Dienstag, 06 Dezember 2016
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Neues Erdbeben erschüttert Nepal

UNICEF, NepalEin weiteres Erdbeben der Stärke 7,3 hat in Nepal gestern mindestens 40 Menschen das Leben gekostet. Die Katastrophe geschah nur zwei Wochen nach dem ersten Beben, bei dem 8000 Menschen starben.

Das Epizentrum des Bebens befand sich 76 Kilometer nordöstlich von Kathmandu - ein Gebiet, das bereits durch das Beben vom 25. April schwer beschädigt wurde.

"Unsere Mitarbeiter hatten sich gerade für den Hilfseinsatz gerüstet, als die Erde zu beben begann. Es hörte für eine längere Zeit nicht auf", berichtete die UNICEF- Spezialistin für Krisenkommunikation Rose Foley.

Nach Angaben des Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) gab es durch das Beben Erdrutsche im Himalaja. Zahlreiche Gebäude, die durch das erste Beben zerstört waren, stürzten ein. Den Menschen wird geraten, sich im Freien aufzuhalten. Das nepalesische Militär bietet zusätzliche Unterkünfte.

“Tödlichste Woche” im Jemen-Konflikt

JemenRund 200 Zivilisten sind in der letzten Woche im Jemen ums Leben gekommen. Laut UN-Informationen handelte es sich um die meisten Opfer seit Ausbruch der Gewalt Ende März.

Insgesamt sollen seit Beginn der Kämpfe mehr als 800 Menschen gestorben sein, darunter auch 200 Kinder. Es soll mehr als 1500 Verletzte gegeben haben.

"In der letzten Woche sind viele Menschen den Luftangriffen zum Opfer gefallen, besonders im Sa'ada Gebiet", berichtete Rupert Colville, Sprecher des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Dutzende Flüchtlinge wurden laut UN-Angaben von Gruppen, die mit den Huthi-Rebellen in Verbindung stehen, getötet.

"Angesichts dieser alarmierenden Eskalation sind wir über die fünftägige Feuerpause froh", so Colville. Die Vereinten Nationen wollen die Pause nutzen, um wichtige Hilfsgüter in das Land zu transportieren. Über eine Luftbrücke sollen 300 Tonnen Hilfsgüter wie Decken, Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff geschickt werden.

WHO braucht “gemeinschaftliche Identität” im Kampf gegen Ebola

Ebola, WHOExperten haben die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Ebola in Westafrika negativ bewertet. Die WHO habe nicht genügend Kapazitäten für einen vollständigen Notfallschutz, so die Kritik. Der Bericht forderte die Mitgliedsstaaten dazu auf, dies durch Investitionen zu verbessern.

''Dies ist der Moment, der WHO neue Relevanz zu geben, um die globale Gesundheitsversorgung anzuführen", so die Experten, die von WHO-Generaldirektorin Margaret Chan mit der Prüfung beauftragt worden waren. Die WHO müsse ihre Führungsposition im Notfallschutz weiter ausbauen und sich das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft erarbeiten.

Die Kommission will den vollständigen Bericht im Juni veröffentlichen, nachdem beratende Gespräche mit den betreffenden Ländern stattgefunden haben.

Mehr als 25.000 Menschen sollen von dem Ebolavirus betroffen sein, rund 10.000 Menschen sind durch die Krankheit gestorben. Es handelt sich um den bisher größten Ebola-Ausbruch.

Die WHO habe internationale Aufmerksamkeit auf die Krankheit gelenkt, aber keine konsistente Kommunikationsstrategie gezeigt, kritisierte das Gremium. Die Koordination mit den anderen UN-Organisationen hätte dem Bericht zufolge effektiver sein können. Die Schwächen der WHO seien ein Abbild des mangelnden politischen und finanziellen Einsatzes der Mitgliedsstaaten für die globale medizinische Versorgung.

UN-Mitarbeiter aus dem Südsudan evakuiert

Südsudan, UNMISSDie Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) hat vor einem Anstieg der Gewalt in dem Land gewarnt. Die UN und andere Hilfsorganisationen evakuierten Mitarbeiter aus der Region.

Nach Informationen der UN-Mission häufen sich Berichte über Entführungen und Vergewaltigungen in zahlreichen Städten und Dörfern im Bundesstaat Unity.

"Obwohl es unklar ist, wer für diese Taten verantwortlich ist, muss die Regierung dafür sorgen, dass Zivilisten geschützt sind", erklärte UNMISS. Die UN-Mission berichtete von ''aggressivem" Verhalten der Soldaten an Checkpoints gegenüber UN-Mitarbeitern. Dies zeige den ''mangelnden Einfluss der Regierung auf die Kontrollpunkte", so UNMISS.

Konflikte im Südsudan begannen im Dezember 2013. Seitdem leiden die Menschen im Land verstärkt unter Gewalt, Krankheiten, zerstörten Existenzgrundlagen und Mangelernährung.

Rund 120.000 Menschen sind zum Schutz in der UN-Mission untergebracht. Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Zahl der Binnenvertriebenen in diesem Jahr auf zwei Millionen ansteigen wird. Es soll rund 300.000 Flüchtlinge geben.

Als Folge der Evakuierung bleiben Tausende Zivilisten von der Versorgung mit Hilfsgütern abgeschnitten. ''Hilfsorganisationen werden in das Gebiet zurückkehren und ihre Arbeit wieder aufnehmen, sobald es sicher ist", erklärte Toby Lanzer, UN-Koordinator für Humanitäre Hilfe im Südsudan. Er appellierte an die Konfliktparteien, die Mission der UN-Organisationen nicht mehr zu behindern.

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