Mittwoch, 22 Februar 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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António Guterres: Vielfalt nicht als “Bedrohung, sondern kulturellen Reichtum“ verstehen

465887 Guterres18. Januar 2017 – Zur Eröffnung eines internationalen Forums zur Bekämpfung von Diskriminierung und Hass gegenüber Muslimen, hat UN-Generalsekretär António Guterres in einer Botschaft für die Grundsätze Integration, Toleranz und gegenseitiges Verständnis geworben. Sie seien unabdingbar, um kulturelle Vielfalt wertzuschätzen.

„Diskriminierung schwächt uns alle. Sie verhindert, dass Menschen – und Gesellschaften – ihr volles Potential ausschöpfen“, warnte Guterres in einer Video-Botschaft.

Es zeige sich deutlich, dass Gesellschaften multi-ethnischer und multi-religiöser werden. Nun müsse man kulturell und wirtschaftlich in den gesellschaftlichen Zusammenhalt investieren, damit Vielfalt zu Recht als Reichtum und nicht als Bedrohung verstanden werde, so der UN-Generalsekretär.

Das Forum wird von den Ständigen Vertretungen Kanadas und der Vereinigten Staaten bei der UNO, der Delegation der Europäischen Union und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit organisiert und findet in New York statt.

Video-Botschaft des UN-Generalsekretärs

UN-Kinderrechtsausschuss: Verletzung der Rechte von Kindern dauert an

Bangladesh children WB 201617. Januar 2017 – Zu Beginn der 74. Sitzung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes in Genf hat Kate Gilmore, Stellvertreterin des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen, vor einer weltweiten Missachtung von Kinderrechten gewarnt.

„Ihre Errungenschaften und Herausforderungen stehen ohne Zweifel der beunruhigenden Tatsache gegenüber, dass Kinderrechte weiterhin verletzt werden“, betonte Gilmore vor dem 18-köpfigen Ausschuss, der bis zum 3. Februar 2017 tagt.

Viele Kinder seien großer Armut und extremer Gewalt ausgesetzt. Bis heute seien Mädchen, außereheliche Kinder und Kinder mit Behinderung gesellschaftlich besonders benachteiligt. Dazu käme die schwerwiegende Situation von Kindern, die zugewandert, asylsuchend, staatenlos oder auf der Flucht sind. Auch ihre Rechte seien in Gefahr, erklärte die UN-Beauftragte.

Die Flüchtlingskrise sowie der Anstieg der globalen Migrationsbewegungen haben verheerende Auswirkungen auf die Rechte von Millionen von Kindern. Weltweit gibt es 26 Millionen Kinder, die ihre Heimat aufgrund von Konflikten verlassen mussten. Viele dieser Kinder müssen um ihr Recht auf Leben und Entwicklung fürchten, so Gilmore.

Der UN-Kinderrechtsausschuss besteht aus unabhängigen Sachverständigen, die die Einhaltung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und seine Fakultativprotokolle überwachen.

Gemeinsames UN-Statement: In Syrien darf sich die Tragödie von 2016 nicht wiederholen

01 05 17 ocha aleppo16. Januar 2017 – Während die Gespräche zur vollständigen Umsetzung der Feuerpause in Syrien andauern, haben führende UN-Vertreter dazu aufgerufen, sofortigen Zugang zu den weiterhin von der Hilfe abgeschnittenen Menschen in Syrien zu erhalten. In dem gemeinsamen Statement des World Food Programms (WFP), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) und dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) fordern die Leiter der Organisationen einen „sofortigen, bedingungslosen und sicheren Zugang zu den Familien und Kindern."

„Wir dürfen nicht zulassen, dass sich in 2017 die Tragödie des letzten Jahres wiederholt“, heißt es in dem von Ertharin Cousin (WFP), Anthony Lake (UNICEF), Stephen O'Brien (WHO) und Filippo Grandi (UNHCR) unterschriebenen Aufruf.

Vor Beginn des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos (17. – 20. Januar) wenden sich die Autoren mit ihrem Schreiben an die Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik. „Überall in Syrien leiden die Menschen weiterhin unter der drohenden Gewalt sowie dem Mangel an überlebenswichtigen Gütern. Wir – und das heißt die ganze Welt – dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Konfliktparteien aus taktischen Gründen den Zugang zu Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung verhindern."

Dem Aufruf zufolge sind in Syrien weiterhin 700,000 Menschen – darunter 300,000 Kinder - von humanitärer Hilfe abgeschnitten und weitere fünf Millionen befinden sich in schwer erreichbaren Gebieten. Unter dem Eindruck dieser Zahlen fordern die Autoren, den Druck auf die Konfliktparteien hoch zu halten. „Der Horror von Ostaleppo ist aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden, aber wir dürfen die Bedürfnisse, Leben und Zukunft der syrischen Bevölkerung nicht aus dem Bewusstsein der Welt verschwinden lassen."

Auftakt zum UN-Datenforum: Daten für nachhaltige Entwicklung besser nutzen

15 01 17DataForumPresser16. Januar 2017 – Zu Beginn des viertägigen UN-Welt-Datenforums sind am Sonntag mehr als 1.500 Datenexperten aus über 100 Ländern in Kapstadt (Südafrika) zusammengekommen. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmer ein umfassendes Konzept, um Daten für nachhaltige Entwicklung nutzbar zu machen.

„Das Forum findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt, denn Daten und statistische Kapazitäten haben einen hohen Wert und müssen deshalb weltweit gestärkt werden. In aller Welt engagieren sich Staaten für die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die vor zwei Jahren auf dem UN-Gipfel in New York verabschiedet worden ist“, betonte Wu Hongbo, Untergeneralsekretär für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten, vor Medienvertretern bei der Eröffnung des Forums.

Die Konferenz soll eine Vorschau auf den „Globalen Aktionsplan für die nachhaltige Entwicklung von Daten“ geben, der 2016 von einer hochrangigen Expertengruppe für nationale Statistik-und Datenpolitik entwickelt wurde. Der Plan verpflichtet Regierungen, politische Entscheidungsträger und die internationale Gemeinschaft, wichtige Maßnahmen in ihrem Datenmanagement zu ergreifen.

Das UN-Welt-Datenforum wird von den Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Regierung organisiert und findet vom 15. bis 18. Januar 2017 statt.

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