Dienstag, 17 Januar 2017
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UN-Generalsekretär António Guterres: Friedensappell, 1. Januar 2017

593547Antonio GuterresNEW YORK/BONN, 1. Januar 2017 (UNRIC) – An meinem ersten Tag als UNO-Generalsekretär lastet eine Frage schwer auf meinem Herzen.
Wie können wir den Millionen von Menschen helfen, die in Konflikten gefangen sind und massiv unter Kriegen leiden, bei denen kein Ende in Sicht ist?


Zivilpersonen werden von tödlicher Gewalt getroffen. Frauen, Kinder und Männer werden getötet und verletzt, aus ihren Häusern vertrieben, besitzlos und notleidend. Sogar Krankenhäuser und Hilfskonvois werden angegriffen.
Niemand gewinnt diese Kriege; alle verlieren. Billionen von Dollar werden ausgegeben um Gesellschaften und Wirtschaften zu zerstören, ein Kreislauf von Misstrauen und Furcht wird geschürt, der mehrere Generationen überdauern kann. Ganze Regionen werden destabilisiert und die neue Gefahr des globalen Terrorismus betrifft uns alle.


An diesem Neujahrstag möchte ich Sie alle bitten, mit mir einen gemeinsamen Neujahrsvorsatz zu fassen:
Lassen Sie uns den Entschluss fassen, den Frieden an erste Stelle zu setzen.


Lassen Sie uns 2017 zu dem Jahr machen, in dem wir alle – BürgerInnen, Regierungen, Führungskräfte – uns bemühen, unsere Differenzen zu überwinden.
Von Solidarität und Mitgefühl in unserem täglichen Leben, zu Dialog und Respekt über politische Grenzen hinweg…


Vom Waffenstillstand auf dem Schlachtfeld, zum Kompromiss am Verhandlungstisch um politische Lösungen zu erreichen…


Der Frieden muss unser Ziel und unser Leitfaden sein.


Aber der Frieden hängt von uns ab.


Ich rufe Sie alle dazu auf, sich mit mir gemeinsam für den Frieden einzusetzen, heute und jeden Tag.


Lassen Sie uns 2017 zu einem Jahr für den Frieden machen.


Ich danke Ihnen.


* *** *

UN-Jahresrückblick 2016: Erfolge und Herausforderungen für die internationale Gemeinschaft

2016 year in review

29. Dezember 2016 – Der eskalierende Konflikt in Syrien, Gewalt im Yemen und Südsudan sowie fünf Millionen neue Flüchtlinge weltweit haben das Jahr 2016 zu einem schwierigen Jahr für die internationale Gemeinschaft gemacht.Gleichzeitig wurden in 2016, dem heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, vielerorts bahnbrechende Vereinbarungen getroffen. Dazu zählt das in Rekordgeschwindigkeit verabschiedete Pariser Klimaabkommen, die Durchsetzung eines Friedensabkommens nach 50 Jahren Bürgerkrieg in Kolumbien sowie die gemeinsame Vereinbarung zwischen Regierungen, Interessenvertretern und dem Privatsektor, die Kohlendioxidemissionen der internationalen Luftfahrt zu verringern.Ebenfalls in diesem Jahr, dem letzten in der Amtszeit von Generalsekretär Ban Ki-moon, entschuldigten sich die Vereinten Nationen bei der Bevölkerung Haitis für die unzureichende Reaktion auf die Choleraepidemie in Haiti seit 2010. Gleichzeitig kündigte Ban den Beginn eines zweigleisigen Plans zur Bekämpfung der Epidemie an, der sowohl die Ausbreitung von Cholera beenden als auch die Betroffenen langfristig unterstützen soll.Schließlich wurde innerhalb der Vereinten Nationen der ehemalige Premierminister Portugals und Leiter des UN-Flüchtlingswerks, António Guterres, zum Nachfolger Ban Ki-moons gewählt. Guterres, der seine Amtszeit am 3. Januar 2017 beginnen wird, forderte die internationale Gemeinschaft auf, gegenseitige Angst in gegenseitiges Vertrauen zu verwandeln. 

EU verspricht 7 Millionen Euro zusätzlich für UNICEF im Irak

12 27 2016Iraq28. Dezember 2016 – Die Europäische Union hat zugesagt, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) weitere 7 Millionen Euro für ihre Arbeit im Irak zur Verfügung zu stellen. In dem kriegsgeplagten Land sind derzeit 11 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – die Hälfte davon Kinder.
„An diesem entscheidenden Zeitpunkt ermöglicht die großzügige Spende der Europäischen Union, dass UNICEF Familien im Irak mit Nothilfe versorgen kann und damit Hoffnung gibt auf eine bessere Zukunft für jedes Kind“, sagte der UNICEF-Vertreter im Irak, Peter Hawkins, in einer Pressemitteilung. In der Erklärung warnt UNICEF außerdem, dass die andauernden Kämpfe in Mossul während des Winters den Bedarf an humanitärer Unterstützung erhöhen und die Gefahr insbesondere für Kinder in der Stadt erhöht.
Die irakische Armee hatte am 17. Oktober eine militärische Offensive begonnen, um Mossul aus der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu befreien. Durch die zusätzlichen Gelder steigt die diesjährige Unterstützung der Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) für UNICEF im Irak auf insgesamt 20 Millionen Euro.

35.000 Menschen aus Ost-Aleppo evakuiert

12 21 2016Syria23. Dezember 2016 – Die Evakuierungen von Zivilisten aus der syrischen Stadt Aleppo sind fast abgeschlossen. Überwiegend Bewohner des Ostteils der Stadt und aus den beiden Dörfern Foah und Kefraya seien in Sicherheit gebracht worden, erklärte Jan Egeland, UN-Gesandter für Syrien.

„Der Zeitdruck ist groß und die winterlichen Temperaturen erschweren die Lage zusätzlich. Die Menschen waren bis vor kurzem in der belagerten Stadt gefangen und sind verzweifelt. Wir müssen ihren Schutz gewährleisten“, betonte er.

Über den Ort Ramouseh hätten etwa 35.000 Menschen Ost-Aleppo in circa 200 Bussen und 750 Autos und Lastwagen verlassen. Dies teilte Egeland bei einem Treffen der Humanitären Einsatzgruppe der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens (ISSG) in Genf mit. Auch die 20 UN-Beobachter habe man nach Ramouseh entsandt.

Egeland beschrieb die Evakuierungen als „sehr unübersichtlich“. Er dankte dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond und dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) sowie den UN-Mitarbeitern, die in Tages- und Nachtschichten vor Ort im Einsatz seien. Die beiden Hilfsorganisationen hatten die Evakuierung in Ost-Aleppo organisiert. Auch den 32 Nichtregierungsorganisationen, die mit den UN in Idlib und in den Randbezirken Aleppos zusammengearbeitet hatten, sprach der UN-Gesandte seinen Dank aus.

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