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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Konferenz: Umweltverschmutzung soll stärker bekämpft werden

5189714.12.2017 -  Vertreter des UN-Umweltprogramms (UNEP) sowie zahlreiche Umweltminister und einige Staats- und Regierungschefs treffen sich in Kenia, um über den Kampf gegen Umweltverschmutzung zu beraten. Die Reduzierung von Plastikmüll wird bei der dreitägigen Versammlung ein großes Thema sein. Das ostafrikanische Kenia hat jüngst nach mehreren Anläufen und viel Widerstand Plastiktüten verboten und sich damit etwa 40 anderen Ländern angeschlossen, die bislang mit Beschränkungen oder Verboten von Tüten gegen eins der größten Umweltprobleme weltweit vorgegangen sind. Etwa acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen den UN zufolge jährlich in den Ozeanen.

Die Hälfte aller mit HIV lebenden Menschen in der Europäischen Region erhalten eine verspätete Diagnose

world aids day article image1. Dezember 2017 - Die Europäische Region ist weltweit die einzige Region der WHO, in der die Zahl der HIV-Neuinfektionen noch steigt. Dieser Trend setzte sich auch 2016 mit über 160 000 HIV-Neudiagnosen in der Europäischen Region, darunter 29 000 Fälle aus den Ländern der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), fort. Ein Grund für diese besorgniserregende Entwicklung liegt darin, dass über die Hälfte (51%) aller gemeldeten HIV-Diagnosen erst in einem späten Stadium der Infektion erfolgen.

„Die HIV-Epidemie breitet sich in der Europäischen Region weiter mit alarmierender Geschwindigkeit aus, vor allem im östlichen Teil der Region, auf den fast 80% der insgesamt 160 000 HIV-Neudiagnosen entfallen. Das ist die bisher höchste registrierte Zahl von neuen Fällen innerhalb eines Jahres. Wenn dieser Trend sich fortsetzt, werden wir die in den Zielen für nachhaltige Entwicklung enthaltene Zielvorgabe, die HIV-Epidemie bis 2030 zu beenden, nicht erfüllen können“, warnt Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.

„Eine verspätete Diagnose, vor allem bei Hochrisikogruppen, hat eine verspätete Behandlung zur Folge und trägt zur weiteren Ausbreitung des HIV bei. Je später eine Person diagnostiziert wird, desto wahrscheinlicher wird sie an Aids erkranken, wodurch sich ihr Leiden und auch ihr Sterberisiko erhöhen. Am Welt-Aids-Tag appelliere ich dringend an alle Länder, jetzt entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um in der Europäischen Region eine Trendwende bei der HIV-Epidemie herbeizuführen.“

Die Direktorin des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) Dr. Andrea Ammon erklärt: „Unsere Daten zeigen, dass Europa angesichts von jährlich über 29 000 neu gemeldeten HIV-Infektionen in den Ländern der EU und des EWR mehr zur Bekämpfung von HIV tun muss. Im Durchschnitt braucht es vom Zeitpunkt der Infektion bis zur Diagnose etwa drei Jahre, und das ist viel zu lang. Dies führt langfristig zu weniger günstigen Verläufen für die zahlreichen verspätet Diagnostizierten und erhöht gleichzeitig das Risiko einer Weiterübertragung des Virus. Gut zwei Drittel der Aids-Neudiagnosen in den Ländern der EU und des EWR – genauer: 68% – erfolgten innerhalb der ersten drei Monate nach der HIV-Diagnose, was darauf hindeutet, dass diese Personen sich schon Jahre zuvor infiziert haben.“

Männer und Jungen: Der Schwachpunkt

Am Weltaidstag warnt UNAIDS davor, dass Männer schlechteren Zugang zu HIV-Behandlungen bekommen und eine höhere Wahrscheinlichkeit besitzen, an AIDS-bedingten Krankheiten zu leiden. Ein heute veröffentlichter Bericht zeigt, dass Männer seltener einen HIV-Test machen, schlechteren Zugang zu antiretroviralen Behandlungen haben und öfter als Frauen an AIDS-bedingten Krankheiten sterben. Weltweit werden weniger als die Hälfte aller HIV-infizierten Männer behandelt – im Vergleich zu 60% der Frauen. Studien belegen auch, dass Männer eine Behandlung später als Frauen beginnen, diese abbrechen, oder sie nicht fortführen.

„Die Ungleichheiten, die Frauen und Mädchen dem Risiko von HIV aussetzen, müssen an vorderster Stelle beim Thema AIDS stehen“, sagte Michel Sidibé, Exekutivdirektor von UNAIDS. „Aber bei Männern gibt es einen Schwachpunkt – Männer nutzen nicht die Angebote zur Vorbeugung und lassen sich nicht im gleichen Maß wie Frauen behandeln.“

UN-Arbeitsagentur: Vier Milliarden Menschen haben keinen Versicherungsschutz

Wau SouthSudan 2016 UN0275330. November 2017 - Die internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) hat am Mittwoch neue Zahlen zum Versicherungsschutz der Weltbevölkerung veröffentlicht. Demnach leben rund vier Milliarden Menschen - mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung - ohne Absicherung durch einen Sozialversicherungsschutz.

Im „Weltsozialschutzreport 2017-2019“ mit dem Titel „Allgemeiner sozialer Schutz zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung" weist die ILO darauf hin, dass diese Schutzlücke ein Hindernis für die Erreichung global vereinbarter Ziele zur Förderung von Wachstum und Entwicklung darstellt.

Generaldirektor der ILO, Guy Ryder, betont, dass viele Länder zwar den sozialen Schutz für ihre Bürger in den letzten Jahrzehnten verbessert hätten, jedoch viel mehr Investitionen und politische Maßnahmen erforderlich seien, um die Deckung auszuweiten.

„Aufgrund des Mangels an Sozialschutz sind die Menschen während ihres gesamten Lebenszyklus anfällig für Krankheit, Armut, Ungleichheit und soziale Ausgrenzung. Dieses Menschenrecht vier Milliarden Menschen weltweit zu verwehren, ist ein bedeutendes Hindernis für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ", warnte er.

Trotz einer leichten Verbesserung der Wohlfahrtsdeckung weltweit seit dem Jahr 2015, werden immer noch mehr Investitionen von Regierungen benötigt, um den Schutz für alle zu gewährleisten. Nicht zuletzt für die 1,3 Milliarden Kinder, die nicht versichert sind.

UN-Migrationsbehörde: Kinderhandel beginnt oft mit der Beteiligung von Familienmitgliedern

ch20172228 trafficking29. November 2017 - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat neue Daten zum Thema Menschenhandel veröffentlicht. Demnach beginnt bei fast der Hälfte aller Fälle der Kinderhandel mit der Beteiligung von Familienmitgliedern.

Die Statistiken zu diesen Fällen basieren auf den Aussagen von fast 12.000 Überlebenden. „Unsere Organisation spielt eine führende Rolle bei der Verbesserung des Zugangs zu diesen kritischen Informationen, um Maßnahmen gegen den Menschenhandel zu ergreifen", sagte William Lacy Swing, Generaldirektor der IOM.

Kinder sind am häufigsten Opfer von sexueller Ausbeutung und häuslicher Arbeit und werden durch physische, sexuelle und psychologische Misshandlungen in den Handel gezwungen.

Als Reaktion auf diese Statistiken betont die IOM, dass mehr Forschung erforderlich sei, um die Risiken, die Kinder für Menschenhandel anfällig machen, besser zu verstehen. Außerdem sollten Kinderstimmen stärker gehört und anerkannt werden.

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