Samstag, 03 Dezember 2016
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Klimakonferenz in Marrakesch zeigt Geschlossenheit

70417318. November 2016 - Die Vertreter von fast 200 Staaten haben kurz vor dem Abschluss der UN-Klimakonferenz in Marokko Einigkeit demonstriert. In der sogenannten Proklamation von Marrakesch sagten sie den Treibhausemissionen den Kampf an und verpflichteten sich zur vollständigen Umsetzung des UN-Klimaschutzabkommens von Paris. Es wurde bislang von 111 der 195 Unterzeichnerstaaten ratifiziert, darunter die beiden größten Treibhausverursacher China und USA. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf eine Abkehr vom Pariser Klimavertrag angekündigt.

In der Proklamation von Marrakesch wird das Ziel der Industriestaaten bekräftigt, bis 2020 jährlich über 90 Milliarden Euro für die Entwicklungsländer aufzubringen. Ein Versprechen, das bereits bei der Kopenhagener Klimakonferenz von 2009 gemacht wurde. Es sei dringend notwendig, diese Länder zu unterstützen. Ziel sei, die Armut zu beenden, die Versorgung mit Nahrung zu gewährleisten und die Landwirtschaft an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.

Der Pariser Klimavertrag sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst sogar auf weniger als 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitaletr zu begrenzen.

UN-Klimakonferenz 2017 findet in Bonn statt

57877217. November 2016 - Die Weltklimakonferenz im kommenden Jahr wird in Bonn ausgerichtet. Bonn als Sitz des Sekretariats der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) bekam den Zuschlag, weil die Fidschi-Inseln im Südpazifik, die 2017 die Präsidentschaft der Weltklimakonferenz übernehmen, eine solche internationale Großkonferenz nicht ausrichten können. In einem solchen Fall wird die Weltklimakonferenz am Ort des UN-Klimasekretariats abgehalten. Eine endgültige Entscheidung darüber soll bei der Weltklimakonferenz in Marrakesch am Freitag fallen. In Marrakesch findet seit gut einer Woche das Folgetreffen der Weltklimakonferenz von Paris statt. Dort war Ende vergangenen Jahres das erste Klimaschutzabkommen vereinbart worden, das alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in die Pflicht nimmt.

Internationaler Tag der Toleranz: Fremdenhass nimmt in Europa weiter zu

48089516.11.2016 – Zum heutigen Internationalen Tag der Toleranz hat die UNO betont, wie wichtig gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen und Kulturen ist. Dies gilt ganz besonders in einer Zeit steigender Intoleranz und zunehmendem Fremdenhass in Europa.

Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI)hat in ihrem jüngsten Bericht einige besorgniserregende Entwicklungen festgehalten. ECRI verzeichnet einen Anstieg von Anti-Semitismus, andauernde Diskriminierung von Schwarzen, Roma, ethnischen Minderheiten und LGBTI-Personen. Außerdem breite sich in Folge der Flüchtlingskrise und islamistischer Terroranschläge in Europa eine generelle Feindseligkeit gegenüber dem Islam und Migranten aus.

Um Toleranz zu fördern, falsche Vorstellungen gegenüber Migranten zu korrigieren und weltweit für Anti-Diskriminierung einzutreten, haben die Vereinten Nationen im September beim UN-Gipfel zu Flucht und Migration die Together-Kampagne gestartet. Mit ihr soll eine globale Bewegung entstehen, die negative Haltungen gegenüber Migranten und Flüchtlingen korrigiert und einen Dialog über Fragen zu Migration und Flucht fördert.

Klimawandel: 2016 - heißestes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

46662715. November 2016 - 2016 wird wohl als heißestes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung in die Geschichte eingehen. Die weltweite Durchschnittstemperatur werde in diesem Jahr "sehr wahrscheinlich" 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter liegen, erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Der bisherige Hitzerekord aus dem Jahr 2015 wird damit vermutlich übertroffen. 

 "Ein weiteres Jahr, ein weiterer Rekord", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas am Rande der UN-Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts sei es so warm gewesen wie in diesem Jahr. Einzelne Hitzerekorde wurden etwa im südafrikanischen Pretoria (42,7 Grad), in Thailand (44,6 Grad) und Indien (51 Grad) aufgestellt. 

   Aber auch weltweit wurde erneut ein Temperaturanstieg verzeichnet: Von Januar bis September lag die weltweite Durchschnittstemperatur den UN-Angaben zufolge rund 1,2 Grad über dem vorindustriellen Zeitalter und 0,88 Grad über der Durchschnittstemperatur von 1961 bis 1990. 

   Was die UN-Experten besonders beunruhigt: In den arktischen Gebieten Russlands lagen die Temperaturen in diesem Jahr sogar 6 bis 7 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. In anderen arktischen und subantarktischen Regionen in Russland, im US-Bundesstaat Alaska und im Nordwesten Kanadas war es mindestens 3 Grad wärmer. Normalerweise seien die Wissenschaftler daran gewöhnt, Temperaturrekorde in "Bruchteilen eines Grads" zu messen, sagte Taalas. "Das hier ist also anders." 

Bei der Klimakonferenz in Marrakesch, die am Montag in die zweite Woche ging, geht es um die Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris. Die Weltgemeinschaft hatte sich im Dezember 2015 in der französischen Hauptstadt darauf verständigt, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter 2 Grad und möglichst unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. 

Sollten sich die Vorhersagen der WMO bestätigen, ist dieser Wert nun allerdings schon fast erreicht. Einen endgültigen Jahresbericht legen die Klimaexperten der UNO Anfang 2017 vor.

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