Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise zieht die UNO eine vorsichtig
positive Zwischenbilanz bei der Umsetzung der Millenniumsziele. Bis 2015
werde das Ziel erreicht, die Armut im Vergleich zu 1990 um die Hälfte
zu reduzieren, erklärte UNO-Generalsekretär Ban. Die Armut nehme in
vielen Ländern und Regionen der Erde ab, heißt es im jährlichen
UNO-Bericht, der am Donnerstag in Genf präsentiert wurde. Bis 2015 dürfte der Anteil der Armen in der
ganzen Welt unter die 15-Prozent-Marke fallen. Damit würde das UNO-Ziel
von 23 Prozent unterboten. Bei den anderen sieben im Jahr 2000 definierten
Millenniumszielen fiel die Einschätzung Bans jedoch nicht immer so
positiv aus: Die Fortschritte seien ungleich verteilt und zu viele
Menschen könnten davon nicht profitieren, bilanzierte der UNO-Generalsekretär. Die Arbeitslosigkeit sei zum Beispiel in vielen Ländern
immer noch auf hohem Niveau. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich
sowie zwischen den städtischen und ländlichen Regionen würden immer noch
größer.