Sonntag, 20 August 2017
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UN-Generalsekretär Guterres fordert Unterstützung für Somalia

05 11 guterres london12. Mai 2017 – Bei der Eröffnung der Somalia-Konferenz in London hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Sicherheitsmaßnahmen in dem Land zu unterstützen und den mehr als 6 Millionen Somaliern, die von Gewalt und Dürreperioden bedroht werden, zu helfen.

„Wir sind hier zusammengekommen, um der somalischen Regierung zuzuhören und den Rahmen für weitere Kooperationen zu schaffen“, äußerte sich Generalsekretär Guterres gegenüber den ostafrikanischen Staats- und Regierungschefs und weiteren Partnern auf der London-Somalia-Konferenz 2017. Somalia sei an einem Zeitpunkt angelangt, der sowohl tragisch als auch hoffnungsvoll sei und in naher Zukunft die Art von positiven Nachrichten bringen könnte, die wir auf dieser Welt dringend benötigen, so Guterres.

Das Land sieht sich derzeit anhaltender Dürreperioden gegenüber, die mehr als die Hälfte der Landesbevölkerung von humanitären Hilfen abhängig gemacht hat. Die Situation verschlechtert sich immer weiter und eine Hungerkatastrophe wird, trotz erheblicher Aufstockung der Hilfsmittel seit Anfang des Jahres, immer wahrscheinlicher. Zudem verschärft der andauernde Konflikt mit den Al-Shabbah-Milizen die anhaltende Dürreperiode, was zu einer der größten humanitären Katastrophen seit dem zweiten Weltkrieg führen könnte. Rund 275 000 unterernährte somalische Kinder sind in Gefahr einem Hungertod zu erliegen, so Angaben der Vereinten Nationen.

„Falls es ein Bild gibt, das ich niemals in meinem Leben vergessen kann, ist es das eines sterbenden Kindes, dem nicht mehr geholfen werden konnte, weil sie einfach zu spät gekommen sind“, sagte Guterres. „Somalia schwebt derzeit zwischen Risiko und Potenzial. Hier in London können wir die Gefahr in Sicherheit umwandeln“, appellierte Guterres abschließend noch einmal an die internationale Gemeinschaft.