Sonntag, 26 April 2015
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

Jemen: UN beschließt Waffenembargo gegen Huthi-Rebellen

Jemen, HuthiDer UN-Sicherheitsrat hat ein Waffenembargo und Sanktionen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen verhängt. 14 Staaten stimmten für die von Jordanien vorgelegte Resolution (Russland enthielt sich). Zugleich wurden alle Konfliktparteien aufgefordert, die UN Friedensgespräche wieder aufzunehmen und zu beschleunigen.

Neben dem Verbot für Waffenlieferungen sieht der Beschluss ein Reiseverbot gegen Rebellen vor, ihre ausländischen Konten sollen gesperrt werden. Die Strafmaßnahmen betreffen auch Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh.

Laut UN-Berichten starben in dem Konflikt seit Ende März bereits einige hundert Kämpfer und mindestens 364 Zivilisten. Mehr als 681 Menschen sollen verletzt sein. Zahlreiche öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Schulen und Flughäfen wurden durch Luftangriffe zerstört. Seit Ende März bekämpfen Saudi-Arabien und andere Golfstaaten die Huthi- bislang ohne die Lage zu verbessern.

UN wollen Abzug aus Jarmuk ermöglichen

626040Die UN wollen für die Flüchtlingsstadt Jarmuk erreichen, dass verbliebene Bewohner abziehen können. Jarmuk liegt am Rand der Hauptstadt Damaskus; von den einst 150.000 Einwohnern lebt noch rund jeder Zehnte hier. Während des syrischen Bürgerkriegs übernahmen Aufständische Jarmuk. Inzwischen sind dort islamistische Kämpfer, die die verbleibende Bevölkerung faktisch als Geiseln halten. Man wolle denen behilflich sein, die Jarmuk vorübergehend verlassen wollten, sagte der Leiter des UN-Flüchtlingshilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA), Pierre Krähenbühl bei einem Besuch in Damaskus. Über das Schicksal der Menschen in Jarmuk verhandeln UN-Vertreter jetzt mit der
syrischen Regierung.

Ban Ki-moon: „Flüchtlingslager Jarmuk ist schlimmste Hölle“

Jarmuk, Syrien, FlüchtlingslagerAngesichts der katastrophalen Lage im vom IS eingenommenen Flüchtlingscamp Jarmuk in Syrien, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ein Einschreiten durch die internationale Gemeinschaft gefordert.

Derzeit befinden sich im Lager von Jarmuk rund 18.000 Flüchtlinge, darunter auch 3500 Kinder. Das Lager beginne zunehmend einem „Todescamp" zu ähneln, so Ban. Die Flüchtlinge würden als „menschliche Schutzschilde" in den Kämpfen zwischen Extremisten und Regierungstruppen missbraucht, berichtet der UN-Generalsekretär.

Es sei jetzt höchste Priorität die Lage im Camp zu stabilisieren, humanitären Helfern Zugang zu gewährleisten und eine sichere Passage für Flüchtlinge zu finden. „Wir dürfen nicht einfach danebenstehen und zusehen, wie sich ein Massaker entfaltet", so Ban Ki-moon.

UN-Hilfsappell für Demokratische Volksrepublik Korea

Demokratische Volksrepublik KoreaAngesichts des verbreiteten Hungers in der Demokratischen Volksrepublik Korea fordern die Vereinten Nationen Hilfen im Umfang von 103 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen die fünf UN-Agenturen wie etwa Unicef und die Weltgesundheitsorganisation bedürftige Menschen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und anderen lebensnotwendigen Gütern versorgen.

70 Prozent der Bevölkerung (18 Millionen Menschen) haben keinen Zugang zu einer gesicherten und ausgewogen Lebensmittelversorgung, so die UN-Organisationen. Rund ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren leiden UN-Berichten zufolge an chronischer Mangelernährung.

"Es werden dringend nachhaltige Hilfen benötigt, um die humanitäre Situation im Land zu verbessern", betonte der UN- Koordinator der Vereinten Nationen Ghulam Isaczai.

Seite 4 von 198

4

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777


Für Informationen und Presseanfragen zu den in Bonn ansässigen UNO-Organisationen:
Informationsstelle der Vereinten Nation in Bonn

Tel.: +49-228-815-2776
Email: info@unbonn.org

Banner
Banner