Dienstag, 28 März 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Hungersnot im Südsudan: UN-Nothilfekoordinator fordert Zugang für Hilfskräfte

10 13 2016Tuberculosis6. März 2017 –Hunderttausende Menschen im Südsudan werden verhungern, wenn nicht weitere Gelder gesammelt werden und Katastrophenhelfer Zugang zur bedürftigen Bevölkerung erhalten. Davor warnte UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien nach einem Treffen mit Kindern, die vor dem tobenden Konflikt geflohen waren.

O’Brien, Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, war nach Ganyiel gereist, eine der gefährlichsten Gegenden im Kampf um die politische Kontrolle über den Südsudan. Ziel seines Aufenthalts ist, die kritische humanitäre Situation vor Ort und die Koordination der Notfallmaßnahmen aus erster Hand zu erfahren.

“Millionen Menschen werden von Konfliktparteien daran gehindert, Hilfe zu erhalten. Dies ist unmoralisch, rechtswidrig und inakzeptabel. Wir benötigen den Zugang jetzt“, betonte O’Brien. Humanitäre Organisationen wie das Rote Kreuz bauen bereits Kliniken in Sümpfen auf, um die Bedürftigen besser zu erreichen.

Deutschland: UN-Sachverständigengruppe hebt Fahndung nach ethnischer Zugehörigkeit gegen Menschen afrikanischer Abstammung hervor

702586Sunga27. Februar 2017 – Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland leiden im Alltag unter Rassendiskriminierung und Profilerstellung aufgrund ihrer ethnischen Herkunft. Ihre Situation bleibt allerdings für die Gesellschaft weitgehend unbemerkt. Dies hat eine Sachverständigengruppe der Vereinten Nationen zum Ende ihres ersten offiziellen Aufenthalts in Deutschland festgestellt.

“Das wiederholte Leugnen, dass in Deutschland Profile nach ethnischen Kriterien erstellt werden sowie das Fehlen eines unabhängigen Beschwerdemechanismus auf Bundes- und Landesebene fördert die Straffreiheit“, betonte der Leiter der Sachverständigengruppe, Ricardo Sunga, in einer Pressemitteilung des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte.

Die Arbeitsgruppe von Sachverständigen für Menschen afrikanischer Abstammung wurde am 25. April 2002 infolge der Weltkonferenz gegen Rassismus im Jahr 2001 gegründet. Sie besteht aus fünf unabhängigen Experten.

Vom 20. bis zum 27. Februar hatte eine Delegation der Arbeitsgruppe die Städte Berlin, Dessau, Dresden, Frankfurt, Wiesbaden, Düsseldorf, Köln und Hamburg besucht, um aus erster Hand zu erfahren, wie diskriminierende Praktiken Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland beeinträchtigen.

„Es besteht ein ernstzunehmender Mangel an nach Ethnie aufgeschlüsselten Daten sowie ein unvollständiges Geschichtsverständnis, beides verschleiert das Ausmaß von strukturellem und institutionellem Rassismus, dem Menschen afrikanischer Abstammung ausgesetzt sind“, erklärte Ricardo Sunga.

Die Experten trafen bei ihrem Besuch Vertreter verschiedener Bundes- und Landesbehörden sowie Vertreter nationaler Menschenrechtsinstitutionen. Sie begrüßten laufende Bemühungen der Regierung, das Problem der Rassendiskriminierung von Menschen afrikanischer Abstammung anzugehen.

Im September 2017 wird die Arbeitsgruppe dem UN-Menschenrechtsrat einen Bericht über ihre Befunde und Empfehlungen vorlegen.

Westsahara: UN-Generalsekretär Guterres fordert Konfliktparteien zur Deeskalation auf

439689 minurso27. Februar 2017 – In der Pufferzone der südlichen Westsahara kommt es zu vermehrten Spannungen zwischen Marokko und der Polisario-Front. UN-Generalsekretär António Guterres fordertebeide Parteien auf, „alle notwendigen Schritte zu unternehmen“, um eine Eskalation des Konflikts zu verhindern.

Laut einer Erklärung des Sprechers des Generalsekretärs befinden sich bewaffnete Gruppen beider Parteien in unmittelbarer Nähe voneinander. Die Situation wird von der Mission der Vereinten Nationen für das Referendum in der Westsahara überwacht.

Der Generalsekretär appellierte an die Konfliktparteien, sich aus der Pufferzone zurückzuziehen und sich an die Verpflichtungen des Waffenstillstands von 1991 zu halten. Im Westsaharakonflikt strebt die Polisario-Front einen unabhängigen Staat an, Marokko betrachtet das Gebiet als Teil seines Territoriums.

Oslo: Geberkonferenz für Krisenregion am Tschadsee

02 23 2017BornoState24. Februar 2017 – Eine umfassenden Geberkonferenz in Oslo soll globale Maßnahmen zur Bewältigung der humanitären Krise am Tschadsee ermöglichen. Im Kamerun, im Tschad, im Niger und in Nigeria leiden knapp 11 Millionen Menschen unter starker Unterernährung.

Im Vorfeld der Geberkonferenz unterstrich UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung für die Region. Es handle sich nicht nur um Kosten, sondern um eine Investition in die Zukunft der Menschen vor Ort und die globale Sicherheit.

Die Konferenz zielt darauf ab, mehr Aufmerksamkeit auf die Krise zu richten und finanzielle Mittel zu mobilisieren. Insgesamt sollen 1,5 Milliarden Dollar gesammelt werden, um umfangreiche Hilfsaktionen zu ermöglichen.

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