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Zentralafrikanische Republik: Mehrere Tote bei Angriffen auf Zivilisten und Friedenstruppen der UN

12 09 2014MINUSCA CentralAfrica15. Mai 2017 – In der süd-östlich gelegenen Stadt Bangassou haben bewaffnete Gruppierungen das Feuer gegen Zivilisten eröffnet und mehrere Menschen getötet, unter ihnen auch ein Friedenswächter der Vereinten Nationen.

„Die bewaffneten Gruppen hindern die Friedenstruppen der MINUSCA durch vorsätzliche Angriffe daran, ihre immens wichtigen Aufgaben, darunter der Schutz der Zivilbevölkerung und die Rettung von Menschenleben, zu erfüllen“, hieß es in einem Statement der UN-Mission, die auch unter dem französischen Namen MINUSCA bekannt ist.

Seitens der Mission ist zu vernehmen, dass Mitglieder einer großen Koalition, darunter auch Anti-Balaka Einheiten, die Zivilbevölkerung, insbesondere Muslime, in Tokoyo, einer Nachbarschaft von Bangassou, in der Nacht angriffen. Der Angriff ereignete sich wenige Stunden nachdem die Vereinten Nationen eine Gedenkfeier anlässlich des Todes von 5 Friedenswächtern, die am 8. Mai in dem nahegelengenden Dorf Yogofongo getötet wurden, abgehalten hatten.

„Auf den schweren Beschuss des Büros der MINUSCA versuchten Friedenswächter in Tokoyo zu antworten, um die Zivilisten zu beschützen. In dem Feuergefecht, welches bis zum Morgen des 13. Mai andauerte, erlag ein Friedenswächter der marokkanischen Einheiten seinen Schussverletzungen“, so Angaben seitens der Mission. „Zu diesem Zeitpunkt ist es schwer, die humanitäre Lage in Bangassou einzuschätzen. Glaubhafte Quellen haben eine unbestimmte Anzahl an zivilen Opfern bestätigt“, sagte MINUSCA.

Der Spezialbeauftragte des Generalsekretärs und Leiter von MINUSCA, Parfait Onanga-Anyanga, verurteilte die Angriffe scharf, und sagte, dass MINUSCA zusammen mit den Zentralafrikanischen Behörden alles in seiner Macht liegende tun werde, um die Täter dieser schrecklichen Ereignisse zu verhaften. „Unsere Aktionen werden unnachgiebig sein. Das Blut der Friedenswächter und der unschuldigen Zivilisten in diesem Land wird nicht umsonst geflossen sein“, fügte er hinzu.