Dienstag, 28 Juli 2015
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

Tansania: UN bekämpft Cholera-Ausbruch

Tansania, CholeraDas UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat die humanitäre Hilfe in Tansania verstärkt, um tausenden Flüchtlingen zu helfen, die von einem Cholera-Ausbruch betroffen sind. UNICEF schickte Medikamente, Nahrungsmittel und Hygieneanlagen, um auf die Krankheit zu reagieren. Es soll bereits rund 30 Todesfälle geben.

Seit dem Putschversuch gegen den burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza Mitte Mai flüchten immer mehr Menschen in das benachbarte Tansania. Laut UN-Informationen sind Überfüllung und schlechte Hygienebedingungen für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich. In der kleinen Stadt Kagunga etwa ist die Bevölkerungszahl durch die Flüchtlingsströme schlagartig von 10.000 auf 90.000 Menschen gestiegen.

"Die gemeinsamen Aktionen Tansanias und Burundis unterstützen unsere Bemühungen, lebenswichtige Hilfsgüter zügig in das Land zu bringen", betonte UNICEF-Regionaldirektorin für Ost- und Südafrika, Leila Gharagozloo-Pakkala.

Welttag der kulturellen Entwicklung

Welttag der kulturellen EntwicklungDie Vereinten Nationen haben im Zuge des Welttages der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung an die globale Gemeinschaft appelliert, die kulturelle Diversität stärker zu schützen. Kulturelle Traditionen seien durch die Angriffe extremistischer Gruppen in Gefahr.

Die Diversität der Kulturen sei "Motor der Entwicklung" und wichtig für das "gemeinsame Erbe der Menschheit", betonte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova. Sie zeigte sich angesichts der wachsenden Bedrohung durch extremistische Gruppen besorgt. Vor allem im Irak und in Syrien werden einzigartige Kulturgüter zerstört und Minderheiten verfolgt. "Kulturelle Vielfalt ist ein Symbol der Freiheit und Kreativität des Menschen. Dies gilt es zu beschützen", so Bokova.

In diesem Jahr forderte die UNESCO zu verschiedenen Aktivitäten auf, um die globalen Kulturen wertzuschätzen. Beim Welttag der kulturellen Entwicklung gehe es darum, das kreative Potenzial unterschiedlicher Sprachen und Traditionen zu nutzen, erklärte die UNESCO-Generaldirektorin.

Südsudan: Mehr Angriffe auf Frauen und Kinder

SüdsudanFast zwei Jahre nach Beginn des Konflikts im Südsudan verschlechtert sich die Situation im Land noch immer. Laut UNICEF werden Frauen und Kinder häufiger Opfer von Gewalttaten.

UNICEF-Vertreter Jonathan Veitch bestätigte, dass im Bundesstaat Unity in den letzten zwei Wochen Dutzende Kinder ermordet, vergewaltigt oder entführt worden waren.

"Wenn wir die Kinder vor weiterem Unheil schützen wollen, ist ein sofortiges Ende der Kämpfe notwendig. Humanitäre Helfer brauchen uneingeschränkten Zugang", so Veitch.

Es sei unklar, wer für die Taten verantwortlich ist. Zeugen, die aus den brennenden Dörfern geflohen waren, gaben an, dass Kinder sowohl Opfer der Gewalt als auch Täter seien. Weitere Zeugen verdächtigten die Sudan People's Liberation Army (SPLA) hinter den Angriffen.
Im Südsudan wurden in den letzten Jahren mehr als 10.000 Kinder für Kämpfe rekrutiert. Es handle sich um einen "beispiellosen Einsatz" von Kindern im Konflikt, erklärte Veitch.

UNICEF steht derzeit in Kontakt mit der SPLA und bemüht sich um Gespräche mit der Opposition. UN-Friedenstruppen sorgen für Patrouillen und Eskorten. Rund 500 Flüchtlinge haben in den Stützpunkten der UN-Mission UNMISS Schutz gefunden. Die UN-Mission forderte die Regierung und Opposition dazu auf, die Gewalt zu beenden und Verhandlungen für ein Friedensabkommen wieder aufzunehmen.

Nach IS-Attacke: 25.000 Iraker fliehen aus Ramadi

Ramadi, IrakDie UN haben die humanitäre Hilfe in der Stadt Ramadi im Irak verstärkt, nachdem diese vom Islamischen Staat (IS) angegriffen wurde.

"Nichts ist jetzt wichtiger, als den Flüchtlingen von Ramadi zu helfen. Tausende müssen im Freien übernachten, da sie keine Bleibe haben. Mit stärkerer finanzieller Unterstützung wären wir in der Lage, viel mehr zu leisten", betonte Lise Grande, UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak.

25.000 Menschen sind bereits zum zweiten Mal in den letzten Monaten aus der Stadt Ramadi und vor den dort stattfindenden Attacken des IS geflohen. Das Welternährungsprogramm (WFP) unterstützt die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, UNICEF verteilt Hygieneartikel, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt mobile Ärzteteams und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) kümmert sich um temporäre Flüchtlingslager. Die finanziellen Mittel für diese Programme werden laut UN-Informationen knapp.

"Wir dürfen die Opfer der Gewalt nicht im Stich lassen. Wir müssen noch mehr tun", mahnte die UN-Koordinatorin.

Seite 8 von 211

8

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Informationsstelle der Vereinten Nation in Bonn

Tel.: +49-228-815-2776
Email: unbonn-information@one.un.org

Banner
Banner