Dienstag, 25 April 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Syrien: „Schlimmste vom Menschen verursachte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg“

07 24 hcr syrian15. März 2017 – Der Konflikt in Syrien ist die „schlimmste vom Menschen verursachte Katastrophe, die die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat“. Darauf hat der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein hingewiesen.

Zeid forderte ein Ende aller Folter, Hinrichtungen und ungerechter Prozesse. Außerdem verlangte er Namen und Aufenthaltsorte der Menschen, die gefangen gehalten werden, beziehungsweise Informationen zu ihren Bestattungsorten.

„Heute ist das gesamte Land in gewisser Weise zu einer Folterkammer geworden: ein Ort des brutalen Entsetzens und extremer Ungerechtigkeit“, sagte Zeid dem UN-Menschenrechtsrat bei einer Podiumsdiskussion über die Menschenrechtssituation in Syrien. Der gesamte Konflikt sei eine „gewaltige Flutwelle des Blutvergießens und der Grausamkeit“.

Der Konflikt in Syrien hat heute vor sechs Jahren begonnen, am 15. März 2011. Auslöser war das scharfe Vorgehen syrischer Behörden gegen Demonstranten in Damaskus, das dann zu massiven regierungskritischen Protesten führte.

Seit dem Beginn des Konflikts wurden laut UN-Zahlen 6,3 Millionen Menschen vertrieben. Weitere 4,9 Millionen, der Großteil unter ihnen Frauen und Kinder, waren gezwungen, andernorts Zuflucht zu suchen.

UN-Kommission ruft Männer zum Einsatz für Gleichstellung auf

13 3 16med14. März 2017 - Die Welt braucht mehr weibliche Führungskräfte sowie Männer, die sich für Gleichstellung einsetzen. Ein Grund dafür ist, dass Männer selbst in Ländern dominieren, die sich selbst als fortschrittlich ansehen. Darauf hat UN-Generalsekretär António Guterres hingewiesen.

“Es stimmt, ich bin ein Mann, aber es ist notwendig, dass alle Männer für die Stärkung der Rolle der Frau eintreten“, sagte Guterres bei der jährlichen Sitzung der Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW).

„Wir sind alle besser gestellt, wenn wir Frauen und Mädchen Möglichkeiten eröffnen: in Klassenzimmern und in der Chefetage, in militärischen Rängen und in Friedensgesprächen, in allen Aspekten des produktiven Lebens“, betonte der Generalsekretär.

Die Exekutivdirektorin von UN Women, Phumzile Mlambo-Ngcuka, wies in ihrer Rede vor der Kommission auf den langsamen Fortschritt bei der Gleichstellung hin. Als Beispiel nannte sie das bestehende Lohngefälle zwischen Männern und Frauen. Zudem seien mehr als die Hälfte der arbeitenden Frauen auf der Welt informell beschäftigt.

Mlambo-Ngcuka sieht in der diesjährigen Sitzung der Kommission allerdings auch das Potenzial, die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung schneller umsetzen zu können und dadurch die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben.

Drohende Hungersnot in vier Ländern: UN-Nothilfekoordinator fordert zum Handeln auf

03 10 2017Stephen13. März 2017 – Im Anschluss an Besuche in Kenia, Somalia sowie im Jemen und im Südsudan – vier unmittelbar von Hungerkatastrophen bedrohte Länder - hat der UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien die internationale Gemeinschaft zu umfassenden Maßnahmen aufgefordert, um Menschen vor dem Hungertod zu bewahren.

„Wir befinden uns an einem kritischen Zeitpunkt in der Geschichte. Bereits zu Jahresanfang stehen wir der größten humanitären Krise seit der Gründung der UN gegenüber“, betonte O’Brien gegenüber dem UN-Sicherheitsrat. Im Jemen sind zwei Drittel der Bevölkerung auf Hilfe angewiesen, davon leiden sieben Millionen unter Ernährungsunsicherheit.

Ohne koordinierte Maßnahmen könnten ihm zufolge Menschen an Hunger und Krankheiten sterben und Entwicklungsfortschritte rückgängig gemacht werden, es drohen weitere Massenvertreibungen. O‘Brien begrüßte daher den frühzeitigen Aufruf zum Handeln durch den UN-Generalsekretär, anstatt erst auf Schockbilder aus den Katastrophengebieten zu warten.

Der Nothilfekoordinator wies auf die Notwendigkeit weiterer finanzieller Unterstützung für humanitäre Hilfe hin, unterstrich allerdings auch, dass Katastrophenhilfe keine dauerhafte Lösung ist: “Ich betone wiederholt dieselbe Nachricht an alle: nur eine politische Lösung wird letztlich das menschliche Leiden beenden und Stabilität in die Region bringen“.

Schutz vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch: UN-Generalsekretär kündigt besondere Maßnahmen an

SEA Presser 71651410. März 2017 – Die Vereinten Nationen sollten in keiner Weise mit den grausamen Verbrechen wie Vergewaltigung, sexuelle Gewalt, Ausbeutung oder Missbrauch assoziiert werden. Das hat UN-Generalsekretär Guterres gestern in einer Erklärung deutlich gemacht.

„Solche Grausamkeiten sollten niemals stattfinden. Mit Sicherheit sollte keine Person, die in irgendeiner Form im Dienst der UN steht, mit solchen schändlichen und grausamen Verbrechen in Verbindung stehen“, betonte Guterres. „Wir werden niemandem gestatten, diese Verbrechen hinter der Flagge der UN zu verstecken".

In seinem gestern veröffentlichten Bericht „Besondere Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch: Ein neuer Ansatz“ hebt der Generalsekretär die Notwendigkeit von Transparenz, Rechenschaftspflicht und Gerechtigkeit hervor. Um Missbrauch in Zukunft zu verhindern und um auf Fälle von Missbrauch durch UN-Personal zu reagieren, skizziert der Bericht eine neue, opferzentrierte Herangehensweise.

Der Bericht unterstreicht außerdem die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit den UN-Mitgliedsstaaten und schlägt für 2017 ein Spitzentreffen zu sexueller Ausbeutung am Rande der 72. Sitzung der Generalversammlung vor

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