN-Playlist, die glücklich macht

Ban Ki-moon mit David Guetta (li.) im Jahr 2013Musik hat die Macht, Glück zu verbreiten und die Hoffnung auf ein besseres Morgen zu nähren.

Sonderbotschafter der Vereinten Nationen haben jetzt gemeinsam mit internationalen Künstlern - darunter David Guetta (auf dem Foto li. im Jahr 2013), Ed Sheeran, John Legend und James Blunt - eine Playlist erstellt, die am dem Internationalen Tag des Glücks (20. März) vorgestellt werden soll. Unter dem Hashtag #‎HappySoundsLike‬ kann auf Twitter und Facebook der persönliche "Glücks-Soundtrack" gewählt werden.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, erklärte: "Die Vereinten Nationen freuen sich, das Bewusstsein für den Internationalen Tag des Glücks zu steigern. An diesem Tag werden wir die internationale Sprache der Musik verwenden, um unsere Solidarität mit den Millionen Menschen auf der Welt zu zeigen, die unter Armut, Menschenrechtsverletzungen, humanitären Krisen, den Auswirkungen der Umweltzerstörung sowie dem Klimawandel leiden."

Der Internationale Tag des Glücks wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2012 eingeführt.

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