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UN-Gesandter: "Der Nahe Osten darf nicht in einen neuen Konflikt schlafwandeln"

699773MiddleEast20 Oktober 2016 – Der fehlende Fortschritt auf dem Weg zu einer Zweistaaten-Lösung im Nahen Osten hat die Frustration und Ernüchterung bei Palästinensern und Israelis steigen lassen. Vor diesem Hintergrund warnte der UN-Sondergesandte für den Nahen Osten, Nickolay Mladenov: "In einer Zeit, in der die Region als Ganzes moderate Kräfte benötigt, müssen wir gemeinsam das Risiko verringern, in einen neuen Konflikt zu schlafwandeln".
Während einem Briefing für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen war Mladenov per Videokonferenz zugeschaltet und sagte: "Lassen Sie mich absolut klar gegenüber denjenigen sein, die Tunnel bauen, Raketen abfeuern, Waffen schmuggeln oder auf Konfrontationskurs gehen: Ihre Handlungen sind gefährlich und unverantwortlich". Mladenov zeigte sich besorgt über die jüngsten Gewaltausbrüche in Ostjerusalem sowie die Glorifizierung der Attacken der Hamas und anderer Gruppierungen.

Studie belegt weit verbreitete Ausbeutung von Migranten

Artcile a pub 119. Oktober – Knapp drei Viertel aller Migranten, die über die Mittelmeerroute nach Europa gelangen, sind Opfer von Ausbeutung und Formen von Menschenhandel geworden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, den die Internationale Organisation für Migration (IOM) veröffentlicht hat.

Die Erkenntnisse basieren auf einer Umfrage, die während der vergangenen zehn Monate von knapp 9000 Menschen entlang der zentralen und östlichen Mittelmeerroute, sowie in Ankunftsorten in Süditalien, beantwortet wurde. Die Studie liefert konkrete Beweise für das rücksichtlose Verhalten von Schmugglern und Menschenhändlern, sowie die Bedingungen unter denen Menschenhandel und damit verbundene Formen der Ausbeutung vorkommen.

Die Umfrage beinhaltet sechs Fragen, die als Ersatzindikatoren auf potenziellen Menschenhandel oder ausbeuterische Praktiken abzielen. Dazu zählt zum Beispiel der Zwang, Arbeit oder andere Handlungen gegen den eigenen Willen durchzuführen, das Durchführen von Arbeit ohne die erwartete Entlohnung sowie der Zwang, sich gegen den eigenen Willen an bestimmten Orten aufzuhalten. So gaben beispielsweise 49 Prozent der Befragten auf der zentralen Mittelmeerroute an, gegen ihren Willen festgehalten worden zu sein. Diese Form von Kidnapping dient in der Regel der Erpressung eines Lösegeldes. In Libyen, welches seit längerem unter Instabilität leidet, wurden die meisten Fälle von Misshandlung dokumentiert.

Die deutlichste Erkenntnis der Umfrage ist die Beobachtung, dass die Gefahr von Menschenhandel und Ausbeutung mit der Länge der Reise steigt. So gaben 79 Prozent aller Migranten, die mehr als ein Jahr außerhalb ihres Heimatlandes verbracht hatten, an, eine der von der Umfrage erfassten Ausbeutungsformen erlebt zu haben.

Dipti Pardeshi, Leiterin der britischen Mission der IOM, sagte: “Es ist wichtig für uns zu sehen, wie wir sowohl die Migranten unterwegs auf den Routen, als auch diejenigen, die Europa bereits erreicht haben, besser unterstützen können. Wir müssen uns daran erinnern, dass unabhängig von Fluchtursachen oder persönlichen Hintergründen, jeder Mensch Schutz verdient“.

UN-Sonderberater fordert Beschleunigung der Hilfe für Haiti

10 18 2016Nabarro19. Oktober 2016 – Zwei Wochen nachdem Hurrikan Matthew auf Haiti große Verwüstungen angerichtet hat, befinden sich mehr als 700,000 Menschen in einer „extrem schwierigen Situation“, so der Sonderberater der Vereinten Nationen David Nabarro. Trotz kontinuierlicher Fortschritte müssten die Hilfeleistungen beschleunigt werden, da insbesondere der Zugang zu den am härtesten getroffenen Bereichen der Insel weiterhin schwierig sei.

In einem Interview mit UN-Radio sagte Nabarro: „Die Menschen hier arbeiten hart daran, den Schaden zu begrenzen und sich vor den Widrigkeiten des Wetters zu schützen“. Nabarro hatte während der vergangen zwei Monate die UN bei der Entwicklung einer neuen Cholera-Strategie in Haiti unterstützt. „Die Menschen vor Ort tun alles dafür, um eine Ausbreitung von Cholera über das Wasser, das sie trinken, zu verhindern“ so Nabarro.

Vereinte Nationen fordern Schutz von Zivilisten in Mossul

Iraq UNHCR Erbil 2016 RF27518. Oktober 2016 – Führende Vertreter der Vereinten Nationen haben, nach dem Start einer groß angelegten Militäroffensive auf die irakische Stadt Mossul, den Schutz der Zivilbevölkerung angemahnt. Eine internationale Koalition hatte gemeinsam mit dem irakischen Militär den Angriff auf die Stadt begonnen, um die Menschen aus den Händen des Islamischen Staates zu befreien.
„Familien stehen unter extremem Risiko ins Kreuzfeuer der Gefechte zu geraten, oder von Scharfschützen attackiert zu werden. Zehntausende irakischer Mädchen, Jungen, Männer und Frauen könnten unter Belagerung geraten oder als menschliche Schutzschilde verwendet werden“ warnte UN-Nothilfe Koordinator Stephen O’Brien.
In einer Stellungnahme sagte O’Brien weiter, dass im schlimmsten Fall bis zu einer Millionen Menschen gezwungen seien könnten, ihre Heimat zu verlassen.

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