Montag, 20 November 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Syriengesandter kritisiert Zwangsevakuierung von Daraja scharf

6711272. September 2016 - Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hat die von der Führung in Damaskus erzwungene Evakuierung der belagerten Stadt Daraja scharf kritisiert. Er fürchte, dass "nach Daraja andere Darajas folgen", sagte de Mistura in Genf und verurteilte diese "Strategie" der Kriegsführung. Gefährdet seien Städte wie Muadamijat al-Scham nahe Daraja und das Viertel Al-Waer in Homs, sagte der UN-Gesandte. Die syrische Armee hatte am Wochenende nach jahrelanger Belagerung wieder die Kontrolle über Daraja übernommen. Seit 2012 war die Rebellenhochburg umzingelt und stand fortan unter Dauerbeschuss. Die katastrophale humanitäre Lage zwang die Aufständischen schließlich zu einem Abkommen mit der syrischen Führung über die Evakuierung der Stadt. Hunderte Rebellen und ihre Familien sowie Zivilisten wurden daraufhin mit Bussen aus Daraja weggebracht. "Wenn Daraja schon ein Schock war, in Al-Waer leben 75.000 Menschen", gab de Mistura zu bedenken. Sein Stellvertreter Jan Egeland beschrieb die Zwangsevakuierung der Stadt als "herzzerreißend". Es sei nicht möglich, dass eine ausgehungerte und bombardierte Bevölkerung eine Belagerung durchbreche, das müsse durch einen humanitären Zugang und freien Zugang geschehen, forderte er. Die Weltgemeinschaft habe bei Daraja versagt und die UNO bekomme weitere Hilfsappelle aus Muadamijat al-Scham, Al-Waer und Madaja sowie aus den Dörfern Fua und Kefraja, die von den Rebellen umzingelt sind, sagte Egeland. "Der September muss besser werden", forderte er. Die UNO hat Hinweise auf 18 belagerte Gebiete in Syrien - die meisten davon sind von der Regierungsarmee umzingelt. Der Bürgerkrieg in Syrien wütet seit über fünf Jahren. Seitdem wurden mehr als 290.000 Menschen getötet. De Mistura kündigte eine neue "politische Initiative" an, die er bei der nächsten Sitzung der UN-Vollversammlung im September präsentieren will. Die Gespräche über eine Beendigung des Konflikts treten derzeit auf der Stelle.

 

Große Gefahren durch Wasserverschmutzung in Asien, Afrika und Südamerika

13456831. August 2016 - Das UN-Umweltprogramm (UNEP) warnt vor Gefahren durch verschmutztes Wasser in Asien, Afrika und Südamerika. Bis zu 320 Millionen Menschen liefen Gefahr, wegen Verunreinigungen an lebensgefährlichen Krankheiten wie Cholera oder Typhus zu erkranken, teilten die Vereinten Nationen in Nairobi mit. Den Angaben zufolge sterben weltweit jährlich rund 3,4 Millionen Menschen an den Folgen von Krankheiten, die über verschmutztes Wasser übertragen werden. Einer der Hauptgründe ist eine fehlende Kanalisation in vielen armen Regionen. Außerdem habe die schlechte Wasserqualität auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft und damit auf die Produktion von Grundnahrungsmitteln.

UNEP-Chef lobt deutsche Umweltpolitik

43479930. August 2016 - Der neue Exekutivdirektor des UN-Umweltprogrammes (UNEP), Erik Solheim sieht die Entwicklung in Deutschland im Umweltbereich als sehr fortschrittlich an. Die deutsche Umweltpolitik der vergangenen Jahrzehnte sei ein Vorbild für andere Länder, sagte der Norweger Solheim in Genf. Er hob die Energiewende in der Bundesrepublik als positives Beispiel hervor. Der graduelle Abschied von der Atomkraft und die entschlossene Förderung erneuerbarer Energiequellen könnten viele Nachahmer finden. Der frühere norwegische Umwelt- und Entwicklungshilfeminister hatte im Juni die Leitung des UN-Umweltprogramms mit Sitz in Nairobi übernommen.

Sicherheitsrat verurteilt nordkoreanischen Raketentest

606643Security Council29. August 2016 - Der UN-Sicherheitsrat hat den erneuten Raketentest Nordkoreas verurteilt und weitere „bedeutsame Maßnahmen“ gegen den isolierten kommunistischen Staat angekündigt. Die Erklärung wurde von den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats einstimmig verabschiedet. Auch China, das Nordkoreas wichtigster Verbündeter ist, stimmte dafür. Die nordkoreanischen Streitkräfte hatten trotz eines internationalen Verbots erneut von einem U-Boot aus eine ballistische Rakete abgefeuert. Die Rakete flog mit 500 Kilometern deutlich weiter als frühere Flugkörper. Japan beklagte eine Verletzung seiner Luftverteidigungszone. Die USA, Japan und Südkorea verurteilten den Raketentest in aller Schärfe und auch China kritisierte seinen Verbündeten mit ungewöhnlich deutlichen Worten. Der UN-Sicherheitsrat hat Pjöngjang jegliche Raketentests untersagt. Derzeit gibt es verstärkt Spannungen auf der koreanischen Halbinsel wegen des jährlich stattfindenden Militärmanövers der USA und Südkoreas.

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