Freitag, 22 Mai 2015
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Generalversammlung debattiert über Strategien gegen Extremismus

Tolerance, Reconciliation, UN-GeneralversammlungHeute wird in New York eine zweitägige Konferenz für Toleranz und Freiheit fortgesetzt. Politiker und Religionsvertreter diskutieren Wege in eine sichere Gesellschaft.

Das UN-Gremium appellierte an die internationale Gemeinschaft, sich stärker gegen Intoleranz und Radikalisierung einzusetzen. Dies sei im Hinblick auf extremistisch motivierte Gewalttaten und Terrorgruppen wie D'aesh, Al-Shabaab und Boko Haram besonders gefordert.

„Terroristische Attacken sind niemals gerechtfertigt. Wir verurteilen alle Manifestationen von Intoleranz, Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus, sowie alle Formen von Vorurteilen, Unterdrückung und Gewalt", so der Präsident der Generalversammlung, Sam Kutesa.

Armut und fehlende Bildung führe häufig zu Radikalisierung und Extremismus. Die Vereinten Nationen betonten, dass diese Ursachen stärker bekämpft werden müssen. „Extremismus ist ein globaler Test und unsere Antwort muss das Problem lösen", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

UN: „EU-Flüchtlingspolitik kostet Leben“

Mittelmeer, FlüchtlingskatastropheIn Anbetracht der jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer hat UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al Hussein, die Europäische Union ermahnt, ihre Flüchtlingspolitik zu ändern.

Um auf den steigenden Migrationsdruck zu reagieren, bedarf es „durchdachte, mutigere und weniger abgestumpfte Ansätze", appellierte Zeid. Der UN-Hochkommissar kritisierte Europas Asylpolitik und die fehlenden legalen Migrationsrouten. Er forderte einheitliche EU-Rettungskapazitäten im Mittelmeer.

Experten der Vereinten Nationen erklärten, dass die Unterdrückung illegaler Migration den Menschenschmuggel nicht verhindern könne. „Die EU muss innovativ handeln, um weitere Flüchtlingskatastrophen zu verhindern und Menschenleben zu retten", so François Crépeau, UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte von Migranten.

Vier UN-Mitarbeiter in Somalia getötet

Garowe, Somalia, UNICEFDie Vereinten Nationen haben den gestrigen Anschlag in Somalia scharf verurteilt. Bei der Attacke auf ein UN-Fahrzeug kamen vier UNICEF-Mitarbeiter ums Leben. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Mitarbeiter waren in einem UN-Minibus unterwegs, als eine Bombe am Straßenrand explodierte.

Die UN zeigte sich schockiert und erschüttert. „Unsere Kollegen haben ihre Leben den Kindern von Somalia gewidmet. Sie sind keine Opfer, sondern Helden", so Anthony Lake, UNICEF-Exekutivdirektor. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon betonte, dass sich die UN nicht von ihrer Mission abbringen lasse, weiter für Frieden und Stabilität in der Region zu arbeiten.

UNICEF ist seit 1972 in Somalia tätig. Das UN-Kinderhilfswerk setzt sich in dem Land vor allem für Wasserversorgung, Bildung und Ernährung ein. Der UN-Sicherheitsrat macht die islamistische Extremistengruppe Al-Shabaab für den Anschlag verantwortlich.

Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: UN fordert EU-Rettungsmissionen

Flüchtlingskatastrophe, LampedusaDas Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat angesichts des Schiffsunglücks im Mittelmeer verstärkte Maßnahmen gefordert, um weitere Katastrophen zu verhindern. „Wir brauchen dringend mehr Seenotrettungsmissionen und legale Routen, um nach Europa zu gelangen", teilte UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, mit. Die Europäische Union spiele eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Ursachen des Flüchtlingsproblems.

Am 18. April war ein Flüchtlingsboot mit mehr als 700 Menschen an Bord, zwischen der libyschen Küste und der italienischen Insel Lampedusa, gekentert. Nach UN-Informationen handelt es sich um das „schlimmste Massensterben, das es jemals im Mittelmeer gegeben hat."

Italiens und Maltas Marine suchen am Unglücksort nach Überlebenden. Dennoch konnten laut UN-Angaben bislang nur 50 der rund 700 vermissten Flüchtlinge gerettet werden. UN-Berichten zufolge sind 2015 bereits 31.500 Migranten nach Italien und Griechenland geflohen. 1600 Menschen sind allein in diesem Jahr bei dem Versuch gestorben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

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