Dienstag, 28 Februar 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Bericht: Schwere Kämpfe in Ostukraine bedrohen Zivilbevölkerung

12 30 2016Damage3. Februar 2017 – Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York haben der UN-Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltmann, und UN-Nothilfekoordinator, Stephen O'Brien, die Ratsmitglieder über die Lage im Osten der Ukraine unterrichtet. Die andauernden Kämpfe würden eine hohe Zahl ziviler Opfer fordern, so die UN-Beauftragten.
„Seit dem 7. Januar und besonders in den letzten Tagen hat eine gefährliche Intensivierung des Konflikts stattgefunden. Überall sind die Feindseligkeiten eskaliert und die Situation könnte sich noch weiter verschlechtern“, erklärte Jeffrey Feltmann.
Berichten zufolge sei es in der Region Donezk innerhalb von 24 Stunden zu mehr als 10.000 Explosionen und bei Mariupol, Popasna und der Svitlodarsk/Debaltseve-Region zu schweren Kämpfen gekommen. Auch sollen auf beiden Seiten der Konfliktlinie schwere Waffen eingesetzt worden sein, deren Gebrauch durch das Minsker-Abkommen strengstens ist.
Auch UN-Nothilfekoordinator, Stephen O'Brien, wies auf die fatalen Folgen des Konflikts für die Zivilbevölkerung hin und unterstrich die Notwendigkeit einer politischen Lösung für die Krise.
„Die Zivilbevölkerung ist nicht nur traumatisiert durch die ständige Gefahrenlage. Die extreme Beschädigung der Versorgungsinfrastruktur sorgt außerdem dafür, dass die Menschen um ihr Überleben fürchten müssen“, so O'Brien.

UN-Mission in Kolumbien: FARC-Mitglieder geben Waffen ab

02 02 colombia3. Februar 2017 – Mehr als 200 Männer und Frauen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) haben sich auf den Weg zu Entwaffnungszonen gemacht. Zwei Monate nach dem Friedensabkommen, das den am längsten andauernden Konflikt in der westlichen Hemisphäre beendet, legt die FARC-EP ihre Waffen nieder.

Die Mitglieder der FARC-EP – darunter schwangere und stillende Frauen – haben sich in einem neun Kilometer langen Fußmarsch von vier Vorgruppierungspunkten zum Pondores-Übergangspunkt im Norden Kolumbien begeben. Hier sollen unter Aufsicht der UN offiziell alle Waffen abgegeben werden, erklärte der stellvertretende Leiter der UN-Beobachtermission in Kolumbien, José Mauricio Villacorta.

„Für die Mission ist dieser Augenblick von entscheidender Bedeutung. Er besiegelt den Waffenstillstand und die Beendigung der Feindseligkeiten. Wir sind jetzt in der Lage in den operativen Teil überzugehen und werden die Entwaffnung der Streitkräfte sicherstellen“, erklärte Villacorta.

Anfang Oktober 2016 hatten die Kolumbianer das historische Friedensabkommen zwischen der Regierung Kolumbiens und der FARC-EP abgelehnt, in dem sich die Konfliktparteien auf die Beendigung der Feindseligkeiten verständigt hatten. Ende November unterzeichneten die beiden Seiten ein neues Abkommen, das einen dreigliedrigen Überwachungs-und Sicherungsmechanismus vorsieht. Der Mechanismus besteht aus Mitgliedern der Regierung und der FARC-EP und wird von der UN-Beobachtermission in Kolumbien koordiniert.

Filippo Grandi: Flüchtlingen mit „offenen Armen und offenem Herz“ begegnen

02 01 2017Grandi2. Februar 2017 – Nach einem Besuch der von Krieg zerstörten Stadt Aleppo (Syrien) hat sich der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, in einem leidenschaftlichen Plädoyer für mehr internationale Solidarität ausgesprochen. Er forderte die Weltgemeinschaft auf, Flüchtlingen – egal, ob aus Syrien, dem Irak, Somalia oder dem Jemen – mit Mitgefühl zu begegnen.

Auf seiner Mission in Syrien zeigte sich Grandi tief betroffen von der Zerstörung Aleppos und der Lage der Menschen, die in ihre Häuserruinen zurückkehren: „Sie brauchen Hilfe, sofortige Hilfe. Ihnen ist kalt, sie haben Hunger, sie brauchen Arbeit, um etwas Geld zu verdienen, sie brauchen eine Grundversorgung in dieser historischen Stadt. Häuser, Schulen und Krankenhäuser sind zerstört.“

Mit Blick auf die jüngste Wendung in der US-amerikanischen Einwanderungspolitik und ihre Folgen für Flüchtlinge appellierte Grandi eindringlich an alle Staaten, Mitgefühl walten zu lassen: „Flüchtlinge aus Somalia, Flüchtlinge aus dem Jemen, Flüchtlinge aus dem Irak – alle fliehen vor Zerstörung.“

Auch forderte Grandi die globale Gemeinschaft wiederholt auf, schneller und umgehend humanitäre Hilfsgüter für die Menschen in Syrien bereit zu stellen: „Das syrische Volk braucht umgehend Hilfe. Wir dürfen die Menschen nicht im Stich lassen. Die Krise ist nicht vorbei.“

UN-Generalsekretär Guterres: Grenzsicherung kann nicht durch Diskriminierung erfolgen

01 2017SecretaryGeneral1. Februar 2017 – Vor dem Hintergrund bedenklicher Entwicklungen weltweit hat UN-Generalsekretär António Guterres den Anspruch von Flüchtlingen auf Schutz durch die internationale Gemeinschaft unterstrichen.

„Flüchtlinge, die Konflikten und Verfolgung entkommen wollen, finden sich immer öfter mit geschlossenen Grenzen konfrontiert sowie einem zunehmend beschränktem Zugang zu dem Schutz, den sie brauchen und auf den sie das Recht haben – gemäß der internationalen Flüchtlingsbestimmungen“, so Guterres in einem Statement.

Auf der Rückkehr von seinem Äthiopien-Besuch verwies der Generalsekretär insbesondere auf die positiven Leistungen des ostafrikanischen Landes im Bereich Flüchtlingsschutz. Äthiopien habe, trotz einer komplizierten Sicherheitslage, eine Politik der offenen Grenzen beibehalten und mehr Flüchtlinge als jedes andere afrikanische Land aufgenommen.

Gleichzeitig warnte Guterres im Angesicht weltweiter Entwicklungen vor „blinden Maßnahmen, die nicht auf soliden Informationen beruhen“.
Zum vollständigen Statement des UN-Generalsekretärs geht es hier.

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