Donnerstag, 17 August 2017
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Zentralafrikanische Republik: Kinder werden immer häufiger Opfer von Morden und Missbrauch

UNI184725 CAR19. Juli 2017 – Dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF zufolge haben die jüngsten Kämpfe in der Zentralafrikanischen Republik immer öfter Kinder zum Ziel. Gleichzeitig steigen die Befürchtungen, dass sich die humanitären Situation des Landes weiter verschlechtert und Ausmaße erreicht, die man seit der Krise vor vier Jahren nicht mehr gesehen hat, sagten humanitäre Vertreter der Vereinten Nationen. Christine Muhigana, UNICEF Vertreterin in der Zentralafrikanischen Republik, warnte, dass „bewaffnete Gruppen und andere Beteiligte des Konflikts die Verletzung der Kinderrechte beenden müssen und sich bemühen sollten, die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten.“ Zusätzlich zu den brutalen Verbrechen verhindert die anhaltende Gewalt, dass die Kinder zur Schule gehen oder Impfungen erhalten können. In den südlichen Regionen des Landes drängen die Kämpfe die Bewohner dazu, in die nördlichen Regionen der Demokratischen Republik Kongo zu fliehen, wo sie jedoch nahezu unerreichbar für humanitäre Hilfeleistungen sind. Ende Juni wurden etwa 103.000 Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik registriert, sagte William Spindler, Sprecher des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR).