Donnerstag, 24 Juli 2014
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Erste einstimmige Resolution zu Syrien

UN-Sicherheitsrat Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat seine bisherige tiefe Spaltung im Syrien-Konflikt überwunden und erstmals einstimmig eine Resolution zu dem Konflikt verabschiedet. Das Gremium zeigte sich „zutiefst" besorgt über Gewalt an der Grenze Syriens zum Libanon, wie Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin mitteilte. Es verurteilte demnach „das wiederholte Feuer über die Grenze hinweg, das zu Tod und Verletzungen in der libanesischen Bevölkerung führt". Auch das Überschreiten der Grenze durch Streitkräfte, Waffenhandel und Entführungen verurteilte der Sicherheitsrat. Das höchste UN-Gremium war in der Syrien-Frage bisher immer zutiefst gespalten. Die Vetomächte China und Russland verhinderten bisher drei Resolutionen, die die Gewalt in dem Land verurteilen und Druck auf die Regierung von Präsident Baschar al-Assad ausüben sollten. Der syrische Bürgerkrieg dauert seit nunmehr zwei Jahren an. In dem Konflikt starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen bisher über 70.000 Menschen. Der überraschende Vorstoß Frankreichs und Großbritanniens für Waffenlieferungen an syrische Rebellen führte unterdessen beim EU-Gipfel zu schweren Spannungen. Der französische Präsident Francois Hollande forderte ein Ende des erst vor zwei Wochen verlängerten EU-Waffenembargos gegen Syrien: „Briten und Franzosen sind für die Aufhebung des Embargos." Nach Angaben von Diplomaten hat der Gipfel die Lage in Syrien kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte, dass Deutschland zu einer Diskussion über Waffenlieferungen an die Rebellen in Syrien bereit ist, einen solchen Schritt aber skeptisch sieht.

Ban gratuliert Papst Franziskus

ban papstUN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Papst Franziskus I. zu seinem Amtsantritt gratuliert. Schon am zweiten Tag des Konklaves war gestern der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio als Nachfolger des zurückgetretenen Benedikt XVI. Gewählt worden. Ban drückte seine Hoffnung aus, dass der unter Benedikt XVI. geführte interreligiöse Dialog fortgesetzt wird. „Ich freue mich schon, die Kooperation zwischen dem Heiligen Stuhl und den Vereinten Nationen unter der weisen Führung seiner Heiligkeit Papst Franziskus fortzusetzen“, so Ban in einer Stellungnahme.

„Wir teilen viele gemeinsame Ziele, wie die Verbreitung von Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechten sowie die Beseitigung von Hunger und Armut“, so Ban weiter. „Außerdem teilen wir die Überzeugung, dass wir die Probleme der heutigen Welt nur durch Dialog lösen können“, fügte Ban mit Blick auf die Initiative `Allianz der Zivilisationen´ hinzu, die Benedikt XVI. unterstützt hatte. „Ich bin mir sicher, seine Heiligkeit wird dieses Erbe seines Vorgängers weiterführen."

 

(UNRIC, 14.03.2012)

UNICEF: Syrien droht eine „verlorene Generation“

syrien kinderEine ganze Generation syrischer Kinder könnte durch den anhaltenden Konflikt „fürs Leben gezeichnet” werden. Laut einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF leiden vor allem Kinder unter Gewalt, Vertreibung und mangelhafter Versorgung im Land. „Die Vergangenheit und die Zukunft von Millionen syrischer Kinder löst sich in diesem zerstörerischen Konflikt vor ihren Augen auf“, so UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. Jeden Tag steige „das Risiko, dass hier eine verlorene Generation heranwächst“.

UNICEF schätzt, dass insgesamt zwei Millionen Kinder in der Region betroffen sind. Neben traumatischen Erfahrungen, wie dem Tod von Familienangehörigen und dem Anblick von Gewalt, leiden Kinder zudem auch in besonderem Maße unter der schlechten Grundversorgung. Viele Krankenhäuser und Schulen sind zerstört, das Personal oftmals geflohen. Das hat dazu geführt, dass sich Haut- und Atemwegserkrankungen häufen und beispielsweise in Aleppo nur noch sechs Prozent der Kinder zur Schule gehen.

Seit Beginn der Krise konnte UNICEF bereits vier Millionen Menschen in Syrien mit Trinkwasser versorgen. Allerdings sei die Arbeit des Hilfswerks durch unzureichende finanzielle Mittel gefährdet. So stehen etwa erst 20 Prozent der Gelder zur Verfügung, die UNICEF benötigt, um die notwendigen Maßnahmen bis Juni 2013 fortzusetzen. „Wir können die wachsenden Bedürfnisse nur befriedigen, wenn wir jetzt die nötige Hilfe bekommen”, warnte Lake.

 

(UNRIC, 13.03.2013)

UN: Syrisches Regime setzt Milizen für Massenmorde ein

Menschenrechtsrat in GenfDie syrische Regierung nutzt nach Einschätzung von UN-Ermittlern Milizen zur Verübung von Massenmorden. Diese nähmen gezielt auch einzelne Bevölkerungsgruppen ins Visier, heisst es im jüngsten Bericht der Syrien-Kommission der UN. Die Taten würden von sogenannten Volkskomitees begangen, von denen einige offenbar von der Regierung ausgebildet und bewaffnet worden seien. Doch auch die Rebellen würden häufig gefangen genommene syrische Soldaten und Milizionäre exekutieren, hält die Kommission in ihrem Bericht fest, den sie vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf präsentierte.

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