Montag, 16 Januar 2017
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„Vom Papier in die Herzen“: SDG-Aktionskampagne gibt Vorschau auf neues Campaign Center in Bonn

SDG Action campaign16. Dezember 2016 – Zum ersten Mal seit ihrer Ankunft in Bonn hat die Aktionskampagne für die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG Action Campaign) ihre Türen für Besucher geöffnet. Mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung gewährte die Aktionskampagne gestern einen ersten Blick hinter die Kulissen des neuen Global Campaign Center im historischen Haus Carstanjen.
Das Global Campaign Center ist mit dem Ziel nach Bonn gekommen, die Menschen weltweit zum Handeln für die SDGs zu inspirieren. In das Mandat der jungen Organisation fällt damit die Aufgabe, Anstrengungen der Beteiligten zueinander in Bezug zu setzen und Synergien zu schaffen, bürgergenerierte Daten aufzuschlüsseln, erzielte Erfolge an die Öffentlichkeit zu tragen und Innovationen zur Umsetzung der Ziele zu entwickeln und zu erproben.
Ein Highlight der interaktiven Führung durch das Kampagnenzentrum waren Virtual-Reality-Filme, die es den Gästen erlaubten, in Orte wie das Flüchtlingslager Zataari in Jordanien oder das von Ebola betroffene Liberia abzutauchen. An anderer Stelle des denkmalgeschützten Gebäudes präsentierten die Organisatoren die neue Erhebung MY World 2030, mit der die Fortschritte zur Erreichung der SDGs verfolgt werden sollen, eine Fotoausstellung zu den SDGs sowie Visualisierungen von Analysedaten zu den SDGs.

In einer Ansprache an die Gäste sagte Mitchell Toomey, der Direktor der SDG-Aktionskampagne: „Die Einrichtung des Global Campaign Center in Bonn ist ein Zeichen der Anerkennung für das unerschütterliche Eintreten Deutschlands für die SDGs und des internationalen Charakters von Bonn als UN-Stadt und Knotenpunkt der Nachhaltigkeit.“
Außenminister Frank Walter Steinmeier bezeichnete es vorab als „eine große Ehre und Verantwortung für Deutschland, das Global Campaign Center als neue Zentrale der Aktionskampagne in Bonn beherbergen zu dürfen”. Auch der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, versicherte die Unterstützung der deutschen Regierung und sagte: „Die Agenda 2030 ist die Antwort der Weltgemeinschaft auf die Überlebensfragen der Menschheit – und sie muss nun vom Papier in die Köpfe und Herzen der Menschen in aller Welt“.
Die öffentliche Bekanntmachung der Präsenz der SDG-Aktionskampagne wird mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung vom 1.-3. März 2017 im Weltkonferenzzentrum in Bonn stattfinden.

Mehr Informationen:

UN SDG Action Campaign

Vereinte Nationen überwachen Evakuierungen in Aleppo

12 15 2016Aleppo16. Dezember 2016 – Die Vereinten Nationen beteiligen sich seit gestern an der Evakuierung von Zivilisten und Oppositionskämpfern aus der syrischen Stadt Aleppo. Nach einem Treffen der Humanitären Einsatzgruppe der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens (ISSG) teilt der UN-Gesandte für Syrien, Jan Egeland, die Details des Evakuierunsplans mit.
Teil des dreigleisigen Plans sind neben medizinischer Versorgung für Verletzte und Kranke, die Evakuierung von sowohl Zivilisten als auch Oppositionskämpfern. Die Einigung wurde nicht im Namen der Vereinten Nationen erzielt, sondern durch direkte Gespräche zwischen den Parteien des syrischen Krieges, erklärte Egeland.
Die Vereinten Nationen werden gemeinsam mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuz‘ (IKRK) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Evakuierungen überwachen. Vertreter aller Organisationen stehen bereit, um die aus Ost-Aleppo evakuierten Menschen nach Idlib sowie an andere Orte zu begleiten. Auch Russland wird sich an der Überwachung der Evakuierung beteiligen und sicherstellen, dass die Evakuierungen zügig, unbürokratisch und reibungslos abgewickelt werden. „Dieser Plan ist hoffentlich der Beginn des letzten und erfolgreichen Versuchs zur Evakuierung“, so Egeland.

Ban Ki-moon: Tiefstes Bedauern über anhaltenden Alptraum in Syrien

708390Portrait15. Dezember 2016 – Der Sicherheitsrat hat während seiner gestrigen Sitzung die Arbeit des scheidenden Generalsekretärs Ban Ki-moon gewürdigt. In einer per Akklamation verabschiedeten Resolution unterstrich der Sicherheitsrat Bans weltweiten Einsatz für Menschrechte und Grundfreiheiten.
„Als Generalsekretär ist es Ihnen gelungen, dass die Vereinten Nationen technologischen Fortschritt für sich genutzt haben und sich damit den Herausforderungen fortschreitender Globalisierung und neuen Bedrohungen stellen können“, sagte Román Oyarzun Marchesi (Spanien), der Ratspräsident für den Monat Dezember.
In einer Rede bedankte sich Ban im Gegenzug für das Privileg, der Organisation während der vergangenen zehn Jahre dienen zu dürfen. Mit Blick auf Einsätze in der Demokratischen Republik Kongo, Nepal sowie der Elfenbeinküste und Liberia, verwies Ban zunächst auf die Erfolge des Sicherheitsrates während seiner Amtszeit.
„Der Sicherheitsrat ist am stärksten, wenn er gemeinsam handelt“, sagte Ban und kritiserte den „großen Mangel an Geschlossenheit“ zwischen den Mitgliedsstaaten. „Während ich mich aus meinem Amt verabschiede, gilt mein größtes Bedauern dem andauernden Alptraum in Syrien“, so Ban. Zum Abschluss seiner Rede forderte der scheidende Generalsekretär erneut alle Parteien auf, ihrer gemeinsamen Verantwortung gerecht zu werden und den Schutz von Zivilisten in Syrien sicherzustellen.

Ban Ki-moon: „Wir haben die Menschen in Syrien gemeinsam im Stich gelassen.“

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13. Dezember 2016 - In einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon das 15-köpfige Gremium aufgefordert, „alles in seiner Macht Stehende zu tun, um das Blutbad in Syrien zu beenden“. Die Staaten müssten sicherstellen, dass sich alle Konfliktparteien für eine umfassende politische Lösung aussprechen. Nach der gestrigen Einnahme von Aleppo müsse das Streben um einen militärischen Erfolg ein Ende haben.

Ban Ki-moon zeigte sich besorgt über die tragische Situation in Aleppo. In den vergangenen 48 Stunden sei die Welt Zeuge geworden, wie das von der Opposition kontrollierte Stadtgebiet beinahe vollständig bis auf fünf Prozent des ursprünglichen Territoriums zusammengebrochen sei.

Der Generalsekretär brachte zum Ausdruck, dass ein einheitliches Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft gefehlt habe, um das Blutbad aufzuhalten. Auch die zahlreichen Warnungen des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan De Mistura, vor den Folgen einer solchen Untätigkeit, seien ignoriert worden. „Ich habe es bereits einmal gesagt. Wir haben die Menschen in Syrien gemeinsam im Stich gelassen. Der Sicherheitsrat ist seiner herausragenden Verantwortung nicht nachgekommen, den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit aufrechtzuerhalten.“

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