Dienstag, 28 März 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Afghanistan: UN verurteilt Angriff auf Militärkrankenhaus in Kabul

02 17 unama hq 029. März 2017 – Die Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan hat den gestrigen Terroranschlag auf ein Militärkrankenhaus verurteilt, für den der Islamische Staat die Verantwortung übernommen hat.

Als Ärzte verkleidete Angreifer hatten in einem Selbstmordattentat eine Autobombe am Eingang des Gebäudes gezündet, in der Folge wurde das Gebäude von bewaffneten Attentätern gestürmt. Mehr als 30 Menschen wurden getötet, Berichten zufolge ist die Anzahl der zivilen Opfer hoch.

„Dieser ungeheuerliche und moralisch verwerfliche Angriff hat besonders verwundbare Menschen anvisiert, während sie im Krankenhaus behandelt wurden und war auch gegen das medizinische Personal gerichtet, das sich um sie kümmert“, erklärte Pernille Kardel, stellvertretende Leiterin der Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA), in einer Pressemitteilung.

UNAMA betonte, dass Angriffe auf Krankenhäuser eine Verletzung des humanitären Völkerrechts darstellen und forderte alle Konfliktparteien dazu auf, das gesamte medizinische Personal sowie Kliniken und Krankenhäuser zu schützen.

UN-Bericht zu Frauenrechten: Ungleichmäßiger Fortschritt und Rückschläge

09 05 2013garmentindustry

8. März 2017 – Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat gemeinsam mit der Afrikanischen Union und UN Women einen Bericht über den Kampf für Frauenrechte in Afrika veröffentlicht. Darin werden Fortschritte der Bewegungen sowie Herausforderungen detailliert.
Zeid Ra’ad Al Hussein, der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, warnte davor, dass Frauenbewegungen weltweit vor einem Rückschlag stehen, der sowohl Männer als auch Frauen beeinträchtigen wird.
“Wir müssen aufmerksam sein – die Fortschritte der letzten Jahrzehnte sind fragil und sollten an keinem Ort der Welt als selbstverständlich angesehen werden“, betonte Zeid in einer Erklärung im Vorfeld des Weltfrauentags, der jedes Jahr am 8. März begangen wird.

Der Hohe Kommissar bewertet die aktuelle Rückkehr fundamentaler Gesetzgebungen in vielen Teilen der Welt als „extrem beunruhigend“. Diese Entwicklung sei von Sichtweisen geprägt, die die Rolle der Frau auf Fortpflanzung und Familie reduzieren und die Selbstbestimmung der Frauen über ihren Körper und ihr Leben infrage stellen.
Als Beispiele nannte er neue Gesetze in Bangladesch, Burundi und Russland, die die Rechte der Frau jeweils in Bezug auf Kinderehe, Vergewaltigung in der Ehe und häusliche Gewalt schwächen.

Dürre in Somalia: Die Welt muss “schnell handeln”

03 06 2017Somalia7. März 2017 – Aufgrund einer schweren Dürre in Somalia droht in dem seit langem von Unruhen gekennzeichneten Land eine Hungersnot. Einschätzungen der Vereinten Nationen und humanitären Partnerorganisationen gehen davon aus, dass rund die Hälfte der somalischen Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen ist.

Laut Joseph Contreras, Sprecher der Hilfsmission der Vereinten Nationen in Somalia, hat sich die Situation “in den letzten sechs Monaten deutlich verschlechtert”.

“Momentan benötigen etwa 6,2 Millionen Somalier humanitäre Hilfe, davon sind drei Millionen dringend auf lebensrettende Maßnahmen angewiesen. Das ist eine starke Erhöhung von den 1,1 Millionen Somaliern, die im September in dieser Situation waren und auf solche Maßnahmen angewiesen waren“, unterstrich Contreras.

„Wir nennen die Dürre dieses Jahr „Odi Kawayn“, was so viel bedeutet wie ‚Mehr als die Alten wissen‘. Niemand unserer Älteren hat jemals eine so extreme Dürre wie dieses Jahr gesehen“, erzählt die von der Hungersnot betroffene Somalierin Halima.

Die Internationale Organisation für Migration weist auf „beunruhigende Ähnlichkeiten“ mit der Hungersnot in Somalia im Jahr 2011 hin. Um eine erneute Hungersnot zu verhindern, wird dringend ein massiver Zuwachs an Hilfsgeldern benötigt.

Hungersnot im Südsudan: UN-Nothilfekoordinator fordert Zugang für Hilfskräfte

10 13 2016Tuberculosis6. März 2017 –Hunderttausende Menschen im Südsudan werden verhungern, wenn nicht weitere Gelder gesammelt werden und Katastrophenhelfer Zugang zur bedürftigen Bevölkerung erhalten. Davor warnte UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien nach einem Treffen mit Kindern, die vor dem tobenden Konflikt geflohen waren.

O’Brien, Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, war nach Ganyiel gereist, eine der gefährlichsten Gegenden im Kampf um die politische Kontrolle über den Südsudan. Ziel seines Aufenthalts ist, die kritische humanitäre Situation vor Ort und die Koordination der Notfallmaßnahmen aus erster Hand zu erfahren.

“Millionen Menschen werden von Konfliktparteien daran gehindert, Hilfe zu erhalten. Dies ist unmoralisch, rechtswidrig und inakzeptabel. Wir benötigen den Zugang jetzt“, betonte O’Brien. Humanitäre Organisationen wie das Rote Kreuz bauen bereits Kliniken in Sümpfen auf, um die Bedürftigen besser zu erreichen.

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