Sonntag, 19 April 2015
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Sicherheitsrat fordert Rückzug von Jemens Huti-Rebellen

jemen SicherheitsratDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat angesichts des drohenden Bürgerkriegs im Jemen ein Ende der Feindseligkeiten gefordert. Das Gremium verurteilte in einer am Sonntag verabschiedeten Erklärung zudem die schiitische Huti-Miliz, die einen großen Teil des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hat.

Der Rat forderte die Rebellen auf, sich zurückzuziehen und bekräftigte seine Unterstützung für Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi. Er drohte zudem mit "weiteren Maßnahmen" gegen jegliche Beteiligte. Im November hatte das Gremium Sanktionen gegen zwei Huti-Anführer und Hadis Vorgänger Ali Abdullah Saleh verhängt.

UN-Vermittler Jamal Benomar sagte den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrat, der Jemen sei an den Rand eines Bürgerkriegs gedrängt worden. Es drohe ein langwieriger Konflikt mit einem "Irak-Libyen-Syrien"-Szenario.
Die Lage im Jemen ist eskaliert, nachdem bei Bombenanschlägen in der von den Huti kontrollierten Hauptstadt Sanaa am Freitag mehr als 130 Menschen getötet wurden.

Über das Wochenende nahmen die Huti mit Tais dann eine weitere strategisch wichtige Stadt ein. Die USA zogen ihre letzten Militärangehörigen wegen der unsicheren Lage ab. Ihre Botschaft haben die Amerikaner ebenso wie die europäischen Staaten schon vor längerer Zeit geschlossen. Der Machtkampf im Jemen droht sich zu einem Bürgerkrieg auszuweiten, in den auch die benachbarten und miteinander rivalisierenden Regionalmächte Saudi-Arabien und Iran hineingezogen werden könnten.

Vereinte Nationen stellen Weltwasserbericht vor

Indische Männer verlangen nach WasserZwei Tage vor dem Weltwassertag stellen die Vereinten Nationen ihren Bericht dazu vor. Präsentiert wird der Weltwasserbericht in Neu Delhi in Indien - einem Land, in dem Millionen Menschen nicht genug Wasser haben oder verseuchtes Wasser trinken müssen.

Der Weltwassertag widmet sich in diesem Jahr der nachhaltigen Entwicklung. Die Vereinten Nationen haben sich in ihren Milleniumszielen dazu verpflichtet, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser bis Ende des Jahres zu halbieren.

Ban Ki-moon mahnt Israelis und Palästinenser zu neuen Verhandlungen

Palästinensische Farmer bei der Olivenernte vor israelischen Siedlungen. Foto: UNRWA Archives/Alaa GhoshehBan Ki-moon hat Israel nach der Parlamentswahl zu neuen Friedensverhandlungen mit den Palästinensern aufgerufen.

Der UN-Generalsekretär fordert von der zukünftigen israelischen Regierung, die Vorbedingungen für einen dauerhaften Frieden in Nahost und für einen palästinensischen Staat zu schaffen. Dazu gehöre auch, den illegalen Siedlungsbau in den besetzten Gebieten zu unterbinden.

Der UN-Generalsekretär wendet sich damit explizit gegen die Wahlkampfaussagen von Benjamin Netanjahu: Der Ministerpräsident hatte erklärt, dass es mit ihm als Regierungschef keinen Palästinenserstaat geben werde.

WHO verstärkt Hilfsappell für Syrien

Syrischer Flüchtling mit KindDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der medizinischen Bedingungungen in Syrien Alarm geschlagen: Die Situation der Zivilisten vor Ort hat sich in den letzten Monaten noch einmal dramatisch verschlechtert.

Große Teile der syrischen Bevölkerung sind laut WHO derzeit nicht erreichbar für eine medizinische Grundversorgung. Impfstoffe fehlen, und der Zugang zu ausreichend Trinkwasser ist nicht in allen Landesteilen gesichert. Zudem droht die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Auch chronische Erkrankungen nehmen zu.

Schon im Februar hatte die WHO einen dringenden Hilfsappell veröffentlicht: Über eine Milliarde US-Dollar würde benötigt, um die Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen in Konfliktgebieten zu sichern - mehr als die Hälfte des Geldes allein in Syrien.

In dem seit vier Jahre tobenden Bürgerkrieg sind über als 215.000 Menschen getötet worden, so die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, darunter mehr als 66.000 Zivilisten. Seit Anfang Februar seien in Syrien über 5000 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen.

Kritisch ist die Lage derzeit aber auch im Irak, in Zentralafrika und im Südsudan.

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