Dienstag, 22 August 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UNICEF: Push-Faktoren ausschlaggebend für Flucht von Kindern nach Europa

UNICEF Gambains 2016 UN020026. Juli 2017 – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) berichtet, dass angesichts der anhaltenden Gewalt und den traumatischen Erlebnissen in Libyen und anderen Ländern tausende Kinder beschließen, alleine zu fliehen. Dabei haben sie nicht unbedingt Europa als Ziel, sondern möchten einfach den unerträglichen Umständen entkommen. Eine neue Studie über Push- und Pull-Faktoren im Kontext der Kinderehe zeigt, dass 75 Prozent der Kinder, die auf der Flucht sind, sich bewusst entschieden haben alleine zu fliehen und keine Absicht haben, nach Europa zu gehen, erklärte UNICEF-Sprecherin Sarah Crowe in Genf. „Was bei diesen neuen Erkenntnissen besonders auffiel war, dass es wesentlich mehr Push-Faktoren, also Konflikte oder Gewalt in der Heimat, als Pull-Faktoren – Gründe, die sie speziell nach Europa ziehen – gibt“, sagte Crowe. „Diese Ergebnisse widersprechen der bisherigen Sichtweise.“ 63 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die in Libyen ankommen, haben ihr Land verlassen, weil sie Gewalt und Trauma erlebt haben. Diese Erfahrungen sind der Studie zufolge die treibende Kraft für die Kinder, die gefährliche Überseefahrten anzutreten. Ein gambischer Junge sagte: „Wenn du einen Löwen hinter dir hast und vor dir das Meer, entscheidest du dich für das Meer.“ Unter den befragten Mädchen ist eine von fünf vor Zwangsehe geflohen. UNICEF betonte, dass die Studie Politikern helfen kann, zu verstehen warum Kinder die gefährliche Reise antreten und wie sie am besten nach ihrer Ankunft unterstützt werden können.

UNHCR: Australien muss das Leiden in den ausgelagerten Flüchtlingslagern beenden

09 26 2014Australia Cambodia25. Juli 2017 – Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat dazu aufgerufen, die ausgelagerten Flüchtlingslager der australischen Regierung aufzulösen. Seit vier Jahren verharren dort nahezu 2000 Menschen in inakzeptablen Zuständen und erleiden physische sowie psychische Schäden.„Australiens Strategie in der Flüchtlingspolitik, die Flüchtlinge, die ohne gültiges Visum über das Meer kommen, nach Papua Neuguinea und Nauru auszulagern und ihnen Asyl in Australien zu verwehren, hat schon viel zu lange für massives Leiden gesorgt“, sagte Filippo Grandi, der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Angesichts der schwierigen humanitären Situation, hat der UNHCR vergangenen November angeboten, Flüchtlinge von Australien in die Vereinigten Staaten umzusiedeln. Dies wurde zuvor in einem bilateralen Abkommen zwischen den beiden Ländern festgehalten. „Diese Vereinbarung wurde in dem Glauben getroffen, dass gefährdete Flüchtlinge mit engen familiären Bindungen nach Australien die Genehmigung erhalten, sich dort niederzulassen“, erklärte Grandi. Australien teilte dem UN-Flüchtlingswerk jedoch vor Kurzem mit, dass sie keine Flüchtlinge akzeptieren würden und das Flüchtlinge die Wahl hätten in Nauru oder Papua Neuguinea zu bleiben oder in die USA oder Kambodscha umgesiedelt zu werden. Grandi erinnerte die australische Regierung daran, dass diese Entscheidung „entgegen der fundamentalen Prinzipien der Familieneinheit und des Flüchtlingsschutzes sowie entgegen des allgemeinen Anstandes“ ist. „Es gibt keinen Zweifel“, so Grandi, „dass diese Menschen, die bereits seit vier Jahren unter härtesten Bedinungen leben, mit ihren Familien wiedervereint werden sollten. Dies wäre die vernünftige und menschliche Reaktion auf diese Situation.“

Gewalt in Jerusalem: UN fordern Deeskalation

20 7 17gate24. Juli 2017 – Die Vereinten Nationen und ihre diplomatischen Partner im Friedensprozess im Nahen Osten haben ihre Bedenken bezüglich der eskalierenden Spannungen und gewaltvollen Auseinandersetzungen in der Altstadt von Jerusalem ausgedrückt. Alle Beteiligten sollten sich in Zurückhaltung üben und dazu beitragen, die Situation zu deeskalieren. Die Sonderbeauftragten des sogenannten Nahost-Quartetts, die sich aus den UN, Russland, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zusammensetzen, verurteilten die Terrorattacken aufs Schärfste und drückten ihr Beileid für alle Opfer der Gewalttaten aus. Das gemeinsame Statement ist die Reaktion auf eine Serie von Gewalttaten, welche seit über einem Monat die Spannungen in der Altstadt Jerusalems verschärft haben. Die Unterzeichner begrüßten in dem Schreiben die Versicherung des israelischen Premierministers, den Status Quo an den Heiligen Stätten in Jerusalem aufrechtzuerhalten. Nach den gewalttätigen Vorfällen seit Mitte Juni bleibt die Lage in Jerusalem weiter angespannt, besonders rund um das Gebiet um den Tempelberg.

UN-Generalsekretär Guterres: Die internationale Gemeinschaft muss ihre Sichtweise auf Afrika ändern

07 19 2017 72903520. Juli 2017 – Vertreter der Afrikanischen Union (AU) und den Vereinten Nationen haben ihre gemeinsame Arbeit für Frieden und Sicherheit in Gambia, Somalia und dem Südsudan sowie weiteren afrikanischen Ländern unterstrichen. Gemeinsam forderten die Vertreter die internationale Gemeinschaft dazu auf, angemessene finanzielle Unterstützung bereitzustellen. Generalsekretär António Guterres sagte „die internationale Gemeinschaft muss ihre Sichtweise auf Afrika ändern und eine größere Plattform für Kooperationen etablieren, die das enorme Potential Afrikas anerkennt. Er ergänzte, dass die Afrikanische Union und die UN ein gemeinsames Interesse haben, die Mechanismen zu stärken, um Konflikte zu entschärfen bevor sie eskalieren und sie effektiv einzudämmen wenn sie auftreten. Guterres hob besonders den im April unterzeichneten Rahmenvertrag zwischen der AU und den UN hervor, der die Zusammenarbeit in Friedens- und Sicherheitsangelegenheit zwischen den Organisationen stärkt, ebenso wie die gemeinsame Verpflichtung die Partnerschaft weiter zu institutionalisieren. Die Vereinbarung beinhaltet vier essentielle Bereiche: Konfliktprävention und Erhaltung von Frieden, Reaktion auf Konflikte, Bekämpfung von Konfliktursachen und die fortlaufende Verbesserung der Zusammenarbeit.

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