Sonntag, 30 April 2017
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Afrika und Jemen: 20 Millionen Hungernde erhalten fast keine Hilfe

567089Die Vereinten Nationen beklagen mangelnde Hilfe für mehr als 20 Millionen hungernde Menschen in Afrika und im Jemen. Für die Männer, Frauen und Kinder im Südsudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen hätten Geber erst 422 Millionen US-Dollar bereitgestellt, sagte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Jens Laerke. Das sind nur etwa zehn Prozent der Summe, die UN-Generalsekretär António Guterres vor einem Monat gefordert hatte. Er hatte die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, 4,4 Milliarden US-Dollar zu geben. Es gelte Hungerkatastrophen in den vier Konfliktländern zu verhindern. Die Gewalt habe die Nahrungsmittelproduktion in den Gebieten zum Erliegen gebracht.

Die UN baten mit dem Aufruf nicht um zusätzliches Geld, wie Laerke erläuterte. Vielmehr waren die Summen in dem meist schon Ende 2016 verkündeten Bedarf für die einzelnen Länder enthalten. Guterres forderte die Regierungen lediglich auf, das Geld früher als womöglich geplant zu überweisen, um die akute Krise zu bewältigen.

Die Hilfsorganisationen der UN brauchen bis Ende März das Geld, um Lebensmittel, Wasser und Medikamente an Millionen notleidende Menschen zu liefern. Im Südsudan und im Jemen gibt es schwere bewaffnete Konflikte, der zerfallene Staat Somalia leidet unter anhaltender Gewalt, und im Nordosten Nigerias überzieht die islamistische Terrormiliz Boko Haram die Menschen mit einer Terrorkampagne.

Bericht über die menschliche Entwicklung: sieben europäische Länder unter den Top 10

33190424800 b50ecded0e z22. März 2017 – Sieben europäische Länder sind auf den ersten zehn Plätzen auf dem Index für menschliche Entwicklung, der am vergangenen Montag als Teil des Berichts über die menschliche Entwicklung (Human Development Report, HDR) veröffentlicht wurde. Demnach befindet sich Norwegen auf dem ersten Platz, gefolgt von der Schweiz, Österreich, Deutschland und Dänemark.

Der Bericht wird jährlich vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht. Die diesjährige Ausgabe trägt den Titel „Menschliche Entwicklung für alle“. Obwohl der durchschnittliche Grad der menschlichen Entwicklung sich in allen Regionen im Zeitraum zwischen 1990 und 2015 deutlich verbessert hat, lebt weltweit jeder dritte Mensch auf einem niedrigen Niveau menschlicher Entwicklung. Diese Aussage basiert auf dem Index für menschliche Entwicklung und stellt die Haupterkenntnis des Berichts dar.

Ein Vierteljahrhundert beeindruckender menschlicher Entwicklung hat dennoch viele Menschen zurückgelassen. Ihr Aufholprozess wird von systemischen und schwer messbaren Hindernissen erschwer. Eine stärkere Ausrichtung auf ausgegrenzte Menschen und auf Möglichkeiten, bestehende Hindernisse abzubauen, sind dringend notwendig, um nachhaltige menschliche Entwicklung für alle zu gewährleisten.

„Es muss zur Arbeitsweise unserer globalen Gemeinschaft werden, niemanden zurückzulassen. Um die Barrieren zu überwinden, die sowohl die menschliche Entwicklung, als auch den Fortschritt in Richtung der Ziele für nachhaltige Entwicklung behindern, müssen unsere politische Entscheidungen von Mitberücksichtigung geleitet werden“, betonte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven bei der Veröffentlichung des Berichts.

Außer ihm sprachen auch die Leiterin des UN-Entwicklungsprogrammes, Helen Clark sowie der Hauptautor des Reports und Direktor des Büros für den Bericht über menschliche Entwicklung, Selim Jahan. „Beim Abbau extremer Armut, bei der Verbesserung des Zugangs zu Bildung, Gesundheit und Hygiene sowie bei der Ausweitung von Möglichkeiten für Frauen und Mädchen ist die Welt bereits weit vorangekommen“, betonte Clark. „Aber diese Fortschritte sind nur ein Auftakt für die nächste, möglicherweise schwierigere Herausforderung: zu gewährleisten, dass die Vorteile des weltweiten Fortschritts jeden erreichen.“

Libyen: UN-Gesandter warnt vor Eskalation der Spannungen

10 10 2014Libya21. März 2017 – Der UN-Gesandte für Libyen hat alle Konfliktparteien dazu aufgerufen, das Wohl des Landes vor ihre „eigenen Interessen“ zu stellen. Er warnte vor eskalierenden Spannungen im gesamten Land aufgrund der Mobilisierung von Streitkräften, einer sich verschlechternden Sicherheitssituation in der Hauptstadt Tripolis sowie den jüngsten Gewaltausbrüchen in Misrata und Benghazi.

„Lassen Sie Gewalt und Extremismus nicht die Agenda bestimmen“, forderte Martin Kobler, Sondergesandter des UN-Generalsekretärs für Libyen und Leiter der UN-Unterstützungsmission (UNSMIL) in dem nordafrikanischen Land.

„Die Ruhe in Libyen muss sofort wiederhergestellt werden, demokratische Einrichtungen und Ideale müssen respektiert und Meinungsfreiheit geschützt werden“, betonte Kobler. In seiner Rede schilderte der Sondergesandte die aktuelle Situation und berichtete von Gewalt, Hassreden und Leichenverstümmelungen.

Letzte Woche hatte das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) aufgrund der Situation in Libyen Alarm geschlagen. Es sei infolge der jüngsten Gewaltausbrüche zu ernstzunehmenden Menschenrechtsverletzungen wie Hinrichtungen ohne Verfahren oder Massenverhaftungen gekommen.

Weltglückstag: Die UN und “Die Schlümpfe” setzen sich für nachhaltige Entwicklung ein

81998 Happy420. März 2017 – Jede Person – egal wie groß, klein oder blau – kann die Welt zu einem friedlicheren, nachhaltigen und gesünderen Ort machen. Das haben die Vereinten Nationen jungen Menschen bei einer Zeremonie im Rahmen der Kampagne „Small Smurfs Big Goals“ („Kleine Schlümpfe, große Ziele“) mitgeteilt.

Die Kampagne der Vereinten Nationen, des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und der Stiftung für die Vereinten Nationen soll mithilfe der bekannten Comic-Figuren „Die Schlümpfe“ weltweit über die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) informieren. Insbesondere junge Menschen sollen dazu animiert werden, sich für die Ziele einzusetzen.

Bei der Zeremonie kamen die Synchronsprecher des neuen Films „Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf“ mit 1500 Studenten zusammen, um bereits im Vorhinein den Weltglückstag zu feiern. Dabei wurde den Studenten symbolisch ein Schlüssel mit dem Logo der SDGs von Untergeneralsekretärin für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Cristina Gallach überreicht.

Im Jahr 2015 hatten sich alle UN-Mitgliedsstaaten auf die 17 Ziele geeinigt, durch die Ungleichheiten verringert werden sollen, Armut beendet und unser Planet beschützt werden soll. Am heutigen Weltglückstag findet die Kampagne ihren Höhepunkt mit einem Festakt im UN-Hauptquartier in New York.

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