Samstag, 30 April 2016
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

UN-Flüchtlingswerk will mehr Unterstützung für Syriens Nachbarländer

Fleming30. März 2016 (UNRIC) – Vor der UN-Konferenz in Genf hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) von der Weltgemeinschaft mehr Unterstützung für die Nachbarländer Syriens gefordert. "Entlasten Sie die Nachbarländer, tun Sie Ihren Teil", sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Organisation hofft auf freiwillige Zusagen vor allem seitens wohlhabender Länder, in den kommenden Jahren etwa 480 000 Syrer aufzunehmen, die vor dem Krieg in die Türkei, nach Jordanien oder in den Libanon geflohen sind. Bislang hat das UNHCR lediglich Zusagen über die längerfristige Aufnahme von insgesamt 170 000 Syrern erhalten.

Alle Länder auf der Welt, die in der Lage seien, Flüchtlinge aufzunehmen, sollten mehr tun, sagte Fleming. "Deutschland hat großzügigerweise gesagt, dass sie nach wie vor Flüchtlinge aufnehmen." Allerdings könne man nicht verlangen, dass Deutschland die Verantwortung für ganz Europa übernehme.

Fleming forderte mehr Solidarität. Im Moment erlebe die Welt die schlimmste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. "Wir können nicht nur die Grenzen zumachen und sagen, das ist die Verantwortung von den Ländern vor Ort."

UN-Bericht: Kinder in Südostasien doppelt belastet durch Fettleibigkeit und Unterernährung

Southeast Asia CA 729. März 2016 (UNRIC) – In mehrere Ländern Südostasiens haben einige Kinder Probleme mit Übergewicht, während andere mit Unterernährung zu kämpfen haben. Dies belegt ein Bericht, der gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) veröffentlicht worden ist.

Die Doppelbelastung durch Fehlernährung trete in Ländern mit mittlerem Einkommen auf. Hierunter fielen Indonesion, Malaysien, die Phillippinen und Thailand.

„Viele Staaten Südostasiens haben ein Jahrzehnt beeindruckenden Wirtschaftswachstums erlebt, wodurch Millionen Kinder aus der Armut geholfen wurde. Gleichzeitig können wir aber einen Anstieg der Fettleibigkeit bei Kindern feststellen – ein Problem, das vormals mit Ländern mit hohem Einkommen assoziiert wurde. Asiatische Kinder sind nun durch Fehlernährung an beiden Enden des Spektrums gefährdet.“, sagte die regionale Ernährungsberaterin von UNICEF für Ostasien und den Pazifik, Christiane Rudert.

Den Ergebnissen zufolge seien die Gründe für Übergewicht und Unterernährung miteinander verflochten. Wer in der Kindheit unter Mangelernährung gelitten habe, zeige in späteren Jahren eine höhere Anfälligkeit, übergewichtig zu werden. Dieses Risiko erhöhe sich mit der Verfügbarkeit von Fast Food und zuckerhaltigen Getränken sowie mangelnder Bewegung. Dies führe zu Krankheiten wie Diabetes. Somit ergäben sich auch gesamtwirtschaftliche Nachteile. Fehlernährung führe zu einer geringeren Produktivität der Eltern und stelle zudem eine Belastung des Gesundheitssystems dar.

Gesandter für den Jemen verkündet Einstellung der Feindseligkeiten und Beginn von Friedensgesprächen

Yemen Taiz OCHA24. März 2016 (UNRIC) - Ismail Ould Cheikh Ahmed, UN-Sondergesandter für den Jemen, hat das ​landesweite ​Ende​der Gefechte für den 10. April verkündet. Nach intensiven Konsultationen mit jemenitischen Führern und regionalen Partnern, seien die Konfliktparteien darüber übereingekommen, die Feindseligkeiten einzustellen, um ab dem 18. April zu Friedensgesprächen in Kuwait zusammenzukommen.

„Die Gespräche zielen darauf ab, ein umfassendes Abkommen zu vereinbaren, das die Wiederaufnahme eines inklusiven politischen Dialogs erlaubt. Von Angesicht zu Angesicht miteinander zu sprechen, wird einen friedlichen und geordneten Übergang ermöglichen.“, sagte Ould Cheikh Ahmed.

Der Sondergesandte nannte​ fünf Schwerpunkte, um die sich die Gespräche drehen werden:

1. Abzug von Kämpfern und bewaffneten Gruppen
2. Übergabe von schweren Waffen an den Staat
3. Übergangsregelungen für die Sicherheit
4. Wiederherstellung staatl. Institutionen und Wiederaufnahme des politischen Dialogs
5. Schaffung eines Spezialkommittees für Häftlinge und Gefangene

Die UN schätz​en​, dass bei dem nunmehr ein Jahr andauernden Konflikt zehntausende Menschen getötet oder verletzt worden sind. Jeder ​Z​ehnte sei auf der Flucht und alle benötigten dringend humanitäre Hilfe.

UN verurteilt Bombenanschläge von Brüssel als „Angriff auf uns alle“

Brussels23. März 2016 (UNRIC) – Führende Vertreter der Vereinten Nationen haben die Terroranschläge von Brüssel aufs Schärfste verurteilt. Ihr tief empfundenes Mitgefühl gelte den Opfern und ihren Familien. Die UN stehe an der Seite des belgischen Volkes und seiner Regierung.

Der Sicherheitsrat betonte in einer Erklärung, dass regionale und internationale Anstrengungen nötig seien, um dem gewaltsamen Extremismus Einhalt zu gebieten. Terrorismus stelle eine der größten Bedrohungen für die internationale Sicherheit und den Frieden auf der Welt dar.

Generalsekretär Ban Ki-moon sprach von „abscheulichen Anschlägen, die das Herz Belgiens und das Zentrum der Europäischen Union getroffen haben.“

Ebenso verlieh Mogens Lykketoft, Präsident der UN-Generalsversammlung seinem Entsetzen über die Ereignisse Ausdruck: „Wir mussten in der letzten Woche die Greueltaten in der Türkei, der Elfenbeinküste und nun in Belgien mit ansehen. Akte des Terrors, egal wodurch sie motiviert sind, sind durch nichts zu rechtfertigen. Terrorakte haben keinen Platz in der modernen Welt und stärken lediglich die Entschlossenheit der Regierungen dieser Welt, die Verantwortlichen zu finden und vor Gericht zu bringen.“

Der Generalsekretär der Welt-Tourismusorganisation, Taleb Rifai, sagte: „Dies war kein Angriff auf Belgien, sondern ein Angriff auf uns alle. Wir wurden auf traurige Weise daran erinnert, dass wir uns einer globalen Bedrohung gegenübersehen, der wir global begegnen müssen.“

Seite 4 von 244

4

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Informationsstelle der Vereinten Nation in Bonn

Tel.: +49-228-815-2776
Email: [email protected]