Samstag, 04 Juli 2015
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Ukraine: Humanitäre Situation prekär

UkraineDie Lage in der Ostukraine ist weiterhin angespannt, vereinzelt kommt es nach wie vor zu Kämpfen. Die Vereinten Nationen haben bestätigt, dass viele Menschen gezwungen seien, sich zu verstecken oder in Nachbarländer zu flüchten.

Ein aktuelles Gutachten des Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) zeichnete ein düsteres Bild des alltäglichen Lebens in der Konfliktregion. OCHA berichtete von Feindseligkeiten am Flughafen Donezk sowie in anderen Städten. Auch von Todesopfern ist die Rede.

Laut OCHA-Angaben wurden seit April 2014 über 6.000 Menschen getötet und rund 16.000 verletzt. Landminen sind weiterhin eine Gefahr für die Bevölkerung.

Das Sozialministerium der Ukraine registrierte bereits eine Million Menschen als Binnenvertriebene, während zugleich immer mehr Menschen aus dem Land fliehen. Der UNHCR gab an, dass fast 900.000 Ukrainer Asyl oder andere Formen legalen Aufenthaltes in Nachbarländern suchen.

Die Gesundheitslage in den umkämpften Gebieten der Ostukraine verschlechtert sich zudem bedenklich. Medikamente und medizinische Geräte werden immer knapper.

Mandat der UN-Mission in Somalia verlängert

Somalia, UN-Mandat, UN-SicherheitsratDer UN-Sicherheitsrat hat das Mandat der Hilfsmission der Vereinten Nationen in Somalia (UNSOM) bis August verlängert.

Die Resolution wurde einstimmig von allen 15 Mitgliedsstaaten verabschiedet. Dies bestätige noch einmal den „Respekt für Somalias Souveränität, politische Unabhängigkeit, territoriale Integrität und Einheit", so die UN.

Der Sicherheitsrat appellierte an UN-Organisationen und Afrikanische Union, Empfehlungen für weitere Schritte im Kampf gegen die extremistische Gruppe Al- Shabaab auszuarbeiten.

Nicholas Kay, Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Somalia und UNSOM-Leiter, betonte den Fortschritt, den das Land durch Dialog und Versöhnung erreicht habe. Gleichzeitig mahnte Kay, dass noch ein langer Weg vor den Friedenssicherungskräften läge: "Wir gehen davon aus, das Al-Shabaab alles tun wird, um den politischen Fortschritt zu behindern."

Tatsächlich wurde erst am vergangenen Wochenende ein Mitglied des Parlamentes in Somalia erschossen.

Brüssel: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon spricht am 27. Mai über die Rolle der Jugend

Ban Ki-moonDie Veranstaltung "Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft. Die Post-2015-Entwicklungsagenda und die Rolle der Jugend" wurde von der Europäischen Kommission und den Vereinten Nationen organisiert und findet von 16 bis 18 Uhr im Palais des Beaux-Arts (BOZAR) statt. Zuschauer auf der ganzen Welt können per Livestream dabei sein.

2015: Jahr der Entwicklung

Der Besuch des UN-Generalsekretärs steht im Zeichen des Europäischen Jahres der Entwicklung, welches Europas Engagement bei der Bekämpfung von Armut zeigt.

Während seines Aufenthaltes in Brüssel wird Ban Ki-moon Vertreter der EU-Kommission, des EU-Parlaments und des Rates der EU treffen.

2015 ist auch ein wichtiges Jahr für die Vereinten Nationen selbst. Mitgliedsstaaten sollen sich auf die Post-2015-Entwicklungsagenda und auf nachhaltige Entwicklungsziele einigen.

In dieser neuen Agenda ist die Rolle von Jugendlichen zentral. Sie werden die Entwicklungszusammenarbeit der Zukunft gestalten und steuern. Deshalb sollten junge Menschen aktiv an der neuen Entwicklungsagenda mitwirken.

Die Jugend engagieren

Um dies möglich zu machen, wird es eine interaktive Debatte zwischen dem UN-Generalsekretär und Jugendbotschaftern geben. Die Veranstaltung wird an ausgewählten Schulen überall in der Europäischen Union live übertragen.

Während der Veranstaltung bekommen junge Leute die Chance, Fragen zur Post-2015-Agenda, zur Entwicklungpolitik und zu anderen Themen, die ihnen besonders am Herzen liegen, an Ban Ki-moon zu stellen.

Wie kann ich mitmachen?

Die Veranstaltung kann via Livestream verfolgt werden.

Was sind die wichtigsten Fragen zum Thema Jugend in der Post-2015-Entwicklungsagenda? Wie können sich Jugendliche stärker einbringen? Stellt Eure Fragen bei Twitter, unter dem Hashtag #AskBanKimoon.

Mehr Hintergründe zum Einsatz der UN in Fragen, die Jugendliche betreffen, findet Ihr auf der Internetseite des Gesandten des Generalsekretärs für Jugend sowie auf Facebook und Twitter.

Nepal: UN verstärkt humanitäre Hilfe

NepalNachdem vor einem Monat ein Erdbeben der Stärke 7,8 in Nepal Tausende Menschen das Leben kostete und weite Teile des Landes zerstörte, haben die Vereinten Nationen die humanitäre Hilfe noch einmal intensiviert.

"In Anbetracht der Bedingungen und Komplexität der Situation sind wir jetzt gut gerüstet, um den betroffenen Gemeinden zu helfen", so Jamie McGoldrick, UN-Koordinator für humanitäre Aktionen in Nepal.

Rund 8.500 Menschen wurden bei den Beben in Nepal am 12. Mai und am 25. April getötet. Mehr als 20 Krankenhäuser wurden zerstört. Insgesamt sind mehr als fünf Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.

Nepals Berglandschaft erschwert zudem den Zugang zu einigen der verwüsteten Gebiete. Das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) gab an, dass rund 300.000 Menschen nur über den Luftweg erreicht werden können. Auch Bergsteiger unterstützen das Team beim Transport von Hilfsgütern.

Angesichts des bevorstehenden Monsuns läuft den Helfern die Zeit davon. Die UN warnte, dass die Menschen – mangels Schutz und wegen der knappen Nahrungsmittelreserven – jetzt noch stärker von Starkregen und Erdrutschen bedroht seien. Außerdem werden die finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe nach OCHA-Informationen knapp.

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