Dienstag, 23 Mai 2017
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UN-Generalsekretär Guterres: „Kein vollständiger Frieden ohne Minenräumung“

10 26 2015Mine Mali04. April 2017 – Zum heutigen internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr und Unterstützung bei Antiminenprogrammen hat UN-Generalsekretär António Guterres die Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, bei Friedensverhandlungen oder humanitären Einsätzen in Konfliktgebieten an Landminen und andere explosive Kampfmittel zu denken.

Jedes Jahr werden tausende Menschen durch Landminen und andere explosive Kampfmitteln getötet oder verstümmelt. In einer Erklärung lobte Guterres den Mut und das Engagement des Diensts für Antiminenprogramme der Vereinten Nationen (UNMAS).

UNMAS wurde vor zwanzig Jahren gegründet und arbeitet in 18 Ländern und Gebieten. Gemeinsam mit seinen Partnern hat der Dienst 72 Prozent der bekannten mit Kampfmittelrückständen verseuchten Flächen geräumt. Insbesondere Orte des öffentlichen Lebens wie Märkte, Brunnen, Schulen und Krankenhäuser wurden wieder zugänglich gemacht.

„Frieden ohne Minenräumung ist unvollständiger Frieden“ betonte Guterres in seiner Erklärung. „Minenräumung etabliert eine Basis für dauerhafte Erholung und Entwicklung. Niemand sollte in ständiger Angst vor dem Tod leben müssen, nachdem die Kämpfe beendet sind“.

Bericht über Nahrungsmittelkrisen: Weltweit 108 Millionen ​Menschen ​bedroht

Somalia drought UNICEF 201603. April 2017 – Trotz internationaler Bestrebungen, die Ernährungsunsicherheit zu bekämpfen, war im Jahr 2016 die Ernährungslage von 108 Millionen Menschen unsicher. Im Vergleich zum Jahr 2015 mit 80 Millionen Betroffenen stellt dies eine dramatische Zunahme dar. Das zeigt ein von den UN unterstützter Bericht über Nahrungsmittelkrisen, der Handlungsmöglichkeiten aufzeigt, um Katastrophen zu verhindern.

„Die Kosten in Form von Menschenleben und Ressourcen werden sich weiter erhöhen, wenn wir Situationen sich verschlimmern lassen“, betonte José Graziano da Silva, Direktor der Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Der Bericht verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Frieden und Ernährungssicherheit. Ihm zufolge sind zivile Konflikte der treibende Faktor hinter neun der zehn schlimmsten humanitären Krisen.

„Hunger verschärft Krisen und verursacht noch stärkere Instabilität und Unsicherheit. Was heute eine Herausforderung im Bereich der Ernährungssicherheit ist, wird zu der sicherheitspolitischen Herausforderung von morgen“, unterstrich die Exekutivdirektorin des Welternährungsprogrammes (WFP), Ertharin Cousin.

Dieses Jahr wird die Nachfrage nach humanitärer Hilfe und Unterstützung beim Aufbau nationaler Widerstandsfähigkeit voraussichtlich weiter stark steigen. Vier Länder sind unmittelbar von Hungersnöten bedroht: der Südsudan, Somalia, der Jemen und der Nordosten Nigerias.

Somalia: Immer mehr Kinder von Unterernährung und Krankheiten bedroht

Somalia 2017 FamineUN05737231. März 2017 – Während Somalia weiterhin von einer Hungersnot bedroht ist, steigt auch die Zahl von Kindern, die unter schwerer, akuter Unterernährung und Cholera leiden. An dieser Kombination sind laut Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF während der letzten Hungersnot in Somalia viele Kinder gestorben.

„Kinder sterben an Unterernährung, Hunger, Durst und Krankheiten. Während der Hungersnot von 2011 sind etwa 130.000 Kinder gestorben, circa die Hälfte von ihnen bevor die Hungersnot ausgerufen wurde. Wir arbeiten rund um die Uhr mit Partnern zusammen um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal geschieht“, betonte Leila Pakkala, UNICEF-Regionaldirektorin für Ost- und Südafrika.

Mehr als 35.400 unter Unterernährung leidende Kinder wurden im Januar und Februar in hunderten von Ernährungszentren in ganz Somalia behandelt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2016 stellt dies einen Anstieg von 58 Prozent dar. Seit Anfang dieses Jahres wurden mehr als 18.400 Fälle von Cholera gemeldet, die meisten der Betroffenen sind Kleinkinder.

Sechs Jahre nach der letzten Hungersnot befindet sich Somalia erneut am Rande einer Katastrophe. Dieses Mal ist die Dürre stärker ausgebreitet, sie bedroht einen deutlich größeren Teil des Landes. In Anbetracht der derzeitigen Situation hat UNICEF Somalia den Finanzierungsbedarf für 2017 von 66 Millionen auf 147 Millionen erhöht.

WHO: Besorgnis über Masernausbruch in Europa

03 20 2015Vaccine30. März 2017 – In Europa sind seit Jahresbeginn hunderte von Masernfällen gemeldet worden. Die Krankheit galt bislang als quasi ausgerottet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) drängt Familien dazu, ihre Kinder zu impfen und fordert nationale Behörden dazu auf, Sofortmaßnahmen zu ergreifen.

„Es wird zu weiteren Ausbrüchen in Europa und anderswo kommen, solange nicht jedes Land den Grad der Immunisierung erreicht, der für den kompletten Schutz seiner Bevölkerung notwendig ist“, betonte die Regionaldirektorin der WHO für Europa, Zsuzsanna Jakab.

In Europa wurden seit Januar mindestens 500 Fälle diagnostiziert, die meisten davon in Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, der Schweiz und der Ukraine. In diesen Ländern liegt die geschätzte nationale Immunisierung unter der empfohlenen 95-Prozent-Schwelle.

Masern sind ein hochansteckender Virus, der in den meisten Teilen der Welt heimisch ist. Die WHO fordert die betroffenen Länder dazu auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen um eine weitere Übertragung zu verhindern. „Gemeinsam müssen wir sicherstellen, dass der hart erkämpfte Fortschritt in Richtung regionaler Eliminierung nicht verloren geht“, betonte Jakab.

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