Donnerstag, 26 März 2015
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UNICEF: 2014 desaströses Jahr für Kinder in Konflikten

12-08-2014ChildrenNach Angaben des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) waren im Jahr 2014 insgesamt 15 Millionen Kinder brutaler Gewalt ausgesetzt waren. Aufgrund der weltweiten Konflikte sei es ein desaströses Jahr für Kinder in den betroffenen Regionen gewesen. Es habe mehr Attacken auf Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen gegeben. Neue gesundheitliche Bedrohungen, wie der Ebola-Ausbruch in Westafrika, haben tausende Kinder zu Waisen gemacht.

„Kinder wurden getötet, während sie im Klassenzimmer lernten oder in ihren Betten schliefen. Sie wurden zu Waisen, gekidnappt, gefoltert, vergewaltigt oder als Sklaven verkauft. In der jüngeren Geschichte, waren nie mehr Kinder als heute solch unaussprechlicher Gewalt ausgesetzt. Gewalt und traumatische Erfahrungen haben noch andere Folgen als die Verletzung einzelner Kinder – sie unterminieren die Stärke ganzer Gesellschaften. Die Welt kann und muss mehr tun, um 2015 ein besseres Jahr für jedes Kind zu machen", so der UNICEF Exekutivdirektor Anthony Lake.

Nicht weniger als 15 Millionen Kinder leiden unter den Konflikten in der Zentralafrikanischen Republik, im Irak, im Südsudan, in Syrien, der Ukraine und den besetzten palästinensischen Gebieten. Diese Zahl umfasst laut UNICEF auch die Binnenflüchtlinge oder Flüchtlinge in Nachbarstaaten.

Stellvertretender UN-Generalsekretär warnt : Humanitäres System befindet sich am Scheideweg

12-03-2014Jan EliassonDer stellvertretende Generalsekretär Jan Eliasson hat beim Globalen Humanitären Forum in Genf betont, dass die Not und Bedürfnisse weltweit schneller zunehmen als die Kapazitäten der humanitären Hilfe. Im Vergleich seien heute dreimal so viele Menschen auf Hilfe angewiesen, wie noch vor zehn Jahren. Es sei daher zentral zusammenzuarbeiten, um das System der humanitären Hilfe effizienter zu gestalten.

„Wir können es uns nicht länger leisten, unabhängig voneinander oder parallel zu arbeiten, wir müssen einen horizontalen Ansatz verfolgen. In den letzten zehn Jahren ist das benötigte Budget für humanitäre Hilfe um 600 Prozent gestiegen – von drei Milliarden im Jahr 2004 auf 17,9 Milliarden heute", so Eliasson in Genf.

Die fehlenden finanziellen Mittel bringen das System an seine Grenzen und haben bereits zu Kürzungen der Unterstützung syrischer Flüchtlinge durch das Welternährungsprogramm geführt. Mit dem herannahenden Winter verschärft sich die Situation für diese Menschen zunehmend.

Der stellvertretende Generalsekretär unterstrich die Notwendigkeit einer besseren Vorbereitung auf - und Vorhersage von Risiken. Humanitäre Hilfsorganisationen müssten enger mit Entwicklungspartnern zusammenarbeiten.

„Humanitäre Hilfe kann nicht dazu genutzt werden die Finanzierungslücke in der Entwicklungshilfe zu schließen oder politische Lösungen zu ersetzen, welche so dringend gebraucht werden. Wir befinden uns an einem Scheideweg. Der jetzige Kurs ist nicht nachhaltig. Wir müssen die Art, wie wir arbeiten ändern", so Eliasson.

Ebola-Hilfe: Deutschland spendet 400 Motorräder an UNMEER

UNMEERDeutschland hat der UN-Mission in Westafrika für den Kampf gegen Ebola (UNMEER) 400 Motorräder gespendet. Damit sollen Blutproben möglichst schnell zur Untersuchung in Labore gebracht werden. Für den Transport werden die Motorräder mit Kühlboxen ausgestattet.

Der deutsche Botschafter in Ghana, Rüdiger John, besuchte das Logisitkzentrum für humanitäre Hilfe um die Motorräder offiziell zu übergeben. „Dies ist ein bedeutender logistischer Fortschritt. Diese Motorräder werden helfen, unsere gemeinsamen Hilfsbemühungen zu beschleunigen.", so der Botschafter.

Der Leiter der UN-Mission in Westafrika, Anthony Banbury, dankte den Deutschen für die Spende. „Wir haben wirklich eine großartige Partnerschaft – ein exzellentes Beispiel für internationale Zusammenarbeit", so Banbury.

UNESCO fordert kulturelle Schutzzonen im Irak und in Syrien

Cultural HeritageDie Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, hat die Einrichtung kultureller Schutzzonen im Irak und in Syrien gefordert. Anschläge auf kulturelles Erbe und illegaler Schmuggel von Kulturgütern seien „Teil einer extrem gewalttätigen Strategie der kulturellen Reinigung."

„Es ist nicht zu spät, um zu handeln. Aber es kann keine rein militärische Lösung dieser Krisen geben. Um Fanatismus zu bekämpfen, müssen wir Bildung als Waffe gegen Hass fördern und kulturelles Erbe beschützen, welches als Grundlage einer gemeinsamen Identität dient.", so Irina Bokova.

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