Montag, 03 August 2015
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Welttag der kulturellen Entwicklung

Welttag der kulturellen EntwicklungDie Vereinten Nationen haben im Zuge des Welttages der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung an die globale Gemeinschaft appelliert, die kulturelle Diversität stärker zu schützen. Kulturelle Traditionen seien durch die Angriffe extremistischer Gruppen in Gefahr.

Die Diversität der Kulturen sei "Motor der Entwicklung" und wichtig für das "gemeinsame Erbe der Menschheit", betonte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova. Sie zeigte sich angesichts der wachsenden Bedrohung durch extremistische Gruppen besorgt. Vor allem im Irak und in Syrien werden einzigartige Kulturgüter zerstört und Minderheiten verfolgt. "Kulturelle Vielfalt ist ein Symbol der Freiheit und Kreativität des Menschen. Dies gilt es zu beschützen", so Bokova.

In diesem Jahr forderte die UNESCO zu verschiedenen Aktivitäten auf, um die globalen Kulturen wertzuschätzen. Beim Welttag der kulturellen Entwicklung gehe es darum, das kreative Potenzial unterschiedlicher Sprachen und Traditionen zu nutzen, erklärte die UNESCO-Generaldirektorin.

Südsudan: Mehr Angriffe auf Frauen und Kinder

SüdsudanFast zwei Jahre nach Beginn des Konflikts im Südsudan verschlechtert sich die Situation im Land noch immer. Laut UNICEF werden Frauen und Kinder häufiger Opfer von Gewalttaten.

UNICEF-Vertreter Jonathan Veitch bestätigte, dass im Bundesstaat Unity in den letzten zwei Wochen Dutzende Kinder ermordet, vergewaltigt oder entführt worden waren.

"Wenn wir die Kinder vor weiterem Unheil schützen wollen, ist ein sofortiges Ende der Kämpfe notwendig. Humanitäre Helfer brauchen uneingeschränkten Zugang", so Veitch.

Es sei unklar, wer für die Taten verantwortlich ist. Zeugen, die aus den brennenden Dörfern geflohen waren, gaben an, dass Kinder sowohl Opfer der Gewalt als auch Täter seien. Weitere Zeugen verdächtigten die Sudan People's Liberation Army (SPLA) hinter den Angriffen.
Im Südsudan wurden in den letzten Jahren mehr als 10.000 Kinder für Kämpfe rekrutiert. Es handle sich um einen "beispiellosen Einsatz" von Kindern im Konflikt, erklärte Veitch.

UNICEF steht derzeit in Kontakt mit der SPLA und bemüht sich um Gespräche mit der Opposition. UN-Friedenstruppen sorgen für Patrouillen und Eskorten. Rund 500 Flüchtlinge haben in den Stützpunkten der UN-Mission UNMISS Schutz gefunden. Die UN-Mission forderte die Regierung und Opposition dazu auf, die Gewalt zu beenden und Verhandlungen für ein Friedensabkommen wieder aufzunehmen.

Nach IS-Attacke: 25.000 Iraker fliehen aus Ramadi

Ramadi, IrakDie UN haben die humanitäre Hilfe in der Stadt Ramadi im Irak verstärkt, nachdem diese vom Islamischen Staat (IS) angegriffen wurde.

"Nichts ist jetzt wichtiger, als den Flüchtlingen von Ramadi zu helfen. Tausende müssen im Freien übernachten, da sie keine Bleibe haben. Mit stärkerer finanzieller Unterstützung wären wir in der Lage, viel mehr zu leisten", betonte Lise Grande, UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak.

25.000 Menschen sind bereits zum zweiten Mal in den letzten Monaten aus der Stadt Ramadi und vor den dort stattfindenden Attacken des IS geflohen. Das Welternährungsprogramm (WFP) unterstützt die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, UNICEF verteilt Hygieneartikel, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt mobile Ärzteteams und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) kümmert sich um temporäre Flüchtlingslager. Die finanziellen Mittel für diese Programme werden laut UN-Informationen knapp.

"Wir dürfen die Opfer der Gewalt nicht im Stich lassen. Wir müssen noch mehr tun", mahnte die UN-Koordinatorin.

Südsudan: UN-Sicherheitsrat erwägt Sanktionen

SüdsudanDer UN-Sicherheitsrat hat die Gewalt im Südsudan scharf verurteilt. Im Bundesstaat Unity kam es zu einer regierungsgeführten Offensive. Die kriegszerrissene Stadt Malakal wurde von oppositionellen Kämpfern angegriffen. Die UN denkt über Sanktionen gegen diejenigen nach, die den Frieden und die Stabilität des Landes bedrohen.

Rund 80.000 Binnenvertriebene suchten in Camps der UN-Mission im Südsudan (UNMISS) Schutz. Vertreter der UN-Mission forderten alle Beteiligten dazu auf, eine politische Lösung aus der Krise zu finden.

Der UN-Koordinator für Humanitäre Hilfe im Südsudan, Toby Lanzer, warnte vor militärischen Operationen in der Region. Zeugen berichteten von Vergewaltigungen und Morden.

UN-Organisationen arbeiten weiter daran, die humanitäre Situation zu verbessern und auf die Konsequenzen der Gewalt zu reagieren. Mehr als 650.000 Zivilisten benötigen lebenswichtige Hilfsgüter.

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