Der Syrien-Gesandte Kofi Annan hat sich abermals tief betroffen über die Gewalt in dem arabischen Land geäußert. Sein Sprecher nannte in Genf ausdrücklich die Städte Homs und al-Haffa, das an der Küste liegt. Beide würden von der Armee attackiert, und es gebe Hinweise darauf, dass eine große Zahl von Zivilisten dort festsitze. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London meldete ebenfalls neue Gefechte aus der Region Homs und der Provinz Deir Essor. In ganz Syrien wurden demnach wieder mehr als 20 Menschen getötet, darunter auch Zivilisten. Eine unabhängige Bestätigung für die Berichte gibt es nicht.

Der internationale Sondergesandte Annan und UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon haben den Sicherheitsrat zu einem raschen Handeln im Syrien-Konflikt aufgerufen. In New York warnten beide vor einem offenen Bürgerkrieg in dem Land. Die Gefahr sei akut. Zuvor hatte Annan erklärt, er wolle eine Syrien-Kontaktgruppe bilden und dabei auch Länder der Region einbinden, die Einfluss auf die politische Entwicklung in Syrien hätten. Annan betonte, er hoffe, dass auch der Iran Teil einer Lösung der Krise sein werde. Der Sondergesandte warb noch einmal dafür, den Druck auf das Regime in Damaskus zu erhöhen.
Der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan hat den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aufgefordert, das Blutvergießen in seinem Land unverzüglich zu beenden. Assad müsse "jetzt handeln", und die anderen Konfliktparteien müssten "ihren Teil der Arbeit leisten", sagte Annan nach einem Treffen mit Assad am Dienstag in Damaskus. Annan forderte "mutige Maßnahmen - nicht morgen, jetzt", um den von ihm unterbreiteten Sechs-Punkte-Plan zu einer Beendigung des Konflikts in Syrien umzusetzen. Dazu müssten die Armee und alle Milizen jegliche militärischen Einsätze beenden.
Die Internationale Arbeitsorganisation ILO zeigt sich besorgt wegen der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Sie werde noch bis mindestens 2016 auf dramatisch hohem Niveau verharren, warnt die UNO-Organisation in einer Studie. Es drohe eine verlorene Generation heranzuwachsen. Nach Berechnungen der ILO hat sich die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen in der EU von 2008 bis 2011 um 26,5 Prozent erhöht. Um diese Entwicklung zu stoppen, müssten die Regierungen ihre aktive Arbeitsmarktpolitik ausbauen.

