Dienstag, 27 September 2016
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Sicherheitsrat fordert Ende der Kämpfe im Südsudan

media media 92817340 c154 44fd a0b7 f913d88d1446 normalized jpegDer Sicherheitsrat hat die Bürgerkriegsparteien im Südsudan zur sofortigen Einstellung der Kämpfe aufgefordert. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung stellten die 15 Ratsmitglieder außerdem die Aufstockung der Blauhelmmission in dem Land in Aussicht. Die anderen Länder in der Region müssten, wenn nötig, weitere Soldaten zur Verfügung zu stellen.Vor dem Ratstreffen hatte sich der britische UN-Botschafter Peter Wilson für ein Waffenembargo gegen den Südsudan eingesetzt, doch wurde das Thema nach Angaben von Diplomaten während der Beratungen nicht aufgegriffen. Auch der französische Botschafter François Delattre forderte, den Druck auf die Bürgerkriegsparteien zu erhöhen. Er warf ihnen "fehlenden politischen Willen" zur Lösung des Konflikts vor. Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit waren am Wochenende in der südsudanesischen Hauptstadt Juba erneut Kämpfe zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen, Vize-Präsident Riek Machar, ausgebrochen. Sie dauerten am Sonntag weiter an. Dabei geriet auch die UN-Mission unter Beschuss, ein chinesischer Blauhelmsoldat wurde getötet. Nach Angaben eines Rebellensprechers starben am Wochenende mehr als 150 Menschen.

Debatte um Ban Ki-moon Nachfolge live im TV

untitledZum ersten Mal werden zehn Kandidaten, die sich um das Amt des Generalsekretärs bewerben, live in einer Fernsehübertragung miteinander über die Herausforderungen und Chancen des Amts diskutieren. Die Debatte “Die Führung der Vereinten Nationen“ mit den Kandidaten für das Amt des UN-Generalsekretärs wird durch Al Jazeera am Dienstag, dem 12. Juli 2016 von 18 bis 21 Uhr (EST) live aus dem UN-Hauptsitz in New York gesendet. Zusätzlich wird das Event auch auf Youtube, Facebook, UNTV und UN Web TV live übertragen. Unter dem Hashtag #UNSGcandidates können zudem sämtliche Informationen abgerufen werden. “Nach monatelangen Bemühungen, den Auswahlprozess offener und transparenter zu gestalten, bietet dieses Event die letzte Möglichkeit, die Kandidaten anzuhören, bevor der Sicherheitsrat ab dem 21. Juli beraten wird“, erklärte der Präsident der Generalversammlung, Mogens Lykketoft.

Frühere Bonner Klima-Diplomatin Figueres will UN-Generalsekretärin werden

563587Costa Rica schickt die frühere UN-Klimachefin Christiana Figueres ins Rennen um die Nachfolge von Ban Ki-moon an der Spitze der Vereinten Nationen. „Die UN und die Welt brauchen eine Generalsekretärin, die Brücken bauen und zuhören kann“, sagte Präsident Luis Guillermo Solis am Donnerstag. „Christina Figueres hat bewiesen, dass sie diese Person ist.“ Die 59-Jährige ist die zwölfte Kandidatin für den UN-Chefsessel. Die Entscheidung über die Ban-Nachfolge fällt Ende des Jahres. Die Tochter des früheren costa-ricanischen Präsidenten Jose Figueres Ferrer leitete bis vor kurzem das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC).

Deutschland vergibt 2.500 zusätzliche Hochschulstipendien an Flüchtlinge weltweit

unhcrDas Auswärtige Amt unterstützt die Deutsche Akademische Flüchtlingshilfe Albert Einstein (DAFI) beim UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) mit 2.500 zusätzlichen Stipendien. Das DAFI-Programm des UNHCR ermöglicht anerkannten Flüchtlingen in ihren Erstaufnahmeländern den Zugang zu einem Hochschulstudium.

Von den neuen Studienbeihilfen werden vor allem syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens profitieren: bis zu 1.000 Stipendien werden in der Türkei vergeben, weitere 700 stehen für Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Ägypten und im Nordirak zur Verfügung. Im 6. Jahr des Syrienkonflikts hat sich die Situation vor allem für junge Syrer verschärft, die im Exil kaum Bildungsmöglichkeiten haben. Während vor dem Krieg 20 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Syrer studierten, liegt dieser Anteil unter syrischen Flüchtlingen dieser Altersgruppe bei nur vier Prozent. Universitäre Bildung ermöglicht das Aneignen von Wissen und Qualifikationen, vor allem bietet sie jungen Menschen aber eine so dringend benötigte Zukunftsperspektive.

Subsahara-Afrika steht schon lange im Fokus des DAFI-Programms, da die hohe Zahl der Absolventen von weiterführenden Schulen die Nachfrage nach universitärer Bildung ansteigen ließ. So werden rund 500 Flüchtlinge aus Somalia, dem Kongo und aus dem Sudan in zwölf ost- und südafrikanischen Ländern ein Studium zum Wintersemester 2016/17 aufnehmen können, die meisten davon in Äthiopien, Kenia und Uganda. Während die globale Aufmerksamkeit sich vermehrt auf neue humanitäre Krisen richtet, wird die schon viele Jahre andauernde Notlage dieser Flüchtlingsgruppen oft vergessen.

Seit vielen Jahren unterstützt DAFI auch afghanische Flüchtlinge – die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe weltweit –, die kaum Zugang zu höherer Bildung und Ausbildung haben. Insgesamt werden 300 Stipendien an Afghanen vergeben, die in Iran, Pakistan und Indien leben.

Akademische Bildung und ein Universitätsabschluss erweitern die Chancen junger Flüchtlinge und ihrer Familien, ein selbstständiges Erwerbsleben ohne zusätzliche Hilfe zu führen und sind damit wichtiger Bestandteil nachhaltiger Lösungen für Flüchtlingssituationen. Die Aussicht, ein Hochschulstudium aufnehmen zu können, trägt zudem dazu bei, dass mehr Familien ihre Kinder auch auf Grund- und Sekundarschulen schicken.

Deutschland nimmt mit seinem Engagement für die Hochschulbildung von Flüchtlingen international eine Vorreiterrolle ein. Seit 1992 konnte UNHCR mithilfe des Auswärtigen Amtes über das DAFI-Programm mehr als 8.000 Flüchtlingen weltweit ein Hochschulstudium oder eine Ausbildung an einer äquivalenten Institution ermöglichen. Jedes Jahr studieren so rund 2.300 junge Menschen, die durchschnittlich drei bis vier Jahre gefördert werden, an Hochschulen in 42 Ländern.

Mehr zu DAFI unter: http://www.unhcr.de/unhcr/dafi.html

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