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Somalia: Immer mehr Kinder von Unterernährung und Krankheiten bedroht

Somalia 2017 FamineUN05737231. März 2017 – Während Somalia weiterhin von einer Hungersnot bedroht ist, steigt auch die Zahl von Kindern, die unter schwerer, akuter Unterernährung und Cholera leiden. An dieser Kombination sind laut Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF während der letzten Hungersnot in Somalia viele Kinder gestorben.

„Kinder sterben an Unterernährung, Hunger, Durst und Krankheiten. Während der Hungersnot von 2011 sind etwa 130.000 Kinder gestorben, circa die Hälfte von ihnen bevor die Hungersnot ausgerufen wurde. Wir arbeiten rund um die Uhr mit Partnern zusammen um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal geschieht“, betonte Leila Pakkala, UNICEF-Regionaldirektorin für Ost- und Südafrika.

Mehr als 35.400 unter Unterernährung leidende Kinder wurden im Januar und Februar in hunderten von Ernährungszentren in ganz Somalia behandelt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2016 stellt dies einen Anstieg von 58 Prozent dar. Seit Anfang dieses Jahres wurden mehr als 18.400 Fälle von Cholera gemeldet, die meisten der Betroffenen sind Kleinkinder.

Sechs Jahre nach der letzten Hungersnot befindet sich Somalia erneut am Rande einer Katastrophe. Dieses Mal ist die Dürre stärker ausgebreitet, sie bedroht einen deutlich größeren Teil des Landes. In Anbetracht der derzeitigen Situation hat UNICEF Somalia den Finanzierungsbedarf für 2017 von 66 Millionen auf 147 Millionen erhöht.

WHO: Besorgnis über Masernausbruch in Europa

03 20 2015Vaccine30. März 2017 – In Europa sind seit Jahresbeginn hunderte von Masernfällen gemeldet worden. Die Krankheit galt bislang als quasi ausgerottet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) drängt Familien dazu, ihre Kinder zu impfen und fordert nationale Behörden dazu auf, Sofortmaßnahmen zu ergreifen.

„Es wird zu weiteren Ausbrüchen in Europa und anderswo kommen, solange nicht jedes Land den Grad der Immunisierung erreicht, der für den kompletten Schutz seiner Bevölkerung notwendig ist“, betonte die Regionaldirektorin der WHO für Europa, Zsuzsanna Jakab.

In Europa wurden seit Januar mindestens 500 Fälle diagnostiziert, die meisten davon in Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, der Schweiz und der Ukraine. In diesen Ländern liegt die geschätzte nationale Immunisierung unter der empfohlenen 95-Prozent-Schwelle.

Masern sind ein hochansteckender Virus, der in den meisten Teilen der Welt heimisch ist. Die WHO fordert die betroffenen Länder dazu auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen um eine weitere Übertragung zu verhindern. „Gemeinsam müssen wir sicherstellen, dass der hart erkämpfte Fortschritt in Richtung regionaler Eliminierung nicht verloren geht“, betonte Jakab.

UN-Generalsekretär: Unterstützung für syrische Flüchtlinge ist im Interesse der beteiligten Länder

03 28 2017 SG Jordan 229. März 2017 – UN-Generalsekretär Guterres hat das Zaatari-Flüchtlingscamp in Jordanien besucht, in dem 80.000 syrische Flüchtlinge untergebracht sind. Bei seinem Besuch forderte er die Parteien des Syrienkonflikts sowie Länder mit starkem Einfluss auf die Parteien zur Einsicht auf. Die Krise sei nicht nur eine Tragödie für die syrische Bevölkerung, sondern auch eine Bedrohung für die regionale Stabilität und die globale Sicherheit.

„Das hier ist der Moment für alle Länder, die direkt oder indirekt am Konflikt beteiligt sind, um ihre Differenzen beizulegen und sich ihrer gemeinsamen Interessen bewusst zu werden, da sie alle von dem neuen Risiko des globalen Terrorismus bedroht sind“, betonte Guterres bei einer Pressekonferenz im Camp.

“Solidarität mit syrischen Flüchtlingen ist auch eine Möglichkeit, unsere Fähigkeit zur Wahrung der globalen Sicherheit zu zeigen. Das ist nicht nur ein Akt der Großzügigkeit. Es ist auch ein Akt des aufgeklärten Eigeninteresses“, fügte der Generalsekretär hinzu. Fehlende Unterstützung für Flüchtlinge könnte durch Gruppierungen wie den IS oder Al Qaida instrumentalisiert werden, um eigene Interessen voranzutreiben.

Jemen: Kinder am stärksten von Kämpfen betroffen

03 27 2017 UNICEF Yemen28.03.2017 – Der Verantwortliche der UN für humanitäre Hilfe hat die Konfliktparteien im Jemen dazu aufgefordert, sich auf politische Dialoge einzulassen und die Situation in den Griff zu bekommen. Die Eskalation des Konflikts im Jemen jährt sich diese Woche zum zweiten Mal.

Der UN-Nothilfekoordinator und Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Stephen O’Brien unterstrich die weitreichenden Folgen der Kämpfe. Der Konflikt habe nicht nur zu tausenden von Toten, Millionen von Vertriebenen und einer nachhaltigen Schwächung der Wirtschaft, sondern auch das Land an den Rand der Hungersnot gebracht.

„Vor allem ist die jemenitische Bevölkerung darauf angewiesen, dass die Konfliktparteien sich zu einem politischen Dialog verpflichten, ansonsten wird diese von Menschen verursachte Krise niemals enden“, betonte O’Brien.

Fast 19 Millionen Jemeniten – mehr als zwei Drittel der Bevölkerung – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Wie in den meisten Krisen sind Kinder die Hauptleidtragenden. Allein im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl der getöteten Kinder von 900 auf 1.500 erhöht. Angriffe auf Schulen nehmen zu und deutlich mehr Kinder wurden für die Kämpfe rekrutiert als noch im Jahr zuvor.

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