Donnerstag, 30 März 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN warnt vor Hungerkatastrophe bei Kindern im Jemen

559879Die Vereinten Nationen haben vor einer Verschlimmerung der humanitären Katastrophe im Jemen gewarnt. Alleine 850.000 Kinder leiden nach Angaben der UN-Berichterstatterin für das Recht auf Ernährung, Hilal Elver, an Unterernährung. In den nächsten Wochen könnte die Zahl auf 1,2 Millionen steigen, wenn der Konflikt zwischen Huthi-Rebellen und regierungstreuen Truppen weitergeht. Vor allem Ausgangssperren schneiden die Bevölkerung von Versorgungsmöglichkeiten ab. 13 Millionen Menschen sollen keinen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln haben. Immer wieder gelingt den Truppen und der saudisch geführten Militärallianz ein Schlag gegen die Huthi-Rebellen. So wurde die wichtige Hafenstadt Aden inzwischen zurückerobert. Aber Gefechte am Dienstag in der 200.000-Einwohner-Stadt Ibb und in anderen Regionen zeigen, dass der Kampf um den Jemen und die humanitäre Katastrophe weiterhin nicht ausgestanden sind.

Welternährungsprogramm muss Hilfe im Irak reduzieren

08 10 2015Aid IraqDas Welternährungsprogramm der UN (WFP) muss seine humanitäre Hilfe im Irak deutlich kürzen. In dem von Konflikten gebeutelten Land sind davon rund eine Million Flüchtlinge betroffen. "Leider müssen wir wegen Geldmangel und der steigenden Zahl vertriebener Iraker den Umfang der Nahrungsmittelhilfe reduzieren, durch die wir zehntausende Familien außerhalb unserer Lager versorgen", sagte Jane Pearce, die WFP-Vertreterin im Irak. Die Lebensmittelpakete des WFP versorgen eine Familie jetzt nur noch mit 40 Prozent des täglichen Bedarfs. Zuvor waren es 80 Prozent.

 

Kindersterblichkeit in Gaza gestiegen

133645Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert ist die Kindersterblichkeitsrate im Gazastreifen gestiegen. Das geht aus einer am Wochenende veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen und des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hervor. Die Kindersterblichkeitsrate sei seit 1960 beständig zurückgegangen: Starben 1960 von tausend Kindern im Alter unter einem Jahr 127, waren es 2008 20,2. Den letzten Daten von 2013 zufolge gab es jedoch einen Anstieg auf 22,4 Todesfälle. Bei den Säuglingen starben den Angaben zufolge 2008 zwölf von tausend in den ersten vier Wochen nach ihrer Geburt. Im Jahr 2013 waren es hingegen 20,3 Säuglinge. Der Leiter des UNRWA-Gesundheitsprogramms, Akihiro Seita, sagte, der plötzliche Anstieg sei im Nahen Osten beispiellos. Mit dazu beigetragen haben könnte Seita zufolge die Blockade des Gazastreifens durch Israel. Die seit 2006 verhängte Blockade wirkt sich Seita zufolge negativ auf die Gesundheitseinrichtungen im Gazastreifen aus. Medikamente und medizinische Geräte seien zunehmend knapp. Fast 45 Prozent der Bevölkerung in dem schmalen Küstenstreifen sind jünger als 14 Jahre.

Einigung auf UN-Untersuchung in Syrien

639591Ein Ermittlerteam der Vereinten Nationen soll herausfinden, wer für den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg verantwortlich ist. Auf einen entsprechenden Resolutionsentwurf im Sicherheitsrat hätten sich die USA und Russland verständigt. Mit einer Abstimmung ist Diplomaten zufolge bereits morgen zu rechnen. In dem Text werde UN-Generalsekretär Ban Ki-moon aufgefordert, ein Expertenteam zusammenzustellen. Nach Erkenntnissen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen wurde in dem Konflikt wiederholt Chlorgas eingesetzt.

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