Mittwoch, 30 Juli 2014
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Mehr als 50 Millionen Flüchtlinge weltweit

84628Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg sind mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Not. Weltweit stieg die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden sowie der Vertriebenen innerhalb des eigenen Landes bis Ende 2013 auf 51,2 Millionen an - sechs Millionen Menschen mehr als noch 2012. Jeder Fünfte von ihnen hat im Laufe des vergangenen Jahres seine Heimat verlassen müssen, teilten die Vereinten Nationen in Genf aus Anlass des Weltflüchtlingstages mit. Besonders dramatisch sei die Lage in Syrien, heißt es im Weltbericht 2013 des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Innerhalb des Bürgerkriegslandes sind den Angaben zufolge 6,5 Millionen Menschen auf der Flucht, weitere 2,5 Millionen Syrer seien ins Ausland geflohen. Flucht und Vertreibung hätten zudem auch in Afrika wieder erheblich zugenommen. «Wir sehen hier die enormen Kosten nicht enden wollender Kriege sowie fehlgeschlagener Bemühungen, Konflikte zu lösen oder zu verhindern», erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres. Der starke Anstieg der Flüchtlingszahlen sei einerseits auf eine dramatische Zunahme neuer Krisen zurückzuführen - etwa im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik, der Ukraine und im Irak. Zugleich blieben alte Krisen ungelöst.

Mehr Bundeswehrsoldaten für UN-Friedensmissionen

leyenBundesverteidigungsministerin von der Leyen hat den Vereinten Nationen ein stärkeres Engagement der Bundeswehr in Aussicht gestellt. Das gelte vor allem für technologische Fähigkeiten und die Leitung von Missionen, sagte sie nach einem Gespräch mit dem stellvertretenden UN-Generalsekretär Jan Eliasson in New York. Insgesamt gibt es derzeit 17 Friedenseinsätze der Vereinten Nationen mit rund 97.000 Soldaten, Polizisten und Militärexperten. Eliasson bat Deutschland um ein stärkeres Engagement - auch vor dem Hintergrund, dass durch den Abzug aus Afghanistan Kapazitäten frei würden. Der Nato-Kampfeinsatz endet in einem halben Jahr. Die UN-Bitte werde nun geprüft, um konkrete Missionen sei es aber noch nicht gegangen, sagte von der Leyen. Deutschland habe Schlüsselkapazitäten und Fähigkeiten, die andere Nationen so nicht hätten.

Ban warnt vor Flächenkrieg im Nahen Osten

587251Die Vereinten Nationen warnen davor, dass der Bürgerkrieg in Syrien und die Kämpfe im Irak rasch auf die Nachbarländer übergreifen könnten. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte, er sei "zutiefst besorgt über die sich rasch verschlechternde Sicherheitslage im Irak", darunter die Berichte über "Massenhinrichtungen" durch die Extremistengruppe ISIS. "Es gibt die echte Gefahr weiterer konfessioneller Gewalt in enormen Maßstab im Irak und jenseits seiner Grenzen", sagte Ban vor Journalisten in Genf.

Generalversammlung bestimmt Jordanier zum Menschenrechtskommissar

592182Der jordanische Prinz Seid al Hussein wird neuer UN-Hochkommissar für Menschenrechte. Die UN-Generalversammlung bestimmte den 50-Jährigen einstimmig zum Nachfolger von Navi Pillay. Hussein soll das Amt zum 1. September von der Südafrikanerin übernehmen. Der langjährige Diplomat wird damit der erste UN-Menschenrechtskommissar aus der arabischen und islamischen Welt - eine Besonderheit, die er selbst in seiner Rede hervorhob: "Das spiegelt die Verbundenheit der Internationalen Gemeinschaft mit dieser Region wider und ihre Verpflichtung, die Menschenrechte auf diesem Kontinent, wie auch in anderen Regionen der Welt, voranzubringen." Hussein hat im Bereich der Friedensbildung und der internationalen Justiz langjährige Erfahrung vorweisen. Unter anderem war er wesentlich am Aufbau des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag beteiligt. Hussein war von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon für das Amt vorgeschlagen worden. Zur Zeit ist er Botschafter Jordaniens bei den Vereinten Nationen.

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