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Stellvertretende UN-Generalsekretärin Mohammed: Sexuelle Gewalt Bedrohung für Frieden und Sicherheit

05 15 2017Sexual16. Mai 2017 – Vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die stellvertretende UN-Generalsekretär Amina J. Mohammed auf die Bedrohung von Frieden und Sicherheit durch sexuelle Gewalt in Konflikten hingewiesen und Reaktionen gefordert.

„Sexuelle Gewalt in Konflikten kann nicht länger als 'Frauenfrage' oder 'kleineres Übel' in einer falschen Rangfolge von Menschenrechtsverletzungen angesehen werden“, sagte sie während der Eröffnungsdebatte zu dem Thema, zu dem sich mehr als 70 Sprecher äußerten. Extremistische Gruppen im Irak, Syrien, Yemen, Somalia, Nigeria und Mali setzen immer häufiger auf sexuelle Gewalt als Taktik des Terrorismus, um ihre militärischen, wirtschaftlichen und ideologischen Ziele zu verfolgen.

Mohammed sagte, dass ein Rechtsrahmen vorhanden sei, darunter auch eine Reihe spezieller Resolutionen des Sicherheitsrates, um Wandel und Fortschritt herbeizuführen. Auch auf internationaler und nationaler Ebene „ist eine graduelle Veränderung der Realität festzustellen. Blieb es bislang ungestraft, eine Frau, ein Kind oder einen Mann im Konflikt zu vergewaltigen, befinden wir uns nun in einer Welt, in der es Konsequenzen für jeden gibt, der solche Straftaten begeht, befiehlt oder duldet“, so die stellvertretende Generalsekretärin.

Trotzdem leben immer noch viele Frauen mit alltäglicher Gewalt in ihrem Umfeld, sei es im eigenen Haushalt oder in der Familie, fügte Mohammed hinzu. Es sei daher essentiell, dass sich der Schutz und die Stärkung von Frauen und Mädchen in dem Gerüst für die Bekämpfung von Terrorismus und extremer Gewalt der Vereinten Nationen wiederfinde, betonte sie.

„Alle unsere Worte, Gesetze und Resolutionen werden absolut gar nichts bedeuten, wenn wir die Gewalt ungestraft lassen und falls wir daran scheitern sollten, uns um die Überlebenden zu kümmern“, sagte die stellvertretende Generalsekretärin und fügte abschließend noch hinzu: „In Worten und Taten, lasst uns uns dazu verpflichten, gemeinsam in Solidarität mit den Überlebenden und verletzten Gemeinschaften zu stehen und die Gräuel durch Hoffnung zu ersetzen.“