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UN-KLIMAKONFERENZ BEGINNT IN MARRAKESCH

Morocco WB Thermo7. November 2016 – Bei den letzten UN-Klimagesprächen in Paris hatte sich die Welt darauf verständigt, wie die schlimmsten Folgen abgewendet werden können. Von heute (7. November) bis zum 18. November, treffen sich die Regierungsvertreter im marokkanischen Marrakesch zu einer neuen Klimakonferenz (COP22). Nun geht es darum, sich auf die Umsetzung zu einigen.
Der Beschluss von Paris wurde in der vergangenen Woche am 4. November zu internationalem Recht, nachdem das Europäische Parlament Anfang Oktober das Abkommen für die EU ratifiziert hatte. Das ist eine gute Basis für weitere Fortschritte in Marrakesch und hin zu einer nachhaltigeren Zukunft.
Die offenen Fragen könnten kaum dringender sein: Das Abkommen hat die nötige Anzahl von Unterstützerländern, aber es gibt noch immer Differenzen um grundlegende Fragen: zum Beispiel, wie die Emissionskürzungen aufgeteilt werden sollen und auch wie pro Jahr 100 Millionen US-Dollar für den Grünen Klimafonds bis 2020 aufgebracht werden können.
Schnelligkeit ist entscheidend, wie Patricia Espinosa, die Exekutivsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention und der marokkanische Außenminister und COP-22 Vorsitzende, Salaheddine Mezouar in einem gemeinsamen Artikel betonen: “Die Welt braucht beispiellose Reduzierungen beim Ausstoß von den Treibhausgasen. Und die Zeit drängt, denn der globale Ausstoß ist noch nicht gesunken.“
Am wichtigsten ist aber, dass die Welt es noch nicht geschafft hat, das oberste Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen: Die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu halten und möglichst bis auf unter 1,5 Grad Celsius zu kommen. So könnte ein gefährliches und unumkehrbares Kippen des Klimas noch verhindert werden und damit auch ein endgültiger Kontrollverlust dieses Prozesses. Der Weltmeteorologie-Organisation zufolge hat die weltweite Konzentration von Kohlendioxid 2016 ein neues Rekordhoch erreicht.
Die politischen und finanziellen Mittel sowie die Technologien für einen entscheidenden Wechsel sind vorhanden. Im vergangenen Jahr hat Paris ein starkes Zeichen der Hoffnung gesetzt. Während der kommenden zwölf Tag muss Marrakesch auf gemeinsames Handeln und Lösungen setzen.

UN befürchten erneute Flüchtlingstragödie

4666444. November 2016 - Bei einem neuen Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste sind möglicherweise mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 110 Menschen seien ertrunken oder würden vermisst, nachdem ihr Schlauchboot gekentert sei, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Für ein weiteres Bootsunglück mit mehr als 120 Toten gab es zunächst keine Bestätigung von der italienischen Küstenwache. Etwa 140 Flüchtlinge seien auf dem Boot gewesen, das nur wenige Stunden vor dem Kentern in See gestochen sei, sagte UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami unter Berufung auf Überlebende. Nur 29 Insassen hätten bisher gerettet werden können. Der norwegische Tanker „Siem Pilot“ traf als erstes Schiff am Unglücksort ein und zog die von ihrem stundenlangen Überlebenskampf geschwächten Flüchtlinge aus dem Wasser. Zudem barg die Besatzung zwölf Leichen. Die Überlebenden wurden von der italienischen Küstenwache auf die Insel Lampedusa gebracht. Dort berichteten zwei Flüchtlinge über ein weiteres Bootsunglück vor der libyschen Küste. Ihr Schlauchboot sei kurz nach dem Start gekentert, erklärten die beiden Frauen laut UNHCR-Sprecherin Sami. Von den rund 125 Passagieren hätten nur sie überlebt.

Leiter des UN-Umweltprogramms: "Wir müssen uns beim Klimaschutz schneller bewegen"

4347993. November 2016 - Die Klimaziele von Paris scheinen derzeit kaum erreichbar zu sein. Das geht aus einem Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hervor, der am Donnerstag in London vorgestellt wurde. Demnach muss der für 2030 erwartete Ausstoß von Treibhausgasen ungefähr um ein Viertel verringert werden, um die Ziele von maximal zwei Grad Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts einzuhalten. Das sei selbst mit den bisher gemachten Zusagen der einzelnen Länder nicht zu schaffen, heißt es im “Emissions Gap Report 2016”. Dem Bericht zufolge steuert die Welt auf einen Ausstoß von Treibhausgasen mit einem Erwärmungspotenzial von 54 bis 56 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr 2030 zu. Notwendig wäre aber eine Reduzierung auf 42 Milliarden Tonnen, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. “Die Wissenschaft zeigt, dass wir uns schneller bewegen müssen”, sagte UNO-Umwelt-Chef Erik Solheim einer Mitteilung zufolge und rief zu energischem Handeln bei der anstehenden Weltklimakonferenz im marokkanischen Marrakesch auf. Er warnte vor “vermeidbaren menschlichen Tragödien” in Form von Hunger, Krankheiten und Konflikten als Folge der Klimaerwärmung. Mehr als 190 Staaten hatten sich beim Pariser Klimagipfel im Dezember 2015 dazu verpflichtet, die globale Erwärmung auf “deutlich unter zwei Grad” oder besser noch auf 1,5 Grad zu begrenzen. Das Abkommen tritt am Freitag in Kraft.

 

Alle fünf Tage stirbt ein Journalist bei der Arbeit

Am Internationalen Tag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten538477 (2. November) hat die UNESCO darauf aufmerksam gemacht, dass die Zahl der Journalisten, die während ihrer Berufsausübung getötet worden sind, weiter gestiegen ist. Weltweit sind im vergangenen Jahr 115 Journalisten getötet worden. Zu insgesamt elf Fällen ist es 2014/15 in Westeuropa und Nordamerika gekommen. Einem UNESCO-Bericht zufolge gab es die höchste Zahl an Opfern in arabischen Ländern. Im vergangenen Jahrzehnt sind insgesamt 827 Journalisten getötet worden. Allerdings wurden nur acht Prozent der Täter vor Gericht gestellt. UN-Generalsekretär Ban forderte in einer Erklärung dazu auf „allen Medienschaffenden die Möglichkeit zu geben, ohne Beschränkungen arbeiten zu können, ohne verfolgt oder eingeschüchtert zu werden.“ So werde auch der Zugang zu Informationen gestärkt, der ein Schlüssel für das 16. Ziel zur nachhaltigen Entwicklung ist und Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen fördern soll.

Weitere Informationen:
International Day to End Impunity for Crimes Against Journalists
United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO)
UNESCO Report on the Safety of Journalists and the Danger of Impunity

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