Mittwoch, 03 September 2014
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Syrien: Ban Ki-moon fordert Schutz für Zivilisten in Kusseir

544668UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Kriegsparteien in Syrien dazu aufgerufen, die Zivilisten in der umkämpften Stadt Kusseir zu schützen. Sein Sprecher erklärte, auch die syrische Regierung trage dort, wo sie die Kontrolle habe, Verantwortung für die Menschen. Alle Bürger, die in Kusseir eingeschlossen seien, müssten die Möglichkeit erhalten, die Stadt zu verlassen. - In Kusseir stehen sich die Rebellen und die Armee des Assad-Regimes gegenüber, die von Kämpfern der libanesischen Hisbollah unterstützt wird.

Post-2015-Agenda: UN-Experten legen Plan vor

handover BanDie Vereinten Nationen sollen bis zum Jahr 2030 extreme Armut in der Welt beseitigen und sich weiter entschieden für nachhaltige Entwicklung einsetzen. Das geht aus dem jetzt vorgestellten Bericht A New Global Partnership: Eradicate Poverty and Transform Economies through Sustainable Development hervor, der den Rahmen für die auf den Millenniums-Entwicklungszielen aufbauende Entwicklungsagenda nach 2015 vorgibt.

„Wir stehen am Beginn einer historischen Reise“, so UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der den drei Vorsitzenden des Panels – dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono, der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und dem britischen Premierminister David Cameron – für ihren Einsatz dankte. Der Post-2015-Prozess biete die Chance, eine neue Ära im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit einzuleiten, erklärte Ban in New York. Ziel sei es, für alle Menschen, „eine Welt des Wohlstands, der Nachhaltigkeit, der Gerechtigkeit und der Würde“ zu schaffen, so der UN-Generalsekretär.

Der Bericht nennt insgesamt 12 große Ziele, die es zu erreichen gilt. Neben der vollständigen Beseitigung extremer Armut fordern die Autoren so unter anderem eine nachhaltige Energieversorgung, eine drastische Reduzierung der Kindersterblichkeit oder eine globale Sicherung der Lebensmittelversorgung sowie eine Garantie des allgemeinen Zugangs zu sauberem Trinkwasser. Auch die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern wird als Ziel genannt.

Die 27-köpfige hochrangige Expertengruppe, der auch der frühere deutsche Bundespräsident Horst Köhler angehört, hatte im September letzten Jahres ihre Arbeit aufgenommen. Basierend auf den jetzt vorgestellten Empfehlungen wird UN-Generalsekretär Ban im September dieses Jahres dann seinen Bericht der UN-Generalversammlung vorlegen.

A New Global Partnership: Eradicate Poverty and Transfrom Economies through Sustainable Development – den vollständigen Report finden Sie hier (in englischer Sprache): http://www.post2015hlp.org/featured/high-level-panel-releases-recommendations-for-worlds-next-development-agenda/

(UNRIC, 31.5.2013)

Syrien: UN-Menschenrechtsrat verurteilt Beteiligung ausländischer Kämpfer

pillaymay30Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat ein sofortiges Ende der Kämpfe in Syrien gefordert und sich für eine unabhängige Untersuchung der Gewalttaten in der Statt Kusseir ausgesprochen. Das Gremium verurteilte die Beteiligung ausländischer Kämpfer an den jüngsten Kämpfen. 36 der 47 Mitgliedstaaten stimmten am Mittwoch in Genf für eine entsprechende Resolution, acht Länder enthielten sich, zwei weitere nahmen nicht an der Abstimmung teil. Nur Venezuela lehnte den Resolutionstext ab.

Navi Pillay, Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, erklärte, die Situation in Syrien offenbare ein „kolossales Versagen“, Zivilisten zu schützen. „Jeden Tag leiden Kinder, Frauen und Männer unter der Brutalität hemmungsloser Gewalt und Menschenrechtsverletzungen aller Konfliktparteien“, so Pillay. Die wachsende Zahl ausländischer Kämpfer würde die Gewalt zusätzlich anfachen und könnte die gesamte Region destabilisieren.

Seit Beginn der Kämpfe zwischen der syrischen Regierung und Oppositionskräften im März 2011 sind in Syrien bereits mehr als 70.000 Menschen ums Leben gekommen. 1,5 Millionen Menschen sind UN-Schätzungen zufolge bereits aus dem Land geflüchtet.

(UNRIC, 30.5.2013)

Syrien-Konferenz könnte Mitte Juni stattfinden

535934Die Friedenskonferenz für Syrien könnte nach Angaben von UN-Diplomaten in knapp drei Wochen stattfinden. Als Termine für das Treffen in Genf seien der 15. und 16. Juni im Gespräch, erklärten Vertreter der Vereinten Nationen am Dienstag Abend. Am 17. Juni kommen die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder und Russland zu Beratungen zusammen. Die USA begrüßten die Entscheidung der EU, das Waffenembargo gegen Syrien auslaufen zu lassen. Russland sprach dagegen von einem illegitimen Schritt.

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