Freitag, 30 September 2016
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Menschenrechtskommissar warnt vor Trump

6678456. September 2016 – Der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Zeid Raad al-Hussein, hat zum weltweiten Eintreten gegen rechtspopulistische Demagogen aufgerufen. In einer Rede in Den Haag kritisierte er am Montagabend namentlich den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und die Vorsitzenden der Rechtsaußen-Parteien in den Niederlanden und Frankreich, Geert Wilders und Marine Le Pen, die „mit Halbwahrheiten und Vereinfachungen“ um die Stimmen verunsicherter Wähler kämpften. „Sie alle versuchen, eine reine und glückliche Vergangenheit wiederzubeleben, in der Völker lebten, die durch Religion oder Volkszugehörigkeit geeint sind“, sagte der Menschenrechtskommissar. „Es ist eine Vergangenheit, die es in Wirklichkeit so nirgendwo gegeben hat.“ Bei den Rechtspopulisten handle es sich um „Demagogen und politische Phantasten“, die ihre Zielpublikum eine Vision verkauften, „die für andere Menschen schreckliche Konsequenzen“ habe, sagte Hussein. Er sehe die Gefahr, „dass sich die Atmosphäre mit Gewalt auflädt“, warnte der UN-Diplomat. Die Bürger müssten sich gegen diese Entwicklung engagieren - „oder werden wir weiter zuschauen, wie diese Intoleranz etwas ganz Banales wird?“

UN-Sicherheitsrat bezeichnet Drei-Tages-Mission im Süd-Sudan als "sehr positiv"

2016 09 03 at poc ib 66. September 2016 – Die Mitglieder des Sicherheitsrats haben ihren dreitägigen Besuch im Südsudan abgeschlossen und bekräftigt, dass sie den Friedensprozess weiter fördern wollen. Außerdem wiederholten sie die Forderung an die Regierung, ihren Verpflichtungen nachzugehen, die in einer gemeinsamen Erklärung bekanntgegeben wurden. "Die Tatsache, dass wir in ein UN-Flugzeug steigen und nach Hause fliegen, bedeutet nicht, dass wir Sie vergessen werden", sagte die US-amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power zum Ende des Besuchs an die Bevölkerung gerichtet. "Was niemand ertragen kann, ist, dass dieses wunderschöne und neueste Land der Vereinten Nationen auseinandergerissen wird."
Powers verkündete, dass einige gute Übereinkommen aus der Reise hervorgegangen seien. Unter anderem wurde mit der Übergangsregierung der Einsatz einer regionalen Schutztruppe abgestimmt.

Video zur Sicherheitsrats-Mission

 

 

UN-Syriengesandter kritisiert Zwangsevakuierung von Daraja scharf

6711272. September 2016 - Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hat die von der Führung in Damaskus erzwungene Evakuierung der belagerten Stadt Daraja scharf kritisiert. Er fürchte, dass "nach Daraja andere Darajas folgen", sagte de Mistura in Genf und verurteilte diese "Strategie" der Kriegsführung. Gefährdet seien Städte wie Muadamijat al-Scham nahe Daraja und das Viertel Al-Waer in Homs, sagte der UN-Gesandte. Die syrische Armee hatte am Wochenende nach jahrelanger Belagerung wieder die Kontrolle über Daraja übernommen. Seit 2012 war die Rebellenhochburg umzingelt und stand fortan unter Dauerbeschuss. Die katastrophale humanitäre Lage zwang die Aufständischen schließlich zu einem Abkommen mit der syrischen Führung über die Evakuierung der Stadt. Hunderte Rebellen und ihre Familien sowie Zivilisten wurden daraufhin mit Bussen aus Daraja weggebracht. "Wenn Daraja schon ein Schock war, in Al-Waer leben 75.000 Menschen", gab de Mistura zu bedenken. Sein Stellvertreter Jan Egeland beschrieb die Zwangsevakuierung der Stadt als "herzzerreißend". Es sei nicht möglich, dass eine ausgehungerte und bombardierte Bevölkerung eine Belagerung durchbreche, das müsse durch einen humanitären Zugang und freien Zugang geschehen, forderte er. Die Weltgemeinschaft habe bei Daraja versagt und die UNO bekomme weitere Hilfsappelle aus Muadamijat al-Scham, Al-Waer und Madaja sowie aus den Dörfern Fua und Kefraja, die von den Rebellen umzingelt sind, sagte Egeland. "Der September muss besser werden", forderte er. Die UNO hat Hinweise auf 18 belagerte Gebiete in Syrien - die meisten davon sind von der Regierungsarmee umzingelt. Der Bürgerkrieg in Syrien wütet seit über fünf Jahren. Seitdem wurden mehr als 290.000 Menschen getötet. De Mistura kündigte eine neue "politische Initiative" an, die er bei der nächsten Sitzung der UN-Vollversammlung im September präsentieren will. Die Gespräche über eine Beendigung des Konflikts treten derzeit auf der Stelle.

 

Große Gefahren durch Wasserverschmutzung in Asien, Afrika und Südamerika

13456831. August 2016 - Das UN-Umweltprogramm (UNEP) warnt vor Gefahren durch verschmutztes Wasser in Asien, Afrika und Südamerika. Bis zu 320 Millionen Menschen liefen Gefahr, wegen Verunreinigungen an lebensgefährlichen Krankheiten wie Cholera oder Typhus zu erkranken, teilten die Vereinten Nationen in Nairobi mit. Den Angaben zufolge sterben weltweit jährlich rund 3,4 Millionen Menschen an den Folgen von Krankheiten, die über verschmutztes Wasser übertragen werden. Einer der Hauptgründe ist eine fehlende Kanalisation in vielen armen Regionen. Außerdem habe die schlechte Wasserqualität auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft und damit auf die Produktion von Grundnahrungsmitteln.

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