Mittwoch, 26 November 2014
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Sierra Leone: Starkes Gemeinschaftsengagement Schlüssel zur Bekämpfung von Ebola

UNDP GuineaDie Vereinten Nationen haben das Engagement und die Einbindung der Gesellschaft als zwingend nötig im Kampf gegen die Verbreitung von Ebola in Sierra Leone bezeichnet. Durch Gemeindeinitiativen in Kooperation mit der UN, wie der Verteilung von Hygienepaketen durch lokale Taxifahrer, konnten bereits bis zu 500.000 Menschen erreicht werden.


„Was wir hier in Freetown sehen, ist ein unglaublicher Sinn von Eigenverantwortung, der Herzen und Gedanken erfasst, im Kampf gegen diese verheerende Krankheit. Diese Bemühungen brauchen dringend Unterstützung und Verstärkung, um die Krise zu bewältigen.", so Magdy Martínez Solimán vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).


Sierra Leone befindet sich im Epizentrum des Ebola-Ausbruchs in West Afrika. Die Weltgesundheitsorganisation hat allein in Sierra Leone fast 1.000 Todesfälle und 2.950 Ansteckungsfälle gezählt. Neben der gesundheitlichen Bedrohung für die Menschen hat Ebola auch Folgen für die lokale Wirtschaft der betroffenen Staaten. So wurden beispielsweise in Sierra Leone fast alle Bars, Restaurants und Nachtclubs aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr geschlossen. Als Folge dessen musste die größte Brauerei des Landes ihre Produktion zurückfahren und 24.000 Menschen entlassen. Eine kleine Zahl verglichen mit der erwarteten Gesamtzahl an Arbeitsplatzverlusten im Zuge der Krise.

Südsudan: Regierung und UN-Sonderbeauftragte wollen sexuelle Gewalt bekämpfen

Zainab Bangura South SudanDie UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt in Konflikten, Zainab Hawa Bangura, hat darauf hingewiesen, dass sexuelle Gewalt den Konflikt im Südsudan dominiert und von allen Parteien ausgeht.


„Die Körper von Frauen und Kindern sind das Schlachtfeld dieses Konflikts. Die internationale Gemeinschaft kann nicht zulassen, dass Überlebende für sich selbst kämpfen müssen. Jetzt ist die Zeit, einzugreifen und den Menschen im Südsudan zu helfen, diese Gräueltaten zu beenden.", so Bangura.


Die UN-Sonderbeauftragte besuchte die Hauptstadt Bentiu, um mit Opfern sexueller Gewalt, Regierungsvertretern, UN-Mitarbeitern und dem lokalen Kommandeur der „Sudan People's Liberation Army" über konkrete Maßnahmen im Kampf gegen sexuelle Gewalt zu sprechen.

Generalsekretär Ban warnt vor Eskalation der Lage in West Afrika

WorldBank Ebola responseGeneralsekretär Ban Ki-moon hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgefordert, ihre Unterstützung beim Kampf gegen Ebola in West-Afrika zu verstärken. Die finanziellen Mittel müssten erhöht werden.

Bei einem Sondertreffen in Washington bat der Generalsekretär um mobile Laboratorien, Schutzkleidung und ausgebildetes medizinisches Personal. Er betonte, dass die Zahl der Ebola-Fälle, trotz der gemeinsamen Bemühungen, weiter steige und eine schnellere Reaktion notwendig sei: „Das beste Gegenmittel gegen Angst ist eine effektive und schnelle Reaktion (...).Wir müssen handeln." Außerdem dankte er der Weltbank dafür, dass sie den betroffenen Staaten Darlehen in Höhe von 400 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellt.

Nach neuesten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation gibt es bisher 8.033 gemeldete Fälle von Ebola, darunter 3.879 Todesfälle. 375 medizinische Helfer haben sich bereits mit Ebola angesteckt, 211 von ihnen sind an dem Virus gestorben

Mali: weiterer Blauhelmsoldat stirbt bei Anschlag auf UN-Friedenstruppen

Mali MINUSMA peacekeeperGeneralsekretär Ban Ki-moon hat seine tiefe Bestürzung über eine weitere tödliche Attacke auf die UN-Friedenstruppen in Mali geäußert. Bei dem zweiten Anschlag innerhalb einer Woche kam ein Blauhelmsoldat ums Leben. Damit stieg die Zahl der Soldaten, die seit Start der Mission MINUSMA verwundet wurden, auf 91 und die der getöteten Friedenssoldaten auf 31.

Die Sicherheitslage im Norden Malis hat sich seit Anfang des Jahres verschlechtert. Vermehrte Anschläge auf Sicherheitskräfte und Friedenstruppen torpedieren die Bemühungen um einen nachhaltigen Frieden und Stabilität.

„Wir sehen uns mit einer Situation konfrontiert, in der wir uns nicht länger in einem Umfeld für friedenserhaltende Maßnahmen bewegen. Dies zwingt uns dazu, eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um diesen asymmetrischen Bedrohungen zu begegnen", so Hervé Ladsous, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Friedenssicherung.

Der Sicherheitsrat verurteilte die jüngsten Attacken aufs Schärfste und sicherte der MINUSMA-Mission volle Unterstützung zu.

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