Dienstag, 06 Dezember 2016
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COP22: Weltklimakonferenz diskutiert Wasserprobleme

11 09 2016TapWater10. November 2016 – “Wasser ist das erste Opfer des Klimawandels”. Geleitet von dieser Einsicht haben in Marrakesch die Teilnehmer der Weltklimakonferenz (COP22) die Bedeutung von Wasser für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens besprochen. Zum ersten Mal während einer Weltklimakonferenz wurde der wichtigen Ressource dabei ein ganzer Tag gewidmet.
„Wasser ist nicht nur eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ressourcen, sondern bietet gleichzeitig viele Lösungen für dessen Bekämpfung“, so der Präsident des Weltwasserrats Benedito Braga.
Auch die Umweltministerin Marokkos, Hakima el Haité, unterstrich die zentrale Rolle von Wasser innerhalb des Entwicklungsprozesses eines Landes: „Wasser verbindet alles. Es ist nicht nur für die menschliche Entwicklung und Gesundheit maßgeblich, sondern auch für Stabilität und Ernährungssicherheit“.


Mehr Informationen zum Wasser-Aktionstag der COP22 gibt es hier:

Irak: UN warnt vor steigendem Risiko für Zivilisten

Iraq Mosul UNHCR RF2786088. November 2016 – Vor dem Hintergrund der Militäroffensive gegen den IS hat die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, auf die steigende Gefährdung der Zivilbevölkerung hingewiesen.
„Wir sind zutiefst erschüttert über die Berichte aus den vom IS besetzten Gebieten, denen zufolge Kinder zwangsrekrutiert und Familien als menschliche Schutzschilder verwendet werden“, sagte Grande in einem offiziellen Statement. Im Angesicht der steigenden Zahl ziviler Todesopfer forderte Grande alle Parteien auf, den Schutz von Zivilisten sicherzustellen.
Berechnungen des UN-Amts zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) zufolge, sind im Zuge der Militäroffensive auf die Stadt Mosul mehr als 34,000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben worden. Die Mehrheit der Vertriebenen ist zur Zeit in Notunterkünften und Gastgemeinden untergebracht.

UN-KLIMAKONFERENZ BEGINNT IN MARRAKESCH

Morocco WB Thermo7. November 2016 – Bei den letzten UN-Klimagesprächen in Paris hatte sich die Welt darauf verständigt, wie die schlimmsten Folgen abgewendet werden können. Von heute (7. November) bis zum 18. November, treffen sich die Regierungsvertreter im marokkanischen Marrakesch zu einer neuen Klimakonferenz (COP22). Nun geht es darum, sich auf die Umsetzung zu einigen.
Der Beschluss von Paris wurde in der vergangenen Woche am 4. November zu internationalem Recht, nachdem das Europäische Parlament Anfang Oktober das Abkommen für die EU ratifiziert hatte. Das ist eine gute Basis für weitere Fortschritte in Marrakesch und hin zu einer nachhaltigeren Zukunft.
Die offenen Fragen könnten kaum dringender sein: Das Abkommen hat die nötige Anzahl von Unterstützerländern, aber es gibt noch immer Differenzen um grundlegende Fragen: zum Beispiel, wie die Emissionskürzungen aufgeteilt werden sollen und auch wie pro Jahr 100 Millionen US-Dollar für den Grünen Klimafonds bis 2020 aufgebracht werden können.
Schnelligkeit ist entscheidend, wie Patricia Espinosa, die Exekutivsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention und der marokkanische Außenminister und COP-22 Vorsitzende, Salaheddine Mezouar in einem gemeinsamen Artikel betonen: “Die Welt braucht beispiellose Reduzierungen beim Ausstoß von den Treibhausgasen. Und die Zeit drängt, denn der globale Ausstoß ist noch nicht gesunken.“
Am wichtigsten ist aber, dass die Welt es noch nicht geschafft hat, das oberste Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen: Die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu halten und möglichst bis auf unter 1,5 Grad Celsius zu kommen. So könnte ein gefährliches und unumkehrbares Kippen des Klimas noch verhindert werden und damit auch ein endgültiger Kontrollverlust dieses Prozesses. Der Weltmeteorologie-Organisation zufolge hat die weltweite Konzentration von Kohlendioxid 2016 ein neues Rekordhoch erreicht.
Die politischen und finanziellen Mittel sowie die Technologien für einen entscheidenden Wechsel sind vorhanden. Im vergangenen Jahr hat Paris ein starkes Zeichen der Hoffnung gesetzt. Während der kommenden zwölf Tag muss Marrakesch auf gemeinsames Handeln und Lösungen setzen.

UN befürchten erneute Flüchtlingstragödie

4666444. November 2016 - Bei einem neuen Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste sind möglicherweise mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 110 Menschen seien ertrunken oder würden vermisst, nachdem ihr Schlauchboot gekentert sei, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Für ein weiteres Bootsunglück mit mehr als 120 Toten gab es zunächst keine Bestätigung von der italienischen Küstenwache. Etwa 140 Flüchtlinge seien auf dem Boot gewesen, das nur wenige Stunden vor dem Kentern in See gestochen sei, sagte UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami unter Berufung auf Überlebende. Nur 29 Insassen hätten bisher gerettet werden können. Der norwegische Tanker „Siem Pilot“ traf als erstes Schiff am Unglücksort ein und zog die von ihrem stundenlangen Überlebenskampf geschwächten Flüchtlinge aus dem Wasser. Zudem barg die Besatzung zwölf Leichen. Die Überlebenden wurden von der italienischen Küstenwache auf die Insel Lampedusa gebracht. Dort berichteten zwei Flüchtlinge über ein weiteres Bootsunglück vor der libyschen Küste. Ihr Schlauchboot sei kurz nach dem Start gekentert, erklärten die beiden Frauen laut UNHCR-Sprecherin Sami. Von den rund 125 Passagieren hätten nur sie überlebt.

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