Dienstag, 28 Februar 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Kinderrechtsausschuss: Verletzung der Rechte von Kindern dauert an

Bangladesh children WB 201617. Januar 2017 – Zu Beginn der 74. Sitzung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes in Genf hat Kate Gilmore, Stellvertreterin des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen, vor einer weltweiten Missachtung von Kinderrechten gewarnt.

„Ihre Errungenschaften und Herausforderungen stehen ohne Zweifel der beunruhigenden Tatsache gegenüber, dass Kinderrechte weiterhin verletzt werden“, betonte Gilmore vor dem 18-köpfigen Ausschuss, der bis zum 3. Februar 2017 tagt.

Viele Kinder seien großer Armut und extremer Gewalt ausgesetzt. Bis heute seien Mädchen, außereheliche Kinder und Kinder mit Behinderung gesellschaftlich besonders benachteiligt. Dazu käme die schwerwiegende Situation von Kindern, die zugewandert, asylsuchend, staatenlos oder auf der Flucht sind. Auch ihre Rechte seien in Gefahr, erklärte die UN-Beauftragte.

Die Flüchtlingskrise sowie der Anstieg der globalen Migrationsbewegungen haben verheerende Auswirkungen auf die Rechte von Millionen von Kindern. Weltweit gibt es 26 Millionen Kinder, die ihre Heimat aufgrund von Konflikten verlassen mussten. Viele dieser Kinder müssen um ihr Recht auf Leben und Entwicklung fürchten, so Gilmore.

Der UN-Kinderrechtsausschuss besteht aus unabhängigen Sachverständigen, die die Einhaltung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und seine Fakultativprotokolle überwachen.

Gemeinsames UN-Statement: In Syrien darf sich die Tragödie von 2016 nicht wiederholen

01 05 17 ocha aleppo16. Januar 2017 – Während die Gespräche zur vollständigen Umsetzung der Feuerpause in Syrien andauern, haben führende UN-Vertreter dazu aufgerufen, sofortigen Zugang zu den weiterhin von der Hilfe abgeschnittenen Menschen in Syrien zu erhalten. In dem gemeinsamen Statement des World Food Programms (WFP), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) und dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) fordern die Leiter der Organisationen einen „sofortigen, bedingungslosen und sicheren Zugang zu den Familien und Kindern."

„Wir dürfen nicht zulassen, dass sich in 2017 die Tragödie des letzten Jahres wiederholt“, heißt es in dem von Ertharin Cousin (WFP), Anthony Lake (UNICEF), Stephen O'Brien (WHO) und Filippo Grandi (UNHCR) unterschriebenen Aufruf.

Vor Beginn des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos (17. – 20. Januar) wenden sich die Autoren mit ihrem Schreiben an die Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik. „Überall in Syrien leiden die Menschen weiterhin unter der drohenden Gewalt sowie dem Mangel an überlebenswichtigen Gütern. Wir – und das heißt die ganze Welt – dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Konfliktparteien aus taktischen Gründen den Zugang zu Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung verhindern."

Dem Aufruf zufolge sind in Syrien weiterhin 700,000 Menschen – darunter 300,000 Kinder - von humanitärer Hilfe abgeschnitten und weitere fünf Millionen befinden sich in schwer erreichbaren Gebieten. Unter dem Eindruck dieser Zahlen fordern die Autoren, den Druck auf die Konfliktparteien hoch zu halten. „Der Horror von Ostaleppo ist aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden, aber wir dürfen die Bedürfnisse, Leben und Zukunft der syrischen Bevölkerung nicht aus dem Bewusstsein der Welt verschwinden lassen."

Auftakt zum UN-Datenforum: Daten für nachhaltige Entwicklung besser nutzen

15 01 17DataForumPresser16. Januar 2017 – Zu Beginn des viertägigen UN-Welt-Datenforums sind am Sonntag mehr als 1.500 Datenexperten aus über 100 Ländern in Kapstadt (Südafrika) zusammengekommen. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmer ein umfassendes Konzept, um Daten für nachhaltige Entwicklung nutzbar zu machen.

„Das Forum findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt, denn Daten und statistische Kapazitäten haben einen hohen Wert und müssen deshalb weltweit gestärkt werden. In aller Welt engagieren sich Staaten für die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die vor zwei Jahren auf dem UN-Gipfel in New York verabschiedet worden ist“, betonte Wu Hongbo, Untergeneralsekretär für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten, vor Medienvertretern bei der Eröffnung des Forums.

Die Konferenz soll eine Vorschau auf den „Globalen Aktionsplan für die nachhaltige Entwicklung von Daten“ geben, der 2016 von einer hochrangigen Expertengruppe für nationale Statistik-und Datenpolitik entwickelt wurde. Der Plan verpflichtet Regierungen, politische Entscheidungsträger und die internationale Gemeinschaft, wichtige Maßnahmen in ihrem Datenmanagement zu ergreifen.

Das UN-Welt-Datenforum wird von den Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Regierung organisiert und findet vom 15. bis 18. Januar 2017 statt.

ILO-Bericht: Weltweite Arbeitslosigkeit wächst

01 12 ilo labour rpt13. Januar 2017 – Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat ihren „World Employment and Social Outlook“-Bericht für 2017 vorgestellt. Darin warnt die Organisation vor steigender globaler Arbeitslosigkeit und wachsender sozialer Ungleichheit. Den Autoren zufolge ist zu langsames Wirtschaftswachstum, welches dem globalen Beschäftigungsbedarf nicht gerecht wird, hauptverantwortlich für diese Entwicklungen.
„Wir sehen uns der doppelten Herausforderung gegenüber, die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise aufzufangen und gleichzeitig hochwertige Jobs für Millionen neuer Menschen zu schaffen, die jedes Jahr in den Arbeitsmarkt einsteigen“, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder.
Im vergangen Jahr hatte das weltweite Wirtschaftswachstum ein 6-Jahrestief erreicht und war damit deutlich hinter den Prognosen aus dem Jahr 2015 zurückgeblieben. Unter dem Eindruck andauernder Unsicherheit über die Weltwirtschaftslage korrigieren Marktbeobachter auch für 2017 ihre Erwartungen nach unten.
Im Verlauf des Jahres erwartet die ILO, dass die weltweite Arbeitslosigkeit um 3,4 Millionen Menschen ansteigt. Dieser Anstieg von 5,7 auf 5,8 Prozent sei vor allen Dingen den schlechten Marktbedingungen in Lateinamerika und der Karibik geschuldet. Gleichzeitig erwarten die Experten eine Senkung der Arbeitslosenzahl in entwickelten Ländern – insbesondere in Nord-, Süd- und Westeuropa sowie den USA und Kanada.

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