Montag, 18 Dezember 2017
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UN Bericht: Mangel an guten Möglichkeiten erschwert Arbeitssuche junger Menschen

11 21 2017 ILO youth21. November 2017 – Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) warnt, dass Menschen im arbeitsfähigen Alter immer noch unbeteiligt am wirtschaftlichen Wachstum sind und junge Menschen weiterhin unter anhaltender Arbeitslosigkeit und Mangel an guten Arbeitsmöglichkeiten leiden.

„Diesen anhaltenden sozialen Herausforderungen für junge Frauen und Männer entgegenzuwirken, ist überaus wichtig, nicht nur für nachhaltiges und inklusives Wachstum, sondern auch für die Zukunft der Arbeit und des sozialen Zusammenhalts“, sagt die stellvertretende ILO-Generalsekretärin Greenfield zur Veröffentlichung des neuen ILO-Berichts zur Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. 

Laut dem Bericht ist die heutige Zahl von ungefähr 70,9 Millionen arbeitslosen Jugendlichen 2017 zwar eine deutliche Verbesserung zum kritischen Spitzenwert von 76,7 Millionen 2009. Aber es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2018 wieder um 200,000 auf 71,1 Millionen steigt.

Außerdem leben rund 39 Prozent der jungen Arbeiter in Schwellen- und Entwicklungsländern – 160,8 Millionen Jugendliche – in moderater oder extremer Armut (mit weniger als $3,10 Einkommen pro Tag), und mehr als zwei von fünf jungen Menschen im Arbeitsmarkt sind entweder arbeitslos oder beschäftigt aber arm.

Am meisten betroffen sind junge Frauen, dessen Beteiligung am Arbeitsmarkt um 16,6 Prozent hinter der Beteiligung junger Männer liegt. Auch die Arbeitslosigkeit ist laut ILO unter Frauen signifikant höher als unter Männern.

Der Bericht hebt auch die Veränderungen im Beschäftigungssektor hervor, denn eine steigende Zahl junger Arbeitssuchender und Unternehmer nutzen das Internet, um neue und diverse Arbeitsformen zu finden, wie z.B. Plattform- und Apps-basierte Arbeit („crowd work“). Aber auch hier gibt es große Risiken, wie niedrige Löhne, keine Jobgarantie und keinen Zugang zu arbeitsbezogenen Leistungen.

Unter diesen Aspekten fordert die ILO mehr Investitionen in gute Ausbildung und Training, und gleichzeitig müsse die Politik die rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt, welche nun durch Technologie beschleunigt wird, in Betracht ziehen, um jungen Frauen und Männern einen Vorteil zu verschaffen.

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