Sonntag, 31 Juli 2016
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

Syrien: Friedensgespräche in Gefahr

05 19 2016Syria20. Mai 2016 (UNRIC) – Auf einem Treffen der Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien hat der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura betont, es sei fragwürdig, dass die nächste Runde der Friedensgespräche stattfinde, wenn sich der Zugang zu humanitären Hilfsgütern und die Einstellung der Feindseligkeiten nicht verbesserten. Wenn es bis zum 1. Juni keinen Zugang zu den belagerten Gebieten gebe, werde der Abwurf von humanitären Hilfsgütern der "letzte Ausweg" sein. "Natürlich sind wir in Eile, die nächste Runde der Friedensgespräche zu beginnen, aber die Botschaft ist klar: Wenn die Feindseligkeiten nicht eingestellt werden und wenn der Zugang zu Hilfsgütern nicht besser wird, dann ist es nicht sicher, ob die nächste Runde stattfinden kann", sagte der UN-Sondergesandte. 

Nach Ansicht des Sondergesandten gibt es keinen Plan B – trotz hoher Kosten werde es eine Luftbrücke geben, wenn die belagerten Gebiete bis zum 1. Juni nicht zugänglich sein werden. Jan Egeland, de Misturas Berater, sagte, dass Hilfskonvois 10.000 Menschen in dem belagerten Gebiet Ost-Harasta mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern zum ersten Mal seit März 2013 versorgen konnten. "Wir haben nun 13 der 18 belagerten Gebiete erreicht, im Vergleich von nur zwei, die wir letztes Jahr erreichen konnten", sagte er. "Aber das ist auch schon das Ende der guten Nachricht, denn Mai war und ist einer der schwierigsten Monate, die wir in diesem Jahr hatten."

UN startet Kampagne Niemanden zurücklassen und warnt vor schlechten Bedingungen für Flüchtlinge

Tanzania 2016 UNHCR19. Mai 2016 (UNRIC) – Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) fehlen mehr als eine halbe Millionen US-Dollar, um die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg zu bewältigen. Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, rief den Privatsektor auf, finanzielle Mittel beizusteuern, um zwei Millionen Flüchtlingen Schutz zu gewähren. "Schutz ist der Grundstein für Flüchtlinge, um zu überleben und um sich von den physischen und psychischen Auswirkungen von Gewalt und Verfolgung zu erholen. Er sollte als nicht verhandelbares Menschenrecht betrachtet werden", betonte Grandi. "Kein Flüchtling darf zurückgelassen werden." Einzelpersonen, Unternehmen, Stiftungen und Philanthropen können die Kampagne Niemaden zurücklassen unterstützen, mit deren Hilfe Schutz für zwei Millionen Vertriebene ausgebaut und verbessert werden soll. 

Im letzten Jahrzehnt hat Zwangsvertreibung stark zu genommen, nicht nur als Folge der Syrienkrise. Nach Angaben des UNHCR gibt es weltweit 60 Millionen Vertriebene. 20 Millionen davon sind Flüchtlinge, die gezwungen waren, in andere Länder zu fliehen, während der Rest Vertriebene in ihrem eigenen Land sind. 

 

Internationaler Tag der Friedenssicherungskräfte wird am 19. Mai am UN-Hauptsitz in New York begangen

Deutsche UN-Freiwillige wird während einer feierlichen Zeremonie posthum geehrt

 

14577117. Mai 2016 (UNRIC) – Am Donnerstag, den 19. Mai 2016 wird am UN-Hauptsitz in New York der Internationale Tag der Friedenssicherungskräfte begangen. Es ist das achte Jahr in Folge, in dem die Organisation mehr als 100 "Blauhelme" ehren wird, die ihr Leben im vergangenen Jahr während eines Friedenseinsatzes verloren haben. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wird einen Kranz für alle gefallenen UN-Soldaten niederlegen und eine Zeremonie leiten, während der die Dag-Hammarskjöld-Medaille posthum an 128 Soldaten, Polizisten und Zivilisten verliehen wird. Unter ihnen ist auch die deutsche UN-Freiwillige Leticia Mattei. Sie kam am 5. Januar 2015  im Einsatz für die UN-Friedensmission im Südsudan (UNMISS) ums Leben. 

"An diesem Tag ehren wir unseren Helden –  seit dem ersten Einsatz im Jahr 1948 haben mehr als eine Millionen Männer und Frauen unter der Fahne der Vereinten Nationen mit Stolz, Auszeichnung und Mut gedient. Besonders würdigen wir die mehr 3.400 Friedenssicherungskräfte, die ihr Leben während ihres Einsatzes gelassen haben", betont Ban Ki-moon in seiner Erklärung zum Internationalen Tag der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen. Heute dienen mehr als 105.000 UN-Soldaten von Truppen- und Polizeieinheiten aus 24 verschiedenen Staaten, gemeinsam mit 18.000 internationalen und nationalen Zivilisten und UN-Freiwilligen unter der Fahne der Vereinten Nationen.   

Neben der Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit werden Friedenstruppen zunehmend mit weiteren Aufgaben betraut, wie der Unterstützung politischer Prozesse, der Reform von Justizsystemen, der Ausbildung von Strafverfolgungs- und Polizeikräften, der Reintegration ehemaliger Kämpfer und der Rückkehr von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen. 

"Sie zeigen die besten Eigenschaften globaler Solidarität, wenn sie den Schwächsten dieser Welt helfen, in gefährlichen Regionen für Sicherheit zu sorgen", so der UN-Generalsekretär. 

Hervé Ladsous, Untergeneralsekretär für Friedenssicherungseinsätze, betonte:  "Mehr als 120.000 Männer und Frauen – Soldaten, Polizisten und Zivilisten – dienen in 16 Missionen weltweit. Unsere Friedenstruppen sind in einigen der kargsten und gefährlichsten Regionen dieser Welt eingesetzt. Zu viele von ihnen haben den höchsten Preis bezahlt, während sie im Namen des Friedens unter der blauen Fahne dienten. Heute gedenken wir ihnen in voller Anerkennung, um uns den Idealen zu widmen, für die sie so viel geopfert haben." Atul Khare, Untergeneralsekretär für die Unterstützung der Feldeinsätze sagte: "Die Opfer der tapferen Männer und Frauen während der Friedenseinsätze inspirieren uns, mit Mut und Würde zu dienen und kontinuierliche Verbesserungen und Innovationen in unserer Arbeit zu erreichen. Dies verdanken wir nicht nur unseren verstorbenen Kollegen, sondern auch den Millionen von Zivilisten, die wir als Friedenssoldaten entsandt haben. Wir müssen weiterhin zusammen arbeiten, um komplexe Einsätze erfolgreich durch schnelle, effektive, effiziente und verantwortungsvolle Unterstützung zu ermöglichen."   

Der Internationale Tage der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen wurde 2002 von der Generalversammlung festgelegt, um die Männer und Frauen zu ehren, die in Friedenseinsätzen mit hoher Professionalität, Engagement und Mut dienen und in Erinnerung an die, die ihr Leben im Namen des Friedens gelassen haben. Die Generalversammlung hat den 29. Mai als Internationalen Tag bestimmt, weil an diesem Tag im Jahr 1948 die erste Friedensmission der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstands (UNTSO) entsandt wurde. 

Die Zeremonie am 19. Mai wird am UN-Hauptsitz in New York stattfinden, damit Vorsitzende der Militärkomponenten der UN-Friedensmissionen, die diese Woche in New York sein werden, an der Veranstaltung teilnehmen können. UN-Friedensmissionen, UN-Informationszentren und UN-Büros werden den Internationalen Tag am 29. Mai 2016 ebenfalls begehen. 

*  *  *  *  *

Einzigartiger Bildungsfonds des UN-Weltgipfels für humanitäre Hilfe

05 16 2016CrisisUNICEF17. Mai 2016 (UNRIC) – Der UN-Sonderbeauftragte für Bildung, Gordon Brown, hat heute bekannt gegeben, dass mehr als 100 Staaten, weltweit führende Unternehmen und Philanthropen am Weltgipfel für humanitäre Hilfe in Istanbul teilnehmen werden. Das Ziel sei es, "einen großen Durchbruch zu erlangen", um Kindern zu helfen, die keine Ausbildung aufgrund von Konflikten und Naturkatastrophen erhalten. Der Fonds Bildung darf nicht warten wird während des zweitägigen Weltgipfels ins Leben gerufen werden."Er wurde entwickelt, um die Bedürfnisse von 30 Millionen – die größte Zahl seit 1945 – vertriebenen Mädchen und Jungen gerecht zu werden. 20 Millionen dieser Kinder sind momentan nicht in der Lage, zur Schule zu gehen", sagte Brown. "Der Fonds wird in vielerlei Hinsicht einzigartig sein", erklärte er. "Wir werden die Ersten sein, die die Kluft zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungshilfe überbrücken. Derzeit ist Bildung nicht Teil humanitärer Hilfe. Während humanitäre Hilfe auf den Notfall ausgerichtet ist und sich hauptsächlich um den Schutz von Vertriebenen und Nahrungsmittelsicherheit kümmert, ist die Entwicklungshilfe langfristig." Brown betonte, dass dringende Maßnahmen ergriffen werden müssen, da die steigende Anzahl der Kinder, die heute keine Schule besuchen, zu einer "umfassenden globalen Krise" führen werde. Er sagte, dass der neue Fonds die einzige Chance sein könnte, eine Generation zu retten, die dem Krieg, der Kinderheirat, der Zwangsarbeit und gewalttätigem Extremismus zum Opfer fallen würde. 

Seite 9 von 254

9

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Informationsstelle der Vereinten Nation in Bonn

Tel.: +49-228-815-2776
Email: [email protected]

UN Card 2016 DE 250px front