Donnerstag, 17 August 2017
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UN Organisationen betonen: Gesundheitsleistungen, insbesondere Impfungen, müssen alle erreichen

19 07 16aidworker18. Juli 2017 – Weltweit haben nahezu 13 Millionen Kinder – 1 von 10 – keine Impfungen im vergangen Jahr erhalten. Dies setze sie fatalen Krankheiten aus, sagten das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und forderten dazu auf, die Reichweite der Gesundheitsleistungen zu vergrößern. „Jeder Kontakt zum Gesundheitssystem muss als Möglichkeit gesehen werden, immunisiert zu werden“, betonte der Vorsitzende der Abteilung für Immunisierung der WHO, Dr. Jean-Marie Okwo-Bele. Er wies darauf hin, dass diejenigen, die nicht geimpft sind auch diejenigen sind, die das Gesundheitssystem nicht erreicht. „Diese Kinder haben wahrscheinlich auch sonst keinerlei der grundlegenden Gesundheitsleistungen erhalten. Wenn wir die globale Messlatte an Immunisierungen anheben wollen, müssen wir die Unerreichten erreichen.“
Laut Schätzungen der WHO und UNICEF haben 6.6 Millionen Kinder die erste Dosis der Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis / DTP) erhalten; ihnen fehlt jedoch die komplette Dosis von drei Impfungen (DTP3) für die endgültige Wirkung. Des Weiteren ist der Prozentsatz an Kindern, die eine umfangreiche Grund-Immunisierung erhalten haben, seit 2010 bei 86 % (116.5 Millionen Kinder) ins Stocken geraten.