Dienstag, 24 Mai 2016
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UN unterstützt Ecuador nach stärkstem Erdbeben seit Jahrzehnten

04 18 2016Ecuador18. April 2016 (UNRIC) – Die Vereinten Nationen haben zusätzliche Hilfsmannschaften nach Ecuador entsandt, nach dem das Land am Samstag von einem Erdbeben der Stärke 7.8 erschüttert worden war. Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien stellte außerdem ein Team des UN-Katastrophenabschätzungs- und Koordinierungssystems zur Verfügung. O'Brien wird noch heute nach Ecuador aufbrechen, um betroffene Gebiete zu besuchen und die Leiter humanitärer Organisationen zu treffen. So möchte der Nothilfekoordinator herausfinden, wie regionale und nationale Einsätze am effizientesten unterstützt werden können. 

Nach jüngsten Einschätzungen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 400 gestiegen. "Die Behörden versuchen weiterhin die Schäden einzuschätzen, aber bis jetzt wissen wir nur, dass das Erdbeben in den Provinzen Manabi und Esmeralda Häuser, Straßen und Krankenhäuser zerstört hat. Stromleitungen wurden durchtrennt und zehntausende Menschen suchen zurzeit Zuflucht in Evakuierungszentren", sagte O'Brien. Die ecuadorianische Regierung hat in sechs Regionen des Landes den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein mobiles, medizinisches Notfallteam aufgestellt. Das Kinderhilfswerk UNICEF kündigte an, 20.000 Wasserreinigungstabletten nach Pedernales zu liefern. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wird in den nächsten 48 Stunden Menschen unterstützen, die ihre Häuser verloren haben. 900 Zelte, 15.000 Schlafmatten und Küchensets sowie 18.000 Insektizid-imprägnierte Moskitonetze, um das Risiko der Ausbreitung des Zikavirus zu begrenzen, sind auf dem Weg nach Ecuador.

Humanitäre Hilfe in Syrien muss ausgeweitet werden

09 16 2015Children14. April 2016 (UNRIC) – Am zweiten Tag der Friedensgespräche in Genf hat der UN-Sondergesandte Steffan de Mistura die Notwendigkeit betont, die humanitären Maßnahmen in Syrien zu verbessern. "Ich kann nicht leugnen, dass jeder in der Sitzung enttäuscht war", sagte er in Bezug auf ein Treffen mit der Arbeitsgruppe für humanitären Zugang, die Hilfsgüter in Syrien verteilen sollen. Es sei unbefriedigend, erklärte de Mistura, dass viele belagerte Gebiete immer noch nicht erreicht werden können. Nach Angaben des UN-Sondergesandten wurden im Januar und Februar zwar mehr als 6,8 Millionen Menschen mit Wasser versorgt und konnten Sanitäranlagen nutzen, dass "ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir trotzdem enttäuscht sind, insbesondere jetzt, da wir mit einer allmählichen Verbesserung rechnen". De Mistura fügte hinzu, dass die Arbeitsgruppe für humanitären Zugang nicht passiv handeln dürfe. 

Den Abwurf von Nahrungsmitteln in Deir ez-Zor beurteilte er äußerst positiv: "Das Welternährungsprogramm hat mehr als 55 Tonnen Nahrungsmittel über der Stadt abgeworfen." In Zukunft sei der Abwurf von Medikamenten geplant. Dies berge jedoch einige Probleme, da sie für militärische Zwecke missbraucht werden könnten.

UN-Sondergesandter: "Nur das Ende der Feindseligkeiten in Syrien kann neue Hoffnung schenken

04 13 2016GenevaTalks13. April 2016 (UNRIC) – Unter UN-Vermittlung hat in Genf die nächste Runde der Friedensgespräche zwischen der syrischen Regierung und der Opposition begonnen. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura sagte, dass er aufgrund der schlechteren Sicherheitslage in einigen Regionen Syriens besorgt sei. "Wir müssen um jeden Preis sicherstellen, dass die Feindseligkeit im Land verringert wird", erklärte der UN-Sondergesandte.  Nur dadurch könne es weiter Hoffnung für die syrische Bevölkerung geben. De Mistura war vor kurzem von seinen Besuchen in Moskau, Amman, Damaskus und Teheran zurückgekehrt. Dort hatte er unterschiedliche Vorschläge in den jeweiligen Hauptstädten in Erfahrung gebracht - mit der Absicht, die Friedensgespräche so produktiv wie möglich zu gestalten. Nach Ansichten von de Mistura zeigen alle Staaten Interesse und Unterstützung an einem politischen Wandel in Syrien. 

 

Wahl des neuen UN-Generalsekretärs - ein neuer und transparenter Prozess

670629 dialogues13. April 2016 (UNRIC) – Mogens Lykketoft, Präsident der Generalversammlung, hat die informellen Gespräche mit den Kandidaten für das Amt UN-Generalsekretärs eröffnet. Alle UN-Mitgliedsstaaten sowie die Öffentlichkeit haben erstmals die Möglichkeit sich direkt mit den Kandidaten auseinander zu setzen. "Es wird eine sehr transparente und sehr interessante Diskussionen über die Zukunft der UN werden", sagte Lykketoft und betonte, dass dieser Prozess großes Potential habe, die Spielregeln zu ändern. Laut Ansichten des Präsidenten muss der Kandidat hervorragende politische und diplomatische Fähigkeiten haben, sowie starke moralische Autorität und die Erfahrung, an der Spitze einer großen Organisation zu stehen.

Während der nächsten drei Tage werden die acht offiziellen Kandidaten Fragen beantworten zu den Themen nachhaltige Entwicklung, Friedenssicherung, Menschenrechte, Katastrophenmanagement und der Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Jeder Kandidat hat zwei Stunden Zeit und muss eine Präsentation halten und Fragen der Mitgliedsstaaten und des Präsidenten der Generalversammlung beantworten. Zudem werden 30 der mehr als 1.000 Fragen ausgewählt, die unter dem Hashtag #UNSGcandidates in sozialen Medien gesammelt worden sind. Seit dem Aufruf am 26. Februar waren aus 70 Ländern Fragen eingegangen. "Das Interesse der globalen Öffentlichkeit und der Zivilgesellschaft an den Dialogen ist außergewöhnlich", hob Lykketoft hervor.

Die drei Kandidaten, die heute an den öffentlichen Gesprächen teilnehmen sollen ihre Pläne zur UNO formulieren und dann Fragen der Öffentlichkeit beantworten. 

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Igor Luksic ist stellvertretender Premierminister sowie Außenminister und Minister für Europäische Integration. Er wurde von der Regierung von Montenegro nominiert. 

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Irina Bokova ist derzeitig UN-Generaldirektorin für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Sie wurde von der Regierung Bulgariens nominiert. 

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Antonio Guterres war zuletzt Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Er wurde von der Regierung Portugals nominiert. 

 

 

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